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YoungWoman

Fernstudium nach 2/3 weiterführen oder abbrechen?

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Hast Du denn eigentlich schon einmal in eine völlig andere Richtung gedacht? Wie wäre es denn, wenn Du mit Deinem Vorgesetzten sprichst, ihm die (verzweifelte)Situation erläuterst und versuchst Deine Arbeitszeit auf 30 Stunden je Woche zu reduzieren. Das fehlende Nettoentgelt stockst Du über einen von mir bereits erwähnten Bildungskredit auf und schon könntest Du das letzte Drittel sogar um einiges schneller absolvieren. 

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vor 12 Stunden, Muddlehead schrieb:

Negativ-Beispiel:

 

Ein Kollege hat seinen Bachelor gemacht vor 5 Jahren und arbeitet immer noch an derselben Position. Das hätte er sich somit schenken können. Auch ist der Wert seines Bachelors quasi weg, weil keine "Aktion" nach der Graduierung erfolgt ist, die seine Wissensanhäufung praktisch genutzt hätte.

 

Ein Negativ-Beispiel kann ich hierin nicht zwingend erkennen. Seine gemachten Erfahrungen, sowie den Abschluss kann ihm keiner mehr nehmen. Ob dein Kollege das selber als Niederlage einschätzt, vermag ich natürlich nicht beurteilen. Und ob der Bachelor tatsächlich an "Wert" verloren hat, wage ich ebenfalls zu bezweifeln. Dafür spielen zu viele unterschiedliche Faktoren mit hinein. Nach wie vor ist es in D in vielen Bereichen so, dass der Titel und weniger die eigentlichen Fähigkeiten/Fertigkeiten/Kenntnisse und Erfahrungen zählen.  

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Haben Sie schon irgendwo geschrieben, wie alt Sie sind und wie viele Jahre im Beruf? Wie alt werden Sie sein, wenn Sie den Abschluss haben? Und sind Sie in einer Branche beschäftigt, in der wenigen Bewerbern eine Vielzahl von zu besetzenden Stellen gegenüber steht oder ist es eher umgekehrt?

 

Ich frage deshalb, weil ein Bachlor-Abschluss, der mit einem Studium verteilt über acht oder neun Jahre, deutlich weniger Charme auf dem Arbeitsmarkt hat als einer, der in vier oder fünf Jahren erzielt wurde, selbst dann, wenn er nebenberuflich erreicht wurde.

 

Vielleicht ist das noch mal ein Ansatz, unter dem Sie Ihre Entscheidung überlegen können?

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Geschrieben (bearbeitet)

Hi YoungWoman,

ich habe auch 2012 bei der OU angefangen (zum Zeitpunkt, als hier leider alle Zweige abgebaut und auf den Kern im Mutterland konzentriert wurden) und war 2015 fertig. Ich hatte zum Ende zT 3 Module gleichzeitig.  

Meine intrinsische Motivation war, das Studium schnell und gut zu beenden, da ich es für mein Weiterkommen dringend brauchte. Dadurch war es auch keine Option, es hinauszuzögern oder gar abzubrechen.

 

Meine persönliche Erfahrung mit vielen Kommilitonen ist: Wenn Studien in die Länge gezogen und der Studi oft mit dem Abbrechen hadert, ist er nicht ganz überzeugt davon, dass er mit dem Studium wirklich etwas Beruflich machen kann/soll/darf. Ist der Abschluss dagegen mit dem Berufsziel verbunden, hast du oft was, was dich mit zieht. 

 

2/3 sind aber meines Erachtens schon weit fortgeschritten :) Ich kenne zwar Leute, die in diesem Stadium abgebrochen haben - allerdings keinen einzigen, der auf lange Sicht mit dieser Entscheidung glücklich war. Ich persönlich würde es nicht abbrechen, schon allein wegen der Möglichkeiten, die sich mit dem BAchelor auftun (wobei ich leider nicht sagen kann, wie das außerhalb der Regelstudienzeit aussieht). Andererseits musst du das wissen. Geld und Zeit ist verloren gegangen, aber die Umstände haben sich geändert und scheinen jetzt anders zu sein als zu dem Zeitpunkt, als du das Studium angefangen hast. Es ist heutzutage normal, dass man im Leben mal fehlinvestiert. Das sollte also nicht das Hauptargument sein - ein teurer Bachelor, mit dem man gar nichts machen will und mit dem man auf Kriegsfuß stand, ist ja auch kein Gewinn. 

LG 

 

Bearbeitet von Vica

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Vielen, vielen Dank für eure weiteren Antworten! Sie bringen mir wirklich viel!

 

Ich hab grad nur Zeit um eins zu sagen, nämlich zum Bildungskredit/Studienkredit. Meine Recherche hat ergeben, das es kaum noch Banken gibt, die einen eigenen Kredit anbieten. Die meisten vermitteln nur den KfW-Studienkredit und der schließt die Förderung eines Studiums an der OU aus, weil sie im Ausland ist und nicht Bafög-fähig. Es gäbe dann noch die Bildungsfonds, wobei ich mich da noch einlesen muss ob das in Frage kommt.

 

Ich hoffe ich kann heut Abend noch auf die restlichen Antworten eingehen.

 

zu Ihrer Frage Frau Kanzler, ich bin derzeit 32 und sie haben natürlich Recht, das ein langes Studium sich im Lebenslauf schlechter macht.

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vor 4 Stunden, SirAdrianFish schrieb:

 

Ein Negativ-Beispiel kann ich hierin nicht zwingend erkennen. Seine gemachten Erfahrungen, sowie den Abschluss kann ihm keiner mehr nehmen. Ob dein Kollege das selber als Niederlage einschätzt, vermag ich natürlich nicht beurteilen. Und ob der Bachelor tatsächlich an "Wert" verloren hat, wage ich ebenfalls zu bezweifeln. Dafür spielen zu viele unterschiedliche Faktoren mit hinein. Nach wie vor ist es in D in vielen Bereichen so, dass der Titel und weniger die eigentlichen Fähigkeiten/Fertigkeiten/Kenntnisse und Erfahrungen zählen.  

 

Persönlich war es sicherlich ein Gewinn, aber wenn man danach in seiner Komfort-Zone bleibt, sehe ich das als "nutzlos" an. Jemand der bereits im Studium oder anschließend die Position wechselt, zieht seinen Vorteil aus dem Bachelor. Lege ich dann ein Lebenslauf daneben, der 5 Jahre später immer noch im selben Tätigkeitsbereich unterwegs - was soll man dazu sagen?

 

Aber wie du selbst erwähnst, es spielen viele Faktoren dabei rein, daher werden wir wohl keinen Konsens finden :-).

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vor 20 Stunden, YoungWoman schrieb:

Und das ich gute Noten bekomme, obwohl ich ca 1/3 weniger an Zeit für die Kurse aufwende, als die OU in ihrer Richtlinie angibt, zeigt mir, das ich es kann. Ich quäle mich ja nicht durch die Inhalte und ich bestehe auch nicht “gerade so”. 

 

Hallo

nur so ein Gedanke der mir zu dem Zitierten Teil kam. Wenn du alles gut bestehst, kannst du vielleicht bei einigen Kursen einfach den Aufwand weiter reduzieren, um dich weniger zu stressen?

 

Ich persönlich würde einen Abschluss bekommen ggf mit schlechteren Noten in Kauf nehmen. Insgesamt halte ich weder die Note noch die Dauer bei nem berufbegleitenden Studium für wichtig.

 

Ist gelassener und langsamer studieren vielleicht eine Option für dich? Würde das bzgl der Kosten helfen (ich kenn mich bei der OU nicht aus)

 

VG

Weasel

 

 

 

 

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vor 7 Stunden, YoungWoman schrieb:

 

 

zu Ihrer Frage Frau Kanzler, ich bin derzeit 32 und sie haben natürlich Recht, das ein langes Studium sich im Lebenslauf schlechter macht.

 

Mit 32 Jahren ist die Priorität eigentlich klar. Schauen Sie, wie Sie einen Plan erstellen können, in dem Sie sich die Zeit freischaufeln, um das letzte Drittel des Studiums möglichst zügig hinter sich zu bringen. Sie haben noch Ihr ganzes Berufsleben vor sich, da wäre es schade, die erledigten zwei Drittel einfach wegzuschmeißen.

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Am 18.7.2018 um 23:24 , YoungWoman schrieb:

Ich habe ursprünglich eine Ausbildung gemacht, weil ich zu schissig war um den Schritt aus dem elterlichen Nest zu wagen.

 

Hast du eigentlich mittlerweile diesen Schritt gemacht? - Ein Fernstudium hat ja den Vor-Nachteil, dass es an jedem Ort möglich ist. Und wenn du das Studium erfolgreich abschließt und verwerten möchtest, müsstest du dich dann regional verändern?

 

Ist jetzt mal wild spekuliert, aber wenn es sehr lange mit einem Studienabschluss dauert und auch immer wieder über den Abbruch überlegt wird kann es auch sein, dass man irgendwie gar nicht so wirklich fertig werden möchte aufgrund der Konsequenzen, die damit vermutlich verbunden wären.

 

Kann bei dir natürlich auch anders sein. Finanzielle und zeitliche Überlegungen sind ja ganz reale Fragestellungen, für die vor einer Fortsetzung des Studiums gangbare Wege her müssen.

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