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Birgit Sontag

Perspektiven nach Abschluss als Rechtswirt bei FSH Saarbrücken

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Hallo ich würde mich gern mal austauschen zum "Studium" bei der FSH. Ich habe absolutes Interesse am Rechtsbereich und mache auch gerade einen 6monatigen Lehrgang über die Grundlagen im Recht und auch in der Rechtsmethodik, der z.B. auf ein Studium vorbereiten kann. Bin aber schon über 40, hab "nur" mittlere Reife" und eine Ausbildung als Bürokauffrau und derzeit arbeitssuchend. Jetzt bin ich auf den Lehrgang Rechtswirt oder auch den mit gleichem Inhalt Rechtsmanager/IHK gestossen ( da gäbe es sogar Meisterbafög für). Noch lieber hätte ich ja einen Sachkundelehrgang als Rentenberater gemacht und dann eine Zulassung als Rechtsbeistand für Renten- und Sozialrecht bei Gericht beantragt. Aber der ist total teuer. Um rechtlich inhaltlich als Fachkraft arbeiten zu können, wäre dann noch der Rechtswirt möglich.Wo ich aber Bedenken hab ist Folgendes: Es ist ja kein anerkannter Abschluss wie z.B. ein LL.B. Das könnte doch dann manchen Betrieben als fragwürdig vorkommen, zumal ich völliger Quereinsteiger wäre mit meiner lediglich kaufmännischen Vorbildung auf Ausbildungsberufsniveau. Und gibt es nicht genügend mit Bachelor of Law oder Juristen ohne 2. Staatsexamen?

Wie verwerten Sie den Rechtswirt-Abschluss? Leider sagt die FSH verständlicherweise nichts dazu, was man damit wirklich anfangen kann, bzw. ob das, was in der Beschreibung als Möglichkeit steht auch realistisch ist. Ich suche jetzt Austausch, Erfahrungen und Meinungen dazu

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Hallo Birgit,

ich würde Dir ehrlich gesagt, von diesem Lehrgang abraten, weil es sich nicht um einen anerkannten Abschluss handelt und ich diesen Abschluss ebenfalls für fragwürdig halte. Wenn Du die mittlere Reife hast und eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung besitzt, gibt es u.a. die Möglichkeit per Probestudium an einer Fachhochschule oder Universität zugelassen zu werden. Z.B. Kannst Du an der Fernuniversität in Hagen oder an der HFH (Hamburger Fernhochschule) ein Probestudium im Bereich Bachelor of Laws zu absolvieren. An der Fernuniversität in Hagen, musst Du im Rahmen des Probestudiums die ersten 8 Module bestanden haben. Dazu hast Du m.E.n. 8 Semester Zeit. Hast Du das Probestudium erfolgreich absolviert, kannst Du die ordentliche Immatrikulation an der Fernuni Hagen beantragen und studierst im Prinzip weiter, bis Du dann irgendwann den Abschluss machst.

An der HFH, wird ein Online-Wirtschaftsrecht-Studium angeboten. Da musst Du sogar nur 2 Prüfungen ablegen. Die eine ist Grundlagen des Rechts und die andere ist Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre. Wenn Du Dich dort anmeldest, hast Du Zugang zu T@keLaw, das ist eine Lernplattform, in der Du Zugriff auf Onlinevorlesungen hast, mit denen Du Dich auf diese 2 Prüfungen vorbereiten kannst. Hast Du die beiden Prüfungen bestanden, studierst Du weiter als ordentlich immatrikulierte Studentin der Rechtswissenschaften. Ich würde mich mal an den von mir genannten Institutionen informieren. Vielleicht ist das der Weg, den Du dann bestreiten wirst. Damit hast Du bessere Chancen, als mit einem Abschluss, der kein Abschluss in diesem Sinne ist, also mit dem Rechtswirt. Liebe Grüße Alex

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Lieber Alex, vielen Dank für die ausführliche Antwort. An diese Möglichkeiten habe ich auch schon gedacht und werde sie auf jeden Fall noch genauer prüfen. Liebe Grüße, Birgit

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ich würde Dir ehrlich gesagt, von diesem Lehrgang abraten, weil es sich nicht um einen anerkannten Abschluss handelt und ich diesen Abschluss ebenfalls für fragwürdig halte.

das ist falsch - "Rentenberater" ist eine Bezeichnung aus dem Rechtsdienstleistungsgesetz: Rentenberater dürfen Rechtsberatung im Bereich der Sozialversicherung erbringen und rechnen ihre Leistungen nach der Rechtsanwaltsgebührenordnung ab

Voraussetzung sind mehrjährige Erfahrung in der Beratung sowie eben ein Nachweis der entsprechenden Fachkunde

es kommt natürlich darauf an, wer den Lehrgang veranstaltet :-)

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Ich glaub, er meinte den Rechtswirt. Aber mit dem Rentenberater ist es mir so ähnlich gegangen bei der Rehaberaterin der DRV. Als ich ihr die Lehrgangsunterlagen zeigte ( es gibt drei Anbieter in Deutschland und ich halte alle drei für absolut seriös, es gibt ja auch den Rentenberaterverband, mit dem diese zusammenarbeiten) , meinte sie gleich: "Was nicht alles so angeboten wird...". Dann erzählte sie mir, dass die Hoheit für Rentenberatung ja bei der DRV läge, dass man bei jeder Kreisverwaltung eine Rentenberatung in Anspruch nehmen könne und dass sie nicht glaubt, dass ich mit dem Lehrgang einen soliden neuen beruflichen Einstieg bekommen könnte. Außerdem gäbe es wohl nicht viele Rentenberater. ( Also weiss sie doch genau , was das ist!! Und ja, es gibt ca. 650 deutschlandweit.) Dabei hilft der Lehrgangsanbieter bei der Suche (vermittelt da auch) nach einem Arbeitgeber (Rentenberater, Anwalt etc.), wo ich nach dem Lehrgang 2 Jahre Praxis absolvieren kann und dann kann ich bei Gericht die eigene Zulassung beantragen.was soll daran unseriös oder fragwürdig sein? Dadi, sind Sie Rentenberater und können mir evtl. noch etwas mehr dazu sagen?

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an diesen Aussagen merkt man die Kompetenz des Sprechenden :mad:

nee, ich bin keine Rentenberaterin, würde mich aber durchaus auch dafür interessieren

würde aber keinen Sachkundelehrgang machen, sondern mich auf meine vorhandenen Kompetenzen verlassen (wenn die reichen - müsste aber)

übrigens: für mehr Infos http://www.rentenberater.de/index.php?option=com_content&view=article&id=117&Itemid=212

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