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Die quälende Frage des Aufbaustudiums

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Hallo zusammen,

einige kennen mich vllt. bereits .. 28 Jahre, Diplom Abschluss in Technische Informatik (Embedded Systems, Informatik, Simulationstechnik, Digitaltechnik, Sensoren, usw...) mit 2,3. Ich möchte zugeben, dass ich etwas karrieregeil bin, daher möchte ich unbedingt ein Aufbaustudium machen und zwar möglichst ein solches, das mich bzgl. Karriere weiter bringt oder mir einige (neue) Wege ermöglicht.

Ich wollte nach meinem Diplom-Abschluss in die Richtung Embedded Systems gehen, da hier die Gehälter grundsätzlich höher sind als in der Softwarebranche (wie gesagt ich bin etwas karrieregeil :P). Blöderweise (und dafür könnte ich mich manchmal hassen) habe ich als Diplomarbeitsthema ein Softwarethema gewählt (wahrscheinlich aus Bequemlichkeit, da mir die Software wesentlich besser liegt). Vermutlich deshalb und wegen der Finanzkrise war ich seit Anfang 2009 hauptsächlich in der Softwareentwicklung tätig (inzwischen Projektleiter in kleineren 2-3 Mann Offshore-Projekten). Die aktuelle Bezahlung ist OK, allerdings sind die aktuellen Themen nicht sehr komplex (und das stört mich extremst wegen der fehlenden Weiterentwicklung). Ich fühle mich quasi etwas unterfordert.

Es stellt sich für mich die Frage, ob es nun wirklich Sinn macht, dem Hardwarebereich den "Rücken" zu kehren und in der Softwarebranche zu bleiben ODER ob ich in den nächsten Monaten versuche in die Embedded-Programmierung (ist ja quasi hardwarenahe Software) zu "wechseln" (entweder Firmenintern oder ein ganz neuer Job).

Es gibt also aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten:

1. Wenn ich in der SW bleiben möchte, studiere ich entweder M.Sc. Computer Science oder M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der FernUni Hagen.

2. Wenn ich mehr in Richtung HW gehe, studiere ich M.Sc. Elektro und Informationstechnik mit Schwerpunkt Embedded Systems an der FernUni Hagen.

In beiden Fällen wäre ich in ca. 3 Jahren fertig. Entscheide ich mich für die SW, dann habe ich ca. 5 Jahre Erfahrungen in der Softwareentwicklung. Entscheide ich mich für die HW und versuche den Job zu wechseln, dann hätte ich vllt 2 Jahre Erfahrungen im Bereich Embedded Systems.

Vllt. könnt ihr mir ein paar Meinungen und Denkanstöße geben ;-)

Danke und schönes Wochenende,

j.j.

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Blöderweise (und dafür könnte ich mich manchmal hassen) habe ich als Diplomarbeitsthema ein Softwarethema gewählt (wahrscheinlich aus Bequemlichkeit, da mir die Software wesentlich besser liegt).

An dieser Stelle habe ich mich gefragt, was Du eigentlich erreichen willst. Du hast ein Softwarethema gewählt, weil es Dir mehr liegt. Und jetzt willst Du zur Embedded- oder Hardwareseite wechseln, weil es (vermeintlich) mehr Geld bringt? Das kann sich ja schnell ändern, angesichts der Schnelllebigkeit dieser Branche. Wenn Du mit "da mir die Software besser liegt" auch meinst, dass Du mehr Spass daran hast, dann würde ich mir den Wechsel auf jeden Fall gut überlegen. Langfristig wirst Du nur gute Leistungen bringen können, wenn Du auch Freude am Job hast.

Ich habe mich auch gefragt, ob ein weiterer Studienabschluss in Deiner Situation überhaupt einen nennenswerten Zusatznutzen bringen würde. Du schreibst ja, dass Du einen guten Diplomabschluss in techn. Infomatik hast. Damit müssten Dir doch (zur Zeit jedenfalls) alle Türen offen stehen, egal ob im Hard- oder Softwarebereich.

Für die Karriere kann ein Hochschulabschluss ein wichtiger Türöffner sein, aber wenn man beruflich erst einmal Fuß gefasst hat, dann kommt es aus meiner Sicht nicht so sehr darauf an, ob jemand eine Reihe zusätzlicher akademischer Grade präsentieren kann. Entscheidender wären für mich als Arbeitgeber vorzeigbare berufliche Erfolge, d.h. Projekterfahrung, entsprechende Produkte, Referenzen usw. Wenn Du dich zur Zeit unterfordert fühlst, könnte vielleicht auch ein Jobwechsel in Frage kommen. Auf dem Arbeitsmarkt sollte das zur Zeit kein Problem sein.

Ich will Dir den Master nicht ausreden, schaden wird es wohl auch nicht, aber ich bin mir nicht sicher, ob es für die Karriere wirklich soviel neuen Schub bringen wird.

Grüße

Lippi

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Ich möchte zugeben, dass ich etwas karrieregeil bin, daher möchte ich unbedingt ein Aufbaustudium machen und zwar möglichst ein solches, das mich bzgl. Karriere weiter bringt oder mir einige (neue) Wege ermöglicht.

Ich wollte nach meinem Diplom-Abschluss in die Richtung Embedded Systems gehen, da hier die Gehälter grundsätzlich höher sind als in der Softwarebranche (wie gesagt ich bin etwas karrieregeil :P). Blöderweise (und dafür könnte ich mich manchmal hassen) habe ich als Diplomarbeitsthema ein Softwarethema gewählt (wahrscheinlich aus Bequemlichkeit, da mir die Software wesentlich besser liegt).

im Informatik-Bereich kenne ich mich nicht soooo gut aus, aber ich hätte mal ne grundsätzliche Anmerkung...

es gibt Dinge, die man besser kann, als andere, die einem eher liegen, als anderes (Talente, Begabungen, Stärken, was auch immer)

ich bin nun der Meinung, dass man einen Job wählen sollte, der den eigenen Begabungen/Stärlen so weit wie möglich entspricht und zwar aus einem einzigen Grund: bei Dingen, die einem leicht fallen und einfach von der Hand gehen wird es leichter fallen, besser als andere zu sein - und das ist (ein) Grund, aus dem man Karriere macht. Wenn nun deine Stärke in der Software-Entwicklung liegt, würde ich dabei bleiben und mir vielleicht anspruchsvollere Aufgaben suchen

wenn du keine technische Begabung besitzt, aber dieses Fach auswählst, nur um Karriere zu machen, besteht die Gefahr, dass es immer jemanden gibt, der besser ist als du und dir eine Nasenlänge vorraus ist. Das wiederum ist keine gute Grundlage, Karriere zu machen.

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Hallo,

wenn man wirklich Karriere machen will, dann sollte man sich damit beschäftigen, was auf Dauer karriereförderlich ist und was nicht. Die Entscheidung, am Anfang des Berufslebens die Entscheidung danach zu treffen, wo man am meisten Geld verdient, gehört eher nicht dazu.

Sie haben bisher eine Ausbildung, ein Studium, das grundsätzlich Voraussetzungen für einen guten Verdienst liefert. Sie sollten sich jetzt Gedanken machen, was ganz konkret "Karriere machen" für Sie bedeutet, ob Sie in einer Region wohnen, die attraktive Arbeitsplätze anbietet, ob Sie eher in Konzernen als im Mittelstand arbeiten wollen bzw. können, was Ihnen noch fehlt außer einem Master.

Sie sind jetzt 28, schreiben Sie. Wenn Sie noch drei Jahre nebenberuflich studieren, dann fehlen Ihnen u.U. die entscheidenden Jahre bzw. die notwendige Zeit und Energie für den Job, in denen andere auf der Karriereleiter schon sich nach oben bewegen.

Sabine Kanzler

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Ich danke euch, eure Meinungen helfen mir auf jeden Fall weiter. Ich will von euch ja keine Lösungsvorschläge (das muss ich natürlich selber entscheiden), aber Eure Meinungen sind mir wirklich wichtig! :-)

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Ist ein Jobwechsel eine gute Idee wenn man 1,5 Jahre inder ersten Firma war und jetzt in der zweiten Firma auch 1,5 Jahre war? Macht sich sicherlich nicht so toll im Lebenslauf, oder?

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Geht grade mal so. Blöde nur, wenn jetzt in der dritten Firma etwas schief geht und Sie (aus welchen Gründen auch immer) in der Probezeit gehen.

Aber im Grunde ist das mit den vorliegenden Infos (nämlich gar keinen!) Kaffeesatzleserei.

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