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Fernabitur ILS mit einer Eins vor dem Komma


Schweigefuchs
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Guten Abend liebe Community,

 

ich habe mich bereits etwas umgeschaut und vor allem den Blog eines Users mit großem Interesse gelesen. Danke an dieser Stelle für die tolle Möglichkeit!

 

Nun zu meinem Anliegen. Wie ihr bereits dem Titel entnehmen könnt, möchte ich mein Abitur möglichst mit 14 Punkten ablegen.

Die Dauer habe ich zum jetzigen Standpunkt mit den vorgesehenen 36 Monaten veranschlagt. Der zeitliche Faktor ist für mich jedoch weniger entscheidend als die Abschlussnote.

 

Nun hätte ich gerne ein paar Tipps, wie ich dieses Ziel am Besten erreichen kann.

 

Seit der Entschluss gefasst wurde, das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg zu erwerben, habe ich natürlich einige Vorbereitungen getroffen.

 

Dazu zählen unter anderem:

-Schulstoff der Realschule (in den für mich wichtigen)* Fächern wiederholt und anwendungssicher erlernt.

 

-Spanisch Lektionen über Babbel und Duolingo, da dies meine zweite Fremdsprache wird.

 

-Lernen gelernt. Soll heißen, Auseinandersetzung mit verschiedenen Lernmethoden. Dabei hat sich schnell herauskristallisiert, was für mich am besten funktioniert.

 

-Arbeitsbereich eingerichtet und Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld zugesichert bekommen.

 

Zu meinem Hintergrund:

Ich habe vor mehr als fünf Jahren eine mittelmäßige Fachhochschulreife mit einem Schnitt von 2,6 abgelegt. Da ich damals eine sehr eigenartige Prioritätensetzung hatte, kann ich mit diesem Abitur aber überhaupt nichts anfangen. Ich bin damals nicht aufgrund von Neigung oder Begabung in dieses Fachabitur geraten, sondern meiner Freunde wegen. Ich war ein sehr unsicherer Teenager und die soziale Sicherheit war für mich unerlässlich, was ich heute sehr bereue. Denn nun kostet mich die Vergangenheit Zeit und Geld.

 

Genug der Nebensächlichkeiten.

 

Nach dem Abitur ist es mein Wunsch Politikwissenschaft zu studieren. Dementsprechend wäre ein 1,x Abitur für meinen eigenen Anspruch wichtig und sicher auch ein positiver Wegbereiter für alles Folgende.

 

Nun ergibt sich aus meinem Studienwunsch eine logische Konsequenz: PGW als zweites Fach mit erhöhtem Anforderungsniveau. Bereits im Fachabitur zählte Politik und Gesellschaftslehre zu meinen Stärken, daher bin ich davon überzeugt, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

 

Andere Fächer, namentlich erwähnt Chemie und Physik wünschte ich schnellstmöglich abzuwählen. Zum einen entsprechen sie nicht meinen Stärken, zum anderen kann ich andere Fächer mit meinem Studienwunsch wesentlich besser vereinen.

 

Bei einem Telefonat mit der Fernschule legte man mir nah, Chemie und Physik dennoch zu bearbeiten und nicht von vornherein auszuschließen.

 

Kann mir jemand, der aktiv das Abitur nachholt verraten, wann der frühestmögliche Zeitpunkt ist ein Fach abzuwählen? Und wie sieht es mit den Studienheften bis dahin aus - besteht eine Einsendepflicht?

 

Für weitere Tipps und Erfahrungen möchte ich mich bereits jetzt bedanken.

 

Liebe Grüße,

 

Schweigefuchs

 

 

 

 

Bearbeitet von Schweigefuchs
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Zum Thema "Abi mit 1" habe ich vor einiger Zeit ein FAQ-Video erstellt - füge ich unten ein. 

 

Konkret bei Dir: Gibt es für das Politikwissenschaft-Studium konkret einen NC von 1,x? Es ist ja okay, wenn Du diesen Schnitt anstrebst, aber egal wie engagiert Du bist gibt es keine Garantie, dass Du dieses Ziel erreichen wirst (wie im Präsenzabitur auch nicht) und es wäre gut, wenn Du einen Plan B hast.

 

 

 

 

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vor 1 Minute schrieb Markus Jung:

Zum Thema "Abi mit 1" habe ich vor einiger Zeit ein FAQ-Video erstellt - füge ich unten ein. 

 

Konkret bei Dir: Gibt es für das Politikwissenschaft-Studium konkret einen NC von 1,x? Es ist ja okay, wenn Du diesen Schnitt anstrebst, aber egal wie engagiert Du bist gibt es keine Garantie, dass Du dieses Ziel erreichen wirst (wie im Präsenzabitur auch nicht) und es wäre gut, wenn Du einen Plan B hast.

 

 

 

 

Hallo, 

dein Video habe ich bereits entdeckt und mit großer Spannung angesehen. Ich finde, dass du sehr realistisch und differenziert mit dieser Frage umgehst.

 

Es gibt keinen speziellen NC für Politikwissenschaft in meinem Bundesland. Die meisten befragten Studenten liegen hier bei 2,1-2,6. Der Durchschnitt eines anderen Bundeslandes bei 1,6. Allgemein wird ein 1,x empfohlen.

 

Es wäre, wie gesagt, mehr der eigene Anspruch der mich treibt und die Hoffnung, mit einem exzellenten Abitur später mehr "offene Türen" zu haben.

 

Das immer auch Glück dazu gehört, ist mir klar. Ich möchte jedoch alles, was ich kontrollieren kann bestmöglich beherrschen.

 

Danke für deine Antwort!

 

Liebe Grüße,

 

Schweigefuchs

 

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vor 10 Minuten schrieb Sternenseglerin:

Ich glaube, dass sich nach dem Studium keiner mehr dafür interessieren wird, wie exzellent dein Abi war. Da zählen Noten aus Studium und andere Erfahrungen.

Liebe Sternenseglerin,

 

Du hast natürlich recht. Später zählt es nicht mehr so viel - und dennoch; der eigene Anspruch bleibt.

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Noch ein anderer Gedanke/Frage: Wirst Du Dich in Vollzeit auf das Abi vorbereiten? Und was hast Du die letzten fünf Jahre gemacht, auch beruflich? Vielleicht tut es Dir gut für Deinen späteren Weg, wenn Du bereits jetzt aktiv wirst zu Themen, in denen Du später tätig sein möchtest, und wenn es nur in Teilzeit oder mit ehrenamtlichen Aktivitäten ist?

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Liebe @Vica, danke für deine vielen Eingebungen! 😊 

Ich freue mich schon sehr auf den Weg zum Abitur, auch wenn es sich vielleicht nicht so liest. Mein Gedanke war eher, bereits jetzt eine gewisse Grundlage zu schaffen, damit ich später mehr Zeit in die Fächer investieren kann, die mir zumindest früher potentiell schwer gefallen sind.

 

Außerdem wollte ich schauen, ob ich im Vorfeld kontinuierlich und eigenständig lernen kann. Nun klappt das schon seit einiger Zeit sehr gut und damit sehe ich dem Modell des Fernlernens grundsätzlich positiv entgegen.

 

Zum Thema Druck... Das ist so eine Sache. Ich mache ihn mir aufgrund meiner (schulischen + beruflich) Laufbahn zum einen selbst. Zum anderen kommt auch ein gewisser, "scherzhafter" Druck vom Partner und Freunden, die mich bei diesem Projekt erheblich unterstützen wollen und werden.

"Wenn es kein Einser-Abitur wird, brauchst du gar nicht anzufangen." Sie sagen es scherzhaft und voller Empathie, aber in jedem Witz steckt auch ein Fünkchen Wahrheit, nicht? 

Unterschwellig erwarten sie, was ich selbst von mir erwarte. Aktuell empfinde ich es aber nicht als Belastung, sondern als Motivation. :)

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vor 4 Stunden schrieb Markus Jung:

Noch ein anderer Gedanke/Frage: Wirst Du Dich in Vollzeit auf das Abi vorbereiten? Und was hast Du die letzten fünf Jahre gemacht, auch beruflich? Vielleicht tut es Dir gut für Deinen späteren Weg, wenn Du bereits jetzt aktiv wirst zu Themen, in denen Du später tätig sein möchtest, und wenn es nur in Teilzeit oder mit ehrenamtlichen Aktivitäten ist?

Lieber @Markus Jung,

 

mein beruflicher Weg war etwas verworren. Ich versuche ihn so verständlich, aber auch ohne zu viele persönliche Details nachzuzeichnen.

 

Ich bin aufgrund von häuslicher Gewalt im Alter von 15 Jahren in staatliche Obhut gekommen. Habe mit frischen 16 Jahren mein Fachabitur im Bereich Sozial- und Gesundheitswesen begonnen, aber im Praxisjahr gemerkt, dass es absolut nichts für mich ist. Mir fehlte die mentale Stärke mit Kindern zu arbeiten, die in ähnlichen Situationen aufwuchsen, wie ich selbst.

 

Das Fachabitur habe ich dann mittelmäßig absolviert. Meine Betreuerin sagte damals, ich muss mich schnellstmöglich finanziell auf eigene Beine stellen, als ich kurz vor der Volljährigkeit stand.

 

Ich wechselte vom sozialen Bereich in den juristischen Sektor und absolvierte eine Ausbildung, welche ich mit sehr gutem Erfolg abschloss. In diesem Bereich arbeite ich bis heute, bin aber in der glücklichen Situation, es mit dem Start ins Abitur nicht mehr zu müssen.

 

Mir war immer bewusst, dass ich mich gerade in einer Zwischenstation befinde. So habe ich Rücklagen angehäuft und ein tolles Umfeld, auch wenn ich keine Familie mehr habe.

 

In der Ausbildung wurde schon gefordert einen großen Teil selbstständig zu erschließen. Ganz nach dem Motto: Neuer Tag, neues Thema.

Die komplette Aufarbeitung und Wiederholung lag in der eigenen Verantwortung. Natürlich wird es im Fernabitur nochmal schwerer, klar. Aber grundsätzlich bin ich mit eigenständigem Lernen vertraut, worin ich einen Vorteil sehe.

 

Starten möchte ich Anfang des Jahres 2022 und mich dann Vollzeit mit ~7-9 Stunden täglich dem Abitur widmen.

 

Einzig mein Hund beansprucht einige Stunden des Tages, worin ich aber einen schönen Ausgleich sehe.

 

Mit ehrenamtlicher Aktivität habe ich leider noch keine Berührungspunkte gehabt. Mein jetziger Arbeitgeber verlangt eine vorherige Absprache und Erlaubnis seinerseits. Der Rahmen ist jedoch so eng gesteckt, dass ich mich nicht darum bemüht habe diese zu bekommen. Für die Zukunft finde ich ehrenamtliche Arbeit aber sehr erstrebenswert.

 

 

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