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Mondenkind

In etwa dasselbe studieren ( Ingenieur Versorgungstechnik)?

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Hallo liebe Ehrgeizige und Zukünftige :)

 

ich habe mir die letzten Tage meinen Verstand vergoogelt und bevor ich die, möglicherweise, befangene Meinung einer Studienberatung eines Anbieters erfrage, wollte ich es hier versuchen.

Kurz zu mir, ich bin Mitte 30, mache gerade die Lehre zum Anlagenmechaniker SHK und arbeite bzw. lerne in der Firma meines Vaters. Ich habe nicht früher dort angefangen, weil ich mir "meine Sporen verdienen wollte" und dachte , dass ich noch Zeit hätte. Mein Vater hatte aber eine üble Diagnose (überstanden Gott sei Dank) und das war irgendwie mein "Weckruf. Geplant ist nach meiner Lehre (halbes Jahr noch), dass ich den Meister mache in Teilzeit. Da ich Abitur habe, überlege ich allerdings auch in Richtung Studium. Aufgrund meiner Verantwortung, kann es aber nur ein Fernstudium sein. Leider gibt's immer noch keine FH oder Uni, wo man den Ingenieur für Versorgungstechn im Fernstudium belegen kann. Bei AKAD habe ich nun den Wirtschaftsingenieur für Erneuerbare Energien gesehen und bei anderen Anbietern ähnliches - aber geht das in meine Richtung oder gäbe es passendere Studiengänge?

 

Danke euch schon einmal, für eure Ideen.

 

Jessi

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Planst Du denn, den Familienbetrieb zu übernehmen? Welche Rolle spielt das Studium dabei? Suchst Du eher nach einem technischen Studium oder in Richtung BWL/Management? Willst Du die Meisterausbildung auf jeden Fall machen, oder ggf. das Studium als Alternative zum Meister? Dann solltest Du ggf. mit der Handwerkskammer sprechen, welche Studiengänge für einen Eintrag in die Handwerksrolle berechtigen.

 

Es gibt ja auch duale bzw. triale Studienangebote speziell im Handwerksbereich, mit denen man versucht, Abiturienten für das Handwerk zu gewinnen, beispielsweise

https://www.fh-mittelstand.de/handwerksmanagement

Außerdem gibt es duale Studiengänge im technischen Bereich, bei denen eine Handwerksausbildung mit einem Studium kombiniert wird, z.B. 

https://www.ostfalia.de/cms/de/v/studium/studienangebot/egtip/

 

Vielleicht käme so etwas ja auch in Frage. Beides kenne ich aber nicht direkt als Fernstudium. 

 

Generell kann ich mir durchaus vorstellen, dass ein Studium im Wirtschaftsingenieurwesen einen Blick "über den Tellerrand" eines Handwerksbetriebes ermöglicht. Insbesondere, wenn Du einen Studiengang findest, bei dem es beispielsweise um Energie- und/oder Verfahrenstechnik geht. Für einen SHK-Betrieb könnte ja z.B. der Bau und Betrieb von BHKW/KWK Anlagen durchaus interessant sein.

 

Neben dem Studiengang an der AKAD kämen vielleicht auch folgende Studiengänge in Frage:

https://www.zfh.de/studienfinder/studiengang/detail/prozessingenieurwesen-b-eng/hochschule-kaiserslautern/

https://www.wb-fernstudium.de/kursseite/bachelor-studiengang-energieverfahrenstechnik-beng.html

 

 

 

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Hallo lippi und Danke, für deine Antwort.

Ich arbeite schon viel im Büro mit, weil ich den Betrieb übernehmen werde. Das Studium würde meine Möglichkeiten erweitern.

Leider bin ich mir nicht sicher, was mir später mehr hilft - erweitertes Wissen im technischen oder betriebswirtschaftlichen Bereich.

Im Zweifelsfall sicher beides. Den Meister mache ich in jedem Fall, weil ich damit ausbilden darf - mit der Handwerkskammer habe ich bereits gesprochen, als Ingenieur könnte ich mich auch in die Handwerksrolle eintragen lassen.

 

Ein triales Studium, habe ich mir angeschaut, aber hierbei fehle ich zu oft im Betrieb, darum kommt es nicht in Frage. 

 

Die Vorschläge schaue ich mir an, vielen Dank nochmals.

Bearbeitet von Markus Jung
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Wie groß ist denn das Unternehmen, das Sie übernehmen werden? Und da Sie Mitte 30 sind, wie Sie schreiben: Welche berufliche Ausbildung, welche beruflichen Erfahrungen haben Sie bisher gemacht?

 

Um sinnvolle Hinweise geben zu können, wäre es gut, ein bisschen mehr vom "Gesamtpaket" zu kennen.

Bearbeitet von KanzlerCoaching

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Wir reden im Moment, von 8 Mitarbeitern gesamt (inkl. Senior-Chef und mir). Die Firma möchte sich vergrößern und womöglich auch breiter ausrichten. Ich habe eine völlig fachfremde Erstausbildung als Visagistin gemacht und danach immer im Kundendienst (telefonisch) für verschiedene Firmen gearbeitet.

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Gut! "Kundendienst" zu können, das ist ja schon mal eine gute Einstiegsvoraussetzung!

 

Ob Sie für das, was Sie beschreiben, wirklich ein Studium brauchen, ist für mich die Frage, zumal Sie schon Mitte 30 sind. Den Meister zu machen ist sicher der beste Plan.

 

Mit einem Wirtschaftsingenieur werden Sie vermutlich nicht so viel anfangen können in einem Unternehmen dieser Größe. Sie brauchen jemanden, der die finanziellen und personalverwaltenden Aufgaben gut abwickelt - also einen guten Steuerberater und eine Allround-Bürokraft, die von der Auftragsannahme, der Koordinierung der Mitarbeiter etc. alles abdeckt. Und Sie brauchen einen Techniker, der das Thema Ihres Unternehmens richtig gut drauf hat. Alles können Sie nicht machen, Sie müssen sich also für ein Schwerpunktthema entscheiden.

 

Zu beiden Aufgabenbereichen passen die übergeordneten Führungsaufgaben für so ein Unternehmen prima dazu.

 

An Ihrer Stelle würde ich mal über die Handwerkskammer auch überregional nach Betrieben mit einer ähnlichen Struktur suchen und mit den Inhabern das Gespräch suchen. Ein Studium, das Zeit und Energie über Jahre bindet, halte ich für nicht so notwendig. Ihnen wird das Unternehmen einmal gehören, da brauchen Sie niemandem einen Abschluss vorzulegen. Wichtiger wäre mit fachbezogenen Fortbildungen in Zukunft am Ball zu bleiben.

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Eine Fortbildung betriebswirtschaftlich oder technisch?

Ein Unternehmer sollte beides können. Deshalb scheint mir ein Wirtschaftsingenieurstudium die beste Wahl.

 

Von einem Meister würde ich abraten. Ein Meister bei der HWK kostet ungefähr so viel wie ein halbes Studium, finanziell völlig uninteressant, wenn man für mehr Potential hat.

Handelt es sich um ein Gewerbe mit Meisterzwang? Dann kann man einen Meister einstellen, der Unternehmer muss kein Meister sein (soviel ich weis). In der Industrie laufen genug Meister rum, die noch auf Arbeiterstellen sitzen. Das träfe aber auch nur auf den Fall zu, dass die HWK einen WIng absolut nicht akzeptiert und eine Ausnahmegenehmigung partout nicht erteilen will.

 

Die Ausbildereignung kann praktisch jeder in zwei Wochen machen, kein Grund dafür gleich den Meister zu machen.

 

Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind für einen Unternehmer unabdingbar. Nicht nur in Anbetracht auf Kosten- und Leistungsrechnung, sondern auch auf die Erstellung einer Bilanz, die das Finanzamt akzeptiert. Die Buchhaltung total in fremde Hände zu legen wäre auch keine gute Idee (geteilte Kompetenzen, damit "Unregelmäßigkeiten" garnicht erst möglich sind).

 

Auch wenn ein Studium erstmal schwer erscheint, nach Abschluss wird sicher niemand die Noten interessieren, also kann man es schnell durchziehen, ohne auf einen guten Abschluss schauen zu müssen.

 

Weiterhin kann niemand vorhersagen was mal in 20 Jahren sein wird. Deshalb würde ich immer zu dem höchtmöglich erreichbarem Abschluss raten.

 

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Ja, bei uns herrscht Meisterzwang. Bei uns ist es aber schwierig Einen zu bekommen, weil die Industrie viel attraktiver ist.

Puh, deine Argumente sind aber auch überzeugend.

 

Bearbeitet von Markus Jung
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Was spricht dagegen, eine Zeitschiene zu machen, auf der Sie mögliche Schritte eintragen? Und zwar alle, auch die, die das Unternehmen vorgibt.

 

Den Meister brauchen Sie, da beißt die Maus keinen Faden ab. Und betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind doch Teil der Meisterausbildung, nicht wahr?

 

Das Gespräch mit anderen, die in vergleichbarer Lage sind, würde ich auf alle Fälle suchen.

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Das Gebiet Unternehmungsführung gehört mit zur Ausbildung bei Handwerks-Meistern. Und das wird sicherlich praxisnäher sein als ein Studium mit Wirtschaftsteil (Da wird sicher über 90 % nicht relevant sein). Dazu wird man sicherlich noch gute Kontakte knüpfen können.

 

Also ich sehe den Handwerksmeister als optimale Ausbildung für den Zweck Führung des Kleinunternehmens. Ein Studium kann man dann immer noch hinterher schieben, wenn es das Tagesgeschäft zulässt. Und das wird ja auch noch Anstrengend werden.

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