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Interview mit dem ILS zum Fernabitur


Markus Jung

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Die Firmen werben aber mit angeblichen Unterschieden.

Zudem sollten wenigstens die Einsendeaufgaben mal verändert werden. Sonst kann man sich die einfach zeitsparend von jemandem abschreiben, der sie schon eingereicht hat.

Was die Fragen angeht ...

Man könnte ja auch mal fragen:

"Durch nicht repräsentative Umfragen, durch Erfahrungsberichte und durch eigenen Austausch mit Usern hier im Forum lässt sich darlegen, dass ein sehr großer Teil der Personen, die mit dem Fernabitur anfangen, es bereits in den ersten 3 Monaten abbrechen und nur ein einstelliger prozentualer Anteil überhaupt von der ersten Zahlung einer Rate bis zum fertigen Abiturzeugnis kommt. Was haben Sie dazu zu sagen? Ist es Übertreibung der Leute?"

Eine solche Frage zwingt den Gefragten, wenigstens ein bisschen was zu sagen.

Man könnte jede der Fragen so formulieren.

Da käme dann schon n bisschen was anderes als Antworten bei raus ...

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Eine solche Frage zwingt den Gefragten, wenigstens ein bisschen was zu sagen.

Man könnte jede der Fragen so formulieren.

Versuche es doch mal mit einem Interview nach Deinen Vorstellungen. Wenn Du es exklusiv hier veröffentlichst und tatsächlich mehr dabei raus kommt, bedanke ich mich auch gerne mit einer kleinen Aufmerksamkeit bei Dir.

Deine Beispielfrage allerdings würde ich zum Beispiel nie so stellen, weil diese sofort mit dem Argument "Einzelfälle" abgetan werden könnten und im übrigen suggerierst Du damit Fakten, die gar nicht vorliegen. Nicht gerade ein seriöses Vorgehen. Zwar trifft es zu, dass zum Beispiel viele Blogger sich nach ein paar ersten Beiträgen nicht mehr melden, aber dies heißt ja nicht zwingend, dass diese abgebrochen haben, sondern vielleicht sind sie auch so intensiv mit der Lernerei beschäftigt, dass sie keine Zeit/Lust mehr zum schreiben haben usw.

Und auch wenn auf Fragen nicht geantwortet wird, hat das ja durchaus einen Aussagewert. Wenn zum Beispiel fast alle, die sich zum Fernabi-Kurs anmelden auch die externe Prüfung erfolgreich ablegen würden, würde das ILS vermutlich damit werbewirksam an die Öffentlichkeit gehen, und sich nicht darauf berufen, interne Daten nicht veröffentlichen zu wollen.

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Ein super Angebot, aber ich fürchte fast, ich werde aus den Leuten auch nicht mehr rausbekommen ;).

Du hast recht ... sie würden mit den Erfolgen der Leute Werbung machen - und das bombastisch.

Das traurige an der ganzen Geschichte ist, dass so viele Leute mit Hoffnungen und leider viel zu optimistischen Vorstellungen an das Fernabi rangehen - und dann ganz fix merken, dass das so nicht klappt.

Aus vielerlei Gründen.

Es scheint mir auch, im Mittel, so, dass das bei einem Fernstudium (also eines mit Abitur als Voraussetzung) DEUTLICH besser klappt mit den Fernschulen.

Das Abitur ist eben nachwievor eine mehr nervige als angenehme Hürde, während das Studium ja das ist, worauf man letztlich hingearbeitet hat (und da ist man dann ja schon am Ziel).

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Es scheint mir auch, im Mittel, so, dass das bei einem Fernstudium (also eines mit Abitur als Voraussetzung) DEUTLICH besser klappt mit den Fernschulen.

Wir spekulieren, aber es erscheint mir in der Tat auch so. Und ich denke, dass es dafür viele Gründe gibt und viele davon nicht bei den Fernschulen zu suchen sind. Beispielsweise gibt es neben den Fernschülern, die nicht die Gelegenheit hatten, das Abitur regulär zu machen auch etliche, die nicht die Voraussetzungen dafür erfüllt haben - und daran ändert sich dann auch nichts, wenn die Methode gewechselt wird. Außerdem sind die Fernschüler oft noch jünger als Fernstudenten, wenn sie mit dem Kurs anfangen und sehr häufig ergeben sich gerade in der Zeit Veränderungen in den persönlichen Verhältnissen, die eine Fortführung des Kurses nicht mehr möglich oder erstrebenswert machen (Kinder etc.). Und etliche unterschätzen sicherlich auch den Aufwand, der damit verbunden ist.

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Sicherlich nicht ganz zu verachten ist auch, dass man im Fernabitur unheimlich viel Zeug macht, auf dass man eigentlich keine Lust hat.

Angefangen vom Lesen irgendwelcher uninteressanter Bücher bis hin zu Geometrie und Co.

Das hat man im Fernstudium einfach nicht mehr. Fernstudium ist Lernen für Erwachsene.

Fernabitur eben letztlich nicht so ganz.

Es ist mir daher auch unbegreiflich, warum es nachwievor keine alternativen Lehrpläne für den 2. Bildungsweg gibt.

Es kann m.E. nicht angehen, dass Menschen ab Anfang 20 (typisches Alter des 2. Bildungsweges) bis hoch in die Anfang 40 die selben Abiturprüfungen ablegen wie 16-jährige (Zentralabitur).

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Meiner persönlichen Erfahrung nach liegen dem Scheitern von Fern- bzw. Externenabiturienten im Vergleich zu ordentlichen Fernstudenten eine ganze Kausalkette zugrunde. Ich versuche, das nur mal anzuschneiden (Über meine Erfahrungen könnte ich ein ganzes Buch schreiben, das Folgende ist zwar lang, aber im Grunde noch kurz und Achtung, alles ist subjektiv! ;) )

Zum einen ist da sicher die Tatsache, dass man von seinen 8 Fächern so einige mitnehmen muss, die man nicht abwählen kann und die einem nicht wirklich liegen oder auch schlicht keinen Spaß machen. Die Gefahr, hier ein oder zwei ungeliebte Fächer (oder mehr) unter den Tisch fallen zu lassen (ohne dies direkt zu merken) und mehr an seinen Stärkefächern zu arbeiten, war immens - wesentlich größer als in der Schule nämlich. Normale Schüler haben natürlich auch ihre Hassfächer, aber das Wissen bleibt permanent präsent durch Kontakt zu anderen Mitschülern, Unterrichtsvermittlung und ständiges Abfragen durch die Lehrer, z.B. in Klausuren usw.

Das führte notgedrungen zum zweiten Grund, nämlich einer fatalen Einschleichung von Lücken ggf. über mehrere Jahre hinweg. Die Einsendeaufgaben, die bei den Fernlehrinsituten am Ende der Hefte angebracht sind, decken nunmal nur den Heftstoff einigermaßen ab, der aber meiner Meinung nach relevante Prüfungsinhalte höchstens mal streift. So wusste man oftmals nicht immer, wo Lücken liegen und dass überhaupt welche existieren.

Diese Gefahr sehe ich bei Fernuni-Absolventen einfach weniger; weniger aus dem Grund, weil sie Abitur haben, sondern weil sie sich in der Regel kein Fach aussuchen, welches sie nicht interessiert. Und wenn sie damit nicht zurecht kommen, ist es leichter, die Lücken in einem Fach auszugleichen als in mehreren. Ein ungeliebtes Modul z.B. ist irgendwann mal zu Ende, ein neues Semester bringt vielleicht neues Glück - beim Externenabi baut Wissen oft kartenhausmäßig aufeinander auf.

Ein großes Manko beim Fernabi ist sicherlich auch das alleinige Lernen und das Fehlen von regelmäßigen Prüfungen. So etwas wie Modulabschlussprüfungen gibt es schließlich nicht - wäre aber meines Erachtens besser, als bis zu den Probeklausuren zu warten, um damit weniger leistungsstrake Externenabiturienten auszusieben. Auf diese Weise könnte man sich selbst besser einschätzen und der Realität ins Auge sehen.

Es gibt natürlich die Möglichkeit, Seminare wahrzunehmen, die am Anfang, in der Mitte und am Ende nochmal Wissenslücken füllen sollen. Problematisch kann sich hier herausstellen, dass diese aber eben auch unter der Woche laufen und locker 14 Tage am Stück stattfinden können, was bei berufstätigen Menschen mit eigenem Haushalt sehr schwer zu bewältigen ist. Auch preislich eine Herausforderung, 2 Wochen in z.B. Hamburg zu wohnen und eher dann rentabel, wenn man sich zu mehreren zusammen zu tun kann und somit Unterbringungskosten spart. DAs geht aber nicht immer, weil nicht jeder seine Mitexternen überhaupt kennt.

Da spreche ich einen weiteren Risikofaktor an, beim Fernabitur zu versagen, nämlich soziale Isolation. Es gibt mehrere Gruppen Isolierter: 1)Die, die nie auf Seminaren waren 2) Die, die entweder bei den Probeklausuren oder beim Externenabi durchgefallen sind und somit den "Anschluss" an ihre Gruppe verlieren, die sie vielleicht in Seminaren kennengelernt haben.

Die Onlinestudienzentren waren zu meiner Zeit keine sehr große Hilfe, Leute kennenzulernen, weil durchaus nicht jeder etwas dazu gesagt hat. Nachdem ich die Probeklausuren bestanden hatte, war aber auch mein Vertrag mit meinem vorbereitenden Institut abgelaufen, so dass ich keinen Zugang mehr hatte zum Onlinestudienzentrum und somit leider nicht mehr auf Kontaktsuche gehen konnte.

Letztlich muss man auch sagen, dass man sich für das Fern/Externenabitur - meiner persönlichen Meinung nach - überdurchschnittlichen anstrengen muss, den geprüft wird nicht auf zu niedrigem Niveau, sondern im Gegenteil auf recht hohem, nämlich als wäre man ein normaler Gymnasiast, der all die Jahre ja auch richtig aufgepasst haben wird. Es ist nicht so, dass Prüfer Verständnis dafür haben, dass man sich dieses Abitur neben dem Job, Haushalt, Kinder usw. erarbeitet hat, sie hauen einen z.B. in der mündlichen Prüfung ordentlich in die Pfanne. Natürlich ist das einerseits auch gut, denn Abitur soll man ja nicht verschenken, aber eine Angleichung an die Situation von Externen fände ich persönlich auch besser und fairer. Angemessen wäre z.B., dass eine Wiederholung einer Prüfung 2x möglich ist, denn Externe haben ganz einfach keine Prüfungserfahrung und Nervosität in Hinsicht darauf spielt eine schon eine gewisse Rolle. Beim externen Hauptschulabschluss ist eine zweimalige Wiederholung z.B. möglich, beim Abitur nur einmal und danach ist der Ofen aus.

ACHTUNG: Da kann man den Fernlehrinstituten weniger einen Vorwurf machen. DIE haben zumeist Verständnis für die spezielle Situation des Fernlerners, deswegen wird wohl nicht mit Fristen ,,gestresst", Überziehungen sind möglich und die Bewertungen fallen oft anders aus.

Sicher liegt nahe, dass ein Externer rechtzeitig die REißleine zieht, wenn er merkt, wo seine Lücken liegen und sich schnellstmöglichst Nachhilfelehrer und Sekundärliteratur heranzieht. Aber auch hier ist dies leichter gesagt, als getan. Es herrschte oft keine Klarheit, welche Sekundärliteratur geeignet ist. Was A half, verwirrte B eher und umgekehrt.

...

Ich studiere nun an einer Fernuni und das ganze ist wirklich ein ganz anderes Gefühl, als das Fernabitur. Das Lernen ist zum einen nichts dagegen, die soziale Anbindung klappt besser und der Kontakt zu Tutoren ist 1a.

Das Problem liegt auch nicht so sehr bei den Fernlehrinsituten, wobei es da auch sicher was zu verbessern gibt, bspw. das Heftmaterial, die Betreuung durch Lehrer oder der Umgang mit Leuten, die durchfallen (werden manchmal unter Generelverdacht gestellt, Downloader zu sein, also den Kurs nicht ernstgenommen und sich die Aufgaben aus dem Internet gezogen zu haben!).

Ich sehe Verbesserungsbedarf generell bei den Schulbehörden, denen aber auch wegen der mangelnden Gesetzeslage oft die Hände gebunden sind.

Generell finde ich, ist Fernabitur eher für wenige Leute geeignet. Man sollte meiner Meinung nach erst alles andere in ERwägung ziehen, was mit normalem Unterricht zu tun hat, z.B. spezielle Kollegs oder Abendschulen, so dass man wenigstens eine konstante Lerngemeinschaft hat. Natürlich ist das auch nicht jedem möglich, so dass eben nur Fernabitur bleibt - was auch schaffbar ist, aber eben sicher die schwierigste Variante. Am leichtesten hatten es meiner Beobachtung nach damit übrigens tatsächlich Leute, die schonmal auf dem Gymnasium waren und in der Oberstufe kurz vorm Abi abgebrochen hatte. Die kamen mit dem Lernstoff ganz gut zurecht, egal, wie lang das her war.

Warum mehr Leute hinschmeißen als bei einem normalen Fernstudium: Das Abitur ist zwar der höchste deutsche Schulabschluss, aber vielleicht doch zu allgemein, als dass sich die Leute dafür überdimensional aufopfern möchten. Man ist danach schließlich kein BSc/BA oder MSc/MBa, PhD/Dr. oder sonstwas, sondern hat eben nur Abitur, aber keinen berufsbildenden Abschluss.

LG

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Das Abitur ist zwar der höchste deutsche Schulabschluss, aber vielleicht doch zu allgemein, als dass sich die Leute dafür überdimensional aufopfern möchten. Man ist danach schließlich kein BSc/BA oder MSc/MBa, PhD/Dr. oder sonstwas, sondern hat eben nur Abitur, aber keinen berufsbildenden Abschluss.
Aber es ist eben die ALLGEMEINE Hochschulreife, die den direkten, uneingeschränkten Zugang zu allen Studiengängen bietet. Der indirekte Weg über Ausbildung, Berufserfahrung kostet eben mehr Zeit.
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Aber es ist eben die ALLGEMEINE Hochschulreife, die den direkten, uneingeschränkten Zugang zu allen Studiengängen bietet. Der indirekte Weg über Ausbildung, Berufserfahrung kostet eben mehr Zeit.

Darum geht es glaube ich gar nicht.

Soweit ich das verstanden habe geht es darum, dass der Aufwand für das Fernabitur ENORM groß ist - mitunter genauso (oder größer) als für ein Fernstudium.

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Ich denke auch, dass die Anforderungen an ein Externen-Abitur nicht niedriger sein dürfen als an das Abitur, das am Ende der Oberstufe abgelegt wird. Schließlich eröffnet es auch die gleichen Optionen. Und auch Fernstudenten in akademischen Studiengängen bekommen keinen "Bonus", nur weil sie berufsbegleitend studieren.

Meiner Meinung nach ist das Externen-Abitur aber aus zwei Gründen eher schwerer als das Abitur direkt am Gymnasium:

1. Es gibt bis zu acht Prüfungsfächer (4x schriftlich, 4x mündlich) statt vier im regulären Abitur (3x schriftlich, 1x mündlich, zumindest NRW 1993 ;-))

2. Nur die Prüfungsnoten zählen. Es gibt keine Möglichkeiten, Vorleistungen wie sonst aus der Oberstufe einzubringen

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