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Bachelor BWL mit Schwerpunkt Logistik, welche FH oder lieber Fernuni Hagen?


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Hallo zusammen,

 

ich heiße Andi und bin 30 Jahre alt. Ich plane aktuell ein Bachelor BWL Fernstudium mit Schwerpunkt Logistik zu absolvieren. Vor einigen Jahren habe ich eine Ausbildung zum Speditionskaufmann erfolgreich absolviert und arbeite seitdem in der Logistik eines Großhändlers als Versand Sachbearbeiter. März diesen Jahres habe ich meine Fortbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) abgeschlossen. Ich spielte mit dem Gedanken nun eine weitere Fortbildung zum Betriebswirt (IHK) zu starten. Da ich weiterhin in der Logistik tätig sein will bin ich jedoch nach einigen Recherchen zu dem Entschluss gekommen, dass ein Fernstudium BWL mit Schwerpunkt Logistik mir auf meinem weiteren Berufsweg mehr Vorteile bringen wird.

 

Gibt es hier bereits Erfahrungsberichte von Studenten die BWL Schwerpunkt Logistik an einer Fern-FH gemeistert haben? Gibt es wertvolle Tipps die ihr mir bei meiner Suche nach der richtigen FH geben könnt? Ich habe mich bereits schon etwas schlau gemacht, nur ist es teilweise etwas verwirrend.

Die IUBH bietet z.B das Bachelorprogramm zum Logistikmanagement an. Andere FHs wie die Euro FH bietet nur das "normale" BWL Studium mit späterem Schwerpunkt Logistik an. Wo genau sind hier dann z.B die Unterschiede?

 

Wie sieht es eigentlich bei der Fernuni Hagen aus? Dort konnte ich jedoch kein spezielles Studium über Logistik finden.

 

Ich hoffe ihr könnt mir etwas weiterhelfen und bedanke mich bereits im voraus :)

 

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Ich bin mir nicht sicher, ob diese "Schwerpunkte im Studiengangsnamen" nicht einfach nur eine Modeerscheinung sind. Damit jeder Depp gleich sieht, "oh, da kann ich also xy studieren". Mindestens 70% des Studiums in BWL sind doch inhaltlich eh gleich, Unterschiede gibt es nur in der Vertiefung.

 

An der FernUni kannst Du Dein Studium über die Wahlmodule selbst mit einem Schwerpunkt versehen.

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  • Admin
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Die IUBH bietet z.B das Bachelorprogramm zum Logistikmanagement an. Andere FHs wie die Euro FH bietet nur das "normale" BWL Studium mit späterem Schwerpunkt Logistik an. Wo genau sind hier dann z.B die Unterschiede?

 

Es muss da gar keine Unterschiede geben, rein von der Bezeichnung her. Um inhaltliche Unterschiede festzustellen, ist es wichtig, dass du dir das Curriculum mit den Modulen der Studiengänge anschaust und diese vergleichst.

 

Wie @CrixECK schon schreibt, beobachte ich hier gerade bei den privaten Anbietern auch eine gewisse Entwicklung, dass früher wenige Studiengänge mit vielen Schwerpunkten oder Vertiefungen angeboten wurden und jetzt für jede selbst kleine Variation ein eigener Studiengang auf den Markt kommt - und wenn man dann die Module vergleicht, gibt es da oft viele, die in mehreren Studiengängen vorkommen. Es macht sich halt für das Marketing gut und auch dafür, wenn Interessenten nach einem bestimmten Schwerpunkt suchen, dass sie dann gleich bei einem passenden Studiengang landen.

 

Ich würde an deiner Stelle auch nicht nur nach den Inhalten gehen, sondern auch berücksichtigen, welches Konzept die Hochschule verfolgt und wie gut das zu deinen Vorstellungen und Rahmenbedingungen passt.

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Vielen Dank euch. Was mir vorallem wichtig ist, dass der Anbieter letztendlich viel Wert auf seine Kunden legt. Ich habe des öfteren schon gelesen, dass z. B die Fernuni Hagen recht wenig persönliche Beratung/Betreuung anbietet und allgemein etwas veraltet ist, da die Masse an Studenten einfach zu hoch ist. Bei den privaten FHs soll viel mehr Wert auf die Studenten gelegt werden, da sie zahlende "Kunden" sind. Es gibt modernere Skripte, die Homepages sin besser aufgebaut etc. Kann man das so bestätigen? Der Preis für das Studium wäre mir erstmal nebensächlich. 

 

Zudem stellt sich mir die Frage, sollte man es als Vollzeit oder Teilzeit laufen lassen? Ich bin vollbeschäftigt in einer 40 Stunden Woche. Hatte meinen Fachwirt zwar auch zu 90% als Fernweiterbildung gemacht, jedoch ist ein Studium da schon eine ganz andere Hausnummer. Wie sind hier eure Erfahrungen? 

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Ich glaube, Du musst Dich zunächst von der Vorstellung befreien, Du würdest für einen hohen Preis auch hohen Service bekommen.... Wenn der nämlich so gut wäre, würden viel weniger Fernstudenten wechseln - und Du findest in diesem Forum viele viele Beiträge, die sich damit beschäftigen. Und oft ist der Beweggrund die Enttäuschung über den Service (wozu auch Präsenzveranstaltungen gehören), der vor dem Einschreiben so super war, und danach nicht mehr.

 

Es ist inhaltlich nämlich zwischen dem Kontakt zum Studierendenservice zu unterscheiden von dem zu einem Prof oder Mentor. Der Studierendenservice klappt bei allen ziemlich gut, auch bei der FernUni (einzige Ausnahme bei mir ist bisher die FH Zwickau...). Der Kontakt zu den Profs ist schon schwieriger - aber dies habe ich bisher nicht als schlimm empfunden. Bei der FernUni brauchte ich in all den Jahren keinen einzigen Kontakt zum Prof, es gibt genug Internetforen und Mentoriate und Bücher und und und. Ein Prof hatte extra eine wöchentlichen Chat angeboten und war total traurig, dass nie einer mit ihm Chatten wollte.... der hatte sogar sein Skript auch noch als kostenloses Hörbuch rausgebracht. Das gleiche gilt für die Homepages - da war ich bisher auch erst einmal überfordert und musste tatsächlich anrufen - das war bei der privaten Hamburger FernHochschule. Das ist aber alles reine Gewohnheit und Übungssache und vielleicht habe ich da auch einfach nicht richtig gelesen. Schlimmste (wirklich schlimm und nahezu unbrauchbar ist die Seite der FH Zwickau, also die Seite, wo die Skripte angeboten werden, nicht die offizielle Homepage).

 

Auch das mit den moderneren Skripten oder Veranstaltungsräumen kann ich nicht bestätigen. Hamburger FernHochschule hat Präsenzveranstaltungen in einem 70er-Jahrebau in Barmbek, Euro-FH ist zwar modern, aber schon fast in SH. Die FernUni ist modern und in City-Süd, 5 Minuten vom Hbf. Aber viel entscheidender ist nicht der Stadtteil oder der Raum, sondern der Mentor - und da war die HFH absolut solide. In Hagen war von Kreisklasse (Zeitverschwendung hoch drei) und obere Bundesliga alles dabei.

 

Letztendlich kommt es eben auch darauf an, mit wieviel Biss Du selbst studierst - Schulzeit ist vorbei. Studieren heisst selbst etwas erarbeiten und nicht mehr alles vorgekaut zu bekommen. Es kann natürlich sein, dass Du ein Skript / Buch besser verstehst als ein anderes, aber das hat nichts mit der Hochschule zu tun - sondern mit dem Verfasser des Skripts. Da hilft nur: anderes Buch nehmen. Daraus zu schließen, eine ganze Hochschule wäre besonders gut oder schlecht ist nicht wirklich zielführend.

 

Ob Vollzeit oder Teilzeit ist an der FernUni preislich egal, deshalb habe ich so ein "zwischending", mal ein Semester Vollzeit (d.h. 30 Credits und mehr), mal Teilzeit (um die 15-20 ECTS). Wenn es bei der Hochschule preislich unterschiedlich behandelt wird, würde ich immer mit Teilzeit beginnen, und sehen wie es läuft. Aufstocken zu wollen fühlt sich viel besser an, als reduzieren zu müssen.

 

Und wenn Du Dich fragst, wo das viele Geld bleibt - ich glaube, einige Druckereien, die Post und der ÖPNV in den Großstädten wären ohne die privaten Bildungsträger vor noch größeren Finanzproblemen...

 

Ganz kostenlos von mir Deine erste BWL-Lektion ;) Der Preis ist für einen BWLer niemals nebensächlich.

 

 

 

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Nochmal vielen dank für eure umfangreiche Unterstützung :)

 

Ja, Fernuni Hagen bietet nur Wiwi, Wiwi ist letztendlich aber ja in etwa das gleiche. Was die Uni Hagen so interessant macht, ist eben der Fakt, dass sie die einzige staatliche Uni ist. Man liest leider öfter im Internet, dass Abschlüsse an privaten FHs etwas belächelt werden, da es sich ja "nur um private FHs handelt bei denen der Titel gekauft wurde". Obwohl diese anerkannte akademisch Titel vergeben. Wie seht ihr solche Aussagen? 

 

Aber rein von meiner Interesse und meinem Werdegang in der Logistik, ist es klüger BWL mit Vertiefung Logistik oder direkt Bachelor in Logistikmanagement zu absolvieren, sprich an einer FH. Ich plane auch für die Zukunft weiterhin in der Logistik tätig zu sein. Sei es in einem Industriebetrieb, Handel oder Speditionsgewerbe. 

Bearbeitet von Hanshaw
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Also die Vorurteile hast Du bei Fernstudium im allgemeinen sehr oft, auch in Bezug auf die FernUni. Da hilft es zwar tatsächlich etwas, auf die Staatlichkeit verweisen zu können, aber für viele ist es trotzdem keine "richtige" Uni.

Ich finde eine Notenstatistik welche die Hochschule veröffentlicht immer sehr hilfreich und beruhigend: Wenn bei Klausuren 20-30% durchfallen, zeigt dies, dass es genau so ist wie an Präsenzhochschulen. Es können auch mal 50% durchfallen, und mal nur 10%. Aber immer gute Quoten sind schon verdächtig. Und dann ist es ein Hinweis darauf, dass etwas seltsam ist - das gilt aber für private und staatliche Hochschulen allgemein. Und nicht für alle Fächer, aber eben so für die klassiker wie BWL.

 

Ich bin ein Freund von "rationalem Bauchgefühl" - du hast erst rational abgewogen, und dein Bauch sagt Dir jetzt private FH: Dann mach genau das. Dein Bauch kennt Dich besser als jeder Leser dieses Forums.

Bearbeitet von Markus Jung
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Die aktuelle Bundesbildungsministerin hat wohl BWL (oder WiWi? Anyway.) an der FU studiert. Was hat ihr das gebracht? Häme und Gelächter. Ministerin wurde sie aber trotzdem. Insofern: Vollkommen egal.

Bearbeitet von Gast
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