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Matthias2021

Trendstudie Fernstudium 2019 - interessante Entwicklung

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Ich denke nicht, dass man es pauschalisieren und man so zu einer allgemein gültigen Aussage kommen kann. Ich würde mir aber eher eine andere Finanzierung überlegen, wenn es nicht direkt reicht. Wenn sich nicht absehen lässt, dass das Studium sich rechnet, ist es natürlich schwierig, aber dann hat es m.E. eher mit Idealismus als mit einer Investition zu tun ...

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Ich wollte nur aufzeigen, dass es durchaus an den Finanzen scheitern kann.

 

Handwerksberufe, MFA, Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpflegekräfte, KassierIn, usw. - da sind die Einkommen nicht üppig. Und wenn man zu "alt" ist, bekommt man weder bei einer Bank, noch bei der KfW einen Studienkredit.

 

Bearbeitet von psychodelix

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Kommt auch sicher darauf an, für welche Branche ein Studium qualifizieren soll.

 

Zum Beispiel gibt es seit einigen Jahren frühpädagogische Bachelorstudiengänge, mit denen sich Erzieherinnen zu staatlich anerkannten Kinderheitspädagoginnen weiterbilden können. Die führen oft aber nicht einer besseren Bezahlung. Bestenfalls empfiehlt man sich damit für eine Leitungsposition, die man aber auch ohne einen solchen Abschluss besetzen könnte. Unter solchen Bedingungen spielt natürlich die finanzielle Hürde der Studiengebühren eine andere Rolle.

 

Dass sich dafür trotzdem Studierende in nennenswerter Zahl finden, darf man wohl tatsächlich unter Idealismus verbuchen.

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vor 5 Minuten, Splash schrieb:

Ich denke nicht, dass man es pauschalisieren und man so zu einer allgemein gültigen Aussage kommen kann. Ich würde mir aber eher eine andere Finanzierung überlegen, wenn es nicht direkt reicht. Wenn sich nicht absehen lässt, dass das Studium sich rechnet, ist es natürlich schwierig, aber dann hat es m.E. eher mit Idealismus als mit einer Investition zu tun ...

 

Hm ... nicht unbedingt. Für mich spielen die Gebühren auch keine Rolle und ich sehe es ebenso wie du als Investition. Aber ich denke, ich bin da in einer sehr privilegierten und glücklichen Situation. Wenn ich mich an meine frühen 20er und mein damaliges Einkommen erinnere: Da wären die 10.000 Euro für so ein Studium ein echtes Brett gewesen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Schritt da gegangen wäre.

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Vielleicht bin ich in der falschen Branche unterwegs, aber mit welchem Fernstudium kann man denn am Anfang sicher sein, dass man hinterher in einem gut bezahlten Job landet, und das auch noch innerhalb von zwei Jahren? Das scheint mir eher bei wenigen Studiengängen der Fall zu sein. Zu sagen, dass einem die Kosten egal sind, ist einfach, wenn man das Geld eben hat...

Hier in den Blogs schreiben Leute ja oft, warum sie ein Fernstudium machen, und subjektiv würde ich jetzt sagen, ein höheres Einkommen ist bei den meisten nicht das Hauptmotiv. Eher der Wunsch nach einer interessanteren Tätigkeit, das Interesse am Studium an sich oder manchmal ein kompletter Berufswechsel. Das finde ich auch alles legitime Gründe, die ich nicht als "Idealismus" abwerten würde. Wenn es nur um den (recht kurzfristigen) finanziellen Vorteil ginge, würde viele Studiengänge vermutlich nicht mehr existieren...

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Idealismus hat nichts mit abwerten zu tun, sondern eher mit der Intention. Das finde ich nicht nur okay, sondern teilweise bewundernswert. Ich bin auch ein Freund von sozialem Engagement und bewundere nach wie vor eine Kommilitonin, die ich an der IUBH kennen lernen durfte, die soziale Arbeit studierte, um dann die Aussicht auf einen schlechter bezahlten Job zu haben. 

 

De facto habe ich bisher mehr Leute kennen gelernt, deren Ziel ein beruflicher Aufstieg war und die das Studium so als Investment gesehen haben. In dem Fall spielt der Preis für mich eine nachrangige Rolle und, da wiederhole ich mich jetzt, ich würde mir eher Gedanken um andere Dinge machen, die mir ggf Vorteile bringen können. Und bei der Betrachtung als Investment war es kein gutes Solches, wenn es sich nicht in 2-3 Jahren nach Ende des Studiums bezahlt gemacht hat (zumindest bei den Studiengängen auf meinem Radar).

 

Es mag aber auch andere Perspektiven geben, was für mich okay ist ...

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Ich kann mit solchen Studien irgendwie nicht so viel Anfangen, ich entscheide am Ende.

Was mich interessieren würde, wäre die Meinung von Leuten, die ebenfalls gerade starten, und noch frisch in der Entscheidungsphase sind.

ELearning denke ich auch, ist mittlerweile normal oder eine Erwartung und kein USP mehr.

Das mit den Kosten wundert mich allerdings in der Tat, denn für mich spielt das eine Rolle und für viele die ich kenne, die auch sowas machen wollen würden, sind schon 250 € eine Hürde.

Es ist immer erstaunlich wenn Umfragenergebnisse auf den Markt kommen, die so komplett dem widersprechen, was gerade so die allgemeine Strömung ist.

Oder, es belegt einfach wieder einmal mehr, dass Bildung eben auch hier zu Lande purer Luxus ist.

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@kurtchenja klar, ist es hier an sich "einfacher" als woanders, aber wenn ich mir viele Kinder und Menschen angucke, dann ist es wohl auch Luxus, nicht nur von Geld, auch von Zeit und Milieu in das man hinein wächst.

Auch vom sozialen Druck. 

Ich weiß, wie ich angeschaut wurde, als ich meine ich mach mich fast 30 mein Abi nach. Und wie hart es als Alleinerziehende Mama ist.

Und nicht jeder, der die Möglichkeiten hat, will Bildung sammeln ;)

Klar werden wir nicht vom Löwen gefressen auf dem Schulweg, oder verlassen die Schule, weil unsere Menstruation anfängt und wir deswegen Scham empfinden müssen, und trotzdem ist es ein Luxus auf allen Ebene. Auch von der Bildung die angeboten wird. Nicht alles was kostet ist geil und nicht alles was staatlich ist ist super.

Und nicht alles was sehr viel Geld kostet ist auch anerkannt, so ist ja anscheinend ein Bachelor nicht gleich ein Bachelor.

Bildung ist kein Luxus, wenn man eine gute soziale und monetiöse Situation hat, für viele andere ist es Luxus.

Das kann man nun so sehen oder so, aber ich empfinde das so. Und ich habe als alleinerziehende Mama einiges mitgemacht und dabei mein Abi nachgemacht, ich sprech also nicht einfach so daher und ich habe selbst von meiner Familie gegenwind bekommen (auch von Menschen mit nem Dr.) und vielen anderen hätte das vll schon den Weg verbaut.

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@among.foxes

Auch Alleinerziehende haben hier in Deutschland durchaus bessere Bildungschancen als in vielen anderen hoch entwickelten Ländern. Einerseits...

 

Andererseits ist es so, dass Bildungschancen leider nicht gleich verteilt sind. Manche Menschen macht es weniger Mühe, Zeit und Geld in ihre Bildung stecken. Manche werden in ein Umfeld geboren, in dem Wertschätzung für Bildung vermittelt wird, in dem man Vorbilder vor Augen hat oder bei Problemen auch Rat und Unterstützung bekommt. Andere genießen diesen Vorzug nicht, müssen sich Bildung vielleicht sogar gegen Widerstände ihres Umfeldes erkämpfen. Ich kann mir leider kein Gemeinwesen vorstellen, dem es gelingen könnte, solche Unterschiede vollständig auszugleichen. Aber ich bleibe dabei: Es gibt Möglichkeiten, aus denen man etwas machen kann. Und dafür bist Du ja anscheinend ein Beispiel.

 

Zitat

Ich weiß, wie ich angeschaut wurde, als ich meine ich mach mich fast 30 mein Abi nach. Und wie hart es als Alleinerziehende Mama ist.

Ich weiß zumindest, wie ich Dich anschaue, nämlich mit Respekt und Bewunderung. Wer mit 30 das Abitur nachholt hat eine bewusste Entscheidung für die eigene Bildung getroffen und ist bereit, dafür eine besondere Anstrengung zu erbringen. Das ist etwas ganz anderes als bei vielen Gymnasiasten, für die sich die Oberstufe nahtlos an die Mittelstufe anschließt, die vielleicht nie bewusst erwogen haben, ob und warum sie eigentlich ein Abitur machen wollen.

 

Für das dicke Brett Bachelorstudium wünsche ich Dir Erfolg.

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