roussalka

Hospitanz in IT-Abteilung beim aktuellen AG

12 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

 

ich studiere im Fernstudium Informatik und arbeite in Teilzeit mit 50% in einem Unternehmen mit einer großen IT-Abteilung, zu der es von meiner Abteilung auch diverse Schnittstellen gibt. Da ich neben dem Studium auch gerne praktische Erfahrungen sammeln möchte, wäre ich an einer Hospitanz bzw. Praktikum in der IT interessiert. Der Einfachheit halber mit 50% der verbleibenden Arbeitszeit - also neben meiner jetzigen Stelle, auf der ich während der Hospitanz weiterarbeiten würde, denn auf ein Einkommen bin ich angewiesen. Was haltet ihr zunächst grundsätzlich von der Idee?

 

Meine zweite Frage ist, wie ich die Idee am besten platziere und bei wem. Mir fallen ein: Der Leiter der IT-Abteilung, der für die Abteilung zuständige Personaler, meine Chefin oder Mitarbeiter der Abteilung. Der letzte wäre der inoffizielle Weg - den ich wählen würde, wenn ich einen der Mitarbeiter gut kennen würde. Allerdings kenne ich sie nur flüchtig aus der Projektarbeit und auch nur auf professioneller Ebene, weshalb ich nicht weiß, wer meine Frage wie aufnehmen und weitergeben würde. Lieber wäre mir daher einer der anderen 3 Wege. Der Leiter der IT-Abteilung wäre wohl der Entscheider - aber die Abteilung ist recht groß und ich weiß nicht, ob man ihm einfach eine Initiativbewerbung schicken kann? Oder anrufen? Er ist vermutlich viel beschäftigt. Der Personaler könnte mir bestenfalls etwas zu den Rahmenbedingungen sagen, oder? Und meine Chefin hat zwar das Wissen über die Möglichkeiten und hat die Beziehungen im Unternehmen, aber u.U. kein Interesse daran mir zu helfen - es klingt ja nach Wechselwunsch und ich weiß, dass die Stellen in meiner Gruppe schwer zu besetzen sind.

 

Leider bin ich in solchen Sachen nicht so geschickt - was ratet ihr mir?

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Bevor ich anfange etwas zu schreiben: Weiß denn Ihre Chefin, dass Sie das Informatik studieren?

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Nein, das weiß sie noch nicht. Ich habe bisher keinen Vorteil für mich darin gesehen, es ihr mitzuteilen. Außerdem wollte ich erst eine Reihe von Studienleistungen erbringen, um realistisch abschätzen zu können, ob ich das Studium sowohl fachlich als auch organisatorisch schaffen werde. Davon gehe ich nun aus.

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Deine Chefin zu übergehen, wenn du das Praktikum bei euch im Unternehmen machen möchtest, halte ich für eine ganz schlechte Idee, wenn dir erstmal noch ein bisschen was an deiner Zukunft in der jetzigen Abteilung liegt.

 

Klar könntest du inoffziell schon mal hören in der IT-Abteilung, ob sowas überhaupt denkbar ist. Aber bevor da etwas vereinbart wird, würde ich deine Chefin mit einbeziehen, so dass sie es nicht von dritten mitbekommt.

 

Überhaupt sehe ich hier Konflikte vorprogrammiert...

 

Wie stellst du dir das in der Praxis vor? - Morgens vier Stunden in der einen Abteilung und dann nachmittags in der anderen? 

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Ok, danke!

 

An Ihrer Stelle würde ich nichts hinter dem Rücken Ihrer Chefin machen. Denn die bekommt jede Art der Veränderung an erster Stelle zu spüren. Außerdem sind Sie auf ihre Unterstützung, mindestens auf ihre positive Duldung angewiesen. Und kein Leiter einer anderen Abteilung wird auf der Ebene offen die Interessen eines Hospitanten denjenigen seines Kollegen auf der gleichen Hierarchieebene vorziehen. Warum auch?

 

Ich würde also zuerst das Gespräch mit der Chefin suchen. Überlegen Sie sich vorher, wie Sie sicherstellen können, dass die jetzige Abteilung keine Einbußen in Sachen inhaltliches Engagement Ihrerseits hinnehmen muss. Überlegen Sie sich auch, was Sie in Zukunft wollen, wie lange Sie den Weg zum Examen einschätzen und wo es dann für Sie hingehen soll. Denn danach werden Sie gefragt werden. Fragen Sie sie auch, ob sie ein Praktikum in der IT unterstützen würde.

 

Danach richtet sich dann, welchen weiteren Weg Sie einschlagen.

 

Eine andere Option wäre es, sich außerhalb des eigenen Unternehmens einen Platz zur Hospitation zu suchen. Das wäre mühsamer, vielleicht aber auch weniger risikoreich!

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Vielen Dank für die beiden Antworten - beide sehr deutlich und überzeugend - so habe ich es noch nicht gesehen! Es ist sicher nicht meine Absicht, jemanden wissentlich zu übergehen. Ich werde ohnehin bald ein Gespräch mit der Chefin wegen der Fortführung der Teilzeit führen, kann ihr bei der Gelegenheit vom Studium erzählen und ihre Einschätzung in Sachen Praktikum abholen.

 

Warum Konflikte grundsätzlich vorprogrammiert sein sollten, verstehe ich nicht so richtig. Ich würde in der IT Kontakte knüpfen und sie danach nebst Wissen über die IT-Prozesse in meine Gruppe mitbringen. Andersherum kann ich vielleicht in der IT bei etwas eingesetzt werden, wo mein Wissen über die Prozesse in meiner Abteilung hilfreich ist. Das ist doch etwas Gutes. Oder sehe ich das mal wieder zu naiv? Die Zustimmung aller Beteiligten mal vorausgesetzt.

 

Sicher, mit dem Studium gebe ich meiner Chefin gegenüber natürlich zu, dass ich langfristig an einer neuen Schwerpunktsetzung im Beruf interessiert bin. Das ist auf jeden Fall ein Stolperstein und ich weiß nicht genau, wie ich daraus eine überzeugende Story mache. Ist natürlich gut möglich, dass sie das ausbremst. Da sie aber selbst gerade ein Fernstudium hinter sich hat und mit ihrem neuen Abschluss innerhalb des Unternehmens auf eine Führungsposition gewechselt hat, hoffe ich zumindest auf persönlicher Ebene auf Verständnis.

 

 

 

 

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Das, was Sie im zweiten Absatz als mögliche Win-Win-Situation beschreiben, das würde ich vor einem Gespräch ganz gut und intensiv und mit konkreten Ideen vorbereiten!

 

Das Risiko liegt darin, dass es im Grunde drei Reaktionsmöglichkeiten gibt, wovon zwei Probleme mit hoher Wahrscheinlichkeit bringen.

 

1. Die Chefin ist angetan von der Idee und will Sie fördern. Sie kann dazu noch gut mit dem Chef IT und empfiehlt Sie weiter. Folge: keine Probleme, alle sind glücklich.

2. Die Chefin ist grundsätzlich neutral Ihrem Studium gegenüber und will auch nichts für Sie in Richtung IT tun. Wie Chef IT und Ihre Chefin zueinander stehen, wissen Sie nicht. Folge: bestenfalls weder positive noch negative Reaktionen

3. Chefin sieht ihr Studium kritisch, weil sie dadurch Proleme im eigenen Verantwortungsbereich auf sich zukommen sieht. Sie ist sich auch unsicher, wie sie mit Ihnen weiterplanen kann und wenn es ganz dumm läuft, dann hat sie ein Budget, das eine Stundenerweiterung Ihrer Stelle vorsieht. Folge: latenter bis offener Konfliktherd auf Dauer.

 

Mal ganz kurz und knapp ...

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Hallo Frau Kanzler,

 

klingt schlüssig, danke. Ich werde das noch mal in Ruhe ein paar Tage überdenken und dann entscheiden, ob ich das Gespräch wirklich suche. Punkt 3 wäre natürlich eine Katastrophe, aber unter Berücksichtigung der anderen Rahmenbedingungen, die ich hier nicht geschrieben habe, glaube ich nicht, dass es so schlimm kommt. Schlimmstenfalls nimmt sie es als Signal, dass ich bereits nach Alternativen Ausschau halte, vermittelt mich nicht an die IT und setzt mich künftig nicht mehr in den interessanten Projekten, sondern den Randthemen ein.

 

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Sie müssen ja auch nicht Ihrer Chefin das ganze Paket auf einmal vor die Füße legen. In einem ersten Schritt würde es ja genügen ihr mitzuteilen, dass Sie ein Fernstudium machen. Dann werden Sie ja sehen, wie sie reagiert, ob es Bedenken gibt, ob sie eher unterstützend ist. Und dann lassen Sie einfach ein bisschen Zeit vergehen, bis Sie mit weiteren Anliegen auf sie zu gehen.

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vor 21 Stunden, roussalka sagte:

Warum Konflikte grundsätzlich vorprogrammiert sein sollten, verstehe ich nicht so richtig

 

Ich kenne ja die Abläufe bei euch nicht und wie das organisiert wird. Ich stelle mir das insbesondere von der Praxis her schwierig vor. Deshalb auch die Frage, wie du das dann im Alltag machen würdest - also vier Stunden in der einen und dann vier Stunden in der anderen Abteilung? - Was ist, wenn es in deiner eigentlichen Abteilung viel zu tun gibt und du eigentlich mal länger machen müsstest. Geht das dann zu Lasten des Praktikums? Oder umgekehrt? Und wenn du im Haus bist, wird man wahrscheinlich auch auf dich zu kommen bei Rückfragen aus dem jeweils anderen Bereich, für den du eigentlich gerade nicht tätig bist. Lässt sich wahrscheinlich alles klären und vielleicht läuft es ja auch besser, als ich mir das vorstelle - aber ich stelle mir das halt schwierig vor. Ich war in meiner Angestellten-Zeit oft in Projekten, die zusätzlich zu meiner eigentlichen Tätigkeit liefen, und habe da ähnliche Konflikte oft erlebt, obwohl alles für die gleiche Abteilung war.

 

Zum Rest hat Frau @KanzlerCoaching dir ja schon sehr gut geantwortet.

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