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Interview mit den Verantwortlichen für die neue IU Lern App


Nachricht hinzugefügt von Markus Jung,

Hier geht es direkt zur Aufzeichnung des Gesprächs und zum Podcast.

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Zur neuen Lern App der IU Internationale Hochschule gibt es hier ja schon ein ausführliches Thema. Um euch Infos und Antworten aus erster Hand zu liefern, werden Dr. Alexander Akbik (Product Manager Digital Services IU Internationale Hochschule) und Anton Stangl (Entwickler IU Internationale Hochschule) im Interview die App vorstellen und alle Fragen dazu beantworten.

 

Los geht es am Dienstag, den 17. August um 19 Uhr. 

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Hier noch eine recht aktuelle Frage. Es wäre evtl. gut, diese dem Gesprächspartner vorher zukommen lassen, wenn du vorhast diese zu stellen/

 

In der App werden jetzt Stichworte verlinkt, wenn es hierfür ein passendes Video (auch aus anderen Studiengängen) gibt. Das ist gut.

 

Nur leider wird nicht geprüft, ob das Video passt.

 

Beispiel: Im Skript von "Experience Psychology" wird der Begriff "interindividuellen Unterschiede" auf ein Video mit diesem Titel verlinkt. Nur leider geht es in dem Video nicht um diesen Begriff. Zwar wird er kurz erwähnt, primär geht das Video allerdings auf die Inhalte eines andern Skripts ein - also listet auf, was in dieser Lektion (des anderen Studiengangs) och behandelt werden wird.

Der Mehrwert ist also gleich Null (keine neuen Informationen) und die Chance auf Verwirrung recht hoch, da die im Video genannten folgenden Themen ja nicht in diesem Kurs behandelt werden.

 

Das ist natürlich zum einen ein Problem mit der Gestaltung der Videos an und für sich (Titel != Inhalt) und weniger der App, zeigt aber auch, dass es schwer sin wird zum einen "für den Kurs konkrete" Inhalte und "allgemein wiederverwendbare" Inhalte zu kombinieren.

Was hier quasi auf der Microebene durchschlägt erlebe ich auf der Mesoebene in den Studiengängen - hier werden "passend klingende" Kurse in andere Studiengänge transplantiert, die aber teilweise sehr speziell für einen Studiengang ausgelegt sind. Auch hier wieder die Gratwanderung zwischen "allgemein" und "praktisch anwendbar."

 

So referenzieren einige Skripte Kurse, die nicht in meinem Studiengang sind als "Grundlagen" andere gehen von einer komplett anderen Fachrichtung aus - was insbesondere bei Projekten, die dann natürlich auch von einer komplett anderen Ausrichtung ausgehen, extrem irritierend ist. Auch ist es komisch, in den Aufgaben als "angehender X" angesprochen zu werden, obwohl man in einem komplett anderen Studiengang ist.

 

Was aber natürlich nicht an der App liegt - sie muss nur eben mit dem Fallout dieses Aufbaus leben und ggf. eine Methode finden solche Probleme zu umgehen oder zu mitigieren.

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BIn gespannt, werde mir leider erst später am Abend die Aufzeichnung ansehen können.

 

Generll marschiert die App ja in eine sehr gute Richtung. Und inzwischen nutze ich die Web App auch durchgehen anstatt des Interactive Readers. Die Android app macht bei mir allerdings Probleme, daher nutze ich da immer die PDFs mit entsprechenden Tools.

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Ich persönlich fände interessant inwiefern die App barrierefrei ist, also auch für Studierende nutzbar ist, die aufgrund von motorischen Einschränkungen z.B. auf eine Sprachsteuerung angewiesen sind (kenne ich ja noch von Thijs, der ja Fernstudent des Jahres 2018 war). Oder eben auch für Studierende mit visuellen Beeinträchtigungen, die eben eine starke Vergrößerung benötigen oder aber die Kompatibilität mit z.B. Screen Readern. Gerade diese Gruppe erlebe ich persönlich als zunehmend.

 

Gerade die Gestaltung einer APP bietet hier ja viele Möglichkeiten für Diversität und Inklusion.

Bearbeitet von polli_on_the_go
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Wer nicht warten will, bis das Feature bei der iu kommt:

https://learn.iubh.de/courses/[Kürzel]

ermöglicht den Zugriff auf jedes Script, wenn man das entsprechende iu-Kurskürzel kennt.

 

Ist mein aktueller Workaround, bis das Feature in der App verfügbar ist.

 

Ist, wenn man das zum Beispiel mit nem kleinen Skript, z.B. Mittags laufen lässt, eine gute Methode um zu prüfen ob ein Kurs schon veröffentlicht wurde.

 

Zum Thema Feedback zu den Skripten:

Falls die Entwickler hier mitlesen: nach meiner Information soll ein Portal aufgebaut werden, um Skript-Feedback abzugeben - wenn man das früh genug einplant, dann sollte es hier ja auch gut möglich sein, eine interne API bereit zu stellen, um dieses Feedback auch aus der Learn App ansprechen zu können.

 

Evtl. Möglichkeiten für interne Skripte:

Ich hab mir ein kleines Skript geschrieben, dass für die einzelnen Lektionen die verwendeten Quellen raus sucht (mit Häufigkeit und Seite). Für das interne Management könnte das zum Beispiel genutzt werden um die Quellenabdeckung zu prüfen (Hint: die ist bei manchen Skripten nicht wirklich gut).

Für Studierende ist das interessant, da man teilweise halt (ggf. besser lesbare) Literatur findet, auf denen das Skript basiert. Da viele Skripte extensiv auf Sekundärliteratur setzen, kann man hier teilweise einen guten Mehrwert erzielen.

 

Lernypen

Weil es mich echt triggert, und jetzt von jemanden mehrfach erwähnt wurde der Lern-Apps entwickelt:

Es gibt keine Lerntypen (auditiv, visuelle, etc.) - diese Legende ist schon sehr lange widerlegt, hält sich allerdings, da sie halt sehr easy ist und eben die ganze Zeit propagiert wird.

 

Zum Thema Accessibility würde ich an der Stelle gerne mal auf die aktuell geltenden rechtlichen Vorschriften hinweisen - Barrierefreiheit ist gesetzlich vorgeschrieben. Und ein kurzer Check mit den öffentlich zugänglichen Tools der Web App sieht nicht ganz so rosig aus.

Semantische Auszeichnung ist quasi ein Fremdwort.

Hier werden anstatt bestehender semantischer Auszeichnungen diverse Schachtelungen von DIVs und SPANs benutzt, die für Screenreader und andere Tools absolut unbrauchbar sind.

Warum ein cite, dfn, abbr, etc. Tag nutzen, wenn man das auch mit spans und divs abfrühstücken kann?

(Spätenstes wenn eine Vorlese Funktion geplant ist, sollte diese Tags aber rein... sonst werden manche Skripte nciht wirklich gut klingen - witzigerweise die guten mit vielen Belegen :) )

 

Bzgl. der Anzeige der Tabellen und Grafiken:

Typisches Beispiel aus vielen Modulen (z.B. IT-Projektmanagement): Tabellen und Grafiken, die zusammen gehören.

Hier sollte man beides gleichzeitig betrachten können, damit man diese auch abgleichen kann um den Zusammenhang verstehen zu können. Ich finde es seltsam, dass Kindle nicht als Vorbild genannt wurde, obwohl genau die Schwächen der Kindle-App in diesem Bereich übernommen wurden - wobei die Stärken leider nicht übernommen wurden, die nervigen Features der Kindle Apps (zum Beispiel Anzeige von Tabellen/Grafiken und Behandlungen von Markierungen) hingegen schon.

 

Technisch verstehe ich die Probleme - allerdings funktioniert das ohne Probleme im PDF - die neue Version ist hier noch weit der Nutzbarkeit des "Oldtimers" PDF entfernt.

 

Was auch daran liegt, dass eben viele Features, die in den typischen Notiz und PDF-Reader Apps enthalten sind erst noch nachentwickelt werden müssen.

 

 

Generell

Lernen ist kein Prozess der bei der Aufnahme abläuft.

Dies ist deutlich stärker mit dem Abruf der Information verknüpft. Häufiges lesen/vorlesen lassen sorgt für ein verstärktes Gefühl der Bekanntheit, was zwar das "Gefühl das verstanden zu haben" erhöht, aber eben nicht dafür sorgt, dass die Information wirklich frei abgerufen werden kann.

 

Generell ein Lob, wie geschickt bestimmte Fragen umschifft wurden und dafür andere Fragen beantwortet wurden.  :)

Daher leider wenig neues, und auch keine Antworten zu den in Vorfeld gestellten Fragen, da eben "ähnliche" Fragen statt der eigentlich gestellten beantwortet wurden.

 

Deutlich wurde, dass die App dazu dient das "Interactive Book" aus Kostengründen abzulösen.

Hier wurde also das interactive book als Vorlage und "erstes Ziel" angepeilt (verständlich aus wirtschaftlicher Sicht). Was natürlich eine moderne App mit wirklich "neuen" Features schwer macht. wenn es solche gibt, sind diese dann eben aufgepropft. Das macht es schwer hier frischen Wind reinzubringen. Ich verstehe da die Bedenken sehr gut.

 

Wenn ich raten müsste, ist ein weiteres Problem wahrscheinlich auch die generelle Strategie.

Ich tippe mal, dass ein Team für die App gibt, ein weiteres für Video-Erstellung, etc.

Jeder macht, was man halt so macht in seinem Teil des Gebiets. Weil man das schon immer so gemacht hat. Evtl. baut man dann nen Feature ein, macht mal was länger oder kürzer, die Skripte kommen ja nochmal von wem ganz anders... etc.

 

Wenn man jetzt alles im großen und ganzen so macht, wie es vorher war, wie soll da ein "innovatives" Produkt entstehen?

 

  1. Jemand entwirft ein Modulhandbuch mit Themen.
  2. Dann schreibt jemand ein Skript und Klausurfragen.
  3. Das Skript wird dann in die Learn-App geworfen, wo diese Inhalte möglichst gut (d.h. idealerweise nicht schlechter als im PDF) angezeigt werden.
  4. Dann werden (irgendwann) Videos für die Kurse erzeugt.
  5. Diese werden dann in der App verlinkt. Andere Videos werden auch verlinkt, was dann ehr so ne "hoffen wir mal, dass es passt" Sache ist.

 

Linearer Content wird i verschiedene Förmchen gepackkt und ggf. künstlich angereichert.

Linearer Content, den man selbst erstellt hat. Wird mittels Heuristiken hoffentlich irgendwie mit anderem (ebenfalls selbst erstellten) Content angereichert. Und in der Zukunft evtl. sogar mit externen Content. Erspart dem Nutzer die Google/YT Suche nach dem Schlagwort. Wenn der Content moderiert ist, sind wir beim alten Yahoo Modell :) Und dann evtl. in 10 Jahren da, wo MediaWiki vor 10 Jahren war.

 

Der Unterschied zwischen "interactive Book" oder der "Learn" App und dem Skript sind die Fragen zur Selbstüberprüfung.

Gut, man könnte die auch ins Skript packen, aber dann wären ja wirklich alle Varianten gleich :)

 

Im Vergleich dazu die bei meinem Androd Tablett mitgelieferte Notes-App:

Ich kann auf den Seiten malen, Text hinzufügen, Inhalte (ink. Grafiken) aus anderen Quellen einfügen (zum Beispiel aus den angegebenen Quellen), den Content wild verlinken (inkl. auf bestimmte Seiten anderer PDFs (zum Beispiel den Quellen)), Marginalien sind durchsuchbar, ich kann vom Text zum Literaturverzeichnis und zurück springen, etc. 

All diese Features sind über Jahre hinweg in diesen Tools gelandet. Die Aufholjagd auf der Ebene wird verdammt hart.

Jeglicher Mehrwert der in dem Gespräch als geplante Features genannt wurden sind in anderen Tools bereits vorhanden.

Weil der Fokus auf "Wiedergabe des Skripts" anstatt auf "Vermittlung der Inhalte" liegt. Und dieses Feld von sehr vielen Firmen seit Jahrzehnten beackert wird.

 

Noch ein Hinweis: Gamification als "Badges und Highscores" zu verstehen ist zwar nicht selten, aber.. um.. naja... sehr, sehr oberflächlich. Und kann extrem backfiren. 

 

Gamification funktioniert, wenn dadurch beim Nutzer intrinsische Motivation erzeugt wird. Bringt man statt dessen externale Motivation ins Spiel, kann dies in nicht sehr seltenen Situationen die internale Motivation reduzieren/ ersetzen.

 

Während die Didaktik Kurse etwas predigen, die E-Learning Kurse Optionen auflisten und die UI/UX Kurse aufzeigen, worauf man achten sollte geht die iu hin und macht halt das, was schon mal da war. Nur eben jetzt selbst. Weil hoffentlich billiger. 

 

Ist wie mit dem Jodel Diplom. Dann hat man halt was Eigenes.

In dem Sinne: "Holleri du dödl di!"

Bearbeitet von DerLenny
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Ich habe mir beim Schauen vor allem zwei Dinge gedacht: Conway's Law schlägt in voller Härte zu. Und: Lass dieses unaufgeräumte Zimmer bitte ein statisches Hintergrundbild sein.

 

Zu ersterem: Diese App müsste in einer idealen Welt im Zentrum des "Produkts" und den Prozessen zur Medienproduktion stehen, da sie den elementaren Kernaspekt der Nutzererfahrung berührt. Stattdessen ist es offenkundig eine weitere Funktion in einem Meer aus gewachsenen Dingen, angeflanscht hinten rechts. Dafür können natürlich die zwei nichts, die offenkundig als Juniors in ein orgasitionales System gesetzt sind, das ihnen gar keinen großen Spielraum gibt (der PM ist noch nicht einmal 2 Monate dabei).

 

Die Ironie an der Geschichte ist, wie so oft, dass die Inhalte, die sie da über ihre App ausspielen, teilweise schon ein guter Startpunkt für einen besseren Aufbau der Org wären – ich denke da an "No-frills Software Engineering" von Prof. Ralf Kneuper :-).

 

Anyway. Ich werde bei meinem Setup mit Notes-App und Lern-App bleiben und bin damit ja auch sehr happy (und erfolgreich).

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vor 32 Minuten schrieb developer:

Und: Lass dieses unaufgeräumte Zimmer bitte ein statisches Hintergrundbild sein.

Mein Gedanke! Abgesehen davon, dass ich vom Thema wenig Ahnung habe (Ich habe noch nie mit einer Lern-App gearbeitet, zu meinen Studienzeiten gab es so etwas noch nicht! Aber deswegen habe ich mir das Interview angeschaut.), fand ich den Auftritt in so einer Umgebung unangemessen. Bei mir schlägt sich dann so ein Eindruck auch immer irgendwie aufs Thema nieder. 

 

 

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Pragmatische Frage - wenn in dem Skript Videos verlinkt sind, die aus anderen Studiengängen sind, und in den Videos Stuss erzählt wird - an wen wendet man sich dann?

 

Es ist für mich nicht erkennbar, aus welchem Studiengang das Video ist, oder wer der Ansprechpartner ist...

Der Content war aber "autsch"

 

Wie ist das denn eigentlich denn so rein prüfungsrechtlich?

In meinem (Klausur relevanten) Skript in der Learn App wird Content eingebettet, der Murks aus einem anderen Kurs erzählt und so nicht im eigentlichen Skript ist. Ich schreibe das hin, der Korrektor erkennt es als Stuss, und ich sage "ja... aber im Skript" .. 

 

 

Was uns wieder zum Problem "QM der Materialien" bringt.

Bearbeitet von DerLenny
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  • Community Manager

Danke für Euer Feedback. Ich werde auch die @IU Internation. Hochschule darüber informieren, so dass ggf. meine Gesprächspartner nochmal eine Rückmeldung gegen können.

 

Unten die Aufzeichnung des Streams. Diese Themen und Fragen wurden angesprochen:

00:00 Begrüßung und Vorstellung
03:32 Anstoß zur Entwicklung der App
06:50 Einbeziehung der Studierenden
09:05 Überblick über die App
10:07 Updates der Skripte
11:59 Skripte aus anderen Studiengängen
15:39 Einbindung von Videos und deren Relevanz
18:29 Feedback zu den Skripten
20:12 Vorstellung weiterer Funktionen
25:14 Zugriffsmöglichkeiten (Web/Apps)
26:20 Integration in den Webcampus
28:04 Videos auf dem Sperrbildschirm
28:55 Vorlesefunktion
30:29 Learning Analytics
32:29 Pomodoro Timer
33:40 Barrierefreiheit
36:41 Mehrwert gegenüber PDF-Readern
41:20 Gamification
41:40 Verlinkung von Referenzen/Quellen
44:10 Darstellung von Tabellen und Grafiken
47:45 Qualitätskontrolle
48:40 Verzicht auf gedruckte Studienhefte
49:25 Korrektur von Fehlern
52:14 Vision für die Entwicklung der App
57:10 Gastzugang für Interessenten
58:59 Abschluss

 

 

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