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Fernstudienakademie

Wie sieht die ideale Kursbetreuung aus?

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Hallo

Vor einger Zeit gab es mal einen Thread mit der Frage: Wie sieht die ideale Fern(hoch)schule aus?

Jetzt mal eine Erweiterungsfrage: Wie sieht denn eigentlich die ideale Kursbetreuung bzw. die ideale Studienbetreuung aus?

Wir knabbern halt (wie viele Anbieter) immer mal wieder an der Frage herum, was man in Sachen Kursbetreuung vielleicht noch verbessern könnte... ;)

Vielen Dank für Euren Input!

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Ein Aspekt, der mir wichtig ist: Ich mag es, wenn ich "zwingend" Kontakt zu meiner Tutorin (die meine Arbeiten korrigiert) habe. Bei uns werden Onlinetutorien gehalten, das finde ich super. Die Tutorin erklärt darin noch einmal , was sie von einer Arbeit erwartet. Die Art, wie sie spricht, wie sie formuliert, ihre Antworten auf Fragen - das gibt noch einmal ein anderes, persönlicheres Bild von ihr und erlaubt manchmal eine gewisse Schwerpunktsetzung in der Arbeit.

Dass man dabei auch den einzigen "realen" Kontakt zu den Mitstudenten hat, ist auch ein schöner Begleiteffekt.

Es macht das manchmal etwas surreale Erlebnis "Fernstudium" ein bisschen realer.

Natürlich kann ich die Tutorin auch anrufen, es gibt Mail- und Forumskontakt, aber sie sprechen und erklären zu hören, ist nochmal anders.

Sehr nützlich finde ich auch schriftliches Feedback bei Arbeiten, die man abgegeben hat. Das ist persönlich und es hilft sehr im Hinblick auf weitere Arbeiten.

Ich mag "Forumsaufgaben", wo sie die Studenten im Forum zu einem Thema äussern müssen. Bei uns (wir haben alle beruflichen Hintergrund im Studienthema) ist das besonders interssant, wenn anekdotisch zu einem theoretischen Themenbereich berichtet wird (z.B. wer ist einem Fall von nicht erfolgreicher Arbeit in Zweierteams begegent, kann diesen schildern - was könnten die Ursachen gewesen sein?). Das macht die Sache lebendig und versieht die theoretische Arbeit mit einem Touch Praxis.

Es gibt aber auch Mitstudenten, die mögen diese Forumsaufgaben gar nicht, fühlen sich dadurch ziemlich gestresst.

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Hallo

Danke schon mal für dieses spannende Feedback! Es scheint also wichtig zu sein, dass man sich unter der Persönlichkeit und den fachchlichen "Standpunkten" des Tutors etwas vorstellen kann, auch damit man seine eigenen Antworten ein wenig darauf hin ausrichten kann. Verstehe ich das richtig?

Was sind vielleicht noch wichtige Punkte? Wie schnell sollten z.B. die Einsendeaufgaben im Idealfall durch den Tutor/Betreuer bearbeitet werden?

Viele Grüße

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Bei der Bearbeitung der Einsendeaufgaben hängt es ein wenig davon ab, wie wichtig das Feedback für die Weiterarbeit ist. Wir haben z.B. eine Arbeit, die der Projektvorschlag für eine Studie ist. Da die Studie 6 Wochen später starten soll und noch umfassende Vorarbeiten zu erledigen sind, ist es sehr wichtig, dass man innert einer Woche eine Rückmeldung hat, ob man starten kann und was allenfalls noch zu ändern ist.

Schreibe ich aber eine Arbeit als Abschluss eines Kapitels und kann dann den nächsten, nicht direkt aufbauenden Abschnitt angehen, dann darf es auch mal länger dauern.

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Ich denke auch hier gibt es nicht die perfekte Studienbetreuung. Jeder hat andere Vorlieben und es dürfte wohl auch zu einem gewissen Teil vom Fach abhängen. Ich schätze es bspw. wenn sich die Studienbetreuung größtenteils raus hält. Ein Forum in welchem sich die Studenten austauschen können und die Tutoren ggf. Fragen (fachlich und organisatorisch) beantworten ist vollkommen ausreichend. Mehr benötige und möchte ich auch gar nicht.

Zum Thema Einsendeaufgaben: Am Liebsten hätte ich die Lösung bevor ich die EA abschicke (bei mir benötige ich idR keine Mindestpunktzahl für eine Klausurzulassung). Natürlich würde das bei einigen Studenten nach hinten losgehen. Aber wenn ich EAs bearbeite, dann versuche ich sie richtig zu machen. Wenn ich mir meiner Lösung sicher bin, vergleiche ich mit der Musterlösung, wenn ich überhaupt keine Idee habe hole ich mir in der Musterlösung einen Ansatz (so war es bis jetzt bei den Fächern, in denen ich aus irgendwelchen Gründen die Musterlösungen der EAs vor Abgabetermin hatte). Das hat mir bis jetzt sehr zum Verständnis des Lehrtextes geholfen, da ich meine Lösungen sofort überprüfen konnte bzw. mir Anregungen holen kann, wenn das Gelernte noch frisch ist. Bekomme ich zu einer EA nach ein paar Wochen meine Korrektur mitsamt Musterlösung zugeschickt interessiert mich das nicht mehr die Bohne. Ich schaue auf die Punktzahl, denk mir "haste gut/schlecht gemacht" und schaue mir meine EA Lösung nie wieder an. Nach den paar Wochen müsste ich mich komplett neu in die Aufgaben eindenken und dazu habe ich einfach keine Lust/Zeit.

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Ich denke, die perfekte Kursbetreuung ist die, die sich flexibel auf die Wünsche der Teilnehmer einstellt und diese zu Beginn und auch zwischendurch immer wieder erfragt.

Zum Beispiel mögen einige Online-Tutorien (wie von Rumpelstilz oben erwähnt), mich stören solche festen Termine eher, da das Studium dadurch weniger flexibel wird - zumindest wenn solche Termine verpflichtend sind und nur selten angeboten werden.

Einige mögliche Angebote, die zur Auswahl gestellt werden sollten:

- Online-Sprechstunden/Tutorien (alternativ: Skype, Hangout, Telefon, evtl. auch persönlich)

- Regelmäßige Nachfragen des Tutors, ob es Probleme/Fragen gibt, wie man voran kommt etc.

- Schnelle, aber auch ausführliche und individuelle Antworten auf Fragen finde ich sehr wichtig (ein "Schauen Sie mal auf Seite xy" sollte es meiner Meinung nach nur zur Ergänzung/Vertiefung geben, aber nicht an Stelle einer persönlichen Antwort). Ich möchte auf die Beantwortung einer Frage eigentlich nicht länger als ein bis maximal zwei Tage warten.

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Hallo

Danke schon mal für Euer wertvolles Feedback! Im Prinzip entnehme ich diesen Beiträgen: "Jeder Jeck ist anders!". ;) Sprich: jeder Teilnehmer hat da seine eigenen Vorlieben und Wünsche.

Du, Markus, hast angeregt, dass man die Teilnehmer nach ihren Wünschen fragen solle. Bei StefanKs Beitrag kam bei mir so ein wenig die Botschaft an: "Kursbetreuer sollen mich weitestgehend in Ruhe lassen." Ist denn dann eine solche Nachfrage, wie Du, Markus, sie empfiehlst, nicht auch schon wieder zu aufdringlich?

Ich merke auch, dass ich bei meiner eigenen Art, Teilnehmer zu betreuen, auch nicht wirklich aus meiner Haut kann: Ich gehe z.B. recht individuell auf deren Beiträge ein, mache schon mal ein Witzchen (wenn es mir angemessen erscheint) und versuche "zwischen den Zeilen" herauszulesen, wie der jeweilge TN denn gerne angesprochen werden möchte.

Für manche kann das aber auch schon "zu viel des Guten" sein, während andere vielleicht noch persönlicher angesprochen werden möchten.

Kursbetreuer sind halt auch "echte Menschen" (und nicht "Antwortautomaten"), die ein bestimmtes Kommunikationsverhalten an den Tag legen. Das lässt sich sicherlich modifizieren und auf den jeweiligen Teilnehmer anpassen, aber es bleibt eben immer in gewisser Weise auch "typisch" für diese eine Person.

Viele Grüße

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Zum Thema Einsendeaufgaben: Am Liebsten hätte ich die Lösung bevor ich die EA abschicke (bei mir benötige ich idR keine Mindestpunktzahl für eine Klausurzulassung). Natürlich würde das bei einigen Studenten nach hinten losgehen. Aber wenn ich EAs bearbeite, dann versuche ich sie richtig zu machen. Wenn ich mir meiner Lösung sicher bin, vergleiche ich mit der Musterlösung, wenn ich überhaupt keine Idee habe hole ich mir in der Musterlösung einen Ansatz (so war es bis jetzt bei den Fächern, in denen ich aus irgendwelchen Gründen die Musterlösungen der EAs vor Abgabetermin hatte).

Das verstehe ich jetzt nicht ganz: Sowas ist für mich keine Einsendeaufgabe, sondern eine Selbstüberprüfungsaufgabe. Solche gehören meiner Meinung nach zu einem Fernkurs dazu. Man kann sich fragen, ob es extern korrigiert Aufgaben braucht. Bei uns gibt es das z.B. nicht. So liegt aber auch mehr Verantwortung beim Studenten.

Einsendeaufgaben dienen m.E. dazu, dass der Tutor überprüft, ob der Student das Gelernt wirklich so gut verstanden hat, wie er meint.

Liegt die Lösung vor, könnte es z.B. rasch zur Selbsttäuschung kommen: Der Student meint, er hätte die Aufgabe selbständig gelöst, hat sich aber doch zu stark mit der Lösung beschäftigt.

Als Tutor käme ich mir ein bisschen blöd vor, wenn ich Aufgaben korrigieren müsste, von denen die Studenten die Lösung schon haben. Wozu braucht es in diesem Fall noch eine Korrektur?

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Du, Markus, hast angeregt, dass man die Teilnehmer nach ihren Wünschen fragen solle. Bei StefanKs Beitrag kam bei mir so ein wenig die Botschaft an: "Kursbetreuer sollen mich weitestgehend in Ruhe lassen." Ist denn dann eine solche Nachfrage, wie Du, Markus, sie empfiehlst, nicht auch schon wieder zu aufdringlich?

Nein, eine einmalige Nachfrage fände ich nicht zu aufdringlich - schließlich könnt ihr ja nicht "riechen", ob jemand sich zum Beispiel aus Zurückhaltung nie bei euch meldet und froh wäre, wenn ihm Hilfe angeboten würde oder ob er halt wirklich seine Ruhe haben möchte.

Man könnte das ja ganz offen gestalten, so nach der Art "Wir möchten euch gerne individuell so betreuen, wie ihr es euch wünscht." und dann ein paar Ankreuzfelder (zum Beispiel "regelmäßige Nachfragen zum Vorankommen erwünscht", "bevorzugte Kommunikationswege") usw. Und vielleicht noch der Hinweis, dass man diese Präferenz auch jederzeit ändern kann, wenn es einem zu viel oder zu wenig ist bzw. sich die Lernsituation ändert.

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Hallo

Mit Musterlösungen vor der Abgabe der Einsendeuafgabe weiß ich auch nicht allzu viel anzufangen. Obwohl man natürlich sagen muss, dass solche Musterlösungen durchaus dabei helfen können, dass ein Teilenehmer sich nicht verzettelt und weiß, worauf es ankommt.

Solche Musteraufgaben und Musterlösungen kommen ja auch immer mal wieder in Lehrbriefen vor. Allerdings würde ich als Teilnehmer schon erwarten, dass meine Einsendaufgaben etwas anders gestaltet sind als die im Lehrbrief präsentierten Aufgabenbeispiele. Sonst muss man ja wirklich nur noch die Musterlösung abschreiben. Da ist der Lerneffekt ja auch eher niedrig. (Oder habe ich StefanK einfach nur falsch verstanden?)

Ich vermute auch, dass sich die ZFU bei einem solchen Verfahren energisch beschweren würden. ;)

Viele Grüße

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