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Gibt es noch Fachhochschulen?


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vor einer Stunde schrieb TheHumanHunter:

Viele wissen ja noch garnicht (im jungen Alter) was sie überhaupt später machen wollen. Wenn ich eine Berufausbildung anfange denke ich nicht ich wäre damals schon auf dem Gedanken "ja und dann will ich studieren". Und wenn man mit Berufsausbildung auch erst i. d. R. für die meisten (privaten) FH's oder Unis mind. 3 Jahre danach einer Beschäftigung nachgehen muss, kann die Dauer bis zum Beginn des Studiums ja bis zu 6 Jahre anwachsen. Ich denke das kann und sollte jeder für sich selbst entscheiden, es ist sicher auch eine frage des finanziellen ob man an einer staatlichen oder privaten FH gehen will. Ich denke auch, auch wenn wir hier ein großes Angebot an priv. FH's haben, vielen Schülern etc. ist diese Möglichkeit garnicht mal so bekannt. Da heisst es Abi, Uni od. FH oder Ausbildung und von solchen privat Dingern hat man höchstens mal gehört und die sind ja so unseriös....

Privat und nebenher meinte ich garnicht. Ein Abiturient hat nach 12 Jahren seinen Abschluss und geht dann studieren. Er hat von Jahr 11 bis Jahr 15 nichts verdient und auch nichts auf der Hand, im Sinne einer verwertbaren Ausbildung.

Beispiel Realschule: Von Jahr 11 bis 13 Ausbildung, danach Studium. Ich gehe jetzt davon aus, dass die Ausbildung zur Berufserfahrung dazugerechnet wird. In beruflichen Weiterbildungen ist es so.

 

Man ist nur ein Jahr später mit dem Studium fertig als Abiturient. Hat aber zwischendurch schon ein wenig Geld verdient.

 

Passt aber auch wieder nicht zum Thema. Ich höre jetzt auf😅

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Die Verwirrung entsteht halt auch aus Antworten wie diesen (Aus dem Frage- und Antwort-Bereich der FernUni Hagen): 

 

Kann ich mit dem Zeugnis der Fachhochschulreife ein Bachelorstudium aufnehmen?

"Nein, das ist nicht möglich. Die Fachhochschulreife berechtigt nur zur Aufnahme des Studiums an einer Fachhochschule, nicht aber an einer Universität.

Sofern Sie neben der Fachhochschulreife eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und über die erforderliche Berufspraxis verfügen, können Sie gegebenenfalls den Hochschulzugang über die berufliche Qualifikation erlangen."

Quelle: FAQs - Beruflich Qualifizierte

 

Das für mich Erstaunliche in diesem Zusammenhang: Auf die schulischen Voraussetzungen bzw. den Bildungsabschluss des Studienbewerbers wird praktisch nicht eingegangen. Stattdessen geht es nur um die berufliche Ausbildung und die Berufspraxis. Folglich müsste man an der FernUni Hagen bereits mit Hauptschulabschluss studieren können, sofern man die Voraussetzungen in Sachen Ausbildung + Berufstätigkeit erfüllt:

 

"- Meister/-innen und Personen mit vergleichbarer Aufstiegsfortbildung können unmittelbar jeden Bachelorstudiengang aufnehmen.

 

- Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (mind. zwei Jahre) und mit einer anschließenden Berufspraxis im Ausbildungsberuf (mind. drei Jahre) erhalten einen direkten Hochschulzugang für den fachlich entsprechenden Studiengang. Eine Justizfachangestellte kann beispielsweise direkt den Bachelorstudiengang Rechtswissenschaft oder ein Bankkaufmann den Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaft aufnehmen. Der Zugang zu anderen Studiengängen (keine fachliche Nähe) ist über eine Zugangsprüfung oder ein Probestudium möglich.

 

-Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (mind. zwei Jahre) und mit einer anschließenden Berufstätigkeit (mind. drei Jahre), die nicht fachtreu ist, können den Hochschulzugang über eine Zugangsprüfung oder ein Probestudium erlangen."

Quelle: FAQs - Beruflich Qualifizierte

 

Demnach könnte auch ich bereits jetzt an der FernUni Hagen studieren, zumindest rein formal. Ob ich mit den Anforderungen solcher Uni-Studiengänge in Fächern wie Mathematik und Englisch als ehemaliger Realschüler gut klar käme, steht vermutlich auf einem anderen Blatt. 

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Verstehe ich nicht. Beruflich qualifiziert heisst beruflich qualifiziert. Damit spielt der Schulabschluss keine Rolle. Natuerlich - was auch sonst? Soll man sagen, beruflich qualifiziert geht auch, aber nur mit Abitur? Wenn man "beuflich qualifiziert" als Option hat, heisst das eben, dass man mit beruflichen Voraussetzungen studieren kann.

Und @brotzeit: Die Ausbildungszeit ist in dem Zusammenhang keine Berufserfahrung, die muss nach der Ausbildung erfolgen. Aber trotzdem, wenn man es rein rechnerisch sieht, "lohnt" sich das Abitur wahrscheinlicht nicht. Aber erstens setzt das natuerlich voraus, dass man schon in der 10. Klasse genau weiss, was man will und das entsprechend plant. Ich bezweifle, dass das bei vielen Haupt- und Realschuelern in dem Alter so ist. Und zweitens ist halt auch die Frage, was zaehlt im Leben. Denn im Abitur hoert man zumindest mal von was anderem. Wenn man nach der zehnten Klasse irgendeinen Beruf lernt und darin arbeitet, naja, dann ist man doch recht beschraenkt (damit ist nichts gegen eine Berufstaetigkeit gesagt). So aehnlich Diskussionen hatte ich mal mit angehenden Steuerberatern - rein finanziell lohnt es sich nicht, zu studieren und Steuerberater zu werden. Finanziell duerfte es am besten sein, in den gehobenen Dienst zu gehen und sich dann selbstaendig zu machen, da wird man auch von Tag 1 bezahlt. Aber man hat halt sein Leben lang ueberspitzt gesagt nichts anderes gehoert und gesehen als das Finanzamt von innen.

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vor 38 Minuten schrieb AbiFreak:

Die Verwirrung entsteht halt auch aus Antworten wie diesen (Aus dem Frage- und Antwort-Bereich der FernUni Hagen): 

 

Kann ich mit dem Zeugnis der Fachhochschulreife ein Bachelorstudium aufnehmen?

"Nein, das ist nicht möglich. Die Fachhochschulreife berechtigt nur zur Aufnahme des Studiums an einer Fachhochschule, nicht aber an einer Universität.

Sofern Sie neben der Fachhochschulreife eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und über die erforderliche Berufspraxis verfügen, können Sie gegebenenfalls den Hochschulzugang über die berufliche Qualifikation erlangen."

Quelle: FAQs - Beruflich Qualifizierte

 

Das für mich Erstaunliche in diesem Zusammenhang: Auf die schulischen Voraussetzungen bzw. den Bildungsabschluss des Studienbewerbers wird praktisch nicht eingegangen. Stattdessen geht es nur um die berufliche Ausbildung und die Berufspraxis. Folglich müsste man an der FernUni Hagen bereits mit Hauptschulabschluss studieren können, sofern man die Voraussetzungen in Sachen Ausbildung + Berufstätigkeit erfüllt:

 

"- Meister/-innen und Personen mit vergleichbarer Aufstiegsfortbildung können unmittelbar jeden Bachelorstudiengang aufnehmen.

 

- Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (mind. zwei Jahre) und mit einer anschließenden Berufspraxis im Ausbildungsberuf (mind. drei Jahre) erhalten einen direkten Hochschulzugang für den fachlich entsprechenden Studiengang. Eine Justizfachangestellte kann beispielsweise direkt den Bachelorstudiengang Rechtswissenschaft oder ein Bankkaufmann den Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaft aufnehmen. Der Zugang zu anderen Studiengängen (keine fachliche Nähe) ist über eine Zugangsprüfung oder ein Probestudium möglich.

 

-Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (mind. zwei Jahre) und mit einer anschließenden Berufstätigkeit (mind. drei Jahre), die nicht fachtreu ist, können den Hochschulzugang über eine Zugangsprüfung oder ein Probestudium erlangen."

Quelle: FAQs - Beruflich Qualifizierte

 

Demnach könnte auch ich bereits jetzt an der FernUni Hagen studieren, zumindest rein formal. Ob ich mit den Anforderungen solcher Uni-Studiengänge in Fächern wie Mathematik und Englisch als ehemaliger Realschüler gut klar käme, steht vermutlich auf einem anderen Blatt. 

Ich denke das Geschäftsmodell einer Fernuni Hagen (oder z. B. einer FOM, die das aggressiv bewirbt) liegt nunmal zu einem guten Teil auf den Beruflich qualifizierten. Denn "normale" Abiturienten oder FH'ler würde man an einer Fernuni wahrscheinlich erstmal weniger antreffen sondern erwarten dass die in die eher(Groß)Stadt an die Uni gehen. Zwar kann auch eine berufliche Ausbildung in Praxis durchaus anspruchsvoll sein, aber im theoretischem Teil muss man im Endeffekt nur die eine Abschlussprüfung bestanden werden. Bei den Anforderungen im Laufe des Studiums allerdings, und da stimme ich dir zu, wirds bei vielen wohl echt happig. Ich hab da noch so eine Abbruchquote von 70% bei der Fernuni Hagen im Kopf, korrigiert mich wenn ich falsch liege bzw. dass Stuss ohne Evidenz ist. :)

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vor 41 Minuten schrieb stefhk3:

Verstehe ich nicht. Beruflich qualifiziert heisst beruflich qualifiziert. Damit spielt der Schulabschluss keine Rolle. 

 

Demnach müsste man auch ohne Schulabschluss studieren können, sofern man beruflich qualifiziert ist. Frage mich nur, wo dann die theoretischen Basics herkommen sollen, die man ja irgendwo auch für eine Hochschulausbildung benötigt und die in der Berufsausbildung/beruflichen Praxis nicht vermittelt werden. Außerdem könnte man klassische Hochschulzugangsabschlüsse wie Abitur oder Fachhochschulreife dann quasi gleich abschaffen. 

 

PS.:

Aber, was soll's. Will ja an der "Akademie für Weltherrschaft" studieren. Dazu braucht man "Voll-Abi". Und man muss zusätzliche Aufnahmeprüfungen bestehen, Schwertkämpfe und so. 😎😄

Bearbeitet von AbiFreak
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vor 1 Minute schrieb TheHumanHunter:

Ich hab da noch so eine Abbruchquote von 70% bei der Fernuni Hagen im Kopf, korrigiert mich wenn ich falsch liege bzw. dass Stuss ohne Evidenz ist. :)

 

Das mit den 70 % Abbrechern ist glatt untertrieben. In den alten Diplom- und Magisterstudiengängen der FernUni lag die Abbrecherquote bzw. die Quote derer, die ohne Abschluss die FUH verließen, bei ca. 90 %. Deshalb war zeitweise sogar im Gespräch, die FernUni ganz abzuschaffen (weil sie zu wenig Absolventen lieferte, gleichzeitig aber Steuergelder verschlang).

 

Inzwischen hat sich das aber gebessert. Wie ich irgendwo las, hat die FernUni mittlerweile ca. 30 % Absolventen, d.h. fast ein Drittel der Studenten erreicht einen akademischen Abschluss. Grund: der Bachelor ist schneller zu erreichen als früher das Diplom oder der Magister (diese Abschlüsse entsprechen heute am ehesten dem "Master"). Früher war es oft so, dass die Studenten zwar bis zum Vordiplom (entspricht heute am ehesten dem "Bachelor") kamen, dann aber keine Zeit oder Kraft mehr fürs Hauptstudium (heute: Masterstudium) hatten. Da das Vordiplom - anders als der heutige Bachelor - aber nicht als eigenständiger Hochschulabschluss anerkannt war, galten diese Studenten als Studienabbrecher. 

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vor einer Stunde schrieb AbiFreak:

 

 

Kann ich mit dem Zeugnis der Fachhochschulreife ein Bachelorstudium aufnehmen?

"Nein, das ist nicht möglich. Die Fachhochschulreife berechtigt nur zur Aufnahme des Studiums an einer Fachhochschule, nicht aber an einer Universität.

Sofern Sie neben der Fachhochschulreife eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und über die erforderliche Berufspraxis verfügen, können Sie gegebenenfalls den Hochschulzugang über die berufliche Qualifikation erlangen."

Quelle: FAQs - Beruflich Qualifizierte

 

 

Die Aussage kann ich nicht so stehen lassen. In Hessen ist ein Studium mit Fachhochschulreife an Unis möglich.

 

Zitat

Die Fachhochschulreife berechtigt zu einem Studium an einer Fachhochschule oder in einem gestuften Studiengang an einer Universität in Hessen.

Quelle: https://wissenschaft.hessen.de/studium/zugangsvorausshysetzungen/fachhochschulreife

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Dass gehört jetzt nicht unbedingt hier in dieses Forum.

Aber aufgrund Corona ist die Zahl der Fernstudierenden sehr stark angestiegen. Manche beginnen jetzt ihr Studium (Vollzeit) an einer Fernhochschule.

Wenn man auf Youtube geht und den Suchbegriff "Fernstudium" eingibt wird dieser Trend echt schnell deutlich. Viele Hochschulen sind auf ein Konzept von zu Hause aus nicht eingestellt und so haben die Fernhochschulen durchdachtere Fern-Konzepte.

Die FOM bietet ein Fernstudium an und z.B. HS Fresenius hat jetzt das MixedModed Modell eingeführt. Man kann an Präsenzen teilnehmen, ist aber auch von zuhause möglich. Ich denke das Konzept ist Vergleichbar mit dem der HFH.

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vor einer Stunde schrieb AbiFreak:

Frage mich nur, wo dann die theoretischen Basics herkommen sollen, die man ja irgendwo auch für eine Hochschulausbildung benötigt und die in der Berufsausbildung/beruflichen Praxis nicht vermittelt werden

Ich glaube du wertest das Abitur zu hoch. Es ist eine Einstiegskarte, mehr nicht. Jemand, der beruflich qualifiziert ist oder, wie ich z.B. die FHR durch Abschluss 11. Klasse + Jahre Berufsausbildung, macht in seiner Berufsausbildung ja nicht nichts. Im Gegenteil.

 

Was man in der Schule lernt und was im Studium sind zwei paar Schuhe. Deswegen ist der Weg durchaus möglich. Auch legen beruflich Qualifizierte in der Regel eine Hochschulzulassungsprüfung ab. Das kenne ich z.B. von der APOLLON (@Moondance hattest du die nicht gemacht). Dabei müssen eben bestimmte Module oder Prüfungen abgelegt werden, bevor man den Studentenstatus erhält.

Bearbeitet von polli_on_the_go
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vor 4 Minuten schrieb polli_on_the_go:

Ich glaube du wertest das Abitur zu Hoch. 

 

Eben das tue ich nicht, vgl. meinen Kommentar eine Seite vorher:

 

"Mache zwar selber einen Abiturfernlehrgang, denke aber, dass das "richtige Abitur" maßlos überschätzt wird. Finde, dass z.B. ein Maschinenbau-Techniker weitaus bessere Voraussetzungen für ein Maschinenbau-Studium hat als ein 18jähriger Abiturient ohne entsprechende (berufliche) Qualifikation."

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