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Booniechris

Geisteswissenschaften oder Naturwissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften?

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Also manche haben doch fragwürdige Ansichten. Wenn eine Tüte rauchen, nichts tun und kein Geld haben das vielgesuchte Studentenleben ist... dann bin ich gerne Fernstudent. Noch trauriger wäre es wenn die Überzahl der Studenten so einen Hintergrund hätte - sowas will ich nicht in den Chefetagen späterer Firmen sehen (oder erklärt das vielleicht die eine oder ander Pleite?).

In meinem Freundeskreis habe ich fast ausschließlich Studenten - ich habe nicht einmal das Abi gemacht. Von denen hatte kein einziger ein "Tüte rauchen und nichts-tun" Leben. Hier sehe ich jedoch einen Unterschied zwischen den Studiengängen.

Da mein Freundeskreis größtenteils aus Techniker besteht, ist hier diese "wir rauchen Gras, tun nichts produktives außer für Klausuren lernen und dazwischen werfen wir Steine auf Polizisten" Mentalität überhaupt nicht verbreitet.

Es benimmt sich auch niemand von ihnen als wären sie Gottes Geschenk an den Intelligenzquotienten.

Keiner von ihnen hat eine Weltreise mit dem Rucksack geplant oder durchgeführt, keiner hatte Dredlocks und den Dealer auf der Schnellwahltaste.

Wenn man jedoch einen Großteil von "Geisteswissenschaftlern" betrachtet, findet man hier schon eher diese "Ich entfalte meine Persönlichkeit in dem ich nichts tue und frei bin" Mentalität.

Das Problem ist wohl, dass diese Studenten und leider auch die Absolventen sich einfach einreden in anderen Sphären zu schweben und das göttliche Ganze zu sehen....

Um auf das Eigentliche zurück zu kommen: Ein Technikstudent wird natürlich auch Party machen, aber hat von Beginn an einen viel größeren Bezug zur Realität (aufgrund des aktuellen Stands von Technik und Wirtschaft, Vortragenden, etc.) als jemand der Ausdruckstanz und Indogermanistik studiert ;).

Wenn man also somit das Studentenleben auf den Kontakt mit anderen, den gemeinsamen Kampf bei den Klausuren und gelegentliches Feiern einschränkt, dann finde ich schon, dass man ein Gefühl für ein Studentenleben bekommt und eben auch eines hat - ein fernSTUDENTENleben.

Als ich bei der Fernuni Hagen begonnen hatte, war aufeinmal eine ganz andere neue Gesprächsgrundlage mit meinen Freunden da. Wir waren zwar früher schon Schulkollegen (höhere technische Schule), aber aufeinmal drehten sich die Gespräche wieder um Vortragende, das Lernen, komplizierten Stoff, Pflichtvorlesung ja oder nein,...

Und da das ohnehin schon zu lange geworden ist noch eine Anekdote: Bei der ersten freiwilligen Lernveranstaltung hatte ich mich angemeldet obwohl nicht unbedingt notwendig. Den Abend zuvor war ich mit Freunden etwas Party machen in der Stadt. Als ich dann so gegen Mitternacht fahren wollte überredeten sie mich doch noch zu bleiben, da wir ohnehin selten alle zusammen kommen. Ich meinte dann "ach ist ja keine Präsenzveranstaltung" und alle lachten, jubelten und meinten "willkommen im Studentenleben!" :lol::lol:

Edit: Das thema wurde von dem thema ob man als fernstudent ein studentenleben im klassischen sinn haben kann, abgekoppelt - fyi

Bearbeitet von Booniechris

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Liebe Moderatoren, bitte nicht das Vollzitat löschen! Ich finde es sowas von genial von vorne bis hinten und wollte das nicht nur durch ein einfaches "Gefällt mir" ausdrücken:thumbup:. Kompliment ShellyC! Nach technischer Ausbildung, Ingenieursstudium (<3% Frauenquote; nur so als Gradmesser;)), bin ich nun über 20 Jahre in extrem technologielastigen Industriebereichen unterwegs. Wie gut, dass es Geisteswissenschaftler, Künstler und Sozialwissenschaftler gibt. Nur mit Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern und ihrem oftmals sehr eingeschränkten Blickwinkel wäre unsere Gesellschaft schon längst aus der Kurve getragen.

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gelöscht

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natürlich will ich keinen beleidigen damit, aber von der Wichtigkeit und Größenordnung her ordne ich Geisteswissenschaften dennoch nicht im notwendigsten Bereich an.

Wenn man die finanziellen Möglichkeiten hat genau das zu studieren was einen interessiert, unabhängig davon ob es damit auch Jobchancen gibt, dann ist das ja was schönes. Macht man das dann in einem Fernstudium, ist es auch nicht zu kritisieren. Jeder soll lernen was er will und Wissen ist immer etwas Gutes, unabhängig vom eventuellen Profit.

Was ich geschrieben habe ist etwas das ich die letzten zehn Jahre beobachten konnte, privat und beruflich, immer und immer wieder, also muss meiner Meinung nach zumindest ansatzweise etwas dran sein.

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natürlich will ich keinen beleidigen damit, aber von der Wichtigkeit und Größenordnung her ordne ich Geisteswissenschaften dennoch nicht im notwendigsten Bereich an.

Es ist immer eine Frage des Blickwinkels, aus welchem man das Ganze betrachtet.

Alle Studiengänge und Berufe sind genau so wichtig, wie jeder sich damit für wichtig nimmt. Jeder Studiengang und Beruf hat seine Daseinsberechtigung. Es wird Technologen und Geisteswissenschaftler geben und Gott sei Dank ist es so. Nicht jeder ist für alles geschaffen bzw. berufen. Ich schäme mich nicht, Geisteswissenschaften zu studieren und es wird mich meinem Ziel näher bringen, so wie Dich Dein Studium Deinem Ziel näher bringen wird.

Wenn ich bei der Berufswahl damals schon die Reife von jetzt gehabt hätte, dann hätte ich Abitur gemacht und gleich Germanistik studiert. Welch wunderbare und interessante Themen! So habe ich den Umweg über die Sicherheit („Mach' mal was Anständiges“) zum „lebenslangen Beamten“ („Da kann dir nichts mehr passieren“) genommen, bin dann aber doch davon abgekommen (nach 26 Jahren und 4 Kindern), um mich als Freelancer im kreativen Bereich zu betätigen, dort passt das Studium der Geisteswissenschaften wunderbar hinein. Auch ohne Studium sehe ich dort meinen Bereich. Allerdings besteht meine Freiheit auch nicht darin, ein „Tütchen zu rauchen“, „faul herum zu liegen“ o. ä., auch damals war das schon nicht so.

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1. Die oben stehenden Beiträge standen ursprünglich in diesem Thema:

http://www.fernstudium-infos.de/fernstudium-allgemein/31697-studentenleben-fernstudent-gibt-man-falschen-adresse.html

Dort sind sie aber off-topic, daher nun ein neuer Thread

2. @Wasserfall: Du hast ja sehr deutlich gemacht, für wie gelungen Du den Beitrag von ShellyC direkt über Deinem Beitrag hältst. Das funktioniert auch so, ohne dass der exakt gleiche Text 2x untereinander steht. Daher habe ich das Vollzitat entfernt.

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.... in dem ich nichts tue und frei bin" Mentalität.

Das kann ich so nicht bestätigen. Diese Mentalität gibt es unter Menschen in allen Bereichen.

Ich vermute, hier hast du ein paar junge Exemplare kennengelernt, die für dich jetzt den typischen Geisteswissenschaftler verkörpern.

Übrigens hier mal ein Auszug aus Wikipedia, was unter Geisteswissenschaftler zu verstehen ist:

"Geisteswissenschaft ist in der deutschsprachigen Denktradition eine Sammelbezeichnung für aktuell rund 40 unterschiedliche Wissenschaften,[1] die mit unterschiedlichen Methoden verschiedene Gegenstandsbereiche untersuchen, die zusammenhängen mit kulturellen, geistigen, medialen, sozialen, geschichtlichen und politischen Phänomenen..."

Diese alle, nur weil sie unter den Begriff Geisteswissenschaften fallen, in den Topf "frei sein wollen indem man nichts tut" zu werfen, kann gar nichts anderes als eine völlig falsche Vorstellung bedeuten und wird der Realität absolut nicht gerecht.

Übrigens: Mit meinem Studiengang "internationale Wirtschaftskommunikation" zähle ich wohl auch zu den angehenden Geisteswissenschaftlern. Ich gebe zu: Frei bin ich auch gerne, aber nicht indem ich nichts tue, sondern im Gegenteil: Freiheit ist das Gegenteil von Abhängigkeit. Und ohne eigenes Einkommen oder Vermögen ist man immer abhängig.

Wer also nicht schon Vermögen mitbringt und frei sein will, wird sich um so mehr anstrengen müssen.

Und du kannst auch nicht aus deinem Freundeskreis Schlußfolgerungen ziehen: Denn diese gehören zu deinem Freundeskreis, weil sie genau so sind, wie es deiner Einstellung und deinen Interessen entspricht, nicht aber weil sie repräsentativ wären.

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Wenn man

Was ich geschrieben habe ist etwas das ich die letzten zehn Jahre beobachten konnte, privat und beruflich, immer und immer wieder, also muss meiner Meinung nach zumindest ansatzweise etwas dran sein.
in Kombination mit

Da mein Freundeskreis größtenteils aus Techniker besteht
sieht, gebe ich dir den Ratschlag deinen Freundeskreis um Künstler und Geisteswissenschaftler zu erweitern, dann denkt man anders über "brotlose" Wissenschaften. ;)

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Komische Diskussion hier, da die Frage im Prinzip merkwürdig gestellt ist.

Was Geisteswissenschaftler machen kann natürlich nicht direkt in Euro gemessen werden.

Ob nun aber Sozialwissenschaftler oder Anthropologen - sie tauchen immer irgendwo auf.

Man wird damit sicher nicht reich, n gewissen Idealismus braucht man also, aber ich würde die Geisteswissenschaftler nicht als schlechter hinstellen.

Um hier mal was viel ketzerisches zu sagen: eher finde ich es beschämend, dass die Wirtschaftswissenschaftler mit den Naturwissenschaftlern genannt werden!

Wirtschaftswissenschaften ist vom Prinzip her eine Geisteswissenschaft. Punkt.

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Es gibt noch einige weitere Beiträge, die ursprünglich in diesem Thema standen. Da diese aber hier off-topic sind, habe ich sie in ein neues Thema verschoben:

http://www.fernstudium-infos.de/weiterbildung-studium-allgemein/31744-geisteswissenschaften-oder-naturwissenschaften-wirtschaftswissenschaften.html

Sinnvoll.

Aber könntest du bitte das "/Wirtschaftswissenschaften" wegnehmen?

NaWi und WiWi quasi gleichzusetzen ist ... da fehlen mir die Worte.

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Aber könntest du bitte das "/Wirtschaftswissenschaften" wegnehmen?

Ich habe eine Änderung am Titel vorgenommen.

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