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Cebris

Psychologie abbrechen und Informatik studieren?

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Hallo zusammen,

In letzter Zeit kreisen sich meine Gedanken um Folgendes, was dazu führt, dass ich nachts manchmal nicht schlafen kann. Deswegen bitte ich euch um Rat. Vielen Dank schonmal!

Zurzeit studiere ich(21) im dritten Semester Psychologie auf Bachelor an der Fernuniversität in Hagen.

Das Studieren macht mir Spaß, doch was mir in letzter Zeit sehr an meiner Motivation genagt hat waren meine schlechten Noten und die damit entsprechend schlechten Berufsaussichten.

Mein jetziger Schnitt ist 3,0 und ich müsste so für den benötigten Mindestschnitt 2,5 für einen Master ungefähr alle restlichen Klausuren 1,9 schreiben. Dem sehe ich jedoch sehr skeptisch entgegen vor allem weil der Schnitt für die meisten Master oft noch weit darunter liegt.

Mein geplanter Master war Human Factors an der TU Berlin, falls dies relevant sein sollte.

Letztendlich habe jetzt ich für mich herausgefunden, dass das doch breite Berufsspektrum, das die Psychologie mir bietet, nicht wirklich das ist, was ich später einmal machen möchte.

Da ich auch ein großes Interesse an den informationstechnischen Bereich habe, sind mir die Wirtschaftsinformatik und die Informatik als sehr gute Alternativen ins Auge gesprungen, die mir vielleicht sogar noch bessere Berufsaussichten geben können.

Nach meinem Abitur 2012 mit einem sehr schlechten Schnitt von 3,5 traute ich mich nicht so recht an die Informatik aufgrund meiner Noten und ich wählte die damals für mich interessantere Alternative die Psychologie.

Dank dem Fernstudium habe ich endlich nach zwei Semestern gute Techniken für mich finden können und deutlich besser Lernen gelernt, sodass ich mir jetzt zutraue dem Studium der Informatik selbstbewusst entgegenzublicken.

In den letzten Monaten habe ich mich gut über die beiden Fächer informiert und überlege in Hagen ein Vollzeitsemester im kommenden Sommersemester in der Wirtschaftsinformatik zu belegen um dann anschließend vielleicht an die Universität zu Köln in meiner Nähe zu wechseln. Sollte ich bemerken, dass das wirtschaftliche dabei nicht meins ist, würde mich die Informatik an der FH Aachen im Wintersemester dazugewinnen.

Später könnte ich mir vorstellen als SAP-Berater oder –Entwickler zu arbeiten. Darauf festlegen möchte ich mich allerdings noch nicht. Hier wäre ich noch sehr offen.

Was ich allerdings unbedingt brauche ist eine Meinung anderer. Hier seid ihr gefragt.

Da ich das Studium abbrechen würde, wäre der Zeitverlust von eineinhalb Jahren natürlich enorm.

Wie kritisch seht ihr oder spätere Arbeitgeber den Abbruch nach dem dritten Semester?

Sollte ich doch eher eine Ausbildung anfangen und danach studieren?

Vielleicht sogar beides zusammen?

Kennt ihr eine weitere gute Alternative?

Habe ich etwas Wichtiges übersehen?

Wie seht ihr meinen Plan? Was fällt euch spontan dazu ein? Was würdet ihr mir raten?

Ich bin euch für jede Antwort wirklich sehr dankbar.

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Hallo Cebris,

willkommen hier im Forum.

Was waren für dich seinerzeit die Gründe, dich für Psychologie zu entscheiden? Welche beruflichen Ziele wolltest du damit verfolgen? Hast du dich nur aufgrund des Abischnitts für ein Fernstudium entschieden?

Wenn du jetzt den Studiengang und die Hochschule wechselst, würde ich dir empfehlen, im Vorfeld sehr genau zu überlegen, wofür du dich entscheiden möchtest und dann auch dabei zu bleiben. Daher sehe ich deine Überlegung, erstmal was an der FernUni im Bereich Informatik auszuprobieren und dann zu der einen oder anderen Uni oder FH zu wechseln eher skeptisch.

Mit 21 Jahren und nach drei Semestern den Studiengang zu wechseln (das Wort Abbruch würde ich zum Beispiel in einer Bewerbung nicht verwenden), ohne aufgrund einer endgültig nicht bestandenen Leistung exmatrikuliert worden zu sein, finde ich nicht dramatisch. Du kannst auch argumentieren, dass du in dieser Zeit wichtige Grundlagenkenntnisse der Psychologie angeeignet hast, die dir auch künftig nützlich sind.

Natürlich kann auch eine (duale) Ausbildung ein möglicher Weg sein, der dir vor allem schneller Praxiserfahrungen bringt. Und wenn du einen Arbeitgeber findest, bei dem du parallel studieren kannst wird das zwar eine anstrengende, aber auch sehr effiziente Sache. Gerade auch unter dem Aspekt, dass du schon einige Zeit in deinem ersten Studium verbracht hast.

Wie schon erwähnt fände ich es ganz wichtig, dass du dir jetzt und in Ruhe Gedanken machst, was du wirklich willst und diesen Weg dann konsequent gehst.

Viele Grüße

Markus

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Hallo

Vielleicht habe ich das ja überlesen, aber dennoch die Frage: Was machst Du im Moment beruflich? Bzw. anders herum gefragt: Warum musste es beim Psychologiestudium ein FernStudium sein?

Warum ginge es denn bei einem Studiengaangwechsel, dass Du dann präsenzstudierst? (Du hast da Köln ins Gespräch gebracht...)

Hast Du denn die Zeit, jetzt einfach mal bei einer Präsenzuni in entsprechende Vorlesungen Deines neuen Fachs hereinzuschnuppern? Das wäre schon mal ein Ansatz zu überprüfen, inwiefern Dir das neue Studienfach tatsächlich besser liegt.

Viele Grüße

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Hi,

also ich könnte mir auch vorstellen, dass grundsätzlich der Wechsel zum Präsenzstudium einiges bringen kann: Die Kommilitonen können sich gegenseitig doch nochmal ganz anders unterstützten.

VG

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Vielen Dank für eure Antworten!

Ich habe mich für die Psychologie entschieden, weil ich in der Schule sehr viel Spaß am Fach hatte. Später habe ich mir den Myers gekauft und hatte auch hier sehr viel Freude beim durchlesen. Damals fand ich die Forschung ziemlich spannend und hier muss ich gestehen, dass mir da noch nicht ganz klar war, wie man in den Bereich hineinkommt. Mit dem Bachelor arbeiten wäre auch eine schöne Möglichkeit gewesen, zurzeit sieht es da anscheinend aber arbeitsmarkttechnisch nicht gut aus.

Für das Fernstudium habe ich mich aus finanziellen Gründen (leider keine Unterstützung) und aufgrund meines Abischnittes entschieden.

Arbeiten gehe ich zurzeit nicht, bisher gebe ich ab und zu Nachhilfe. Somit wäre ein Wechsel in ein Präsenzstudium für mich kein Problem und wäre sehr willkommen.

Ich habe mir bisher auf Youtube schon viele Informatik und BWL Vorlesungen und Vorträge über Berufsperspektiven angesehen und auch schon mehrere Kapitel in Lehrbüchern darüber gelesen. Bis jetzt fand ich alles sehr interessant und kann es mir durchaus für mich vorstellen, werde aber noch weiter in Ruhe darüber nachdenken.

Ich werde auch noch zum Berufsberater gehen und nach Praktika suchen.

Falls euch noch etwas einfällt, schreibt ruhig.:)

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Ich habe noch einen Punkt, über den du dir vor einem Wechsel Gedanken machen könntest, und zwar deine Noten bzw. die Ursachen für deine Noten, mit denen du ja nicht zufrieden bist und die dich zum Teil auch für deine zukünftigen Möglichkeiten eingeschränkt haben (Abi) oder einschränken könnten (Bachelor).

Dein Abischnitt war 3,5 und jetzt im Psychologiestudium liegt dein Schnitt bei 3,0. Meinst du, dass dieser Schnitt seine Ursache wirklich in der Lernform Fernstudium oder im Studiengang Psychologie liegt, oder könnte es auch andere Ursachen geben? Pendelst du in allen Fächern/Modulen so um die drei, oder gibt es auch Bereiche, wo du deutlich besser/schlechter bist?

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Auf Grund der Abi-Note möchest du ein Fernstudium Bachelor machen um dann einen Präsenz-Master zu machen ?

Psychologie ohne klinische Psychologie ist eigentlich nur für eine Tätigkeit in der Personalabteilung verwertbar

und mit einem schlechten Bachelor-Abschluss ist ein Wechel in den Präsenz-Master schwer.

Bei Wirtschaftsinformatik gibt es auch Präsenz-FHs und -Unis ohne NC im Bachelor,

also wo man mit jeden Abi-Schnitt zugelassen wird (Uni Duisburg-Essen, FH Niederrhein usw.)

Nach dem Bachelor Wirtschaftsinformatik an der Fernuni wäre der Wechsel zu einem Präsenz-Master leichter als bei Psychologie.

Eine duale Ausbildung ist mit 3,5 im Abi ist nahezu unmöglich.

In Psychologie kannst du (als Hobby) eingeschrieben bleiben und

das halt nur noch sporadisch studieren bis du Informatik abgeschlossen hast.

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Psychologie ohne klinische Psychologie ist eigentlich nur für eine Tätigkeit in der Personalabteilung verwertbar

Das stimmt nicht. Ohne klinische kann man keine Psychotherapeutenausbildung absolvieren, aber es gibt durchaus auch andere Tätigkeitsbereiche als Personalabteilungen.

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Das stimmt nicht. Ohne klinische kann man keine Psychotherapeutenausbildung absolvieren, aber es gibt durchaus auch andere Tätigkeitsbereiche als Personalabteilungen.

Was denn ? Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Schreibst du auch man solle sein Studium abbrechen um Chef von Telekom oder Springer Verlag zu werden oder HartaberFair zu moderieren ?

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Das ist doch dummes Zeug, was Sie da schreiben. Es gibt eine Menge Berufsfelder für Psychologen, der Haken ist nur, dass so viele Leute Psychologie studieren und es nicht entsprechend dieser Zahl Arbeitsplätze gibt. Und dass nicht jeder als niedergelassener Psychologe ohne Kassenzulassung großes Geld verdient.

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