KanzlerCoaching

Weiterbildung / Studium und das Marketing dafür

38 Beiträge in diesem Thema

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Der Thread, in dem ein Mitglied seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht hat, dass seine erworbene Qualifikation nicht zu einem Einstieg im angestrebten beruflichen Feld führt, gibt mir die Idee zu diesem Thread. Und zur Frage, was Anbieter dürfen und was nicht.

 

Es ist wohl klar, dass private Hochschulen und Anbieter von Weiterbildungen wirtschaftlich orientierte Unternehmen sind, die etwas verkaufen wollen: ihre Dienstleistung. Diese Dienstleistung will und muss aber beworben werden. Und hier fängt es an, schwierig zu werden. Denn natürlich wollen Weiterbildungswillige wissen, was ihnen die ganze Anstrengung und das ausgegebene Geld bringen wird (möglichst mit Garantie!).

 

Weiterbildungsinstitute machen als Versprechungen. Oder deuten sie mindestens in einer Weise an, die fast nach "Garantieleistung" klingt. Eine schwierige Situation.

 

Meine Fragen;

  • Was dürfen Anbieter schreiben über sich, bevor es unseriös wird?
  • Wo fängt die Verantwortung des Weiterbildungswilligen an und wo endet sie bei der Überprüfung der Werbeaussagen?

 

Neugierig auf Meinungen!

Sabine Kanzler

bearbeitet von KanzlerCoaching
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Vorab noch eine kleine Anmerkung:

 

Das es "klar" ist, dass private Hochschulen wirtschaftlich orientierte Unternehmen sind, finde ich zu hart formuliert.

 

Viele private Hochschulen sind in kirchlicher-, gemeinnütziger- oder Stiftungsträgerschaft.

 

Ich vermute da nicht unbedingt die wirtschaftlichen Interessen als Hauptaugenmerk.

 

Da sollte man schon noch differenzieren, nach Gewinnorientierung oder Gemeinwohl, so meine Meinung.

 

Davon abgesehen ein interessantes Thema!

 

 

bearbeitet von Forensiker

Casemanager in der ambulanten Kriminaltherapie (Forensische Psychiatrie), QMB und Auditor (DGQ) / Gesundheits- und Krankenpfleger / Fachkrankenpfleger für Psychiatrie / Administrator für Krankenhausinformationssysteme und forensische Dokumentation / Gesundheitspädagogik/-management B.A.

 

Mein Blog / Interessent M.Sc. Psychologie (Diploma Hochschule)

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vor 22 Minuten, Forensiker sagte:

Viele private Hochschulen sind in kirchlicher-, gemeinnütziger- oder Stiftungsträgerschaft

Da sollte man schon noch differenzieren, nach Gewinnorientierung oder Gemeinwohl, so meine Meinung.

 

Das "Gemeinwohl" findet in der Regel auch bei den og. Trägern da seine Grenzen, wo es ums Geld geht. Mir fällt beispielsweise kein solcher Träger ein, der seine Kurse / Studien preisgünstiger anbietet als ein Bildungsunternehmen. Und das müssten sie ja, wenn man den Gewinn rausrechnet, oder?

 

Abgesehen davon verfolgen auch diese Träger Interessen. Und man sollte sich deshalb auch bei denen die Frage stellen, was man glauben kann und was nicht.

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Ich finde nicht, dass sich das ausschließlich über die Studiengebühren/Kursgebühren ausmachen lässt.

 

Mit meiner Anmerkung wollte ich nur anregen, auch differenziert genug an das Thema heranzugehen.


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Woran lässt es sich dann festmachen? Wo unterscheiden sich Leistungs"versprechen" solcher Anbieter von denen derjenigen, die privatwirtschaftlich organisiert sind?

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An personeller Ausstattung, Betreuung, Räumlichkeiten, Arbeitsmittel usw.

 

gGmbHs dürfen keine Gewinne an Gesellschafter ausschütten und werden auch rechtlich daher von gewinnorientierten Unternehmen unterschieden.

 

Legen sie sich doch mal in ein Krankenhaus einer gewinnorientierten AG und in ein Krankenhaus eines gemeinnützigen Trägers. Kann ein tolles Erlebnis sein. Vor allem wenn es einem wirklich schlecht geht.

 

Was ich damit sagen wollte: Man sollte sich überlegen, ob man einfach immer den Knüppel pauschal auf den Sack aller privater Träger schlagen sollte, oder nicht doch erst mal in den Sack schaut.

 

bearbeitet von Forensiker

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Die Gesellschaftsformen bzw. die Inhaberschaft im Hintergrund ist bei den Hochschulen schon sehr unterschiedlich.

 

Beispiele: 

  • FernUniversität in Hagen, staatliche Universität
  • Hamburger Fern-Hochschule: Gemeinnützige GmbH
  • Euro-FH: GmbH als Teil des deutschen Bildungsunternehmens Ernst Klett Aktiengesellschaft
  • AKAD: GmbH im Besitz der deutschen Investmentgesellschaft AURELIUS SE & Co. KGaA
  • IUBH Fernstudium: GmbH im Besitz der amerikanischen Apollo Group Inc. 

 

Hinweis: Die Darstellung der Beispiele erfolgt verkürzt und vereinfacht - es sind nicht alle Schritte der Besitzverhältnisse dargestellt. So gehört die IUBH nicht direkt zu Apollo, sondern zu Career Partner, deren Eigentümer die Apollo Group ist, Träger der AKAD University ist die AKAD Bildungsgesellschaft, die Klett-Hochschulen gehören zur Holding DWG (Deutsche Weiterbildungsgesellschaft) und auch hinter der Hamburger Fern-Hochschule steckt ein komplexes Konstrukt der Trägerschaft, welches hier zu sehen ist. Um die groben Zusammenhänge deutlich zu machen, hatte ich auf diese Details allerdings zunächst verzichtet, kann das aber auf Nachfrage gerne weiter erläutern, auch wenn ich es für die Diskussion hier für wenig relevant halte.

 

Gerade die Geschäftsform der gemeinnützigen GmbH (gGmbH) bringt ja schon einige Besonderheiten mit sich, gerade was die Verwendung bzw. die Ausschüttung des Gewinns angeht. Und ich habe schon den Eindruck, dass sich dies zum Teil auch darin zeigt, wie diese Unternehmen geführt haben und wie stark zum Beispiel die Vertriebsorientierung ausgeprägt ist.

 

Allerdings sind das alles Hochschulen, welche eine staatliche Zulassung haben und akkreditierte Studiengänge anbieten.

 

Bei den Lehrgängen sieht es da nochmal anders aus. Zwar benötigen Fernlehrgänge auch eine Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht, dennoch sind Inhalte und Möglichkeiten mit diesen Kursen viel breiter aufgestellt.

 

Was die Werbung angeht ist rechtlich dann die Grenze erreicht, wenn diese irreführend ist oder falsche Tatsachen behauptet werden. Wann genau dies der Fall  ist, ist schwer zu sagen und kommt auch stark auf den Empfänger der Werbung an. Manch einer liest sofort die Werbesprache und die feinen Nuancen heraus, mit denen die Firmen sich absichern, für andere wirkt es wie eine verbindliche Zusage, auf die sie sich verlassen - je nach Aufklärung, Bildungsstand, bisherigen Erfahrungen und ggf. auch Sprachverständnis, gerade bei Menschen, für die Deutsch keine Muttersprache ist, wie in der Diskussion, die auch Auslöser für dieses Thema war.

 

Unabhängig von den rechtlichen Rahmenbedingungen ist natürlich die Frage, welchen Ruf sich die Anbieter durch ihr Werbeverhalten aneignen. Bei den Fernschulen der Klett-Gruppe ist es schon so, dass ich da oft als erste Reaktion mit abfälligem Unterton hören "Ach, dass sind doch die mit der Werbung in der Fernsehzeitung"  - dennoch sind diese Fernschulen die größten in Deutschland. Ähnlich bei den Hochschulen der Klett-Gruppe, wo ich allerdings jetzt hier im Forum (natürlich nicht repräsentativ) schon häufig gelesen habe, dass sich manch einer aufgrund dieser aggressiven Werbung trotz eines ansonsten interessanten Studienangebots gegen diese Anbieter entschieden hat.

bearbeitet von Markus Jung
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Ich persönlich sehe die höhere Verantwortung beim Studieninteressierten selbst. Natürlich dürfen Anbieter nicht mit falschen Behauptungen werben, oft bewegen sie sich ja auf einem schmalen Grat und es klingt alles wahnsinnig vielversprechend.

 

Dennoch verstehe ich oft nicht, warum viele bei der Wahl z.B. eines neuen Fernsehers/ einer neuen Waschmaschine u.ä. mehr Recherchezeit investieren als bei ihrem Studium/ Fernlehrgang. Allein schon finanziell gesehen sollte die Priorität anders sein. Macht man seine zukünftige berufliche Laufbahn davon abhängig, noch viel mehr. 


2012: B.A. International Management an der FOM Berlin

seit 01/2014: Master BWL an der PFH Göttingen (5. Semester)

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Mal unabhängig davon, dass es scheinbar ein unterschiedliches Verständnis von dem Begriff "Studium" gibt (--> gerade wieder aufgefallen auf der Werbeanzeige eines Fernlehrganganbieters), sehe ich es ähnlich, dass die Hauptverantwortung beim Studierenden selbst liegen sollte und man gerade als Fernstudent über Recherche- und Selbstmanagement-Fähigkeiten verfügen sollte und m.E nach kritisch prüft, welcher Anbieter am besten geeignet ist für die jeweilige Interessenlage.

 

Mich persönlich schreckt offensive Werbung oder eine undurchsichtige Homepage ab. Seriösität ist in meinem Augen dadurch gekennzeichnet, dass ich alle relevanten Informationen, v.a. in Bezug auf Kosten und (staatlicher) Anerkennung ohne Umwege oder vorangehende Registrierung etc. abrufen kann. 

 

Zu den sog. "Fernsehzeitschriftenanbietern" habe ich persönlich kein tiefer gehendes Vertrauen...ohne die Qualität der Kurse beurteilen zu können und wollen, bietet mir bereits mein gesundes Bauchgefühl Grund genug, dies nicht als Karrieresprungbrett anzusehen, sondern eher als Hobbylektüre

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liebe Grüße,

Biwi-Julchen

 

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vor einer Stunde, Markus Jung sagte:
  • IUBH Fernstudium: GmbH im Besitz der amerikanischen Apollo Group Inc. 

 

Ganz kleine formale Korrektur: Die Internationale Hochschule Bad Honnef · Bonn (IUBH Fernstudium) ist nicht "im Besitz" der Apollo Group Inc. sondern der Career Partner GmbH. :)

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