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jedi

Einführung von Berufsbachelor und Berufsmaster

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Neue Bezeichnungen finde ich nicht so ideal. Erstmal kann es zu Verwechslungen kommen. Besser ist ein Bildungssystem ohne Sackgassen, d.h. duchlässiger. So wie in Australien. Im Link vorher hatte ich das Bildungsystem Australiens mal gepostet. Da funktioniert das.

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vor 1 Stunde, jedi schrieb:

So wie in Australien. Im Link vorher hatte ich das Bildungsystem Australiens mal gepostet. Da funktioniert das.

 

Ich habe in Australien studiert. Ich würde das Bildungssystem dort nicht per se als funktionierend bezeichnen uns das Land hat ähnliche Probleme wie andere Industrieländer auch. Australien ist bspw im PISA Test bei den sog. MINT Fächern beständig vom dritten Platz (2000) auf den 17. Platz (2012) gerutscht.

 

In diesem Artikel gibt es einige interessante Nachrichtewn zum Thema Durchlässigkeit im australischen Schulsystem: https://www.theguardian.com/australia-news/2018/apr/03/educational-inequality-widening-australias-rich-poor-gap-report-finds. Schau Dir unbedingt an, was dort z.B. zur Bildung von Eingeborenen oder Immigranten steht, das könnte so auch aus einer deutschen Zeitung stammen.

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Weiß jemand, wie dieses neue System konkret funktionieren würde in der Praxis?

Sagen wir, jemand hätte eine Ausbildung zum / zur Restaurantfachfrau / -mann absolviert. Anständige Ausbildung und recht anstrengend. Diese Person könnte dann als nächste Stufe eine Weiterbildung machen zum sogenannten Berufsspezialisten?

Wo macht man man diese Weiterbildung? An der IHK? An der Universität? In der Regel wäre das der Fachwirt im Gastgewerbe. Wird das nur umbenannt und man wäre stattdessen Berufsspezialist?

 

Wenn sich am Inhalt nichts ändern würde, wäre es doch nur Kosmetik.

 

Ich kann mir unter den ganzen Neuerungen Spezialist, Berufsbachelor und -master nichts vorstellen und wie das funktionieren würde.

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So wie ich es verstehe, geht es vor allem um neue Bezeichnungen für vorhandene nicht-akademische Weiterbildungen auf verschiedenen Stufen wie zum Beispiel Fachwirt und Betriebswirt oder auch Meister - wobei die Bezeichnung "Meister" ja weiter erhalten bleiben soll.

 

Ich hoffe noch darauf, dass sich an dem Konzept noch etwas ändern wird.  Spezialist finde ich ja sogar ganz passend, weil das die praktische Komponenten betont, aber Berufsbachelor und Berufsmaster erweckt den falschen Eindruck einer akademischen Weiterbildung und wird meiner Meinung nach eher zu Verunsicherungen führen.

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Ich wäre ja für eine Erweiterung, damit alles durchläsiger wird. Praktisch gesehen noch einige Semester für Techniker oder Betriebswirte zum Bachelor. Für den BWL-Teil gibt es ja einiges, in der Technik fehlt sowas noch. Einfach neue Bezeichnungen sind nicht der richtige Weg.

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Wenn Berufsbachelor und Berufsmaster kommt, werden die akademischen Abschlüsse enorm abgewertet. Und sorgen nur unnötig für Verwirrung. Heißt ja beides Bachelor/Master. 

 

Ich sehe jetzt schon die ganzen Berufsbachelor/-master sagen: Ich hab einen Bachelor/Master. Hört sich halt „wertiger“ an.

 

Wer soll da noch durchblicken?!

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Ich habe heute mal geschaut, wie das Thema an anderen Stellen so diskutiert wird.

 

So hat der Deutsche Hochschulverband in einer Barometer-Umfrage gefragt, ob die Besucher den Vorstoß zur Einführung eines Berufsbachelors und Berufsmasters unterstützten. Von den 262 abgegebenen Stimmen entfallen 4,2 Prozent auf "Ja" und 95,8 Prozent auf "Nein".

https://www.hochschulverband.de/index.php?id=406#_

 

In der Welt ist der Artikel "„Berufsmaster“? – Davon halten die Hochschulen gar nichts" erschienen: https://www.welt.de/politik/deutschland/article184051110/Idee-der-Bildungsministerin-Berufsmaster-Davon-halten-die-Hochschulen-gar-nichts.html

 

In der FAZ gibt es einen Beitrag "Kommt jetzt der Metzgermaster?" https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/berufsmaster-und-bachelor-kommt-jetzt-der-metzgermaster-15898779.html

 

Im Spiegel heißt es neutraler: "Ministerin Karliczek will Ausbildung in Deutschland komplett umbauen" http://www.spiegel.de/karriere/ausbildung-karliczek-will-die-ausbildung-in-deutschland-komplett-veraendern-a-1237437.html

 

Und bei "Forschung und Lehre" heißt es: "HRK warnt Karliczek vor "Berufsbachelor" und "Berufsmaster"" https://www.forschung-und-lehre.de/politik/hrk-warnt-karliczek-vor-berufsbachelor-und-berufsmaster-1211/

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Ich frage mich immer noch, was das Ziel ist. Ausbildung in Deutschland komplett umbauen finde ich quatsch. Das System ansich ist gut und viele Länder beneiden uns darum. Wenn das Ziel Vergleichbarkeit international herzustellen ist, dann gibt es da bessere Methoden als alles auf "links" zu drehen. Und ich finde, es gibt keinen (aus meiner Sicht ersichtlichen) anderen Grund das Sytem zu hinterfragen. Fällt euch sonst ein Grund ein?

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Genannt wird unter anderem die Vereinheitlichung der Bezeichnungen. Und wohl auch eine klare Zuordnung zu den drei Stufen, was bisher oft schwierig ist.

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Am 12.11.2018 um 18:39 , Stefania85 schrieb:

Anstatt sich immer wieder neue Sachen auszudenken, sollte die Politik lieber aktuelle und wirklich akute Probleme des Bildungssystems in Angriff nehmen.

 

Hört hört! 

Das ist mal wieder ein Beispiel dafür, wir realitätsfern die Politik oft ist.

 

weil so viele studieren gehen und duale Ausbildungsplätze schlechter besetzt werden können (DIHK hat starke Lobby) hier die Lösung:

 

anstatt das Niveau wieder zu erhöhen, schon zum Abitur hin ( es gibt ja fortlaufend deutlich mehr Abiturienten....ob die Menschheit immer schlauer wird) Achtung: dieses Vorgehen wäre negativ!   .......werten wir das duale System einfach auf!......positiv, gibt Wählerstimmen. Ich ich bezahle für sowas Steuergeld!

 

interessant dabei: wo soll der Berufsmaster im DQR stehen: auf Stufe 7 oder wird er sich gar unterscheiden.

 

was mich am meisten ärgert: es wird überhaupt nicht übersichtlicher und das ist offensichtlich! Ich fühle mich auf Grund dessen und der mangelnden Notwendigkeit / falscher Prioritätensetzung verarscht

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