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TobiasK

Industriemeister vs Bachelor

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Ich arbeite industrienah, mein eigener Lebenslauf ist auch alles andere als gerade (erste Ausbildung mit 28 gestartet) und dennoch bin ich inzwischen recht weit gekommen. Ich denke, dass zeigt, dass man mit Einsatz und Risiken es doch schaffen könnte. 

 

Kollegen, die heute sps-Software entwickeln und Quereinsteiger sind, haben beispielsweise im Anlagensupport angefangen. Das sind die, die bei Problemen in die Anlagen fahren und den Fehler suchen. Der kann sowohl in der Hardware, als auch in der Software liegen. Dafür braucht man Kenntnisse in beidem. 

 

Gehälter sind ein eigenes Thema, da möchte ich hier nicht näher darauf eingehen. 

Die Juniorentwickler sind bei uns beispielsweise sehr hetterogen, im Testbereich ist es noch deutlicher. Da sitzen ehemaligen Bademeister mit Soziologen an einem Tisch. 

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Ich weiß ja nicht wie es in anderen Unternehmen ist, aber bei uns (Automobilindustrie) hat ein Meister nichts mehr mit dem fachlichen zu tun. Nur noch Organisation. Wenn das bei euch auch so wäre würdest du auch nichts mit IT zu tun haben.

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Denkt an die Zukunft. Bei der Industrie 4.0 oder allgemein Digitalisierung braucht niemand mehr einen Meister. Da sind andere Qualifikationen gefragt. Wenn dir der Bachelor zu schwer sein sollte, mach den Staatlich geprüften Techniker.

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Ich bin momentan 31 Jahre alt und werde dieses Jahr 32. Mit Objektorientierter Programmierung befasse ich mich privat weil ich das Thema super interessant finde. Unsere IT Abteilung ist nochmal in andere Abteilungen unterteilt. Wir haben sps Programmierer die den lieben langen Tag nichts machen als an den verschiedenen Anlagen die sps zu programmieren und sämtliche steuerrelevanten lernte zu warten und zu überwachen ggf etwas umzuschreiben und auf neue Anforderungen zu trimmen. Dann gibt es in der IT Abteilung Programmierern die sich allein auf die Fernsteuerung der Anlagen befassen. Diese erstellen Applikationen für die Bedienung am pc. Diese komplette Fernsteuerung wird mittels eigener Server und eigenen Intranet realisiert. Die Leitung die dafür zuständig ist, ist im Besitz der Firma und strickt von der Außenwelt (dem Internet) getrennt. 

Dann haben wir in der IT noch einen der sich nur um IT Sicherheit kümmert und sicherheitslücken schließt und Seminare leitet wie wir uns zu verhalten haben. Datenschutzsensibilisierung und co. Der Rest der IT ist für die Verwaltung zuständig. Sprich Hardwarekomponenten aussuchen, Netzwerke errichten, einrichten, administrieren, Homepage pflegen, sowie Twitter Accounts oder andere medienwirksame Sachen. Telefonsupport für die internen Angestellten die Fragen haben und so banale Dinge wie Drucker einrichten, ins Netzwerk einbinden und co. 

Mich persönlich interessiert am meisten die Geschichte Fernsteuerung und den eigenen Servern plus Risiko Management (backupservern), das entwerfen der Applikationen für die Fernverwaltung und eben die sps. 

 

Der letztere punkt mit der Verwaltung wäre ich auch nicht abgeneigt, könnte ich mir auch vorstellen jedoch ist mein Wunsch eher aus den anderen Punkten gewachsen. Einfach weil großes Interesse daran besteht die Logik hinter dem ganzen komplex zu verstehen. Die Sicherheitsvorkehrungen und eben wie das alles als Ganzes funktioniert. Ehrlich gesagt finde ich das alles total SciFi. Meister möchte ich definitiv nicht machen. Der Meister würde bedeuten das ich eher das Team leite und an Besprechungen der mittleren Führungsebene teilnehmen muss, sowie an wöchentlich staubtrockenen Sitzungen wo viel geredet wird und viel versichert wird und die Praxis dann wieder total anders aussieht. Ich sehe es ja an meinem Meister, seinen Job wollte ich wirklich nicht haben und soviel Mitspracherecht oder Entscheidungsfreiheit hat er auch nicht. Letzten Endes leitet er nur die Befehle die er von weiter oben bekommt an uns weiter und sorgt dafür das wir das ausführen. An der Lösung selbst ist er nicht beteiligt und ich bin ein Mensch der gerne Lösungen sucht und findet und sich auch mal den Kopf zerbricht. 

 

Außerdem wäre ich mit dem Meister sehr unflexibel was meine Arbeitgeber angeht. Als Informatiker könnte ich aussuchen, Software unternehmen, Industrie, Medizin, öffentlicher Dienst, ich könnte meine Nische finden. Als Meister bin ich ziemlich geeicht was meinen weiteren Werdegang angeht. Zumal denke ich, werde ich im Studium auf Themen stoßen die ich noch garnicht gekannt habe und dort nochmal klarer wird wohin ich eigentlich gehen möchte, was kann ich besonders gut oder was macht mir besonders Spaß? Wo sind meine Stärken in welchen Bereichen? 

Bearbeitet von TobiasK

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Wenn das so ist, dann schauen Sie sich doch die verschiedenen Hochschulen an, die ein Studium anbieten und überprüfen Sie, ob Sie ohne Umwege zugelassen werden. Und schauen Sie sich die Module an, die vielleicht schwierig werden. Wer lange aus der Schule raus ist, muss ja oft in Mathe einiges nachholen und/oder auffrischen.

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Ich würde zum Bachelor raten. Als Fernstudium an einer privaten Hochschule (teilweise sicherlich auch an staatlichen - an der FernUni Hagen würde es aber vermutlich länger dauern) kannst du damit in drei Jahren durch sein, wenn du dich rein hängst - und gerade wo ich aus deinen Beiträgen auch so viel echtes Interesse an der Thematik herauslese und du ja auch künftig eher in die fachliche Richtung als in Richtung Führung gehen möchtest, wenn ich das richtig verstanden habe.

 

Und ein Master wäre dann in nochmal zwei Jahren denkbar.

 

Kommt natürlich auch immer darauf an, was sonst noch so los ist in deinem Leben, wie viele Überstunden du machst, wie gut du dann wirklich mit dem Stoff zurecht kommst etc.

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Da du in der Mechanik verortet bist, würde ich dir erst zum Schritt Richtung 'Mechatronik' raten. Du kannst dich dort auf 'Automatisierungstechnik' spezialisieren. Als reiner Informatiker wirst du nicht so viel im Studium von Regelkreisen/MATLAB mitbekommen wie ein Mechatroniker.

 

Es bietet sich der Staatl. gepr. Techniker 'Mechatronik' an. Danach kannst du umsatteln. Entweder hardware/softwarelastig studieren. Ein Master ist sehr akademisch für einen Facharbeiter. Dort wird jedes gegenüber eine Messlatte und Erwartungshaltung aufsetzen mit denen eigentlich nur Bachelor was anfangen können. 

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Der Techniker wäre wieder so eine Sache. Meine Firma hat keinerlei bedarf an Technikern. Die wollen irgendwie Meister haben und scheinen von Technikern nicht viel zu halten. Alle Techniker die ich kenne besetzen entweder meisterstellen oder aber sind normale Angestellte, weder in Meister noch in Techniker stellen besetzt. Ich habe das auch mal angesprochen, die Aussage war in etwa wie folgt „Techniker sind keine Meister, aber auch keine Ingenieure, sie sind nichts halbes und nichts Ganzes.“ nach Möglichkeit besetzt meine Firma die stellen mindestens mit einem Bachelor. Aber in jedem Fall zieht die Firma Meister den Technikern vor. In manchen Fällen beteiligen Sie sich sogar an den Kosten der meisterschule. Der Techniker wird nicht bezahlt und dauert sogar länger. Gehaltstechnisch sind beide etwa gleich wenn denn eine entsprechende Stelle auch wirklich besetzt wird. Die Kollegen die den Techniker gemacht haben rieten mir davon ab, es hätte sich nicht gelohnt. Es hat mal eine Zeit gegeben da wurde der Techniker hoch angepriesen, aber in der Zwischenzeit wäre das sehr stark gekippt. Wie die Realität in anderen unternehmen aussieht weiß ich nicht.

 

Ich selber würde ja gerne ganz normal erst den Bachelor machen.  

Bearbeitet von TobiasK

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Ich glaube, es ist keine so gute Idee, jede Ausbildung oder auch ein Studium ausschließlich daraufhin zu überprüfen, wie Ihr jetziger Arbeitgeber dazu steht oder damit umgeht.

 

Denn dass Sie bis zum Renteneintritt dort bleiben, ist mindestens nicht sicher. Und auch mit einem IT-Bachelor haben Sie keine Garantien, dass Sie dort eine neue attraktive Position finden werden.

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