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Leistungsnachweise?


Bettina71
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vor einer Stunde schrieb Bettina71:

Zeugnisse wurden teilweise dafür aber sehr geschickt gefälscht.

 

Ich verstehe jetzt das Ansinnen, deine Tochter zu kontrollieren, besser. Allerdings sehe ich hier auch ein Problem: Offensichtlich hat sie euch hintergangen und ihr seid nun ausreichend misstrauisch, um ihr zwar einerseits den Wunsch des Fernabis zu gewähren und gleichzeitig nicht ganz so ausgespielt zu werden wie bisher. Ich schätze, das Vertrauensverhältnis ist doch ordentlich angeknackst bei euch.

 

Ich lese zwischen den Zeilen, dass eure Tochter seit 15 Monaten nichts tut - keine Ausbildung, kein weiterer Schulbesuch, nichts. Heißt das, ihr habt ihr bislang ein leichtes Leben finanziert und auf eine Besinnung ihrerseits gehofft? Was zieht ihr den jetzt für eine Bilanz aus dieser Zeit?

 

Dass sie das Fernabitur nicht wirklich will, sondern eher in Ruhe gelassen werden möchte und deswegen diesen Weg wählt, scheint mir offensichtlich. Aber welche Schlussfolgerung zieht ihr als Eltern daraus?

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Egal, was vorher vorgefallen ist, ich würde ihr dennoch einen Vertrauensvorschuss geben und ihr erlauben, es mit dem Fernabitur zu versuchen. Voraussetzung: Sie muss selbst für die Kosten aufkommen, d.h. sich einen Minijob suchen.

 

Zur Leistungskontrolle würde ich verlangen, dass sie mir jeden oder jeden zweiten Tag erklärt, was sie denn so gelernt hat. Wie einen kleinen Vortrag halt. Das wäre nicht nur eine Leistungskontrolle, sondern auch eine gute Möglichkeit für sie, den Stoff zu wiederholen.

 

Wenn sie das 6 Monate lang durchzieht, würde ich ab dann die weiteren Kosten übernehmen.

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vor 1 Stunde schrieb Luna-Sophie:

Egal, was vorher vorgefallen ist, ich würde ihr dennoch einen Vertrauensvorschuss geben

 

Das sehe ich zunächst auch als ganz wichtig.

 

 

Ich hielte es für das beste, sich erstmal zusammen zu setzen und herauszufinden, was das Kind möchte. Will es wirklich das Abitur machen oder erstmal mit Freunden eine gute Zeit haben. Ich finde, hier ehrlich die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und ausdrücken, ohne die Befürchtung schräg angeguckt zu werden, sollte die Basis sein, auf der man aufbauen kann. 

 

Dann hat die TE berichtet, dass ihre Tochter erst in den letzten Jahren mit Schulabstinenz begonnen hat. Also scheint es vorher funktioniert zu haben? Interessant wäre noch, wie die Leistungen vorher ausgesehen  haben. Zeigte das Kind selbstständiges Arbeiten oder musste immer jemand daneben sitzen und motivieren? Wie sieht also die Bildungsbiografie aus. Gab es um den Zeitpunkt des Einsetzens der Schulabstinenz einschneidende Erlebnisse oder Überforderungssituationen in der Schule, zu Hause oder im Freundeskreis? Corona hat sicherlich auch seinen Teil dazu beigetragen.

 

Es gibt sicherlich noch weitere wichtige Fragen. Ich denke aber, dass mit der Umsetzung von Ratschlägen erst begonnen werden kann, wenn diese Fragen beantwortet sind. Ich würde jetzt nicht von @Bettina71 erwarten, diese Fragen hier im Forum zu beantworten. Das gehört meiner Meinung nicht mehr hier rein. Mir geht es darum, dass ich finde, eine professionelle Hilfe wäre hier wichtig. Diese kann mit dem Kind vllt. auch erstmal unter vier Augen reden. Das ist ja ein ganz anderer Rahmen, als wenn Mama und Papa mit am Tisch sitzen.

 

 

Mich würde interessieren, was @KanzlerCoaching zu dieser Thematik sagen würde.

Bearbeitet von psycCGN
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KanzlerCoaching

Beratungsgespräche zum Thema, wo es schulisch und beruflich hingehen soll  - wo auch immer und mit wem auch immer - halte ich für nicht angebracht, wenn Ihre Tochter nicht teilnimmt bzw. die Initiative dazu ergreift. Und zum Thema "Vertrauensvorschuss und sie probieren lassen": Sie hat doch bestimmt noch ihre Schulbücher aus dem Gymnasium. Wenn sie wirklich ein Fernabitur machen will, dann hindert sie nichts und niemand daran, diese Schulbücher in die Hand zu nehmen und anzufangen, wieder zu lernen.

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KanzlerCoaching
vor 5 Minuten schrieb psycCGN:

Will es wirklich das Abitur machen oder erstmal mit Freunden eine gute Zeit haben. Ich finde, hier ehrlich die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und ausdrücken, ohne die Befürchtung schräg angeguckt zu werden, sollte die Basis sein, auf der man aufbauen kann. 

 

 

Seit 15 Monaten ist die Tochter von Bettina - so, wie ich es verstanden habe - aus allem raus: aus Schule, aus dem Lernen, aus irgendwelchen Verpflichtungen in Richtung Ausbildung. Ob sie gejobbt hat, wissen wir nicht. Wie sie finanziell gestellt war, auch nicht.

 

War das eine "gute Zeit"? Und wie kann die gute Zeit, die sie ggf. haben möchte, aussehen? Wie lange darf sie dauern? Wer finanziert ihr Leben und ihre Wünsche?

 

Das Mädchen wird bald volljährig. Ich meine nicht, dass man sie aus der Verantwortung entlassen sollte und nur nach ihren Wünschen fragen sollte.

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vor 1 Minute schrieb KanzlerCoaching:

Das Mädchen wird bald volljährig. Ich meine nicht, dass man sie aus der Verantwortung entlassen sollte und nur nach ihren Wünschen fragen sollte.

 

Das ist auch nicht mein Anliegen. Und das habe ich mit meinem Post definitiv nicht ausgedrückt. 

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KanzlerCoaching
vor einer Stunde schrieb psycCGN:

 

Das ist auch nicht mein Anliegen. Und das habe ich mit meinem Post definitiv nicht ausgedrückt. 

 

Das war eigentlich auch nicht als Widerspruch zu Ihrem Kommentar gedacht, eher als Ergänzung.

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Herzlichen Dank noch mal in die Runde! Das sind wertvolle Beiträge, die ich gerne kommentiere.

 

#Unterschied zur Regelschule / Oberstufe

Aktuell halte ich eine Regelschule / Oberstufe zumindest für transparenter in Sachen Leistungsstand.

 

Im Kontext des Kindergeldanspruchs schreibt die SGD aber auf ihrer Homepage: "Ein Nachweis über geforderte geleistete Einheiten der vorangegangenen Monate und Jahre sollte Ihnen jedoch bei regelmäßiger Bearbeitung der in unserem sgd-OnlineCampus gestellten Aufgaben keine Schwierigkeiten bereiten."

 

So richtig schlau werde ich daraus nicht: wie aussagekräftig ist dieser sgd-OnlineCampus? Reicht er, um die Aussichten auf einen erfolgreichen Abschluss abschätzen zu können?

 

#Abbruchquote

Die Nicht-Kommunikation der Abbruchquote seitens SGD (oder anderen Anbietern) spricht dann - für mich - leider doch Bände. Es gibt Schätzungen im Internet, die von > 80 % Abbruchquote ausgehen. Vor einem solchen Hintergrund lediglich auf 90 % Erfolgsquote für die "Durchkommer" zu verweisen, finde ich dann schwierig.

 

#Summerhill School

War kurioserweise tatsächlich im Gespräch und Angebot. Allein: es wurde abgelehnt.

 

#Hoffnung aus Besinnung & Bilanz

Vorläufige Bilanz: Ohnmacht und Ungläubigkeit. Die Schlussbilanz steht noch aus. :)

 

#Minijob und Leistungskontrolle

Die Kombination klingt plausibel. Vielen Dank für den Tipp!

 

#Professionelle Hilfe

Angebot steht und wird abgelehnt.

 

#In Verantwortung nehmen

Die Kombination aus Minijob und Fernstudium wie von Luna-Sophie angeregt, scheint da ein guter Mittelweg und vielleicht sogar "Reality-Check" zu sein.

 

Unterm Strich steht der Wunsch, dass sie glücklich, produktiv/aktiv und selbstständig/souverän ist. Ohne Leistungskontrolle scheint es LEIDER nicht zu funktionieren.

 

Wenn mir jemand noch verraten könnte, ob das mit dem Campus Sinn macht, wäre ich super dankbar: "Ein Nachweis über geforderte geleistete Einheiten der vorangegangenen Monate und Jahre sollte Ihnen jedoch bei regelmäßiger Bearbeitung der in unserem sgd-OnlineCampus gestellten Aufgaben keine Schwierigkeiten bereiten."

 

Schönes Wochenende und nochmals vielen Dank für die Anteilnahme und Hilfestellung!

 

 

 

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vor 22 Minuten schrieb Bettina71:

Wenn mir jemand noch verraten könnte, ob das mit dem Campus Sinn macht, wäre ich super dankbar: "Ein Nachweis über geforderte geleistete Einheiten der vorangegangenen Monate und Jahre sollte Ihnen jedoch bei regelmäßiger Bearbeitung der in unserem sgd-OnlineCampus gestellten Aufgaben keine Schwierigkeiten bereiten."

 

Ich kann mich vage daran erinnern, dass frühere Fernabiturienten berichteten, eine Auflistung bereits erfolgreich erledigter Einsendeaufgaben vorgelegt zu haben, und dies von der zuständigen Stelle anerkannt wurde. Letztlich kann man sich diese Auflistung erledigter Aufgaben von der Online-Oberfläche der sgd selbst herunterladen und muss das nicht jedes Mal beantragen. 

 

Ich würde im Zweifel direkt bei der zuständigen Stelle anfragen, ob ihnen ein solcher Nachweis ausreicht beim Fernabitur. 

 

Zum Thema Abbruchquote ganz kurz: Die Idee, von daheim das Abitur "nebenbei" nachzuholen, ist schon sehr verlockend. Viele Leute stellen sich das so vor, dass sie ein bisschen was lesen und dann zur Prüfung gehen. Aber es ist deutlich mehr. Die Aufgaben haben es in sich, die Inhalte sind umfangreich. Und es dauert: Die wenigsten schaffen es in der Regelzeit. Insofern springen viele ab, die sich über den echten Umfang zu Beginn nicht wirklich klar waren, oder die eigenen Lebensumstände hinsichtlich freier Zeit falsch einschätzen. Man muss sich schon im Klaren sein, dass das Fernabi ein harter und steiniger Weg ist. Es gibt einfachere Wege, ans Abitur zu gelangen. 

 

Ansonsten wünsche ich dir viel Kraft für das, was noch vor euch liegt. Ich selbst habe zwei Kinder im ungefähr selben Alter und gerade die Zeit des Homeschooling war für uns eine große Herausforderung. Auch ich habe ein Kind, das Schwierigkeiten hatte und Hilfe sowie jegliche Unterstützung als Einmischung verstand und abgelehnt hat. Das geht schon an die Substanz und hat mir die eine oder andere schlaflose Nacht gekostet. Ich drücke die Daumen, dass sich Lösungen finden lassen, die für dich und vor allem deine Tochter akzeptabel sind.

Bearbeitet von TomSon
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