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Abendrose

Fernstudium Psychologie Bachelor (mit Option auf PPT)

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vor 9 Stunden, stefhk3 schrieb:

 Das "gleichstehend" bei der PFH ist was anderes, das ging es darum, dass nach der alten Gesetzeslage es "eigentlich" keine Unterscheidung nach Uni und FH gab (wahrscheinlich weil noch niemand an FHs gedacht hat, als das gemacht wurde). Trotzdem wurden die FH-Studiengaenge anfangs abgelehnt, weil was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Hier wurde dann geklaert, dass die FH-Studiengaenge auch gehen, einfach weil nicht anders vorgeschrieben. 

 

Hmmm, aber eigentlich ist doch auch in dem alten Gesetz (s.o.) vorgeschrieben, dass es Uni-Abschlüsse (oder "gleichstehende Hochschulen") sein müssen, oder?

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Es soll oder gibt mittlerweile FHs, die das Promotionsrecht haben. Somit sind diese wenigen auch den Unis gleichgestellt.

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vor 10 Stunden, ClarissaD schrieb:

 

Hmmm, aber eigentlich ist doch auch in dem alten Gesetz (s.o.) vorgeschrieben, dass es Uni-Abschlüsse (oder "gleichstehende Hochschulen") sein müssen, oder?

Ich habe das nochmal nachgesehen, tatsaechlich ist im alten Gesetz davon die Rede. Es scheint, dass manche Bundeslaender davon abweichen. Wie das geht, ist mir unklar, mir scheint das alles recht weites Verwaltungshandeln. Denn die "gleichgestellten Hochschulen" scheinen mir kein ausfuellungsbeduerftiger Rechtsbegriff, oder wie Juristen sowas nennen, sondern ein gesetzlich definierter Begriff. Ich verweise nochmal auf das niedersaechsische Hochschulgesetz, dort heisst es

Zitat

Hochschulen in staatlicher Verantwortung sind

die Universitäten und gleichgestellten Hochschulen

a) Technische Universität Braunschweig,

...

f) Medizinische Hochschule Hannover,

...

die Fachhochschulen

a) Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel ...

Das ist doch eine abschliessende Aufzaehlung, da muss man nicht interpretieren, was hier gleichgestellt ist, es ist ja genannt.

@der_alex glaube ich nicht. Gibt es inzwischen wirklich FHs mit Promotionsrecht? Aber auch hier, nimm den Gesetzestext. Selbst wenn eine der FHs Promotionrecht haette, solange sie als FH genannt ist, und nicht bei den "Universitäten und gleichgestellten Hochschulen", ist sie keine solche. Ich sehe da keinen Spielraum.

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vor einer Stunde, stefhk3 schrieb:

Das ist doch eine abschliessende Aufzaehlung, da muss man nicht interpretieren, was hier gleichgestellt ist, es ist ja genannt.

 

Hmmm, das einzige, was mir noch einfiele als mögliche Erklärung, ist, dass in dem Gesetz ja nur staatliche Hochschulen genannt sind. Private Hochschulen wie die PFH werden da gar nicht eingeordnet (weder als Universität/gleichgestellte Hochschule noch als Fachhochschule), vielleicht ergibt sich daraus ein gewisser Spielraum?

 

Aber ich nehme dann mal mit, dass die jetzige Regelung mit der PFH/Diploma/SRH zumindest eine sehr weite/großzügige Auslegung des Gesetzes ist und dass es wohl sehr schwierig bis unmöglich wird, dass die Psychotherapie-Master an Fachhochschulen angeboten werden können.

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Ich denke, die bisherige Auslegung ist vor allem vor dem Hintergrund moeglich, dass es, als das Gesetz verabschiedet wurde, noch gar kein Psychologie an FHs gab. Da konnte man sagen "haette es das schon gegeben, waeren sie genannt worden". Wenn aber heute der Gesetzgeber es ausdruecklich so formuliert, sollen FHs ausgeschlossen werden, das ist wohl recht eindeutig so zu verstehen.

Die privaten Hochschulen haben im niedersaechsischen HG in der Tat einen separaten Teil, Paragraph 64 folgende. Der sagt es zwar nicht ausdruecklich, aber auch hier erfolgt die Anerkennung wohl entweder als Universitaet oder Fachhochschule, Die Anwendung der Kategorien erfolgt sicher analog, warum sollte es bei den privaten ploetzlich anders sein? Das "gleichgestellt" behaelt doch wohl seine Bedeutung.

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Mein letzter Stand der Dinge :) 

- Die PP/KJP-Ausbildung mit FH-Abschlüssen im Fach Psychologie (wozu auch die der privaten Hochschulen gehören, und auch nur solche, die genug ECTS an Klinischer Psychologie mitbringen) ist nur da möglich, wo generell FH-Abschlüsse also solche von den Ländern zugelassen sind:

  • Niedersachsen
  • Baden-Württemberg 
  • Bei Sachsen-Anhalt bin ich mir nicht 100% sicher. Ich kenne persönlich keinen Fall von dort.  

- NRW sagt dazu prinzipiell: NEIN. Auch für den KJP definitiv NICHT. Ich hatte rein aus Interesse letzten Monat bei einem Institut hier angefragt. Dieses hat sich sogar selbst mit LPA Düsseldorf angelegt, die Zulassung durchzudrücken. Das fand ich sehr couragiert von dem Institut (wobei es gar nicht meine Absicht war :), denn das war nur eine generelle Anfrage, ob sich da mittlerweile etwas getan hat - ich mache die Ausbildung auch nicht in NRW ). Die Absage selber fanden sie sehr bedauerlich. Genau dasselbe erlebte eine Freundin auf Nachfrage hin in Bayern. 
Es bleibt als in NRW beim Nein, zumindest was die Zulassung der FH-Psychologen angeht (Soziale Arbeit usw. ist für den KJP in NRW okay!). 

- Besonders im Auge behalten muss man generell die Zukunft des KJP. Ich zitiere dazu mal Michael Borg-Laufs:

 

Zitat

(...) Wenn wir zunächst einmal inhaltlich schauen, dann müssen wir doch feststellen: Nach vielerlei Abwägungen und Diskussionen hat sich der Standpunkt durchgesetzt, dass die Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen einerseits und mit Erwachsenen andererseits so viele Gemeinsamkeiten und Überschneidungen hat, dass es zukünftig nur noch einen Psychotherapeutenberuf geben soll. (...)

Quelle und ganzes Interview hier: https://www.dgvt.de/aktuelles/details/?tx_ttnews[tt_news]=5096&cHash=5478bc54fe5f2917d50d99e44285b1fc 


- Dass Institute nur noch bis zu 5 Jahre offen haben (PP & KJP), habe ich auch schon von anderen gehört. Daher unbedingt anfragen beim Start, ob ihr die Ausbildung auf jeden Fall dort noch zu Ende führen könnt. 
Es ist ganz wichtig, dass ihr Infoveranstaltungen bei eurem Institut der Wahl besucht und dort sowas klärt.  2032, Härtefall 2035, klingt zunächst mal nach viel Zeit, nützt aber auch nichts, wenn das Institut auf halbem Weg zumacht. 

LG :) 

 

Bearbeitet von Vica

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@Vica

 

Viel Erfolg dir. Du bist ja bald fertig mit dem Master und könntest dann "in Ruhe" die KJP-Ausbildung anfangen. Ich drücke die Däumchen, dass alles gut klappt :)

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