manni9

Konzentration beim Lernen

17 Beiträge in diesem Thema

Wie schafft ihr es, euch beim lernen auf den Stoff zu konzentrieren?

 

Bei mir ist es derzeit so, dass ich Vollzeit in einem Büro arbeite und manchmal auch Überstunden anhänge.

Im Beruf bin ich entweder am PC oder in Meetings, mein Kopf ist somit immer eingespannt und ich muss immer konzentriert bei der Sache sein da einige Themen für mich Neuland sind und ich mich da einlesen bzw. einlernen muss.

 

Am Abend ist es dann so, dass mein Kopf etwas müde ist. Ich versuche dann mich eine Stunde entweder beim kochen oder auf dem Sofa zu entspannen. Wenn schönes Wetter ist, geh ich auch eine Runde laufen.

 

Danach sollte ich am Lernen sitzen und den Stoff aufarbeiten. Nach einem strengen Arbeitstag bin ich aber so müde, dass ich mich nicht gut konzentrieren kann bzw. ich den Stoff nicht leicht aufnehmen kann.

 

Wie geht ihr mit dieser Doppelbelastung um bzw. wie könnt ihr erfolgreich die Arbeit und das Studium trennen und jeweils bei beiden das Maximum geben?

Habt ihr Tipps, wie man neuen Lernstoff gut aufnehmen kann bzw. die eigene Konzentration erhöhen kann?

Bearbeitet von Markus Jung
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Es ist echt schwer. Ich muss mich auch immer motivieren und disziplinieren.

Ich nehme mir vor unter der Woche (wenn es klappt) 1 Stunde für das Studium zu opfern. Das klappt am besten, wenn ich direkt vom Sport komme, dann ist der Kopf frei.

Wenn ich vorher auf dem Sofa liege, kann ich mich gar nicht mehr aufraffen ......


An guten Tagen gewinnt man und an schlechten verliert man nicht.....

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Ich habe aktuell den Luxus mich überwiegend auf das Studium konzentrieren zu können -- was jedoch nicht heißt, dass es nicht auch ähnliche Probleme gibt.

 

Es gab allerdings auch Zeiten in denen ich Vollzeit gearbeitet habe, gependelt bin (pro Strecke bis zu 1,5 Stunden) und 12 Stunden Dienste hatte. Und der Job hat eine sehr hohe Konzentration abverlangt. In den Zeiten habe ich meist immer ein zweites Modul gehabt, was etwas leichter und lockerer war und so mir das Gefühl gegeben hat dennoch vorwärts zu kommen. Ich habe viel mit Randnotizen und einem bestimmten Markiersystem gearbeitet. Ich war vielleicht nicht so schnell wie sonst, konnte aber dennoch Sachen aufnehmen. 

 

Heute ist es so, dass ich es ein wenige im Tabatha (aus dem Sport) Stil mache. Ich gebe für einen Zeitraum X Maximalleistung, erhole mich für Zeitraum X und gebe für Zeitraum X Maximalleistung. Es hat sich für mich als sehr effektiv erwiesen in den letzten Wochen, was meine Fähigkeit angeht Stoff aufzunehmen. Ich nutze aber auch einen Methodenmix. Von reinem Lesen, über Anwendungsbeispiele im Kopf oder auch einmal der Überlegung, wo ich bestimmte Erfahrungswerte, die ich bisher machen konnte in die Theorien einbinden kann. Alles in allem versuche ich auch den trockensten Stoff (davon habe ich zwar  nicht mehr viel) irgendwie lebendig zu machen. Und noch etwas, ich habe aufgehört mir immer wieder zu sagen ich MUSS jetzt dass und das schaffen, ich gebe nicht mein bestes, andere können das doch auch usw. Also Krafträuber, die das Problem fixieren habe ich verbannt und versuche viel über Empowerment und Selbstfürsorge. 

 

Es ist zwar aus der Psychologie von M. Linehan und nicht im eigentlichen Sinne irgendein besonderer Lerntrick. Aber ich habe geschaut, das ich das ABC Gesund in meine Wochenstruktur einbinde. Es steht für:

A= angenehme Aktivitäten/ angenehme Gefühle sammeln  (was machst du also außer dem Studium und Arbeit, was dir gut tut und dir Ressourcen für Stressphasen und einen Ausgleich liefert

B= bauen von Verantwortung (das ist z.B. der Arbeitsbereich, oder auch deine Aufgabe für Familie etc.)

C= Chaos durch Planung vermeiden (auch wenn sich nicht das ganze Leben planen lässt, hilft ein fester Lernplan mit Häppchen doch sehr)

 

G= Gymnastik/ Sport und Bewegung (ich habe gemerkt, dass das zusätzlich dabei unterstützt, die Leistungsfähigkeit wieder herzustellen, aber eben auch, um abzuschalten und sozusagen das Akku aufzutanken)

E= Essen und Trinken (klingt banal, aber zumindest bei mir war und ist es so, dass ich dazu neige, wenn ich viel Arbeite oder eben auch lerne, genau das zu vergessen. Ausreichend Flüssigkeit und "gute" Energie ist jedoch die Basis, um überhaupt effektiv lernen zu können. Das Gehirn braucht Glucose und davon nicht gerade wenig)

S= Schlaf (auch das klingt vielleicht banal. Aber um so weniger Schlaf, um so mehr läuft unser Körper irgendwann auf Reserve. Ich mache Pausen, wie ich sie brauche und lerne nie über das Müdigkeitsgefühl hinweg, sondern nehme es ernst. Tags springe ich dann schon mal zu "G" um wieder fit zu werden oder "E", abends wird dann aber zugeklappt und der Abend ausklingen gelassen).

UN= Untersuchungen (das auch das beste Studium bzw. die beste Lerntechnik nicht funktioniert, wenn man auf seine Gesundheit nicht achtet und Krankheitssyptome bzw. Erkrankungen nicht ernst nimmt erklärt sich von selbst. Diesen Punk habe ich für mich dahingehend abgewandelt, dass ich wenn ich krank bin, krank bin. Wäre ich an einer Präsenzuni würde ich vermutlich auch nicht hingehen und den Stoff reinprügeln oder gar eine Klausur schreiben, vor allem, wenn die Hochschule regelmäßige Termine anbietet)

D=Drogen und Alkohol vermeiden (so heißt es in dem Konzept von Linehan. Wie das jeder auch sich selber anwendet muss er selber wissen. Aber ich denke eine Leistungssteigerung und erhöhte Aufmerksamkeit wird man nicht bekommen. Dann lieber zu "A" springen und den Abend bei einem netten Glas Wein oder kühlen Blonden ausklingen lassen).

 

Das ist meine Strategie für ein erfolgreiches Lernen, so bizarr sie vielleicht klingt

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Studierende Bachelor of Arts Präventions- und Gesundheitsmanagement  - APOLLON

"Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt." (Gotthold Ephraim Lessing)

 

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vor 3 Stunden, Sternle13 schrieb:

Ich nehme mir vor unter der Woche (wenn es klappt) 1 Stunde für das Studium zu opfern.

 

Eine Stunde am Tag oder pro Woche?

 

vor 3 Stunden, polli_on_the_go schrieb:

Es ist zwar aus der Psychologie von M. Linehan und nicht im eigentlichen Sinne irgendein besonderer Lerntrick. Aber ich habe geschaut, das ich das ABC Gesund in meine Wochenstruktur einbinde. Es steht für:

 

Immer wieder spannend, wie "sog. Fachleute" mit Selbstverständlichkeiten Ihren Lebensunterhalt verdienen...

 

Zum Thema Konzentration fällt mir u.a. ein, den Zuckerkonsum deutlich einzuschränken, was auf längere Sicht z.T. erhebliche positive Auswirkungen hat. Ferner hilft es, wenn man sich eine Lern-Ecke/Lern-Bereich einrichtet, welcher entsprechend ausgestattet ist und wo natürlich keine unerledigten Aufgaben offen herumliegen sollten. Das hilft zumindest zu fokussieren. 

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Staatlich anerkannter Erzieher | Sozialmanagement (berufsbegleitendes Seminar) | Staatlich geprüfter Betriebswirt (AWS | BSW) | Fachwirt Facility Management (GEFMA) 

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vor 37 Minuten, SirAdrianFish schrieb:

keine unerledigten Aufgaben offen herumliegen sollten

Habe in meinem Arbeitszimmer auch prinzipiell einen leeren Schreibtisch. So kann ich mich dann auf das, was tatsächlich anliegt, konzentrieren. Abgesehen davon, dass ein eigener Raum natürlich enorm hilft, sich zum Lernen & Arbeiten zurück zu ziehen. Aber: Wenn ich keine Lust habe, zu Lernen, dann hilft alles nichts, dann lasse ich es auch bleiben - bis ich Lust hab.

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vor 59 Minuten, SirAdrianFish schrieb:

 

Eine Stunde am Tag oder pro Woche?

 

 

 

Ups da war mein Kopf mal wieder schneller als meine Hände auf der Tastatur :) 

 

eine Stunde pro Tag unter der Woche und Samstag dann mehr ;)


An guten Tagen gewinnt man und an schlechten verliert man nicht.....

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vor 19 Stunden, SirAdrianFish schrieb:

 

Immer wieder spannend, wie "sog. Fachleute" mit Selbstverständlichkeiten Ihren Lebensunterhalt verdienen...

 

Das trifft an dieser Stelle nicht zu und ist auch mehr als unangemessen. Das ist Teil der DBT (Dialektisch Behaviorale Therapie) einem Gesamtkonzept in Modulbasis mit einer Therapiedauer von 12 Wochen und anschließend lebenslangem Lernen, die bei Störungen der Emotionsregulation und posttraumatischen Belastungsstörungen erfolgreich eingesetzt wird.

Ich habe es mir daraus für mein Studium zweckentfremdet. Hier aber zu unterstellen Lebensunterhalt damit zu verdienen ist etwas unpassend - war auch nicht Linehans Intention (und da reagiere ich etwas empfindlich ;) ). Außerdem ist es auch nicht von "sog. Fachleuten" sondern empirisch von einer Fachperson im Rahmen des Konzeptes aufgearbeitet und Praxiserbrobt. Mittlerweile hat Sie eine Professur an der University of Washington im Fachbereich Psychologie (mehr zu Wer ist Marsha Linehan).  Also vielleicht erst einmal prüfen, bevor man etwas so abstempelt.

 

Es gibt einfach Menschen, denen zwar im einzelnen diese Selbstverständlichkeiten bewusst sind, die aber warum auch immer hier und da diese nicht nutzen und sich fragen, warum bin ich nicht leistungsfähig, was kann ich machen, um meine Konzentration zu steigern, wie schaffe ich es, dass meine Resilenz steigt, ohne dass sie diese Einzelelemente in Bezug gesetzt haben. Das in einer Form, die man sich gut merken kann zusammenzufassen ist ja kein Hexenwerk und Erprobtes auf ein anderes Feld anzuwenden nicht verwerflich.

Bearbeitet von Markus Jung
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Studierende Bachelor of Arts Präventions- und Gesundheitsmanagement  - APOLLON

"Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt." (Gotthold Ephraim Lessing)

 

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vor 53 Minuten, polli_on_the_go schrieb:

Hier aber zu unterstellen Lebensunterhalt damit zu verdienen ist etwas unpassend - war auch nicht Linehans Intention

 

Na ja, aus reiner Lust und Liebe wird die Dame ein solches Konzept nicht entwickelt und unter die Leute gebracht haben. Ich verurteile auch nicht, dass sie damit Geld verdient, sondern habe lediglich festgestellt, womit sie u.a. ihren Lebensunterhalt verdient.


Staatlich anerkannter Erzieher | Sozialmanagement (berufsbegleitendes Seminar) | Staatlich geprüfter Betriebswirt (AWS | BSW) | Fachwirt Facility Management (GEFMA) 

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Prof. Linehan ist selbst psychisch krank (Borderline). DBT ist für die Behandlung von Borderline entwickelt worden. Also ein persönliches Interesse. DBT genießt auch einen guten Ruf.

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Oja kenne ich leider auch.

 

Mir geht es auch oft so, dass ich zwar motiviert wäre, aber mit trotzdem irgendwie nichts merken kann.

Ich lese 2-3 Seiten durch und weiß danach fast nicht mehr was der Inhalt war.

Aber meistens passiert das bei sehr "trockenen" Fächern :-)

 

Am besten geht es eigentlich am Wochenende.

 

 

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