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Stipendler

Bauingeniuerstudium im 5. Semester abbrechen? - Keine Zukunftsaussichten

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Hallo ZUSAMMEN,

 

ich studiere im 5. Semester an einer Hochschule Bauingenieurwesen, bin 36 Jahre alt und selbstständiger Unternehmer mit dem Meisterbrief in einem Beruf im Bauhauptgewerbe.

 

Ich habe insgesamt drei abgeschlossene Berufsausbildungen (2x technisch, 1x kaufmännisch)

 

Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht zu viel Details verraten möchte, da ich eine evtl. Entscheidung über ein Studiumsabbruch gerne selbst verkünden möchte und nicht durch einen Kommilitonen passieren soll , der hier evtl. mitliest. DANKE FÜR EUER VERSTÄNDNIS !

 

-------------

 

Mein Plan war und ist es eigentlich nach dem Bachelor ein Ing.Büro aufzumachen und zusätzlich zur Baufirma Statik und Tragwerksplanung mitzumachen,

bis ein gewisser Kundenstamm entstanden ist um das Ing.Büro alleinig zu machen. Den Master hätte ich separat gemacht.

 

Leider musste ich nun aktuell feststellen, dass mein Plan nicht ganz aufzugehen scheint.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Ingenieurskammer ist es wie folgt :

 

- Ich muss 2 Jahre nachweisbar in der Planung von Gebäuden usw. tätig sein, um bauvorlagebrechtigt zu sein, also das ich auch Baugenehmigungen unterzeichnen darf.

- Ich muss 3 Jahre nachweisbar in der Statik/Tragwerksplanung tätig sein, um Standsicherheitsnachweise ausführen zu dürfen.

 

Das war erstmal ein Schock für mich gestern !

 

Ich müsste also meine Baufirma abmelden, mich irgendwo als Statiker anstellen lassen, dort 3 Jahre nachweislich Statik machen und dann eine neues Ing.Büro aufmachen.

Dann wäre ich ungefähr 42.

 

Meine Baufirma läuft sehr gut und ich verdiene dementsprechend. Mit dem Gehalt eines angestellten Bauingeniuers von ca. 3500-4000€ Brutto kann ich meine Familie nicht ernähren und meine Kredite für Haus und Co. nicht abbezahlen. Zudem war nie das Ziel sich wieder anstellen zu lassen.

 

Der Bauingenieur war auch ein bißchen als Altersvorsorge gedacht, wenn die Knochen von der harten Arbeit nicht mehr mimachen um dann evtl. wechseln zu können.

 

Ich habe nun folgende Möglichkeiten :

 

- Ausbildung zum öffentlich und vereidigten Sachverständigen in meinem Gewerk

- Fortbildung bei Handwerrkskammer zum geprüften Betriebswirt nach HWO

- Studium zumindest bis zum Bachelor machen........... Und dann ? LOhnt sich der Aufwand, wenn ich den Abschluss nicht zu 100% nutzen kann

- Fernstudium Wing.

 

Ich wäre super dankbar, wenn Ihr mir hier vielleicht ein paar Tips, Ratschläge, Ideen geben könntet.

Vlt. war jemand von Euch schon mal auch mit den Gedanken beim Studiumsabbruch !

 

Bin gerade echt am Boden zerstört.....

 

Viele Grüße

 

Stipendler

 

 

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An deiner Stelle würde ich auf den ersten Blick das Studium beenden & danach eventuell den Weg als Sachverständiger einschlagen. Du bist nun schon so weit im Studium, warum willst du dies abbrechen, nur weil Gesetzt einen anderen Weg vorschlagen? Immerhin hast du ein eigenes Unternehmen, ich denke hier wird sich dann nach deinem Studium einer neuer Weg finden lassen, eventuell kannst du einen Geschäftspartner aus deiner gewünschten Berufsrichtung mit ins Boot holen. So könntest du von diesem neuen Wissen profitieren und wer weiß was sich daraus ergeben kann.

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Ich denke, der Grundfehler liegt darin, dass Sie angefangen haben zu studieren, ohne sich umfassend zu informieren, welche Optionen Sie mit dem Abschluss haben. Und weil mir Ihre Einleitung so bekannt vorkam, habe ich mal die Suche bemüht und diesen Ihren Strang gefunden:

 

Ein Teil der Fragen, die Sie jetzt stellen, ist damals schon angeklungen.

 

Zur momentanen Situation: So kurz vor dem Ende des Bachelor abzubrechen halte ich für Verschwendung von Zeit und Mitteln. Wenn nichts Gravierendes dagegen spricht, würde ich an Ihrer Stelle den Abschluss machen. Der verbessert sicher die Ausgangsposition in Richtung Baugutachter.

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Im 5. Semester würde ich persönlich kein Studium mehr abbrechen, wenn ich es mir noch leisten kann. Ich würde die Zähne zusammenbeißen, es abschließen und dann vielleicht nochmal was anderes machen oder mich in eine gewisse Richtung gezielt fortbilden. Es gibt auch Wing-Fernstudiengänge, die extra für Ingenieure entwickelt wurden und dementsprechend verkürzt werden können. Schau mal ziemlich mittig auf der Seite https://www.hfh-fernstudium.de/bachelor-wirtschaftsingenieurwesen unter "Verkürzte Studienmodelle".
 

Zitat

Mit dem Gehalt eines angestellten Bauingeniuers von ca. 3500-4000€ Brutto kann ich meine Familie nicht ernähren und meine Kredite für Haus und Co. nicht abbezahlen.

Mit 3500 bis 4000 Euro kannst du keine Familie ernähren? Wie viele Kinder hast du denn? Ich denke, die Kredite sind das größere Problem, richtig?

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Anhand von dem Thema in 2015 sieht man ja schon, dass ich mir mit der Entscheidung genug Gedanken vorab gemacht habe.

 

Bevor ich mich für Bauingenieur an der FH (HS) entschied, habe ich auch nochmal einen Termin mit dem Studiengangsleiter vereinbart und dem meine Ziele/mein Vorhaben detailliert geschildert.

 

Wer kommt denn auf die Idee, bei der Ingenieurskammer vorab zu fragen was geht und was nicht.

Zu Studienbeginn weiß noch niemand das es so eine Institution gibt.

 

Ich meine ich studiere Bauingenieur und es kann doch angenommen werden, dass man danach befähigt ist, seine erlernten Fähigkeiten gewinnbringend zu nutzen und nicht "gewzungen" ist 3 Jahre irgendwo zu arbeiten.

 

Von meinen Kommilitonen weiß das auch niemand, was aber keine Entschuldigung für mein Nichtwissen sein soll.

 

Klar ist das Studium im 5.Semester schon weit voran geschritten.

Es kann aber auch gut nochmal 2 Jahre dauern (es sind 7 Semester an der HS zum Bachelor und evtl. einen Sonderdurchlauf) bis der Bachelor gepackt ist.

 

Es ist halt schon ein komisches Gefühl einen riesen Aufwand für eine Sache zu betreiben, die "anscheinend" nicht den gewünschten Erfolg bringt.

 

 

 

 

 

Bearbeitet von Stipendler

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Wenn Sie als "gewünschten Erfolg" ausschließlich dieses Ingenieurbüro verstehen, dann haben Sie recht. Aber ist das nicht sehr, sehr eng gedacht? Und wenn das von Anfang an das Ziel war, dann hätte die Anfangsfragestellung doch heißen müssen "Was muss ich mitbringen und studieren, um ein Ingenieurbüro etablieren zu können?" und dann hätten Sie vermutlich die Antwort erhalten, dass dazu eine Zeitlang Arbeiten in einem Angestelltenverhältnis gehören.

 

Aber egal! Was machen Sie, wenn Sie jetzt das Studium schmeißen und in einem Jahr sagt Ihnen jemand, dass für die Tätigkeit als Gutachter ein STudienabschluss ein ganz anderes Standing verleiht als "nur" als Meister?

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Meine Frage/mein Vorhaben hieß damals "ich möchte direkt nach dem Studium ein Ing.Büro aufmachen und in der Statik/Tragwerskplanung arbeiten. "

 

Finde ich sehr eindeutig, aber wie Sie es bereits sagten, ist jetzt egal.

Ich muss jetzt das Beste daraus machen.

 

Viele in meinem Umfeld, verstehen überhaupt nicht warum ich mir den Stress mache und studiere.

Selbst meine weitaus jüngeren Kommilitonen finden das unnötig, wenn man doch eine Firma hat die läuft.

Bearbeitet von Markus Jung
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Deine Frage war vielleicht eindeutig, aber trotzdem ist es deine Entscheidung, deine Verantwortung. Dann musst du dich auch genau informieren.

Vielleicht bist du ja auch im Moment empfänglicher für die Stimmen die dir passen.

5. Semester abbrechen sollte echt keine Option sein.

Aber nur meine Meinung.

Bearbeitet von Markus Jung
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vor einer Stunde, Thomislav schrieb:

5. Semester abbrechen sollte echt keine Option sein.

 

Sehe ich auch so.

 

Im ersten oder zweiten Semester kann man vielleicht noch darüber nachdenken. Ich bin jetzt auch im 5. Semester von 7, und unter keinen Umständen würde ich darüber nachdenken, (gefühlt kurz vor Ende) aufzuhören.

 

vor 5 Stunden, Stipendler schrieb:

Selbst meine weitaus jüngeren Kommilitonen finden das unnötig, wenn man doch eine Firma hat die läuft.

 

Kann ja auch hilfreich sein, falls die Firma (aus welchen Gründen auch immer) mal nicht mehr läuft. Ich vermute außerdem mal, das ein abgeschlossenes Studium im Lebenslauf besser ist, als ein abgebrochenes.

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