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DryIce

Eure ehrliche Meinung bitte - durch Fernstudium anderen Beruf ausüben

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Hallo :)

Ich möchte gern Eure Meinung hören. Wie realistisch ist es, durch ein Fernstudium einen völlig anderen Beruf auszuüben?

Kurz etwas zu meiner Person. Ich werde dieses Jahr 32 und bin Kfz-Mechaniker. Ich habe schon länger Interesse an einer beruflichen Veränderung und habe mir schon die ein oder anderen Fernuni angeschaut. Mich würde besonders der IT-Bereich interessieren. Meint ihr, es ist möglich nach einem Fernstudium in einen ganz anderen Beruf zu wechseln? Gibt es hier vielleicht Jemand der diesen Sprung geschafft hat?

Bearbeitet von Markus Jung
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Ich habe den Sprung geschafft (mit ca. 37) von der Friseurmeisterin in die Projektassistenz (als Einstieg nach einem nicht-beendeten Fernstudium 2007).

Jedoch nicht in den Bereich IT.

Es spielen eine Menge und die verschiedensten Faktoren eine Rolle.

Zunächst einmal die Frage, welche Vorstellungen Du denn hast?

Die IT ist ein weites Feld.

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Hi,

mal dir doch mal eine Entscheidungsmatrix auf. Mir hilft das immer sehr beim "Gedanken sortieren und Wege finden".

Dazu malst du ein Quadrat, dass wiederum aus 4 kleineren Quadraten besteht.

1) Unten Links schreibst du die Ausgangssituation rein: KFZ-Mechaniker in der KFZ-Branch (Annahme meinerseits)

2) Oben rechts schreibst du dein Ziel rein: IT-ler in der ???-Branche

Die beiden (noch) freien Kasterl sind zwei grobe Möglichkeiten den Weg zum Ziel zu finden. Indem du nur einen der beiden Faktoren Tätigkeit oder Branche variierst.

3) Unten rechts schreibst du rein: Ich schule zum ITler um und bleibe vorerst in der KFZ-Branche (oder wo immer du gerade bist).

4) Oben links schreibst du rein: Ich bleibe Mechaniker, aber bewerbe mich für einen Job in meiner Wunschbranche.

Das hilft dir vielleicht nicht nur linear zu denken, sondern auch mögliche relevante Zwischenschritte auszubaldowern.

Zu 3) fällt mir gerade mal ein: Es gibt doch auch in der KFZ-Branche IT-lastige Jobs. Ich bin ja so gar kein Auto-Enthusiast, aber das immer mehr IT in den Fahrzeugen steckt, habe ich auch schon mitbekommen. Mit deinem beruflichen Background sollte es dir ein Leichtes sein, zu recherchieren welche Tätigkeitsfelder gibt es hier? Welche Fähigkeiten braucht man dafür? Mechatronik? Programmierkenntnisse? Was gefällt dir davon? Was bringt dich deinem wahren Ziel näher? Oder hast du damit schon ein zufriedenstellendes Zwischenziel erreicht? Bietet dir dein Arbeitgeber die Möglichkeit dich weiterzubilden? Oder vielleicht doch erst den Arbeitgeber wechseln, zu einer weiterbildungsfreudigeren Firma. Naja, nur so Ideen von mir. Du steckst da ja viel besser drin!

Zu 4) fällt mir in deinem Szenario nicht so viel ein. Trifft aber z.B. auf mich zu. Ich bin bei der Tätigkeit geblieben, bin aber in eine IT-lastige Firma gewechselt. Studiere nun Informatik und ziele darauf ab inhouse auf einen IT-Arbeitsplatz zu wechseln. Aber vielleicht fallen dir ja auch noch Möglichkeiten ein, das Pferd so rum aufzusatteln.

Leicht ist so ein Wechsel gewiss nicht. Man verliert ja u.U. sein berufliches Netzwerk und etwaige Branchenkenntnisse werden manchmal eher nutzlos. Ich habe lange abgewägt, aber irgendwann habe ich meinen Frieden gemacht mit dem Gedanken "Ich habe ja nichts zu verlieren" und habe das studieren angefangen. Im schlimmsten Fall habe ich einen Haufen Geld in den Sand gesetzt. Inzwischen schliesse ich gerade das 3. Semester ab. Habe weiterhin viel Spass am Lernen. Und vor allem schon einen viel besseren Durchblick wo ich hin will und welche Fertigkeiten mir dafür noch fehlen, als zum Studienanfang.

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Hallo,

diese Frage kann man auch völlig unabhängig von einem Fernstudium beantworten. Eine berufliche Umorientierung bzw. ein beruflicher Neustart ist möglich. Wichtig hierbei ist, dass man sich selbst realistische Ziele setzt und man sich selbst keinen zu großen Druck auflastet, denn das kann sich negativ auf die Motivation auswirken und somit den Erfolg beeinflussen.

Wichtig ist weiterhin, dass man sich über den potenziellen neuen Beruf und dessen Umfeld genau informiert. Am besten man tauscht sich mit Personen aus, die diesen Beruf bereits ausüben. Auch Praktika können hier erste Einblicke ermöglichen.

Du spezifizierst deinen Wunsch nicht näher, innerhalb der IT gibt es natürlich zahlreiche Berufsbilder und Tätigkeitsfelder. Auch wenn in deinem aktuellen Beruf die IT an Bedeutung gewinnt, handelt es sich dann schon um einen völlig anderen Bereich.

Die IT ist in vielen Bereichen ziemlich theoretisch, komplex und trocken, was dich nicht abschrecken soll. Entscheidend ist, dass du dich ausführlich informierst und ein entsprechendes Interesse hast.

Einige Fernhochschulen, bieten die Möglichkeit eines Probestudiums, wo du schon mal erste Einblicke in den Lehrstoff erhalten kannst.

Viel Erfolg

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Wobei IT'ler jetzt nicht unbedingt Admin ist...

die typischen IT-Positionen, die man nach einem Studium anstrebt, sind etwa im Bereich Software-Entwicklung, im Engineering oder im Bereich Prozess- und Datenanalyse. Das sind natürlich nur Beispiele.

@DryIce: hier mal eine negative Aussage. Nichts gegen die Alles-ist-möglich-Haltung die in so einem Forum natürlich immer irgendwo inhärent gegeben ist. Klar ist es möglich, dass du nach einem IT-Studium einen tollen Job in diesem Bereich bekommst. Es ist aber nicht wahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist eher, dass du entweder stark eingeschränkt in der Unternehmensauswahl (du wirst nur von kleinen Klitschen mit langweiligen Projekten genommen) bist, oder Abstriche beim Gehalt machen musst. Bis du fertig mit dem Studium bist, wirst du vermutlich Ende 30 sein. Dann hast du aber noch keinerlei Erfahrung, die musst du zunächst sammeln (etwa in der Software-Entwicklung). Ohne Erfahrung kommst du aber in diesem Alter wiederrum schwer an den ersten IT-Job. Also wirst du eventuell versuchen, etwas Aussagekräftiges vorzuweisen, z.B. die Beteiligung an einem populären Open Source Projekt. Bis du da etwas auf die Kette kriegst, kannst du nochmal 2-3 Jahre draufrechnen. Und selbst dann konkurierst du mit Leuten die genau so alt sind wie du, aber schon 15 Jahre Erfahrung haben.

Kurz zu mir: ich bin Software-Architect in Forschung und Entwicklung in einem großen Maschinenbau-Unternehmen und begleite auch Einstellungsverfahren von Entwicklern. Meine Aussagen kommen also irgendwo aus der Praxis. Es mag sein, dass ich das alles zu schwarz sehe, aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, dass dein Vorhaben ziemlich daneben gehen kann.

Achja, und hier noch ein ehrliches Statement: Dass du nichtmal beschreibst, um welchen Beruf es dir eigentlich geht, spricht auch für sich. "Ich will IT machen" klingt sehr unreif.

@TomKra: Mir ist jemand, der "Irgendwelche ISO Schichten Systeme auswendig runterlabbert" lieber, als jemand, der glaubt, alles aus der Praxis heraus gelernt zu haben, und dann doch ein total lückenhaftes Verständnis hat. Wenn es im Engineering beispielsweise um den Entwurf sicherer Kommunikationskomponenten geht, ist ein theoretisches Wissen aus der Netzwerktechnik sehr wichtig. Da bringt mir ein Firewall-Konfigurierer nichts. Das zum Thema "interessiert keinen Arbeitgeber". Das kommt natürlich auf den AG an...

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Hi TomKra,

das war jetzt von mir natürlich ein wenig plump dargestellt, ich denke, das weißt du. Mich hat nur gestört, wie die Aussage bei DryIce ankommen könnte, es klang ein wenig so, als wolltest du sagen, dass die Theorie erstmal niemanden interessiert. Daher mein Einwand.

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1. Berufswechsel mit völligem inhaltlichem Neuland sind möglich.

2. Wie gut bzw. wie leicht sie möglich sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Der eine ist das Alter, ein anderer die Anforderungen des Arbeitsmarktes während der Zeit des Abschlusses, ein weiterer die Qualität der Ausbildung.

3. Berufsanfänger haben es immer schwer, selbst dann, wenn ihre Qualifikation "eigentlich" gefragt ist. Gesucht werden nämlich "Young professionals", das sind Leute mit etwa 2 Jahren beruflich relevanter Erfahrung.

4. Es gibt "junge" Branchen. Da hat es ein Anfänger mit Mitte 30 schon nicht ganz leicht.

5. Quereinstiege mittels "Learning by doing" und Selbststudium sind dann vergleichsweise einfach, wenn sich ein Tätigkeitsfeld gerade neu etabliert. In dem Augenblick, in dem systematisch und gut ausgebildete Arbeitnehmer zur Verfügung stehen, verliert das "Learning by doing" ganz schnell an Wert, vor allem, wenn ein Arbeitgeberwechsel ansteht.

So viel in aller Kürze!

Sabine Kanzler

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Ich bestreite ja nicht, dass es Fälle wie den Ihren oder den Ihrer Frau gibt. Und es freut mich sehr, DASS es sie gibt.

Dennoch kann man nicht daraus ableiten, dass es Erfolg versprechend ist, diesen Weg heute einzuschlagen.

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Die besten Chancen sehe ich noch bei dem von Lumi unter "zu 3." genannten Ansatz - versuche deine bisherigen Kenntnisse mit deinen Zielvorstellungen zu verbinden.

Also eher in der KfZ-Branche bleiben und schauen, wo du dort zumindest näher an den technischen bzw. informationsverarbeitenden Bereich ran rücken kann.

Dazu wäre natürlich auch interessant zu erfahren, warum du dich beruflich umorientieren möchtest und was du dir davon versprichst und auch, welche Tätigkeiten du dir denn prinzipiell vorstellen kannst oder wünscht.

Hast du dir auch schon überlegt, welche Anbieter für dich in Frage kommen könnten? Dürfen es zum Beispiel auch private Fernhochschulen mit höheren Gebühren sein, oder denkst du eher an die FernUni Hagen, an der es günstiger ist, das Studium aber wahrscheinlich auch länger dauern wird.

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