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Fernstudium Naturheilkunde Allgemeine Fragen


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Hallo, ich bin 23 und überlege grade in welche berufliche Richtung ich gehen soll. Naturheilkunde find ich im Prinzip perfekt, allerdings ist das ja in Deutschland etwas umständlicher. Studiert jemand von euch diesen Studiengang an der Diploma (Berlin) und kann mir ein paar Fragen (oder auch nur eine) beantworten, dann wäre ich dafür sehr sehr dankbar.

 

1. Wie kommt man mit dem Onlineformat, wenn man nicht so der disziplinierteste Lerner ist und eher praktisch veranlagt ist, zurecht? 

2. Habt ihr online Lerngruppen oder ähnliches um euch gegenseitig zu unterstützen? Oder falls man in der selben Stadt wohnt, sich vielleicht auch zum lernen treffen? Ich habe das Gefühl, wenn ich 3,5 Jahre online studiere, dass ich dann schnell die Motivation und Freude daran verliere, weil auch wenn mich dieses Thema richtig interessiert, habe ich Angst dann allein nicht voranzukommen. 

3. Kann man das Fernstudium dann vielleicht für ein Semester ausprobieren oder ist man durch den Vertrag dann eventuell "verpflichtet" weiterzuzahlen? 

4. Hat man bei diesem Vollzeit Fernstudium im Allgemeinen genügend Zeit um nebenbei zu arbeiten oder ist das dann "zu viel" für jemanden ohne photografisches Gedächtnis oder ähnliches?

 

Falls das hier der falsche Ort war um Fragen zu stellen, entschuldigt bitte. Ein lieber Studienberater hat mir diese Seite genannt.

 

Liebe Grüße,

Flavia

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Hallo :)

Den Studiengang und den Kooperationspartner, weiß nicht ob der nicht aktuell ist, hatte ich mir auch schon angesehen. Bei dem Kooperationspartner war es sogar etwas billiger seinerzeit.

Der Sinn dieses Bachelors hat sich mir nicht erschlossen, zumal man mit diesem Abschluss auch kein Therapeut ist und folglich auch keine Heilversprechen abgegeben und nicht therapeutisch praktizieren darf. Du kannst nur beratend und unterstützend tätig werden. Um therapeutisch tätig werden zu dürfen, musst Du Dich nach dem Heilpraktikergesetz einer Überprüfung Deiner Kenntnisse und Fähigkeiten unterziehen, um die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung zu erlangen.
Für mich klingt der Studiengang nach wie vor nach einer sehr teuren Vorbereitung auf die Heilpraktikerprüfung. Du kannst Dich übrigens, bei guten Vorkenntnissen, auch ohne Lehrgang/Studium zur Heilpraktikerprüfung anmelden.

Was die im Infomaterial angepriesenen beruflichen Chancen angeht, das sehe ich so eher nicht.

Liebe Grüße
Sonja


 

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Wenn Sie, flaviastephanie, an einer Tätigkeit im medizinischen Umfeld interessiert sind, dann würde ich Ihnen eher empfehlen, eine Physiotherapieausbildung zu machen. Damit haben Sie eine realistische Chance auf einen Berufseinstieg und können sich dann in Ihrer weiteren Ausbildung spezialisieren. 

 

Dass jemand mit dem og. Studium einen Arbeitgeber findet, halte ich für schwierig bis unmöglich. Welche Institution sollte das sein? Selbst Heilpraktiker findet man eher als Selbständige als in Anstellungsverhältnissen.

 

Mit diesem Studium erwerben Sie in erster Linie Kenntnisse über Verfahren, die durchaus umstritten sind.

Bearbeitet von KanzlerCoaching
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Liebe @Alanna ,@rothfuchs und  @KanzlerCoaching,

 

ich bin euch allen sehr dankbar für eure Antworten!

Das sind auch meine Zweifel, ob man danach einfach einen Arbeitgeber findet, wenn man dann die Heilpraktiker-Prüfung macht und noch keinerlei Arbeitserfahrung in diesem Feld hat.  

 

Zuerst eine Physiotherapieausbildung zu machen und sich dann weiter zu spezialisieren, finde ich sehr gut und auch realistischer. Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Danke für diesen Anstoß!

 

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Hallo!

Meine Lernpartnerin für die Heilpraktiker-Prüfung und ich haben uns lange überlegt, ob wir uns für diesen Studiengang entscheiden. Unser Fazit:
1. Wenn man das Studium abgeschlossen hat, die Heilpraktiker-Prüfung aber nicht besteht, dann hat man viel Geld für nichts ausgegeben. (Es sei denn, man hat ein anderes Standbein und möchte das Studium nur zur Ergänzung machen.) Sicher kann man auch in den von der Diploma genannten Bereichen unterkommen, nach unserer Einschätzung des Arbeitsmarkts ist das aber eine ziemliche Glückssache und mit einem Heilberuf (den die meisten mit Interesse in diesen Bereichen anstreben) hat das dann auch nichts mehr zu tun.

2. Die Heilpraktiker-Prüfung wird abhängig vom Wohnort abgelegt. Die entsprechenden Ämter haben sehr unterschiedliche Ansprüche und Schwerpunkte, vor allem in der mündlichen Prüfung. Die Diploma kann unmöglich exakt passend zu allen Gesundheitsämtern in Deutschland vorbereiten.

3. Wenn man "zur Sicherheit" die Heilpraktiker-Prüfung vorher macht, ist der Großteil des Studiums Wiederholung. Dann hat man einen "Bachelor", den man sich in die Praxis hängen kann, aber dadurch kommen auch nicht unbedingt mehr Patienten.

4. Nach der Heilpraktiker-Prüfung muss man ohnehin zunächst Therapieverfahren erlernen. Die Wahlmodule werden nicht ausreichen, um hiervon ausreichend Kenntnisse zu erwerben, um diese Verfahren auch anwenden zu können.

Wir haben uns beide gegen das Studium an der Diploma entschieden.

Aktuell reizt uns das Fernstudium Naturheilkunde an der HS Anhalt. Dafür muss man aber bereits Heilpraktiker sein oder eine andere medizinische Ausbildung haben. Mit Sicherheit ist da auch viel an Schulmedizin Wiederholung, wir haben aber den Eindruck, dass hier auch ganz andere Schwerpunkte gelegt werden wie an der Diploma (Behandlung von Kindern, Ernährung, Pharmakologie, Psychologie und ganz wichtig Grenzen und wissenschaftliche Einordnung naturkundlicher Heilmethoden). Auch die Wahlmodule zielen eher auf wissenschaftlich relevante naturkundliche Methoden ab (TCM, Ernährungstherapie, Psychologische Gesprächsführung, Pflanzenheilkunde, Massagen...). Wir wissen beide noch nicht, ob wir das dann wirklich machen (aktuell sind wir noch am Heilpraktiker dran), aber immerhin sehen wir hier deutlich mehr Sinn wie im Studiengang der Diploma.

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Hallo @Azurit

 

Danke für die ausführliche Begründung. Ich kann eure Zweifel sehr gut nachvollziehen und das hilft mir sehr weiter.

Machen du und deine Lebenspartnerin den Heilpraktiker ohne medizinische Vorbildung und plant danach als Heilpraktiker zu arbeiten oder wie genau?

Den Studiengang Naturheilkunde an der HS Anhalt wäre vielleicht etwas für mich nach einer Physiotherapieausbildung. Ich behalte das im Hinterkopf, danke!

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