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Benutzer1

Surface Pro 3

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Wenige Tage hatte ich ein Surface Pro 3 Gerät zum Testen, heute geht es wieder zurück.

Kurz mein Eindruck vom Surface Pro 3:

- Die Stifteingabe ist wirklich gelungen, die Texterkennung ist super und das Schreiberlebnis hat mich wirklich positiv überrascht. Ich kann auf dem Gerät wie auf einem Blatt Papier schreiben, hier ist auch die geringe Höhe von Vorteil. Natürlich ist es nicht das gleiche Schreibgefühl, denn man schreibt auf Glas und nicht auf einem weichen Block mit (relativ) weicher Miene. Dennoch Daumen hoch für das, was Microsoft hier gezaubert hat. Der Stylus kann allerdings nicht im Gerät untergebracht werden und liegt neben anderen Schreibgeräten in der Tasche, ein NoGo. Man darf hier also nicht versehentlich daneben und zum Edding greifen.

- Das Type Cover überzeugt mich größtenteils. Es hat einen guten Druckpunkt, auch in der Schrägstellung lässt sich gut und schnell tippen. Allerdings sind einige Tasten kleiner als auf einer normalen Tastatur und der Rand ist sehr breit, so dass ich mich häufiger dabei ertappt habe, blind auf den Rand zu tippen. Das ist sicher eine Gewöhnungssache. Allerdings ist der Schutz durch das Type Cover auch nur halbgut gelöst. Es ist nämlich nur an der Unterseite magnetisch, dh. das Cover klappt ständig auf und bietet eben keinen durchgängigen Schutz.

- Da das Gerät nur WLan-Standard kennt und kein UMTS, ist der Nutzungsbereich stark eingeschränkt. Unterwegs kann es nur "offline" arbeiten. Mit Netz kenn ich mit dem Gerät entweder nur zu Hause oder dort, wo es WLan Empfang gibt, arbeiten, das ist für ein Tablet eher ein Nachteil. Denn dort, wo es WLan gibt, habe ich auch Abstellmöglichkeiten für einen richtigen Laptop.

- Die Microsoft-Lizenz-Politik war letztlich für mich aber ausschlaggebend, das Gerät zurück zu schicken. Wenn man wie ich das Problem hat, mehrere hundert Euro in Office-Programme investiert zu haben, weil ich die Programme nach Bedarf modular gekauft habe (dann also Home-Version), habe ich nur die Lizenz für eine Installation. Was bedeutet das konkret? Es bedeutet für mich ganz konkret, dass ich das Gerät, und dafür wollte ich es nutzen, nicht für Präsentationen nutzen kann, weil ich kein Powerpoint auf dem Tablet installieren kann, da dieses bereits auf meinem Desktop-Rechner installiert wurde und damit die "mögliche Anzahl an Lizenzen" genutzt wird. Das ganze betrifft alle Office-Programme. Auch OneNote, das groß mit dem Gerät angepriesen wird, lässt sich nur dann mit einer vollwertigen OneNote Installation bestücken, wenn ich sie auf meinem Desktop-Rechner lösche, dann verliert das Programm aber seinen Sinn. Man kann auf dem Tablet nur die abgespeckte OneNote-App nutzen. Würde ich aber nur abgespeckte Apps nutzen wollen, bräuchte ich kein Tablet mit einem vollwertigen Windows 8.

Mein persönlicher Fazit: Technisch hat Microsoft hier sehr gute Arbeit geleistet, aber das Lizenz-Problem und das fehlende UMTS sind wiederum Minuspunkte. Am Ende bleibt für mich die Erkenntnis: PDF kann ich auch am Desktop-Rechner markieren und für handschriftliche Notizen hat man mit jedem Schreibblock die kostengünstigere Alternative.

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Hallo

Ich denke du bist Student, oder zumindestens die meisten hier und für diesen Personenkreis gibt es Office University, mit dem du das komplette Offic-Paket auf 2 Rechnern installieren kannst für 69€ für 4 Jahre. Denke das ist ziemlich fair.

Gruß

Dominik

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Hallo Dominik,

Dein Tip ist gut für Menschen, die noch kein Office benutzen und es neu erwerben wollen. Hat man wie ich bereits mehrere hundert Euro in Office-Programme investiert hat, ist es nicht fair, das Office Paket noch einmal kaufen zu müssen.

Das Gerät kostet fast 1000 Euro, da darf ich schon erwarten, dass man allen Käufern, die bereits Office-Lizenzen erworben haben, eine kostenlose Möglichkeit einräumt. Noch dazu wo OneNote und der Austausch über verschiedenen Rechner hinweg kräftig in die Werbemaschinerie mit einbezogen wird. Unter'm Strich ist die Option, die man Office-Nutzern bietet: "Wenn Du Deine Powerpoint Präsentationen auch über Dein Surface zeigen willst, musst Du noch einmal Powerpoint kaufen", für den Preis weder akzeptabel noch sinnvoll.

Und da ist es auch egal, ob es "nur" noch einmal 69 Euro wären.

Ich denke da an meine Apple-Zeiten zurück: Da kauft man sich einen Laptop zusätzlich zum Desktop-Rechner, meldet sich mit seiner Apple-ID an und hat prompt von seinem Laptop Zugriff auf alle gekauften Programme. Bei Microsoft heißt es nach Anmeldung mit dem MS Account sinngemäß: Sie haben Office bereits auf Ihrem Desktop laufen, kaufen Sie es doch bitte noch einmal.

Wie gesagt, wer noch kein Office benutzt, für den ist das kein Problem. Wer aber noch kein Office benutzt, hat vermutlich auch noch keinen Desktop-PC. Dieser Gruppe wäre dann sowieso eher zu einem Standrechner oder Laptop zu raten. Meine "Warnung" ging eher an Menschen, die sich ein Surface als Ergänzung kaufen wollen. Der Microsoft Kundenservice war in dieser Frage auch nicht das Gründe vom Ei. Dem Microsoft Store in Berlin eine Mail geschickt, dort bekommt man eine "nicht Zuständig"-Antwort mit einer personalisierten Anrede namens "Kunde". Auf den Versuch die Hotline zu erreichen habe ich nach einer halben Stunde aufgegeben. Später waren die Geschäftszeiten vorbei. Da ich nicht glaube, in dem Punkt Microsoft hinterherrennen zu müssen, habe ich das Gerät eben zurückgeschickt.

Hier muss sich noch einiges tun.

Viele Grüße

Benutzer1

Bearbeitet von Benutzer1

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Der leider nicht die gleichen Präsentationsmöglichkeiten wie Powerpoint besitzt und das Problem bei den anderen Office-Programmen nach wie vor bestehen lässt. Ich freue mich aber, dass Microsoft hier eine so gute Marketing-Abteilung gefunden hat, die deren Lizenzschwächen so wunderbar hinnehmen. Mir geht es hier nicht um einen MS-Rant, sondern lediglich darum Menschen vor dem Kauf auf ein Problem aufmerksam zu machen. Wenn User hier sich mit einem abgespeckten Viewer zufrieden geben (den ich dann auch auf einem iPad für 300 laufen lassen könnte) oder MS noch einmal Geld für eine zweite Lizenz in den Rachen werfen möchten, ist das für MS doch super. Ich denke aber, dass hier MS eine Baustelle hat, gerade weil Apple das Problem sehr viel kundenfreundlicher gelöst hat. Ein 900 - 1500 Euro Tablet setzt hier gewisse Standards durch seinen Preis.

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Mir ging es überhaupt nicht darum, die Vorgehensweise von Microsoft in irgendeiner Form zu bewerten, sondern lediglich darum, eine Information zu geben, wie eine von dir geschilderte Problematik behoben bzw. abgemildert werden kann.

Ich selbst nutze schon seit langem kein Microsoft-Office mehr, bin aber zum Beispiel froh den Word-Viewer zu haben um sicher zu gehen, wie ein Dokument beim Empfänger aussieht bzw. erhaltene Word-Dokumente im Original lesen zu können.

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Dann hatte ich Dich missverstanden. Es kann in der Tat eine Notlösung sein, wenn man auf das Gerät angewiesen ist. Hier sehe ich das gleiche Problem wie bei der abgespeckten OneNote-App. Das SP3 wird damit beworben, dass es einen vollwertigen Laptop-Ersatz darstelle, am Ende kann man aufgrund der Lizenzen dann aber nur abgespeckte Apps nutzen, die ich in gleicher Weise auch auf sehr viel günstigeren iPads oder anderen Windows-Pads nutzen kann.

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