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Informatik - OU oder Büchner

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Guten Morgen,

ich überlege immer mehr, ein Studium in Richtung Informatik anzufangen.

Was mich interessieren würde, ist was Euch bewogen hat, lieber bei einer englischen Uni zu studieren als hier in Deutschland. Denn hier gibt es ja auch mittlerweile viele Fernunis.

Gruß,

Simone

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Hallo Simone,

bei mir waren es verschiedene Gründe:

1. Ganz allgemein nahm ich das Studium an der OU als Chance für mich selbst, mein Englisch zu verbessern

2. Gerade im Informatik-Bereich ist es kaum noch möglich, ganz ohne Englisch durchzukommen. Das Studium an der OU zeigt künftigen Arbeitgebern schon direkt im Abschluss, dass sie sich um DEN Punkt keine Gedanken mehr machen brauchen :)

3. Zumindest im Informatik-Bereich (bei anderen weiß ich es nicht, aber du überlegst ja auch wg. Informatik) sind die Kurse mit Präsenzphasen wirklich wenige. Fast alles an der OU lässt sich von zuhause erledigen. Bei anderen Fernunis war das - zumindest soweit ich mich damals umgeschaut habe - immer mehr. Präsenzphasen mögen zwar nett sein um Leute kennenzulernen und erleichtern sicher teilweise die Stoffvermittlung, aber es sind eben feste Termine, die ich persönlich selten so gut einplanen konnte. Gerade, weil die freie Zeiteinteilung für mich ein großer Grund für ein Fernstudium (unabhängig der Uni) war, haben mich zwingende Präsenzzeiten immer abgeschreckt.

4. Ich fand es angenehm, dass die OU kaum wert auf irgendwelche Voraussetzungen legt. Abi oder kein Abi? Egal. Vorwissen oder kein Vorwissen? Egal. Alter? Egal. Wenn du meinst, du kannst studieren, tu es. Theoretisch hätte ich zwar hier in DE studieren können, aber die Philosophie die hinter diesem "Open" steht hat es mir angetan. Sicher nicht DER ausschlaggebende Grund, aber auch das hat bei mir die Waage etwas bewegt :)

5. Die Themenauswahl an der OU ist ziemlich frei, es gibt relativ wenig feste Kurse, das meiste lässt sich aus einer ganzen Palette auswählen um die eigenen Vorlieben und auch Berufsziele zu treffen.

Ich hoffe das hilft dir weiter, wenn du sonst Fragen hast, frag einfach.

Gruß,

Wolfgang

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1. Bei einem Praktikum in England fiel mir ein Prospekt der OU in der Hände. Ich hatte auch schon vorher mal davon gehört, weil mir im Englischunterricht "Educating Rita" gelesen hatten. In der BBC liefen nachts immer Bildungsprogramme der OU, also Lehrvideos für verschiedene Kursmodule, die die Studenten auf VHS aufzeichnen sollten. Da habe ich manchmal reingeschaut und es waren ziemlich interessante Sachen dabei.

2. Als ich meinen Chef in England darauf ansprach, meinte er, die Abschlüsse der OU seien bei englischen Arbeitgebern sehr angesehen.

3. Ich hatte vor, bei meiner Rückkehr nach Deutschland eine Ausbildung an einer staatlichen Fachschule zu beginnen. Aber am liebsten wäre ich in England geblieben oder nach der Ausbildung wieder dorthin zurückgekehrt.

4. Bei meiner Rückkehr nach Deutschland wurde mir überraschend ein Job von einer ehemaligen Praktikumsstelle angeboten. Ich hatte mehr Lust zu arbeiten und Geld zu verdienen als die Schulbank zu drücken. So kam es, dass ich es mit einem Studium an der OU versuchte.

5. Geeignete berufsbegleitende Studiengänge gab es damals in Deutschland nicht.

6. Ich hatte die Hoffnung, nach dem Studium wieder nach England zu gehen. Ein deutscher Fachschulabschluss hätte mir in England nicht viel genützt.

Inzwischen hat sich die Situation geändert:

1. Es gibt in Deutschland inzwischen viele attraktive berufsbegleitende Studienangebote in meinem Bereich. Die gefallen mir zum Teil besser als das Angebot der OU.

2. Die Studiengebühren in England sind exorbitant gestiegen. Ich kann mir das nicht mehr leisten.

3. Da ich inzwischen eine eigene Familie habe, wäre es viel schwieriger, nach England zu ziehen.

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Gerade in Informatik halte ich das Sprachargument für eher nebensächlich. Im Gegensatz zu vielen anderen Studienfächern ist die Sprache der Informatik ohnehin eine eigene, international gültige und zumeist auch englische Fachsprache. Ob das Brimborium drumherum jetzt auf Deutsch oder eben Englisch vermittelt wird, ist dem Arbeitgeber deshalb imho ziemlich egal. Da würde ich eher schauen, dass ich zügig vorankomme und gute Noten schreibe. Das Studium ist schon schwer genug, warum noch unnötig verkomplizieren?

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Gerade in Informatik halte ich das Sprachargument für eher nebensächlich.

Hi,

jein. Was die spezifische Fachsprache angeht, ja, die ist überall gleich und üblicherweise englisch. Aber das Drumherum ist nicht sooo egal. Erstens gibt es Fachliteratur häufig erstmal auf englisch (selbst wenn sie von Deutschen geschrieben wird, wird häufig Englisch als Sprache gewählt). Wenn ich in der Literatur dann nur die Fachwörter verstehe oder den gesamten Kontext nur mühsam nachvollziehen kann, weil mir zu viele Wörter etc. fehlen, verlangsamt das zumindest deutlich.

Und zweitens ist es zumindest meiner Erfahrung nach in allen etwas größeren Firmen üblich, dass sich die Kontakte und teilweise auch Kollegen auch über Ländergrenzen hinweg erstrecken, besonders in der IT, da z.B. Softwarelösungen und Netze übergreifend konzipiert werden und dann nur noch an lokale Gegebenheiten angepasst werden, wenn nötig. Gut, wie gesagt, das ist jetzt meine Erfahrung und ich hab keine Lust da jetzt große Quellenrecherche zu machen ;) Da hängt es dann denk ich von jedem selbst ab, ob schon bestimmte Ziele oder bestehende Arbeitgeber vorhanden sind, die man mit einsortieren sollte in die Entscheidung.

Allerdings, und da geb ich dir wieder Recht, das Studium ist schwer und wenn die eigenen Grundlagen im Englischen nicht ausreichend sind, sollte man definitiv lieber ein deutsches Studium wählen. Als quasi "im Preis inbegriffener Englischkurs" taugt es nix, dafür ist nicht genug Zeit, dann lieber konzentrieren. Mir ging es daher eher um "verbessern". Mehr Übung im Formulieren bekommen, "schönere" Texte schreiben (kein "... and ... and ... and ... and ... and ..." :)).

Gruß,

Wolfgang

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gekürzt

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In England kannst du einfach mehr Studieren als jetzt in Deutschland, das Angebot an Kurse ist viel grösser und die Lehre ist auch besser

auserdem haben die Englichen Universitys einen sehr guten Ruf. Gerade das System ohne Abitur und ohne Berufsausbildung finde ich

einfach Spitze. Jeder kann sich hier selbst verwirklichen und seinen Traumberuf. Leider kommt aber auch Kritik und wirst

ausgelacht weil ohne Abitur studiert hast. Da kommen dann Sprüche wie , kann doch nicht gleichweitig sein der Abschluss oder hast

deinen Abschluss gekauft. Das finde ich sehr schade , das viele das nicht verstanden haben das sich der Mensch geistig weiterentwickelt

und nicht mehr einen Stand eines 17zig Jährigen hat.

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3. Zumindest im Informatik-Bereich (bei anderen weiß ich es nicht, aber du überlegst ja auch wg. Informatik) sind die Kurse mit Präsenzphasen wirklich wenige. Fast alles an der OU lässt sich von zuhause erledigen. Bei anderen Fernunis war das - zumindest soweit ich mich damals umgeschaut habe - immer mehr. Präsenzphasen mögen zwar nett sein um Leute kennenzulernen und erleichtern sicher teilweise die Stoffvermittlung, aber es sind eben feste Termine, die ich persönlich selten so gut einplanen konnte. Gerade, weil die freie Zeiteinteilung für mich ein großer Grund für ein Fernstudium (unabhängig der Uni) war, haben mich zwingende Präsenzzeiten immer abgeschreckt.

Gerade das finde ich einen großen Vorteil der WBH: Es gibt keine zeitlich festgelegte Semesterstruktur. Es gibt vier Termine in PFungstadt pro Jahr (und vier Termine an externen Prüfungsstandorten) an denen Du Klausuren schreiben kannst - wenn Du Dich bereit dazu fühlst. Du musst nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Modul fertig haben, so dass Du frei einteilen kannst, wann Du was bearbeitest. Das gibt sehr viel Flexibilität, gerade, wenn privat oder bei der Arbeit gerade viel Streß ist. Allerdings muss man mit dieser Verantwortung auch umgehen können. Es gibt durchaus Kandidaten, die ohne den fehlenden Semesterdruck das ganze zu sehr schleifen lassen...

Insgesamt fühle ich mich an der WBH sehr wohl. Die meisten Mitarbeiter sind sehr kompetent und schnell. Wirklich lange warten musste ich bisher nie auf Ergebnisse und die Tutoren waren bisher (4. Semester) immer sehr hilfsbereit.

Wenn Du Englisch-Pluspunkte sammeln möchtest, hast Du die Möglichkeit, für 3 Wochen an der California State University, Sacramento ein Praktikum zu machen, bei dem Du drei Module dort machen kannst. Ich kann es nur absolut empfehlen - nicht nur für den Lebenslauf!

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Ich würde sagen weder noch.

Ich werde wahrscheinlich bei der HS-Wismar mein Fernstudium absolvieren, allerdings gibt es ab Herbst eine neue und freie Universität in Deutschland mit dem Konzept der OU.

Nennt sich "Wings University"(Nicht zu verwechseln mit WINGS von der HS-Wismar) und ist eigentlich für Refugees konzipiert, allerdings kann dort jeder mitmachen und einen Bachelor machen. Alles auf Englisch und mit integriertem Sprachkurs für Nichtmuttersprachler. Das Studium ist sogar kostenlos.

http://wings.university/en/

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Aus den FAQ der Wings "University":

Are you a real university?

We are not a recognized university yet, but we are working hard on becoming one. Our team does not only consist of entrepreneurs, IT-specialists and designers, we also have a group of professors, who partly worked at Harvard and other world-leading institutions before, who have a lot of experience in founding a real university. Judicially, we are a non-governmental non-profit education platform for refugees located and registered in Berlin, Germany.

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