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Gibt es noch Fachhochschulen?


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vor 25 Minuten schrieb AbiFreak:

Hmm, gibt's denn überhaupt noch Fachhochschulen? Dachte, mittlerweile heißt das alles "Hochschule". 

Fasst Da jetzt jemand gerade ein heißes Eisen an? 😀

Aber tatsächlich gibt es noch FHs, die sich auch selbst als Fachhochschule bezeichnen.

 

 

vor 25 Minuten schrieb AbiFreak:

Aber ich weiß natürlich, was Du meinst: Universitäten sind eher wissenschaftlich orientiert, die (Fach-)Hochschulen praxisbezogener. Folglich dürfte auch die Mathematik bodenständiger sein. Trotzdem halte ich ein (Fach-)Hochschulstudium keineswegs für einfacher.

Anderswo würden die Leser jetzt schon kurz vorm Schlagfluss stehen. 😉 

 

Ich hoffe, hier sieht man es lockerer und ich persönlich sehe es sicherlich locker.

 

Ob schwierig oder einfach, ist sehr individuell z. B. je nach natürliche Begabung für Mathe und Motivation fürs lernen.

 

Gerne wird auch die Wertigkeit des Studiengangs diskutiert, also besser/schlechter. Aber das ist halt auch wieder individuell. Z. B. Manche wollen in die Forschung andere lieber in die Industrie.

 

Man sollte auch bedenken, dass sogar ein Uni-Studium sehr kontrovers diskutiert werden kann, je nachdem wo man studiert hat. Es gibt halt durch die Entwicklung auch stark unterschiedliche Schwerpunkte, die an den jeweiligen Unis gelehrt und erforscht werden.

 

Ich würde also eher von Kategorien wie einfacher/schwieriger oder besser/schlechter da generell Abstand nehmen. Das sollte jeder für sich selbst einschätzen und planen.

 

 

vor 25 Minuten schrieb AbiFreak:

Einige aus meiner Berufsschulklasse (meist ehemalige Realschüler) haben nach der Lehre die Fachoberschule besucht, diese mit der Fachhochschulreife (Technik) abgeschlossen und im Anschluss an einer (Fach-)Hochschule studiert. Also zumindest in Studiengängen wie Informatik, Maschinenbau oder Elektrotechnik ist das - so stellt sich mir dar - harte Arbeit. Viele brechen ab, weil sie's nicht schaffen. Und das als Vollzeitstudenten einer regulären Präsenz(fach)hochschule (okay, der ein oder andere jobbt noch etwas nebenbei). 

Elektrotechnik mache ich nur aus Hobby, da ist die Mathematik an Unis nochmal ganz anders. Aber das sind halt auch gerne sogenannte Siebfächer.

 

vor 25 Minuten schrieb AbiFreak:

Drum ziehe ich meinen Hut vor jedem Fernstudenten, der sowas "nebenher" macht, egal ob die Hochschulausbildung eher theoretisch oder anwendungsbezogen ist.

Bisher gab es ja nur eine staatliche "Fernuni". (Keine Ahnung ob da Corona inzwischen etwas geändert hat). Da gab es keinen Maschinenbau und Elektrotechnik wurde vor ein paar Jahren eingestellt. Aber ganz ehrlich: An der FUH hätte ich nie Elektrotechnik studieren wollen, obwohl es mich ja interessiert.

 

Informatik an der FUH wäre für mich persönlich aber leichter gewesen, als dort Wirtschaftsinformatik zu studieren.

 

 

vor 25 Minuten schrieb AbiFreak:

Wobei nach meinem Eindruck auch die Fachhochschulen im Laufe der Zeit zunehmend zur Verwissenschaftlichung neigte; die ganz scharfe Trennung sehe ich da heute gar mehr. Mathe ist jedenfalls heftig.

Das finde ich interessant, ich persönlich empfinde es ganz anders. Wobei ich da eher Präsenz-Hochschulen kenne und nur wenig Absolventen von Fern-FH kenne.

 

Für mich neigen die Bachelor-Abschlüsse in Deutschland durch die zunehmend stärkere Praxisorientierung und allgemeine Vereinfachung, eher in Richtung von Gesellen-Abschlüssen im Sinne der dualen Ausbildung in Deutschland. Dem althergebrachten deutschem Dipl.-Ing. entspricht es weniger. Man nähert sich halt eher den anderen Bildungssystemen an.

 

Man mag es verwünschen oder nicht. Leider hat Deutschland damals halt einiges verpennt und viele Chancen nicht genutzt. Letztendlich ist der Wechsel zu diesem neue System aber politisch so gewollt gewesen.

 

vor 25 Minuten schrieb AbiFreak:

Wäre ich Personalchef, würde ich bei Einstellungen oder Beförderungen Fernstudienabsolventen gegenüber "gewöhnlichen Hochschulabsolventen" fast immer den Vorzug geben. Allein schon deshalb, weil es viele Direktstudierenden auf diesem Wege nie schaffen würden. 

Ich habe leider keine aktuelle Quelle zur Hand. Ich würde es aber ähnlich so wie Du sehen. Aber nur ein Drittel bevorzugt Absolventen vom Fernstudium. Ein weiteres Drittel hält das Fernstudium für eine minderwertige Abkürzung bei den Abschlüssen.

 

Das kann ich auch so ganz grob aus meinen Erlebnissen bei Vorstellungsgesprächen unterschreiben.

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vor einer Stunde schrieb AbiFreak:

Hmm, gibt's denn überhaupt noch Fachhochschulen? Dachte, mittlerweile heißt das alles "Hochschule".

Egal wie es heisst, hochschulrechtlich sind es alles Fachhochschulen. Hochschulrechtlich gibt es (jedenfalls in allen mir bekannten Bundesländern, ich denke, das ist überall so) die drei Kategorien: "Universitäten und gleichgestellte Hochschulen", "Fachhochschulen" und "Kunsthochschulen". Die FHs können sich zwar fantsievolle Namen geben, es sind aber trotzdem FHs. Die "gleichgstellten Hochschulen" wiederum sind keine FHs, sondern Einrichtungen auf universitärem Niveau, die bestimmte Fächer anbieten, die etwa die (Tier-)medizinische Hochschule Hannover oder die PHs in Bawü (früher wurden diese "wissenschatliche Hochschulen" genannt. Man kann das z. B. im Hochschulgesetz für NRW sehen: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=0&menu=0&bes_id=28364&anw_nr=2&aufgehoben=N&det_id=482185 - die Fachhochschulen heissen alle nicht mehr so, sind aber Fachhochschulen im Sinne des Gesetzes (die RWTH dagegen ist eine Uni, auch wenn sie nicht so heisst, ebenso die Spoho). Kunsthochschulen haben in NRW ein eigenes Gesetz.

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Soweit ich weiß ist die SRH Riedling auch eine Universität. Aber halt eine private Uni. (Bin mir nicht 100 % sicher)

 

Wenn man z.B. den Studiengang BWL betrachtet, bieten viele Universitäten dort den Bachelor of Science an. Wo hingegen bei den ehemaligen FHs (heute Hochschulen) der Bachelor of Arts angeboten wird. Beim Masterstudium hingegen ist es wieder anders.

 

Meine eigene Meinung dazu ist, dass es heutzutage kaum mehr einen Unterschied macht. In BWL/Wiwi beträgt die Regelstudienzeit 6 Semster. Früher beim Diplom konnte man doch an der FH schneller abschließen. Die Inhalte an den Universitäten sind mehr theoretischer (z.B. Mathe lastiger), an den anderen Hochschulen eher nicht. (in der Regel, auch nicht immer)

 

Ich denke durch den Bologna-Prozess wurde eine Vergleichbarkeit hergestellt, die ich gut finde. Somit ist ein Abschluss an einer ehemaligen FH nicht mehr "minderwertiger". Man kann zum Master dort hin wechseln, wo es einem selber am besten gefällt und heutzutage sogar promovieren.

 

Dass jetzt die IHK-Abschlüsse gleichgestellt werden, dass ist wieder ein anderes Thema (gibt hier doch auch ein Forum darüber).

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vor 3 Stunden schrieb polli_on_the_go:

Wäre mir neu. SRHochschule

 

Anm. Eine University of Applied Science ist eine andere Bezeichnung für Fachhochschule.

Das habe ich leider nirgendwo gefunde. Im Impressum https://www.mobile-university.de/impressum/ steht "Staatlich anerkannte Hochschule". Bei den ehemaligen Fachhochschulen, die ich kenne steht immer University of Applied Science.

 

vor 3 Stunden schrieb Sternenseglerin:

Richtig, die SRH ist keine Uni.

 

Fachhochschulen findet man heute auch unter "Hochschule für angewandte Wissenschaften".

 

Sorry, hab nichts anderes dazu gefunden. Dachte ich wegen staatlich anerkannte Hochschule. Die EBS gehört ja auch zur SRH Group und die gehört zu

Zitat

privaten Wirtschaftsuniversitäten in Deutschland (https://www.ebs.edu/de)

 

Wenn man auf die Webseite der SRH Group geht: https://www.srh.de/de/bildung/.

Dann auf Bildung geht, wird die Kategorie Universitäten und Hochschulen https://www.srh.de/de/bildung/universitaeten-und-hochschulen/ angezeigt. Dann sind die ganzen Hochschulen, bei denen SRH steht also Hochschulen und die EBS/ UPA also staatliche Universitäten?

 

Ist aber auch sehr verwirrend. Da blickt man doch kaum mehr durch.

 

Kennt ihr denn sonst noch private Universitäten in Deutschland?

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vor 5 Stunden schrieb Anna15:

Das habe ich leider nirgendwo gefunde. Im Impressum https://www.mobile-university.de/impressum/ steht "Staatlich anerkannte Hochschule". Bei den ehemaligen Fachhochschulen, die ich kenne steht immer University of Applied Science.

Nix ehemalig. Das haetten die FHs gerne.

vor 5 Stunden schrieb Anna15:

 

Sorry, hab nichts anderes dazu gefunden. Dachte ich wegen staatlich anerkannte Hochschule. Die EBS gehört ja auch zur SRH Group und die gehört zu

Hochschule ist der Ueberbegriff fuer alle Bildungseinrichtungen im Hochschulbereich.

vor 5 Stunden schrieb Anna15:

 

Wenn man auf die Webseite der SRH Group geht: https://www.srh.de/de/bildung/.

Dann auf Bildung geht, wird die Kategorie Universitäten und Hochschulen https://www.srh.de/de/bildung/universitaeten-und-hochschulen/ angezeigt. Dann sind die ganzen Hochschulen, bei denen SRH steht also Hochschulen und die EBS/ UPA also staatliche Universitäten?

Warum staatlich? Und diese UPA ist wohl eine Institution paraguayanischen Rechts, also ist Hochschule hier wohl eine Uebersetzung, man weiss also nicht genau, was es eigentlich ist. Die EBS ist aber eine private Universitaet.

vor 5 Stunden schrieb Anna15:

 

Ist aber auch sehr verwirrend. Da blickt man doch kaum mehr durch.

Dass es verwirrend ist, finde ich auch. Deswegen halte ich auch nichts von dieser Masche, die Fachhochschulen nicht so zu nennen. Man darf sich aber auch nicht verwirren lassen. Es gilt: Nur was sich "Universitaet" nennt (nicht university o. ae.) ist sicher eine. Alles andere ist es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht, und im privaten Bereich eigentlich immer (oder gibt es private Universitaeten, die sich bescheiden nur Hochschule nennen?). Und wenn auf der SRH website bei einer "Universitaet" dabeisteht, bei den anderen nicht, dann sind die anderen sicher keine Universitaeten. Sonst wuerden sie es schon hinschreiben.

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vor 5 Stunden schrieb Anna15:

Kennt ihr denn sonst noch private Universitäten in Deutschland?

Entweder hochschulkompass.de oder https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Hochschulen_in_Deutschland bemuehen. Es ergibt sich bei wikipedia:

 

Jacobs University Bremen

Dresden International University

Frankfurt School of Finance & Management

Zeppelin Universität (Friedrichshafen)

Handelshochschule Leipzig

WHU – Otto Beisheim School of Management (Vallendar)

EBS Universität für Wirtschaft und Recht (Wiesbaden, Oestrich-Winkel)

Universität Witten/Herdecke

 

hochschulkompass ergibt sogar ein paar mehr, u. a. die Bucerius Law School, laut wikipedia-Liste eine FH. Auf https://de.wikipedia.org/wiki/Bucerius_Law_School wird sie allerdings als Universitaet gefuehrt. Die Liste scheint mir nicht zuverlaessig, was mich ueberrascht, gerade bei solchen Sachen ist wikipedia normalerweise sehr zuverlaessig.

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