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Berufsausbildung-Studium-Berufserfahrung - Gehalt?

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Hallo,

ich habe eine Frage für eine Bekannte von mir. Wir haben uns letztens unterhalten und ich kenne mich nicht so gut aus.

Sie ist jetzt 31 Jahre alt und hat eine abgeschlossene Berufsausbildung als Steuerfachangestellte, danach ein Studium in Wirtschaftsrecht an der FOM mit Diplom mit nem 2,4-Schnitt drangehängt und plant in den nächsten Jahren die Prüfung zur Steuerberaterin zu machen. Berufserfahrung inkl. Ausbildung ca. 9 Jahre. Was kann man denn an Gehalt fordern, wenn man sich nun bewirbt? Und wo sollte man sich am besten bewerben, wenn man noch den Steuerberater dranhängen möchte? Ich wäre sehr dankbar, wenn jm. Tips geben könnte. Vielen, vielen Dank.

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Ich weiss das nicht aber gerade als Steuerberater oder in dem Umfeld Tätiger sollte doch genau diese Frage recht einfach zu beantworten sein.

da hat man doch wirklich genug Vergleiche mit anderen Leuten um sich einordnen zu können.

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Hallo premiun,

Tipps gehen nur dann, wenn die Informationen vollständig sind. Man fragt ja auch nicht "Ich will mir ein Auto kaufen, ich hab seit 10 Jahren den Führerschein. Wo soll ich hin gehen?"

Was man verdienen kann, das hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Branche, Region, persönliche Erwerbsbiographie, Aufgabe etc. ab. Man kann bei einigen Anbietern einen kostenpflichtigen Gehaltscheck machen, z.B. hier:

http://www.geva-institut.de/gehaltstest-gehalts-analyse.html

Wenn Ihre Bekannte wirklich ernsthaft sich informieren will, dann würde ich auf jeden Fall zu solch einem kostenpflichtigen Angebot raten, denn die kostenfreien sind einfach nicht aussagefähig genug.

Wo bewerben? Nun, große Steuerberatungskanzleien sehen oft gerne, wenn ihre Mitarbeiter den Steuerberater anstreben. Ist allerdings kein Zuckerschlecken, wenn ein Unternehmen das finanziell und mit Freistellungen sponstert

Viele Grüße

Sabine Kanzler

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Im Großen und Ganzen möchte ich Frau Kanzler gar nichts hinzufügen.

Einziger Punkt: Wenn Sie den StB anstrebt wird sie auf jeden Fall in einen Bereich streben müssen, wo die Landes- und Bundessteuern einen erheblichen Anteil am Beruf haben. Typischerweise sind angehende StB der freien Wirtschaft meist aber in StB-Gesellschaften oder WPGs unterwegs. Seltener, aber auch möglich, in Steuerabteilungen von Unternehmen. In dem Umfeld sollte sie bleiben bzw. überhaupt erst einmal gehen.

Kleine Anmerkung noch - Berufserfahrung wird meist ohne Ausbildung gerechnet. Zudem kann es hier durchaus unterschiedliche Betrachtungen geben, wie die Erfahrung zwischen Ende Ausbildung und Ende Studium im Vergleich zur postgraduellen Berufserfahrung zu werten ist.

Zum Thema Gehalt: Ich würde vorschlagen, wenn Sie jetzt an einer Stelle ist wo sie den StB machen darf (von den Prüfungsvoraussetzungen), dann würde ich erst danach eine neue Stelle suchen. Der Grund ist ganz einfach. Zum einen ist die Vorbereitung zum StB-Examen ausgesprochen anspruchsvoll, weswegen ein bekanntes Umfeld, wo ein gewisses Maß Routine drin ist und man sich nicht noch erst profilieren muss ganz praktisch. Zum anderen ist der Gehaltssprung nach dem StB-Examen recht groß. Der wird kleiner ausfallen, wenn man jetzt wechselt und dann erst das Examen macht - es sei, man will dann wieder wechseln.

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Vielen Dank für die Antworten. Ich werde ihr den Link mit dem Gehalts-Check gleich mal zusenden.

Ich kann natürlich nur weitergeben, was ich von ihr weiß. Also ich weiß, sie möchte gerne in eine mittelgroße Kanzlei. In ihrer Kanzlei steht sie vor der Problematik, dass diese sehr klein ist und das Studium von ihrem Chef in keinster Weise anerkannt wird. Im Gegenteil, er kann ihr gar nicht oft genug mitteilen, wie wenig er von ihrem Studium hält. Sie hat das Gefühl mittlerweile auf der Stelle zu stehen (was ja für die StB-Prüfung auch nicht von Vorteil ist) und möchte gerne die Kanzlei wechseln. Es geht nur darum, dass sie einfach nicht weiss, was an Gehaltsforderung angemessen ist. In ihrem Umfeld sagt jeder was anderes (auch diejenigen, die in der selben Branche sind). Deswegen wollt ich mal nachfragen.

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Liebe Frau Kanzler,

wie könnte sie es denn spezifizieren? Meinen Sie Gehaltsvorstellungen, gewünschte Tätigkeiten etc.? Könnten Sie mir bitte sagen was man detailliert erläutern soll? Das wär sehr nett. Ich bin nämlich grad bißchen ratlos.

Viele Grüße

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Ich zitiere mich mal selber aus meinem Buch

"Bei der Betrachtung von Regionen und Branchen geht es auch um Gehaltsstrukturen. Die hängen ab von der jeweiligen Branche, der Unternehmensgröße, dem Standort des Unternehmens

Dazu kommen individuelle Faktoren wie Ausbildung / Studienfach, Berufserfahrung, Fach- oder Führungslaufbahn, Alter.

Tendenziell zahlen Konzerne mehr als mittelständische Unternehmen, im Westen wird immer noch mehr verdient als im Osten der Republik, in Großstädten und Ballungsräumen mehr als auf dem Land. Wer mehr darüber wissen will, sucht sinnvoller Weise in den verschiedenen Gehaltsvergleichen, die in großer Zahl im Internet zu finden sind. Wer es genauer wissen will, sollte einen kostenpflichtigen Gehaltscheck für sich ins Auge fassen. Dort werden umfangreiche Daten rund um Unternehmensstruktur und den eigenen Aufgaben- und Verantwortungsbereich abgefragt und aus diesen Informationen Angaben zum Gehalt abgeleitet. Die bekanntesten Anbieter sind www.personalmarkt.de und www.geva-institut.de. (siehe auch: 1.7 Was sind Sie wert? Die leidige Gehaltsfrage)"

aus "Die perfekte Bewerbung..."

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Sie wird wohl eine Bewerbungsrunde starten oder in die Geldbörse greifen müssen. Anders geht es nicht. Wobei man sich in der Branche und wenn man den Steuerberater machen will, schon so "gewieft" sein sollte seinen Marktwert zu kennen. V. a. da diese Tätigkeit oftmals in die Selbständigkeit / Führungspositionen führt.

Ansonsten einfach mal einen gepflegeten Schwatz mit den Kommiltionen vor Ort hilft auch oftmals. Vielleicht ist auch gerade jemand auf der Suche nach einer neuen Kollegin.

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Hallo Premium,

mich wundert die Frage schon etwas. Gewöhnlicherweise bekommt man ein Gefühl dafür was gehen könnte, wenn man lange in einer Branche tätig war. Zudem kommt es ja auch darauf an, was man selbst haben möchte. Daneben spielen natürlich auch andere Aspekte eine Rolle, die Frau Kanzler schon andeutete.

Es ist auch immer schlicht Teil des Bewerbungsverfahrens, dass man selten weiß, wo die Gehaltsvorstellungen der anderen Seite liegen. Wichtig ist, dass man mit seiner Gehaltsforderungen selbst leben kann (will) und nicht allzu deutlich über das Ziel hinaus schießt, was dann zu einem negativen Bild führen würde. Aber sie weiß doch, was sie heute verdient. Ich vermute sie kann abschätzen ob das im Vergleich viel oder wenig ist. Dann guckt sie sich die neue Stelle an, schätzt ab wie viel "Verantwortung" es mehr ist, die der Arbeitgeber aufgestellt ist (größer, evtl. international usw.) und macht sich Gedanken, was sie haben möchte, wenn sie diesen Job macht. Wenn man dann noch mal mit einer vertrauensvollen Person (bspw. Kollegen) spricht, reicht das meist schon. Davor würde ich nicht zuviel Angst haben.

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