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Fangfragen beim Vorstellungsgespräch

Empfohlene Beiträge

Hallo

in der "Zeit", gibt es einige (bzw. mehrere) Beiträge zu Fangfragen im Vorstellungsgespräch und Möglichkeiten, wie man sich verhalten kann/soll

http://www.zeit.de/karriere/bewerbung/2014-11/fangfragen-bewerbungsgespraech-was-wichtig-fuehrungskraft

genannte Fragen sind z. B.

"Trinken Sie Alkohol?"

"Waren Sie bei Ihren Mitschülern beliebt?"

"Wie steht es mit Ihrer Familienplanung?"

"Was kann man mit einem Kugelschreiber machen – außer schreiben?"

"Sie haben drei Wünsche frei, welche sind das?"

"Was ist Ihnen an einem Chef wichtig?"

Die Frage nach der Familienplanung ist nicht erlaubt und man kann bei der Beantwortung lügen - trotzdem wird sie -vor allem Frauen- gestellt. Und auch wenn man lügen darf, verrät die Reaktion doch einiges - durch Pausen, Körpersprache, Tonfall etc.

Mit den anderen Fragen soll wohl die Reaktion getestet werden - man will herausfinden, wie der Bewerber "tickt".

Die Reaktion auf diese Fragen im Zeit-Forum ist unterschiedlich. Von "will man bei einem Arbeitgeber, der solche Fragen stellt, überhaupt arbeiten?" oder "die Art der Vorstellungsgespräche verrät auch einiges darüber, wie ein Arbeitgeber tickt - daher riskiert ein Arbeitgeber mit solchen Fragen einen guten Ruf". Bis "man muss auch mit solchen Fragen souverän umgehen können - im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern herrscht schließlich auch nicht immer political correctness". Wieder andere sind der Meinung, dass solche Fragen nicht zielführend, fantasielos oder sogar Zeitverschwendung sind - ebenso wie einstudierte Antworten darauf sind.

Was haltet ihr von solchen Fragen?

Wie würdet ihr damit umgehen (oder seid bereits damit umgegangen)?

ich persönlich stehe solchen Vorgehensweisen auch eher kritisch gegenüber - ich mag eher offene und transparente Kommunikation, keine Spielchen, erst recht keine Psycho-Spielchen. Trotzdem bin ich mir bewusst, dass man auch mit solchen Fragen umgehen muss.

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Ich finde Fragen, bei denen klar ist worum es geht auch am Besten. Wobei ich von den Fragen zumindest die danach, was einem an seinem Chef wichtig ist durchaus angemessen finde.

Bei den anderen Fragen würde ich zum Teil ehrliche Antworten geben, auch wenn es eigentlich Themen sind, die den Arbeitgeber nichts angehen (Familienplanung, ob ich in meiner Freizeit Alkohol trinke, Beliebtheit bei Mitschülern), andere fände ich schwer ad hoc schlagfertig zu beantworten, sofern ich mich vorher nicht schon damit beschäftigt hätte (Kugelschreiber, Wünsche).

Mir ist natürlich klar, dass es in einem Vorstellungsgespräch darum geht, sich gut zu verkaufen. Ich würde aber keine Lust haben, mich zu verstellen und etwas vorzuspielen, nur um den Job zu bekommen und später stellt sich dann heraus, dass die Tätigkeit und ich gar nicht zu mir bzw. zu dem, was ich im Bewerbungsgespräch von mir gegeben habe, passen.

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Puh, ich finde, man sollte nicht unbedingt vom Vorstellungsgespräch darauf schließen wie das Unternehmen so ist. Man kann das wie immer nicht verallgemeinern, aber bspw. in der Pflege ist es so, dass oft jemand vom Personalwesen dabei ist und eine Pflegedienstleitung oder evtl. die zuständige Stationsleitung.

Wenn diese "hohen Positionen" mir solche Fragen stellen, heißt das doch nicht, dass meine Kollegen und meine Stationsleitung automatisch so ticken und wie der Herr oder die Dame vom Personalwesen sind, ist mir reichlich egal (denn mit denen habe ich höchst selten etwas zu tun).

Anders sieht es aus, wenn direkte Vorgesetzte dabei sind und die mir von Anfang an unsympathisch sind...

Ich glaube ich würde immer nach Sympathie entscheiden - wenn mir jemand so unsympathisch ist, dass ich weiß, dass ich da nicht glücklich werde UND ich nicht unbedingt auf DIESEN Job angewiesen bin bzw. genau DIESEN Job haben will, wäre das viel schlimmer als die Fragen, die sie mir stellen.

Ist echt schwierig zu beantworten, denn oft sind die Fragen standardisiert und jeder kann mal einen schlechten Tag haben... Es kommt auch auf die Position an...

Zusammenfassend bin ich der Meinung, NUR von einem Vorstellungsgespräch und den Fragen auf die "Qualität" des künftigen Arbeitgebers zu schließen, finde ich schwierig.. Aber das muss man eben differenziert sehen..

Bestes Beispiel: Bei meinem Vorstellungsgespräch bei meinem jetzigen Arbeitgeber sollten die Schulleitung und die stellv. Schulleitung kommen. Ich saß da und wartete erstmal ne halbe Stunde. Dann kamen 2 "normale" Lehrer und einer von der Schwerbehindertenvertretung. Die haben mir eigentlich gar keine Fragen gestellt sondern nur meinen Lebenslauf und meine Noten angeschaut (mit dem Kopf geschüttelt, weil ich akademisch gesehen höher qualifiziert bin wie sie) und mich gefragt, ob ich hierher umziehen will und ob das schon alles geklärt ist. Eigentlich nichts, was testet ob ich geeignet wäre oder mich als Mensch darstellen würde.

Ich fand das höchst unverschämt und und respektlos - vor allem, mich da eine halbe Stunde sitzen zu lassen und dann nicht mal 5 Minuten mit mir zu sprechen. Und was ist rausgekommen? Ich habe den tollsten Arbeitgeber der Welt, meine Vorgesetzten sind der Oberhammer und ich könnte mit meinem Job nicht glücklicher sein. Später wurde mir erzählt, dass x Umstände dazu beitrugen, dass niemand von der Leitung kommen konnte und sie deswegen schnellstmöglich irgendjemand auftreiben mussten, der mit mir das Vorstellungsgespräch macht.

Fangfragen wurden mir eigentlich noch nie gestellt, aber ich habe mir gerade überlegt was ich darauf antworten würde.

"Trinken Sie Alkohol?"

Wahrheitsgemäß: Nein, außer im Biergarten ein Glas Bier und zu Silvester ein Glas Sekt wenn ich nicht arbeiten muss. Ich halte nichts von Alkohol

"Waren Sie bei Ihren Mitschülern beliebt?"

Ich glaube es ist wie immer: Mit einigen versteht man sich gut, mit anderen weniger. Aber ich hatte mit niemandem ernsthafte Probleme

"Wie steht es mit Ihrer Familienplanung?"

Wollen Sie jetzt testen ob ich mich in Arbeitsrecht auskenne oder wollen Sie eine ehrliche Antwort?

(Dabei muss ich immer noch schmunzeln, denn über diese Frage habe ich wegen meines bevorstehenden Vorstellungsgespräch gestern Gedanken gemacht! :) )

"Was kann man mit einem Kugelschreiber machen – außer schreiben?"

Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Aber in der Psychiatrie habe ich gelernt, dass man damit auch Waffen bauen kann.

(Passend zu meinem Beruf in der Pflege XD )

"Sie haben drei Wünsche frei, welche sind das?"

Gesundheit für meine Lieben, einen Job der mich erfüllt und weiterhin Spaß am Lernen

"Was ist Ihnen an einem Chef wichtig?"

Das er kompetent ist, sein Führungsstil transparent ist, er geradlinig ist und dennoch Rücksprache mit seinen Mitarbeitern hält, Loyalität

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Bei deiner Antwort mit dem Kugelschreiber musste ich jetzt aber wirklich lachen. Genau das habe ich nämlich auch gedacht. Was man nicht alles in seiner Ausbildung in der Psychiatrie gelernt hat? :lol:Obwohl es bei mir schon einige Jahre länger her ist.

Zu der nicht erlaubten Frage mit der Familienplanung, kann man als junge Frau wohl nur falsch antworten. Würde man sagen: "Klar, ich will Kinder und zwar eine ganze Fußballmannschaft" kommt das wohl nicht gut an und wenn man sagt "ich will keine Kinder", sorry das würde ich keiner jungen Frau als Chef abnehmen.:ohmy:

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Ich sehe in den Fragen keine Fangfragen. Nur Fragen, die erlaubt sind und Fragen, die nicht erlaubt sind.

Ob erlaubte Fragen immer intelligente Fragen oder zielführende Fragen sind, das ist ein ganz anderes Thema.

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Fragen, die erlaubt sind und Fragen, die nicht erlaubt sind.

Sind außer der Frage nach dem Kinderwunsch weitere nicht erlaubt? Die nach dem Alkohol vielleicht?

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Ja genau. Wenn du jetzt in einer religiös ausgerichteten Einrichtung arbeiten möchtest, dann dürfen sie dich nach deiner Religion fragen und zb ob du schon mal verheiratet warst - weil es elementar für deine Arbeit ist. Oder wenn du in einem Labor mit entsprechenden Chemikalien arbeiten willst, ist die Frage nach bestehender Schwangerschaft ok.

Ansonsten sind solche Fragen unzulässig.

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Bei ganz vielen Unternehmen ist ja eine ärztliche Untersuchung Teil des Einstellungsprozesses. Da braucht es dann auch nicht Fragen zur gesundheitlichen Situation.

Und richtig: Alle weltanschaulich geprägten Unternehmen dürfen Fragen nach der entsprechenden Einstellung stellen. Dazu gehören neben den Kirchen auch Parteien, angegliederte Stiftungen oder sonstige Organisationen.

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Bei ganz vielen Unternehmen ist ja eine ärztliche Untersuchung Teil des Einstellungsprozesses. Da braucht es dann auch nicht Fragen zur gesundheitlichen Situation.

In Amerika gibt es vor der Einstellung Drogentests, wo man klarheit bekommen will. Ob es hier auch noch so kommt, kann niemand sagen.

Und richtig: Alle weltanschaulich geprägten Unternehmen dürfen Fragen nach der entsprechenden Einstellung stellen. Dazu gehören neben den Kirchen auch Parteien, angegliederte Stiftungen oder sonstige Organisationen.

Das stimmt schon. Ein Mitglied der Linkspartei wird sicher keinen Job in der CSU bekommen. :rolleyes: Nur mal als Beispiel.

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