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Job kündigen und Vollzeit studieren?


Davy42
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polli_on_the_go
vor 10 Stunden schrieb Davy42:

TZ Arbeit + TZ Studium = Gehaltseinbußen / Differenz erst nach ca. 3,5 Jahren mit neuem Gehalt (angenommen 65k) wieder erarbeitet

Hoffe habe es nicht überlesen, aber ist ja nicht das Einzige, was du einrechnen solltest, denn drei Jahre sind lange und da kann im Leben viel passieren.

 

Rentenversicherungsbeiträge? Arbeitslosenversicherung? Krsnkengeld? Denn nach deinem aktuellen Plan, angenommen es geht grundlegend schief, wie bist du abgesichert bei längerer oder dauerhafter Krankheit z.B. wenn du Pech hat mit Aussteueruerung am Ende, oder bei Arbeitslosigkeit, wenn es am Ende doch nicht so super mit dem Einstieg klappt. Hast du dir Gedanken gemacht, wie dein Bemessungsentgelt berechnet wird und was das  für deinen tägl. ALG I bedeuten kann, wo Bestandschutz greift und wo nicht.  Hast du dir ausgerechnet, ob und wenn ja in wiefern sich das noch auf spätere Rentenzahlungen auswirkt? (Undanhängig davon, was man vom Renetnsystem denkt).

 

Ich persönlich bin der Meinung, auch vielleicht aus der Position meines aktuellen Arbeitsplatzes heraus, dass viele Menschen, solche weitreichenden Entscheidungen nicht tief genug durchdenken. Oft scheint es zu der Zeit angemessen und logisch. Ich selber habe damals diese Entscheidung getroffen, hatte keine Familie hinten dran und würde, auch wenn der Werkstudenten Job einer der besten war, die ich hatte, es nicht noch mal so machen. Denn ich habe erlebt wie das Leben dazwischen gekommen ist und ich mich nach langer Krankheit mit dem SGB II, dem SGB XII, Anwartschaftszeiten von Renten und am Ende Bemessungsgrundlagen ALG I auseinandersetzen musste, bis ich wieder da war wo ich mir zum Zeitpunkt der Entscheidung ausgerechnet hatte.

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vor 2 Stunden schrieb Steffen85:

Meine Erfahrung: BE > Abschluss, je älter man wird. Wir/Ich stellen MA selbst auch nur aufgrund ihrer Fertigkeiten ein, der akad. Abschluss ist hier nebensächlich. Gute Entwickler zu finden ist nicht so einfach. 

 

Da hast du recht. Nach ein paar Jahren im Job interessiert keinen Menschen mehr, was man im Studium gemacht hat – dessen Bedeutung wird gerade von aktiven Studenten oft maßlos überschätzt. Aber deshalb schrieb ich auch von der Checkbox. Es gibt durchaus Unternehmen, die das Vorhandensein eines entsprechenden Abschlusses auf dem Papier zur Mindestvoraussetzung machen, jedenfalls in der Regel. Aber auch da hilft er, jedenfalls bei den Gehaltsvorstellungen, nicht viel, wenn die Berufserfahrung fehlt. Und umgekehrt kann dann auch BE > Abschluss gelten. Aber momentan fehlt ihm ja noch beides.

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Den Job zu kündigen ist auf der einen Seite auch ein Risiko, aber da du ausreichend Rücklagen hast und deine Frau auch Geld verdient, wäre es eine Option. Denke aber auch daran, dass in dieser Zeit vermutlich keine Rentenbeiträge eingezahlt werden. Persönlich hätte ich aber eher versucht mit deinem Chef zu sprechen und die Stunden zu reduzieren.

Ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen, auch wir haben große Probleme, GUTE Softwareentwickler zu finden. Der Abschluss ist bei uns keine Voraussetzung. Sehr wichtig ist uns aber, dass sich der Bewerber mit den geforderten Technologien auskennt und er muss natürlich ins Team passen. Der Abschluss alleine sagt auch überhaupt nichts darüber aus, ob jemand ein guter Entwickler ist. Zumal der Bachelor-Abschluss der erste Studienabschluss im Rahmen des mehrstufigen Bachelor-Master-Systems ist. Nach dem Bachelor-Abschluss und ganz ohne Berufserfahrung mit einem Einstiegsgehalt von über 60.000 Euro zu starten, halte ich für sehr sportlich. Ich würde mir zumindest einen Plan-B zurecht legen, falls es dann doch nicht so klappt, wie du es dir vorstellst.

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Beim Thema Arbeitslos + Vollzeitstudium muss du aufpassen: Dein Sachbearbeiter kann auch sagen, dass du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst während eines Studiums und würde die Zahlung von Arbeitslosengeld aussetzen. Ich glaube du darfst nebenbei nur 15h die Woche für "Neben"Tätigkeiten opfern, um Vollzeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Das ist auch stark Beraterabhängig - manche lassen einen gewähren und wiederum manche sind da sehr strikt nach Vorgabe.

 

Falls du zum Beispiel sagst, du stehest dem Arbeitsmarkt nur 20h zur Verfügung, dann wird dein ALG auch nur zu 50% bezahlt.

 

Eine Option wäre eventuell ein Aufstiegsstipendium (sorry falls das vorher schon genannt wurde):

 

https://www.bmbf.de/bmbf/de/bildung/begabtenfoerderung/das-aufstiegsstipendium/das-aufstiegsstipendium_node.html

 

 

Edit 1: Was du nicht vergessen darfst ist, dass du im Studium ja auch 20h Sozialversicherungsfrei arbeiten darfst und somit auch neue Bereiche für dich ausprobieren kannst. Man kann hierbei auch freiwillig Rentenbeiträge zahlen, z.B. bei 450euro sind das 2% wenn ich mich erinnere. In der Regel hat man seine 8Jahre nicht voll für die Anrechnung von Studentischen und Schulischen Zeiten ab dem 18. Lebensjahr.

 

Und noch zum Arbeitslosengeld: Eine Eigenkündigung bedeutet 3Monate Sperre.

 

Bearbeitet von Arazjal
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vor 56 Minuten schrieb polli_on_the_go:

Hoffe habe es nicht überlesen, aber ist ja nicht das Einzige, was du einrechnen solltest, denn drei Jahre sind lange und da kann im Leben viel passieren.

 

Rentenversicherungsbeiträge? Arbeitslosenversicherung? Krsnkengeld? Denn nach deinem aktuellen Plan, angenommen es geht grundlegend schief, wie bist du abgesichert bei längerer oder dauerhafter Krankheit

 

 

Hi,

 

oh, schade. Das ist ja eine üble Sache.

 

Krankversichert + Pflegeversichert (Krankengeld/Pflegegeld) wäre ich und habe die Kosten dafür einkalkuliert.

Rente: Die Studienjahre werden angerechnet und ich werde einen Betrag (freiwillig) direkt monatlich einzahlen. Was aber nicht nötig wäre, weil man den auch bis zum 45 Lebensjahr "nachzahlen" kann.

 

Ansonsten ist das Thema längere Krankheit mit Arbeitslosigkeit kein spezifisches Thema das mein Vorhaben explizit bedroht, sondern etwas was einem immer passieren kann. Und ob ein Vollzeit-Studium hier einen "schlechteren" Ausgang der Geschichte bedeutet ist nicht vorherzusehen...

 

@ All:

Vielen lieben dank für den Input. Das ist großartig! Danke euch.

 

Und das Thema Berufserfahrung ist der springende Punkt.

Sollte ich wirklich in den Bereich Software Engineering gehen, so muss ich erstmal mit einer Junior-Stelle rechnen und werden 2-3 Jahre einplanen müssen um ein adäquates Gehalt zu erreichen. 

 

Bzgl. der Diskussion BE > Ausbildung:

Stimmt im Grundsatz und ist auch gut so :)

 

Gegenbeispiele [alles auf IT-Management (PM, SM), Softwareentwicklung bezogen] z.B.:

 

Diehl: Kein Studium = Kein Chance in Software-Engineering Kernteams mitzuzwirken

Continental: Kein Studium = Kein Job. Meist wird ein Master gefordert

Telefonica: Kein Studium = Keine Chance weiterzukommen. Da ist auf niedriger Ebene Schicht im Schacht

 

Da sind so die größeren welche ich kenne und es zuverlässig sagen kann

Bearbeitet von Davy42
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KanzlerCoaching

Noch mal eine Verständnisfrage:

 

Sie wollen sich nach einer Kündigung NICHT arbeitslos melden und dann während des Reststudiums Arbeitslosengeld beziehen. Das habe ich doch richtig herausgelesen?

 

Und noch zum bisherigen Verlauf des Studiums:

Wie lange haben Sie für die Erbringung der Leistungen bis zum heutigen Tag gebraucht? Was waren die Zeitfresser, die Ihnen ein schnelleres Vorankommen verhagelt haben?

Bearbeitet von KanzlerCoaching
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vor 11 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

Noch mal eine Verständnisfrage:

 

Sie wollen sich nach einer Kündigung NICHT arbeitslos melden und dann während des Reststudiums Arbeitslosengeld beziehen. Das habe ich doch richtig herausgelesen?

 

nicht ganz.

 

Ich möchte mich NICHT abeitslos melden, Kranken- und Pflegeversicherung + Rentenbeiträge selbst zahlen und KEIN Arbeitslosengeld beziehen. Die 15 bis max. 18 Monate werde ich komplett privat finanzieren unde dennoch in die Versicherungssysteme (KV&PV + RV) einzahlen!

 

EDIT: Außer Arbeitslosenversicherung. Da wüsste ich nicht wie es geht freiwillig einzuzahlen. Im IT-Sektor aber ein vernachlässigbarer Punkt zumal ja der Schnitt aus mindestens 24 Monaten genommen wird...würde ich nach dem Studium in der Arbeitslosigkeit landen hätte ich dennoch Anspruch und würde zumindest etwas bekommen

Bearbeitet von Davy42
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polli_on_the_go
vor 9 Minuten schrieb Davy42:

Außer Arbeitslosenversicherung. Da wüsste ich nicht wie es geht freiwillig einzuzahlen

Das geht, bringt in der Regrl aber nichts. Manche Studierende machen das, haben am Ende aber dennoch keinen ALG I Anspruch erworben, weil dir Agentur die freiwillige Zahlung oftmals nicht als anspruchsbegründend einstuft.

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Die am wenigsten Risikobehaftete Variante scheint mir zu sein die Stunden beim aktuellen AG zu reduzieren, weg von Support für Cloud VoIP-Services und ISP Dienste, hin zum Programmieren zu kommen. Das allerdings ist schwierig weil ein ausländischer Dienstleister das meiste macht. Im Testing ist auch nix frei...

 

Es ist zwar finanziell nicht die beste Lösung aber wohl doch ein Kompromiss mit dem ich leben können muss...der Unterschied zur jetzigen Situation ist halt eher bescheiden. Etwas mehr Zeit fürs Studium, nicht mehr Zeit für die Familie. In Summe bin ich vielleicht 6 Monate früher fertig...dafür dann auf mehr als 1200EUR Netto pro Monat (bei Reduktion auf 20 Std.) zu verzichten...für einen längeren Zeitraum. Das ist dann halt auch nicht so wirklich sinnig :(

Bearbeitet von Davy42
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KanzlerCoaching
vor 9 Minuten schrieb Davy42:

Die am wenigsten Risikobehaftete Variante scheint mir zu sein die Stunden beim aktuellen AG zu reduzieren, weg von Support für Cloud VoIP-Services und ISP Dienste, hin zum Programmieren zu kommen. Das allerdings ist schwierig weil ein ausländischer Dienstleister das meiste macht. Im Testing ist auch nix frei...

 

Das Problem, dass Programmierungstätigkeiten an ausländische Dienstleister vergeben werden, werden Sie auch nach einem abgeschlossenen Studium haben. Das handhaben viele Unternehmen so, weil sie diese Tätigkeit anderswo billiger einkaufen können.

 

Wollen Sie denn in die Programmierung? Wenn ja, dann finde ich die Gehaltssprünge, die Sie sich erwarten, schon sportlich.

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