toxique21

Die letzten Langzeitstudierenden

29 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich habe heute auf Spiegel folgenden Artikel gefunden zum Thema Langzeitstudenten:

http://http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,764373,00.html

Besonders "interessant" fand ich die Aussage:

"Die meisten, die zu mir kommen, haben nebenbei zu viel gearbeitet", sagt Malhotra. Nebenjobs sind die größte Hürde auf dem Weg zum Abschluss. Von den gut zwei Dritteln aller Studenten, die neben dem Studium jobben, arbeitet die Hälfte mehr als einen vollen Tag pro Woche. Ein Pensum, das Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Hochschulforschung an der Uni Konstanz für problematisch halten: Bereits acht Stunden pro Semesterwoche könnten das Studium verzögern.

Tja, was machen wir Fernstudenten dann?

Der Marburger Student Mikheil Peradze kommt auf mehr als 50 Stunden Arbeit plus Studium pro Woche. Peradze ist Georgier und zog 2003 von Tiflis nach Deutschland, er wollte hier Politologie studieren. Mittlerweile ist er im 16. Semester und hat noch immer keinen Abschluss. Peradze bekommt kein Bafög, kein Stipendium, kein Geld von den Eltern. Um sich sein Studentenleben zu finanzieren, hangelt er sich von einem Job zum nächsten.

Bei solch einem Beispiel bin ich dann doch froh, dass ich meinen geregelten Job habe und hier mich nicht von einem Job zum nächsten hängeln muss.

Ich bin auf eure Meinung gespannt...

Gruß


Abschluss 2010 Euro-FH zur Dipl. Kauffrau (FH)

Sonderstudium Technik HFH

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Ich muss da auch sagen..Hut ab vor allen Fernstudenten! Ich versteh absolut nicht,wie ihr das macht.

Weil ich wollte im Fernlehrgang den Heilpraktiker machen und komm zu gar nichts (40h Woche laut Vertrag,in der Realität eher 50h-Woche).

Aber wenn deine Eltern nicht grad wahnsinnig Geld haben, ists heutzutage auch schwierig zu studieren...weil Bafög ist mikrig (vor allem,wenn man wie ich ein "Vorleben" hatte mit z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung,Rentenversicherung, Schulrate)

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@Mug

das ist kein Hexenwerk sondern eine Sache des

1, Willens

2, Organisation

Gruß

Udo


Master of Science: (Innovations- und Technologiemanagement) (2013)

Bachelor of Engineering (B. Eng.)- Technische Informatik (Automatisierungstechnik) (2011)

technischer Betriebswirt IHK (2005)

staatlich geprüfter E-Techniker (1989)

Lehre zum Elektrogerätemechaniker (1984)

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Hallo

Ich glaube, an Punkt zwei (Organisation) scheitern relativ viele Präsenzstudierenden: Wer als Fernstudent schon "richtige" Erfahrungen in einem "echten" Beruf (nicht nur einem "Job") hat, ist meist schon etwas älter - und arbeitet und lernt deshalb wohl schon viel organisierter undd strukturierter als so mancher Abiturient, der frisch von der Schule kommend ein Präsenzstudium aufnimmt.

Viele Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Tja, was machen wir Fernstudenten dann?

Das kann man nicht vergleichen. Aus verschiedenen Gründen erfordert ein Präsenzstudium erheblich mehr Aufwand als ein Fernstudium. Alleine der organisatorische Aufwand ist bei Fernstudenten im Vergleich zu Präsenzstudenten minimal. Fachlich betrachtet müssen sich Präsenzstudenten viel mehr selbst erarbeiten als Fernstudenten. Nur in seltenen Fällen gibt es Präsenzstudium fertig zum (auswendig)lernen vorbereitete Skripte. Nur um mal zwei Gründe anzuführen. Ansonsten wäre es auch überhaupt nicht möglich, Fernstudiengänge mit den üblicherweise sehr kurzen Regelstudienzeiten anzubieten.

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Hallo

Dann wäre es ja zu überlegen, dass Präsenzstudiengänge möglichst auf die didaktisch besser aufbereiteten Lernunterlagen eines Fernstudiums zurückgreifen sollten, damit auch die Präsenzstudies besser durch ihre Ausbildung kommen.

Ich habe allerdings so manche Fernstudium-Unterlagen bei einer Freundin gesehen. Dabei handelte es sich oft nur um Ausschnitte von Fachbüchern, die man als PDF herunterladen konnte. Im Prinzip waren die Lermaterialien also ü-ber-haupt nicht didaktisch aufbereitet. Da ist so manche Präsenz-Vorlesung schon einige Nummern besser.

Wenn ich unseren Kunden didaktisch so schlecht aufbereitete Lernunterlagen bieten würden, wie meine Freundin sie hatte, würden die Teilnehmer uns (zurecht!) an die Gurgel springen... ;)

Viele Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Ich weiß ja nicht wie es bei euch war, aber fertig zum (auswendig)lernen vorbereitete Skripte hatten wir nicht, unsere Skripte waren zu 80%einfach der auf das Studium passend abgespeckte Teil der Bücher der Prof, d.h. man spart sich den Aufwand die Bücher zu kaufen/leihen.


Master of Science: (Innovations- und Technologiemanagement) (2013)

Bachelor of Engineering (B. Eng.)- Technische Informatik (Automatisierungstechnik) (2011)

technischer Betriebswirt IHK (2005)

staatlich geprüfter E-Techniker (1989)

Lehre zum Elektrogerätemechaniker (1984)

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Dann wäre es ja zu überlegen, dass Präsenzstudiengänge möglichst auf die didaktisch besser aufbereiteten Lernunterlagen eines Fernstudiums zurückgreifen sollten, damit auch die Präsenzstudies besser durch ihre Ausbildung kommen.

Ich glaube nicht. Mein Präsenzstudium hat - rein zeitlich betrachtet - etwa 3x so lange gedauert wie mein Fernstudium. Ich kann mich nicht erinnern, auch nur für eine Prüfung so gut aufbereitete Unterlagen erhalten zu haben wie im Fernstudium (meist mussten wir mit ein paar nichtssagenden Folien auskommen!). Das ist Prinzip. Viele Professoren könnten es besser machen, aber sie wollen, dass Studenten sich den Stoff weitestgehend selbst erarbeiten. Einige machen daraus nichtmal ein Geheimnis.

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Der gute alte Sekundärliteraturparagraph der Präsenzhochschulen:

"Geprüft werden darf, was gelernt werden sollte, nicht, was gelehrt wurde."

Somit darf alles geprüft werden, was in dem Semester gelernt werden sollte, unabhängig vom Inhalt der Vorlesung, da ein Studium auch Selbstinistiative und Eigenstudium voraussetzt!

Die Ausrede schlechthin, um die miese Qualität der zudem veralteten Unterlagen zu rechtfertigen.

Oder, dass Themenbereiche, in denen der Prof nicht fitt ist, einfach weggelassen werden.

Aufgaben kann man sich ja dennoch für die Klausur aus Büchern klauen, die seit über 10 Jahren vergriffen sind.

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Ich glaube, an Punkt zwei (Organisation) scheitern relativ viele Präsenzstudierenden: Wer als Fernstudent schon "richtige" Erfahrungen in einem "echten" Beruf (nicht nur einem "Job") hat, ist meist schon etwas älter - und arbeitet und lernt deshalb wohl schon viel organisierter undd strukturierter als so mancher Abiturient, der frisch von der Schule kommend ein Präsenzstudium aufnimmt.

Das sehe ich vom Grunde her ähnlich..allerdings haben die Abiturienten einen anderen Vorteil -meiner Ansicht nach, sie sind "noch drin" im Lernen (ich weiß gar nicht mehr,wie das geht....) und sie sind noch drin "im Stoff". Ich war z.B. in Mathe schon immer eher ne Niete und wenn ich dann lese, dass in dem Fernstudiengang der mich interessiert (Wipsy), die gleich bei der Allgemeinen BWL so richtig einsteigen, dann wird mir schon flau (hab mir von der EuroFH den "Mathetest" angesehen,was man da rechnen können sollte-ohne Taschenrechner- und dacht nur...oooooh meeeiiiin Goooooott).

Das kann man nicht vergleichen. Aus verschiedenen Gründen erfordert ein Präsenzstudium erheblich mehr Aufwand als ein Fernstudium. Alleine der organisatorische Aufwand ist bei Fernstudenten im Vergleich zu Präsenzstudenten minimal. Fachlich betrachtet müssen sich Präsenzstudenten viel mehr selbst erarbeiten als Fernstudenten. Nur in seltenen Fällen gibt es Präsenzstudium fertig zum (auswendig)lernen vorbereitete Skripte. Nur um mal zwei Gründe anzuführen. Ansonsten wäre es auch überhaupt nicht möglich, Fernstudiengänge mit den üblicherweise sehr kurzen Regelstudienzeiten anzubieten

Das muss ich jetzt mal aufgreifen..das scheinen ja nicht alle so zu sehen,dass die Skripte so gut aufbereitet sind...aber genau das fände ich -da man eben nicht wie ein Präsenzstudent die ganze Woche mit dem Stoff verbringen kann- schon sehr wichtig bei einem Fernstudium. Andererseits denke ich mir...wenn das so ist, verpasst man dann nicht als Fernstudent ein paar Dinge,die wichtig wären zu lernen-selber unterscheiden können,was wichtig ist und was nicht und wie mans aufbereitet z.B. oder andererseits,wäre es bei den Kosten,die so ein Präsenzstudium verursacht dann nicht sinnvoller,wenn alle Studierenden in der Art lernen wie Fernstudenten ??

@UdoW :

Ich weiß ja nicht wie es bei euch war, aber fertig zum (auswendig)lernen vorbereitete Skripte hatten wir nicht, unsere Skripte waren zu 80%einfach der auf das Studium passend abgespeckte Teil der Bücher der Prof, d.h. man spart sich den Aufwand die Bücher zu kaufen/leihen.

Darf ich fragen,wo,was und für wieviel Geld du studiert hast ? Weil das find ich ja dann armselig...

Somit darf alles geprüft werden, was in dem Semester gelernt werden sollte, unabhängig vom Inhalt der Vorlesung, da ein Studium auch Selbstinistiative und Eigenstudium voraussetzt!

Die Ausrede schlechthin, um die miese Qualität der zudem veralteten Unterlagen zu rechtfertigen.

Oder, dass Themenbereiche, in denen der Prof nicht fitt ist, einfach weggelassen werden.

Aufgaben kann man sich ja dennoch für die Klausur aus Büchern klauen, die seit über 10 Jahren vergriffen sind.

Habe ich von meinen studierenden Freunden auch schon gehört...dass in vielen Studiengängen immer noch längst überholte Dinge gelehrt werden und es sogar Profs gibt,die JEDES JAHR DIESELBE PRÜFUNG schreiben! Dann werden die Prüfungen einfach immer weiter gereicht. Ist das denn im Fernstudium so anders ??

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