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TobiasK

Industriemeister vs Bachelor

Empfohlene Beiträge

vor 25 Minuten, TobiasK schrieb:

Es ging nur primär um die Aussage die ich von meinen Chefs bekam. Die Sache mit „Studium ist doof, machen sie den Meister der ist genauso gut und sie sparen sich Zeit und können nach dem Meister direkt ein Master Studium machen weil Ausbildung + Meister gleichzustellen ist mit dem akademischen Bachelor“ diese Frage wurde ja schon beantwortet. Den Rest wollte ich nur richtig stellen. 

 

Wegen des Masters: Da gibt es tatsächlich einen Informatik-Master den man ohne Bachelor machen kann. Welche Wertigkeit das hat, muss man sich selbst überlegen. Von den Modulen her ist er inhaltlich einem Bachelor gleich zu setzen.

https://www.hochschule-trier.de/informatik/fernstudium/studium/masterfernstudium/mcsc/

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vor 19 Stunden, peron3 schrieb:

Da du in der Mechanik verortet bist, würde ich dir erst zum Schritt Richtung 'Mechatronik' raten.

 

Mechatronik gibt es auch als Bachelor-Studiengang, nicht nur als Techniker. Zum Beispiel wird das von der Wilhelm Büchner Hochschule angeboten:

https://www.wb-fernstudium.de/kursseite/bachelor-studiengang-mechatronik-beng.html

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vor 14 Minuten, Markus Jung schrieb:

 

Mechatronik gibt es auch als Bachelor-Studiengang, nicht nur als Techniker. Zum Beispiel wird das von der Wilhelm Büchner Hochschule angeboten:

https://www.wb-fernstudium.de/kursseite/bachelor-studiengang-mechatronik-beng.html

 

Dein Beitrag hat mich auf die Seite geführt. Die bieten auch ein Maschinenbau-Informatik an mit Industrie 4.0

das passt eigentlich dann vorne und hinten. Werde mir mal das modulhandbuch holen, ist offenbar ein ganz neuer Studiengang. Danke Markus 

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Am 27.1.2020 um 17:16 , TobiasK schrieb:

Meine Vorgesetzten sagten mir aber folgendes. Den Bachelor Studiengang zu machen wäre sinnlos weil die abbrecherquote sehr hoch sei und weil Bachelor nicht besser als ein Industrie oder Handwerksmeister ist. Die Chefs haben mir gesagt ich solle meinen Industriemeister machen, diesen könnte ich in 2 Jahren erreichen indem ich freitags und samstags auf eine meisterschule gehe. Mit dem meisterbrief kann ich den Bachelor umgehen und könnte ein Master Studium anfangen weil die Ausbildungszeit und die Weiterbildung zum Meister angerechnet werden würden. Den Master Studiengang könnte ich dann in 1,5 Jahren abschließen. Ich habe irgendwie das Gefühl das hier etwas nicht stimmen kann oder? 

 

Der „Meister“ berechtigt doch nur den Besuch einer Uni oder FH. Dort müsste ich doch zunächst so oder so erst den Bachelor machen der ca. 3 Jahre dauert und anschließend den Master dran hängen oder hab ich was verpasst? 

 

Also sollte dein Vorgesetzter oder auch Personaler wirklich der festen Überzeugung sein, dann finde ich dies erschreckend.

 

Das jemand der den Industriemeister absolviert hat, sich mit diesem Durchbruch der IHK natürlich größer fühlt, ist wohl einleuchtend. Klingt ja für denjenigen toll, dass er angeblich den gleichen Stand, als ein Bachelor hat.

 

Hat dein Vorgesetzter ein Studium, oder ist er über altem Weg noch so gehoben worden? Falls ja würde es meiner Meinung nach diese Sichtweise erklären, weil er im Grunde genau die Unterschiede kennt, oder ahnt, aber Angst vor jedem hat, der mit einem Studium an seinem Arbeitsplatz sägen könnte, oder es eben eine blöde Situation darstellt, wenn der Vorgesetze kein Studium hat und die Angestellten haben eines.

 

Warum ich das frage? Weil es bei uns aktuell die gleiche Situation ist. Fast die ganze Bank der Vorgesetzten, als auch der Personalreferent kamen durch Vitamin B und eben alte Strukturen an ihre Stellen.

(Ich behaupte damit nicht, dass jemand mit absolviertem Studium automatisch besser ist, aber es sollte halt doch eine gewisse Hierarchie eingehalten werden, weil dies immer Unmut erzeugt).

Welchen Reiz hat es ansonsten noch sich weiterzubildenen, oder wie sich alle hier auf der Seite ein paar Jahre neben Beruf die Nächte um die Ohren zu schlagen, wenn am Ende jemand nur durch Handauflegen auf die höhere Position gehoben wird.

 

Und alleine bei deinem Beispiel ist es schon Quatsch, weil es keinen Industriemeister gibt, welcher den Schwerpunkt Informatik besitzt. Auch im Elektrobereich hat man "nur" eine Woche SPS Programmierung.

Du wirst hier keine Minute mit Programmierung etc. verbringen und etwas im IT-Bereich kennenlernen.

Der Industriemeister ist für diejenigen gedacht, welche von der Position als Geselle ein kleines Team, oder von mir aus in der Wirtschaft Verantwortung für ein Fließband mit ein paar Mitarbeitern bekommen.

 

Ich bin jetzt zuletzt auch noch auf eine nicht passende Stelle gewechselt, weil man alter Vorgesetzter (auch kein Studium) mich plötzlich auf eine eher unbeliebte Stelle setzen wollte, da hier ein Personalmangel war und ich nach seiner Aussage nach ich ja sowieso bald weg bin...  Alle waren der Meinung, dass es ihm nicht gepasst hat, dass dieser Unterschied herrschte. 

 

Als ich mit dem fertigen Masterstudium bereits ein wenig vorfühlte wie man auf einer Leiterstelle kommen könnte ging das ganze los. Man suchte nur Ausreden was ja immer fehlen könnte und würde. Die Leiterposition welche mir gefallen hätte wurde am Ende nicht einmal ausgeschrieben, sondern es wurde im Hinterzimmer entschieden und der neue Vorgestellt. 

Unser Personalreferent kann meiner Meinung nach genauso wenig etwas mit einem Bachelor oder Master anfangen.  Sonst hätten sie mir nicht im Grunde eine Art Teamleiterstelle als Zwischenschritt angeboten.

Diese kann mit einem Industriemeister besetzt werden. 

Und auch die angestrebte Bezirksleiterstelle ist bei uns sehr schlecht bezahlt und würde dann auch erst in vier Jahren frei werden. Und ist ja auch nicht mehr passend für das Studium.

 

Ich habe das ganz nur unterschrieben, weil mir mein aktuelles  Studium vom Unternehmen bezahlt wird

und ich dadurch nicht auch noch die Zeit habe mir in der nächsten Stadt wo wir auch angesiedelt sind eine neue und bessere Stelle zu suchen.

 

Aber wenn ich mit dem Studium fertig bin, dann werde ich weitersehen. Weil wenn man durch solche Führungskräfte und Personalreferenten hingehalten und unter Wert eingesetzt werden soll, wobei sie 

im Grunde die schlechteren Karten haben, muss sich keiner gefallen lassen.

Und genauso wird es auch in deinem Fall ablaufen. Hier sind es die gleichen Vorgesetzten, welche jede angestrebte Weiterbildung schlecht reden und lieber auf ein paar interne Kurse verweisen.

Ggf. herrscht dann auch die Angst, dass man mit offiziellen Papieren auch leichter das Unternehmen verlassen kann.

 

Der Unterschied vom Industriemeister alleine zum Bachelor ist ein erheblicher Unterschied.

Ich habe den zweiten Weg, als Realschule, Ausbildung, Industriemeister und damit Bachelor + Master und aktuell bin ich noch beim M.BA. Kann es damit ziemlich gut vergleichen.

 

Der Industriemeister hatte rein vom fachlichen her fast die gleichen Inhalte wie in der Ausbildung. Kombiniert war er lediglich mit etwas BWL und halt Fächer für die Führungskompetenz. 

 

Beim Industriemeister hat man im Basisteil fünf schriftliche Prüfungen.  Ein Fach umfasst hier grob 100 Seiten.

BWL hatte zwei Skripte mit je 120 Seiten. Es wiederholt sich viel.

Im Hauptteil hat man zwei Prüfungen zu je vier Stunden.  Hier ist der Stoff wie gesagt viel aus der Berufsschule und Ausbildung kombiniert und kommt halt alles noch ein wenig dran + betriebliche Sicherheit usw.

 

Im Bachelor hat ja jede Klausur um die 500 Seiten an Stoff. Also alleine dieser Unterschied ist erheblich.

 

Ein Arbeitskollege macht zur Zeit den Meister und hat ihn aktuell ausgesetzt, weil es ihn stresst 😉

Also ich bin da eine Person die dazu schweigt und mir dann den Teil dazu denke. 

 

Aber die Entscheidung liegt bei dir. Wenn du in deinem Unternehmen bleiben willst und dir die angestrebte Stelle wirklich mit einem Industriemeister geöffnet wird, dann kannst du das Angebot natürlich nutzen. Schneller geht es dann nicht.

 

Und ja bei mir war der Industriemeister im Studium nur die Eingangstür, welcher das Abitur ersetzt hat.

Angerechnet wurde so gut wie nichts.

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