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Nach dem Elektrotechniker zum Informatiker?

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Hallo

Bin 27 Jahre alt und mache im Moment mein Fernstudium zum Techniker Fachrichtung Elektrotechnik, Schwerpunkt Datenverarbeitung.

Nach dem Techniker will ich auf jeden Fall weiter machen. Da die privaten Studienanbieter einfach zu teuer sind (technische Informatik an der WBH), bin ich auf die Fernuni Hagen aufmerksam geworden.

Dieser bietet den Studiengang Bachelor Informatik in Teilzeit an.

Da Hagen viele Module anbietet, könnte ich mich gezielt in die technische Richtung bilden.

Nachrichten- und Regelungstechnik, Software Engineering, Computersysteme etc.

Würde gerne Richtung hardwarenahe Programmierung, Embedded Systems usw. arbeiten.

Da ich beruflich tätig bin, reizt mich die theoretische Ausrichtung des Studiengangs. Ob es mir liegt oder nicht, sei erstmal dahingestellt.

Aufgrund der niedrigen Kosten habe ich mir vorgenommen es einfach zu probieren.

Ist Elektrotechnik + Informatik eine logische Kombination und auf dem Arbeitsmarkt gefragt?

Kann ich vorerst ein Akademiestudium anfangen und danach die belegten Module bei der Einschreibung anrechnen lassen?

Ist ein Informatikstudium schwerer als z.B. ein Ingenieurstudium in Elektrotechnik?

Wie schwer ist Hagen wirklich?

Vielen Dank im voraus

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Kann ich vorerst ein Akademiestudium anfangen und danach die belegten Module bei der Einschreibung anrechnen lassen?

Ist ein Informatikstudium schwerer als z.B. ein Ingenieurstudium in Elektrotechnik?

Wie schwer ist Hagen wirklich?

Ja, man kann sich Kurse aus dem Akademiestudium anrechnen lassen. Wobei es meines Wissens nach günstiger ist, sich direkt als Teilzeitstudent einschreiben zu lassen.

Was schwerer ist, hängt immer von den eigenen Vorlieben und Fähigkeiten ab. Ich persönlich fand VWL immer schwieriger als BWL, trotzdem hat mir mein VWL-Studium mehr Spaß gemacht. Da musst Du wirklich nur auf Dich hören.

Hagen ist eine staatliche Universität und verschenkt nichts. Die meisten anderen Anbieter von Fernstudien sind private Fachhochschulen. Man kann sie deshalb auch inhaltlich nicht direkt vergleichen.

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Beim Bachelor Informatik musst du allerdings mit dem Akademiestudium aufpassen. Du kannst später nur diejenigen Kurse anrechnen lassen, für die du im normalem Studium einen Leistungsnachweis erhälst ( Math. Grundlagen, OO-Programmierung,...). Wenn der Kurs mit einer Prüfungsleistung abschließt (Computersysteme, kompletter Wahlpflicht-Bereich,...), musst du die jeweilige Prüfung ggf. als Prüfungsleistung wiederholen. Außerdem kannst du keine Praktika und Seminare belegen.

Wenn du in die "technische" Richtung willst, findest du in Hagen viele Module die in diese Richtung gehen (Computersysteme, Regelungstechnik, Nachrichtentechnik, Anwendungsorientierte Mikroprozessoren, Fachpraktikum Eingebettete Systeme). Mit den Modulen aus B6 konnte man sich früher z.B. auch in den ausgelaufenen Master Elektro- und Informationstechnik direkt einschreiben.

Das Nebenfach kannst du außerdem auch durch Mathematik ersetzen, wobei die Regeln bereits ein wenig aufgeweicht worden sind, so dass man auch in WiWi jetzt ein Mathemodul hinzunehmen kann.

Ist Elektrotechnik + Informatik eine logische Kombination und auf dem Arbeitsmarkt gefragt?

Ich denke schon, vor allem im Embedded-Bereich. Mir begegnen auf diversen Seiten immer wieder Stellenanzeigen, die Entwickler für diesen Bereich suchen. Ich denke dein Techniker wäre dort auch ein zusätzlicher Pluspunkt.

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In Hagen kostet der Weg über Akademiestudium etwas mehr. Aber soviel Zeitdruck wie an FHs hast du dort nicht. Sicher ist die Fernuni abstrakter, was viele als schwerer bezeichnen. Auch bauen einige Module aufeinander auf. Daher achte darauf bei der Belegung.

Bezüglich Programmierung beginnt bald ein MOOC über Java. Da kannst du natürlich auch mitmachen.

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Moin,

Würde gerne Richtung hardwarenahe Programmierung, Embedded Systems usw. arbeiten.

Da ich beruflich tätig bin, reizt mich die theoretische Ausrichtung des Studiengangs. Ob es mir liegt oder nicht, sei erstmal dahingestellt.

Aufgrund der niedrigen Kosten habe ich mir vorgenommen es einfach zu probieren.

Ist Elektrotechnik + Informatik eine logische Kombination und auf dem Arbeitsmarkt gefragt?

Ja, nach meiner Beobachtung durchaus. Ich habe (im Präsenzstudium) Technische Informatik studiert, was an dieser FH je 50% Elektrotechnik und Informatik bedeutet. (Ich selbst bin inzwischen in anderer Richtung tätig. Systems Engineering, IT-Architektur. Das war aber ein Stück weit Zufall.) Viele Kommilitonen haben sich beruflich eben in genau diese Richtung entwickelt - Embedded Systems und fast alles, was sonst noch "hardwarenah" ist, wie beispielsweise Planung von Rechenzentren oder LAN-/WAN-Netzen. Letzteres vermischt sich mit den Aufgaben Nachrichtentechnikern, aber für beide bleibt genug über. ;-) Bei Interesse kannst du auch noch in viele andere Richtungen gehen - Gebäudeautomation wird jedes Jahr mehr nachgefragt, aber auch "Smart Metering" oder alles rund um "Industrie 4.0". Du hast in jedem Fall einen großen Vorteil, wenn du schon ein gutes Verständnis für Elektro und Hardware aufgebaut hast, weil dir das in den meisten Gebieten der IT irgendwann zugute kommt.

Um noch konkretere Tips zu geben, wäre es hilfreich zu wissen in was für Branchen/Industrien/Fachrichtungen du bisher gearbeitet hast und wohin du dich entwickeln möchtest. Schon im Embedded Umfeld liegen ja Welten zwischen Apps für Fernseher entwickeln und Software zur Steuerung von KFZ-Elektronik.

Die Richtung hängt eben auch ein gutes Stück von deinen Interessen ab. Wichtig ist, das du dich nicht ausschließlich von Verdienst- und Job-Chancen leiten lässt. Wenn du etwas findest das dir Spaß macht, fällt das Durchhalten leichter und die Bereitschaft zur ständigen Fortbildung ist viel eher da.

Ist ein Informatikstudium schwerer als z.B. ein Ingenieurstudium in Elektrotechnik?

Ist Physik schwerer oder leichter als Chemie? Mit solchen Fragen sind schon ganze Flamewars entstanden. :-)) Während meines Studiums habe ich durch die Mitarbeit in der Selbstverwaltung der FH die Überarbeitung eines "reinen" Inf-Studiums begleitet. Es ist nicht schwerer oder leichter, sondern anders. ET-Ings benötigen zum Beispiel solide Physik-Kenntnisse, andere Mathematische Methoden oder Kenntnisse über Entwurfstechniken für Hardware. Die Informatiker sitzen in der Zeit eben in Vorlesungen zu mehr/anderer Mathematik oder Compilerbau. Ob das schwerer oder leichter ist, kann man gar nicht objektiv sagen.

Wie schwer ist Hagen wirklich?

Es ist ein Fernstudium - an einer (Fern-)Uni. Punkt. ;-) Einige Kollegen haben dort BWL, Inf oder WI studiert. Wenn einem Theorie sehr schwer fällt, wird man dort wahrscheinlich nicht glücklich. Wenn man eigenständig lernen kann, ist das eine gute und preisgünstige Möglichkeit. Wobei hier schon ein paar Mal zu lesen war, das die deutlich erhöhte Anzahl an Studenten in Hagen die Betreuungsqualität nicht gerade fördert. Dazu müssten andere hier was sagen - aktuell studiert niemand aus meinem Umfeld dort.

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Hagen ist eine staatliche Universität und verschenkt nichts. Die meisten anderen Anbieter von Fernstudien sind private Fachhochschulen. Man kann sie deshalb auch inhaltlich nicht direkt vergleichen.

Also bei privaten Anbietern wird einem also alles geschenkt ? ;-) Soso

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Also bei privaten Anbietern wird einem also alles geschenkt ? ;-) Soso

Die privaten unterstützen dich mehr und haben bessere Studienunterlagen. An der Fernuni mußt du dich selbst organisieren. Sowas fällt nicht allen leicht.

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Vielen Dank schonmal für die zahlreichen Beiträge.

Ich interessiere mich für die Hardwarenahe Programmierung, habe die letzten 10 Jahre auch in dieser Richtung gearbeitet, leider habe ich nicht selber programmiert sondern lediglich die Hardware dafür konzipiert.

Es fasziniert mich einfach selbstständig ein komplettes System auf die Beine zu stellen zu können.

Mir gefällt es abstrakt zu denken, sich Gedanken um den Entwurf zu machen und alles im Kopf durchzuspielen.

Momentan arbeite ich im Schaltschrankbau, das ist eben nur reine Fertigung und das ist mir zu oberflächlich.

Ob sich während/nach dem Studium etwas anderes ergibt kann ich nicht sagen. Aber ich bin für alles offen.

Zum Thema Akademiestudium habe ich mir folgendes gedacht:

Da sich mit meinem Techniker paar Module von Hagen leicht überschneiden (Mikrocomputertechnik, Datenkommunikation, Softwareentwicklung, Mathematik) wollte ich schon jetzt "vorarbeiten" um mir später bei der Einschreibung die Module anrechnen zu lassen.

Natürlich könnte ich mich direkt einschreiben, leider falle ich unter der Rubrik berufsqualifizierender Studierender und müsste somit auf Probe studieren. (Korrigiert mich falls ich falsch liege)

Daher ist dieses Vorhaben an bestimmte voraussetzungen geknüpft. Ich muss bestimmte anzahl an credit point in einer vorgegebenen Zeit erlangen. Somit ist das recht unflexibel für mich und mit meinem momentanen Fernstudium nicht vereinbar.

Was denkt ihr?

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Die privaten unterstützen dich mehr und haben bessere Studienunterlagen. An der Fernuni mußt du dich selbst organisieren.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich mich eigentlich gut betreut fühle, wenn man die Anzahl der Studenten pro Kurs bedenkt. Vor allem im Grundstudium gibt es sehr viele Studientage, Mentoriate und Hilfestellungen. Auch wenn manche Kurstexte sehr Abstrakt und kurz gehalten sind (z.B. 1141) gibt es viele Hilfestellungen. Wenn man die Betreuer anschreibt bekommt man auch recht schnell eine Antwort. Ich kann jedenfalls nicht großartig meckern, bisher habe ich alles selbst organisiert bekommen, auch wenn die Verwaltung manchmal etwas langsam ist.

Und wenn man nichts besonderes hat, beschränkt sich die Selbstorganisation auf Rückmeldung (1-Klick), Kursbuchung und Prüfungs- Terminanmeldung. Ich bezweifel, dass einem eine Private Uni sowas hinterherträgt...

Bei den Privaten gibt es allerdings oft mehr Termine für Prüfungen. Studienunterlagen bewertet denke ich jeder anders, aber es gibt meiner Meinung nach auch bei der Fernuni Perlen (Sicherheit im Internet I A+B, Management von Softwareprojekten, Softwaresysteme...)

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Da sich mit meinem Techniker paar Module von Hagen leicht überschneiden (Mikrocomputertechnik, Datenkommunikation, Softwareentwicklung, Mathematik) wollte ich schon jetzt "vorarbeiten" um mir später bei der Einschreibung die Module anrechnen zu lassen.

Natürlich könnte ich mich direkt einschreiben, leider falle ich unter der Rubrik berufsqualifizierender Studierender und müsste somit auf Probe studieren. (Korrigiert mich falls ich falsch liege)

Daher ist dieses Vorhaben an bestimmte voraussetzungen geknüpft. Ich muss bestimmte anzahl an credit point in einer vorgegebenen Zeit erlangen. Somit ist das recht unflexibel für mich und mit meinem momentanen Fernstudium nicht vereinbar.

Wie schon geschrieben, musst du fürs Anrechnen darauf achten, dass du bei den Kursen keine Prüfungsleistung erbringen musst (im Modulhandbuch sind das die Kurse, die für die Endnote zählen). Bei Mathematik und den grundlegenden Programmierkursen wird es aber funktionieren. Sobald du deinen Techniker hast, müsstest du dich auch ohne Auflagen einschreiben können. Ansonsten hast du für 80 ECTS 8 Semester Zeit (und es zählt jeder Kurs im Studiengang).

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