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Leistungsnachweise?


Bettina71
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vor 30 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

Ich sag jetzt einfach mal so, dass ich es für sinnvoller halten würde, wenn Sie als Mutter, sie als Eltern sich professionelle Hilfe holen würden. Manches liest sich hier nämlich, als würden Sie schon ziemlich heftig in der "Verantwortungsfalle" sitzen: Sie machen Vorschläge, sorgen sich, suchen nach Lösungen und Beratungen und Ihre Tochter lehnt ab.

 

Ich bin in dem Alter zu Hause ausgezogen. Andere Zeit, andere Umstände und ganz sicher nicht üblich – aber diese rebellionistischen Anwandlungen hat sie nicht exklusiv. Und bald ist sie volljährig und kann dann auch formal tun und lassen, was sie möchte.

 

Damals habe ich übrigens eine Ausbildung mehrere hundert Kilometer entfernt begonnen. Partymachen war auch meins, aber daneben wusste ich auch, was ich werden wollte (IT-Startup-Millionär 🤣). Vielleicht hat sie ja auch etwas, das ihr liegt. Ein Talent, etwas, das sie reizt, das ihr Spaß macht – und das kein Abitur erfordert?

 

Nur ein Gedanke.

 

Nachtrag: Habe leider diesen Beitrag jetzt erst gelesen. Meine Interpretation ist jetzt, dass das Fernabitur eine Art "Besser als nichts"-Lösung und letzte Option vor der völligen Ratlosigkeit ist. Kann das so durchaus nachvollziehen.

Bearbeitet von Explorer
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Ich sehe das Fernabitur als "Notlösung" auch kritisch. Das ist ein harter Weg, den man wirklich wollen muss, sonst wird das nix. Und für mich klingt es so, als ob die Tochter dies momentan auch nur als notwendiges Übel ansieht und sich dem tatsächlichen Aufwand nicht wirklich bewusst ist.

Da ist eine Regelschule deutlich besser geeignet, auch in Puncto Leistungsnachweis und Kontrolle.

 

Zusätzlich finde ich die Idee, sich professionelle Hilfe in Form einer Familientherapie zu suchen, sehr gut. Vielleicht fällt es ihr leichter, mit jemand Neutralem darüber zu reden anstatt mit den Eltern.

Wenn sie dies jedoch ablehnt, wird es schwierig.

 

Generell ist es schwierig, wenn sie alles gleich ablehnt. Trotzdem fände ich es wichtig, den Grund für ihr Verhalten herauszufinden und dort anzusetzen.

 

Ich war in dem Alter früher genauso drauf und hatte keinen Bock auf nix, wollte nur mein Leben genießen und zuhause rumgammeln. Aber da haben meine Eltern nicht mitgemacht und mir Klipp und Klar gesagt: Entweder du machst weiter Schule oder eine Ausbildung. Ich habe mich für die Ausbildung entschieden.

Bearbeitet von Moondance
Rechtschreibung
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KanzlerCoaching
vor 24 Minuten schrieb Explorer:

Ich bin in dem Alter zu Hause ausgezogen. Andere Zeit, andere Umstände und ganz sicher nicht üblich – aber diese rebellionistischen Anwandlungen hat sie nicht exklusiv.

 

Ihre Eltern haben Ihnen vermutlich kein Appartement gekauft, oder? Und Sie mussten sehen, wie Sie dann in der Ferne zurecht kommen.

 

Die Idee, auszuziehen, halte ich gar nicht für so schlecht. Mit allen Konsequenzen.  Aber ob die Tochter das will? "Zuhause rumgammeln" wäre ja dann vorbei.

Bearbeitet von KanzlerCoaching
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vor 10 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

Ihre Eltern haben Ihnen vermutlich kein Appartement gekauft, oder? Und Sie mussten sehen, wie Sie dann in der Ferne zurecht kommen.

 

Es gab Unterstützung bei der Wohnungssuche und die Erstausstattung für selbige. Danach musste ich selbst klarkommen.

 

Allerdings hätte ich es auch bequemer haben und bei einem Unternehmen in der Nähe anfangen können, was ich aber nicht wollte. Und ich war es auch, der sich um die Bewerbungen gekümmert hat und alleine durchs halbe Land zum Vorstellungsgespräch gefahren ist. Obwohl ich meinen Eltern vorher das Leben (laut ihrer Aussage) zur Hölle gemacht habe – diesen Drive hatte ich trotzdem in mir.

 

Die Frage ist, ob so etwas in unserer Protagonistin hier nicht auch schlummert und ob man das nicht irgendwie herauskitzeln könnte. Ein (erzwungener) Auszug wäre schon sehr drastisch, vielleicht tun es auch erst mal 2, 3 Praktika in verschiedenen Berufsfeldern.

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Statt des erzwungenen Auszugs kann es die Forderung sein, dass sie sich finanziell für ihre Unterkunft bei den Eltern beteiligt und dass sie auch sonstige Sachen selbst zahlen muss, solange sie sich allem verschließt. Eine gewisse Kooperation ist schon notwendig.

 

Dass sie 15 Monate zu Hause verbracht hat ohne Schule, Arbeit oder was auch immer hatte ich überlesen. So ein umsorgtes Leben zu Haus ist natürlich schön und daran kann man sich gewöhnen. Aber das geht nicht. Und da sie nach diesen 15 Monaten und auf gewissen Druck durch die Familie das Fernabitur vorgeschlagen hat, lässt bei mir auch Alarmglocken läuten. Ich glaube, darauf würde ich mich als Elternteil erstmal nicht einlassen.

 

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TheHumanHunter

Ich schließe mich dem Vorschlag, als erstes Berufsausbildung zu beginnen und abzuschließen (eventuell vorher den Quali-Hauptschulabschluss noch machen), an.

Es wird helfen, Struktur und Verantwortung (geregelte Arbeitszeiten, Umgang mit eigenem Geld) in den Alltag zu bringen. Wille, das auch durchzuziehen ist dafür natürlich Voraussetzung.

 

Mit danach dann gerade mal 20-21 Jahren stehen immer noch alle Türen für weitere Möglichkeiten (Abi, Studium etc.) weit offen.

Bearbeitet von TheHumanHunter
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KanzlerCoaching
vor 19 Minuten schrieb Herbstkind:

Vielleicht braucht es auch einfach, trotz dass bereits 15 Monate vergangen sind ohne Anbindung an irgendwas, noch etwas mehr Zeit und ein Abstand nehmen davon, immer wieder mit dem Thema Zukunft anzufangen, sodass sie gegebenenfalls von sich aus auf ganz eigene Gedanken und Vorstellungen kommt, wo es für sie hingehen könnte.

 

Ich stimme Ihnen absolut zu. Jetzt mehr oder weniger planlos eine Ausbildung zu beginnen, die die junge Frau dann wieder abbricht, wäre nicht besonders zielführend.

 

Bleibt aber dann ganz praktisch die Frage, wie diese Zeit des Abstandnehmens aussehen könnte. "Weiter wie bisher" ist wohl für Bettina keine Option. Und erfahrungsgemäß führt ja auch bei jungen Menschen, weiter in den Tag hinein zu leben ohne irgendwelche Verpflichtungen, nicht notwendiger Weise dazu, dass sie sich mit ihrer Zukunft beschäftigen.

 

Bettina hat weiter oben geschrieben, dass ihre Tochter schon Zeugnisse gefälscht hat, offenbar so gut, dass das nicht gleich aufgefallen ist. Das könnte ein Anzeichen sein, dass das Mädchen sich eher Gedanken macht, wie sie sich so durchwurschteln kann. als darüber, was sie mit ihrem Leben selbstbestimmt und unabhängig anfangen kann und will.

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Ich persönlich glaube nicht dran, dass jemand, der keinen Antrieb hat, zur Schule zu gehen und zwecks Fassaden auch Zeugnisse fälscht, nun plötzlich Energie und Ehrgeiz entwickelt, eine Ausbildung konsequent durchzuziehen. Pünktlich zur Arbeit kommt, tut was der Chef sagt, respektable Arbeit abliefert und anbei auch die Berufsschule wuppt - ein Ort, den sie ihn ähnlicher Form seit über einem Jahr meidet.  
Das erfordert ein ähnliches Maß an Ehrgeiz, Selbstdisziplin und Selbstorganisation und vor allem das Verständnis, dass man sich nicht überall durchmogeln kann und gewisse Dinge sein müssen. Ich glaube aber kaum, dass das aktuell so das Leitmotiv der Tochter ist.
Ich weiß nicht, ob wir hier nicht immer mehr Stoff liefern, die Eltern in die Position zu drängen, die Lösung des Problems zwangsweise herbeizuführen. 

Letztlich kann man dieses Problem hier auch gar nicht auflösen, da es vermutlich ein systemisches ist und wir ja gar keinen kennen, um da maßgeschneiderte Lösungen zu liefern. Ich glaube auch, dass die Eltern sich da schon genug Gedanken machen.  Ich stelle mir diese Spanne für die gesamte Familie unglaublich stressig vor und auf Seiten der Eltern mit viel Druck, Sorgen und Ängsten verbunden. Darum wünsche ich @Bettina71 an der Stelle auch ganz viel Kraft und hoffe, dass noch Raum bleibt, etwas Euthymes für sich zu tun. 

LG

Bearbeitet von Vica
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Es geht ja nicht darum, planlos irgendeine Ausbildung zu beginnen, sondern darum, dass sich das Mädel überlegt, was sie denn gerne beruflich machen würde und eine Alternative zum Schreckgespenst Schule hat. 
 

Ich bin wesentlich lieber zur Berufsschule gegangen, als in die Regelschule. Die Berufsschule hat auch wieder ein etwas anderes „Feeling“ als die normale Schule, finde ich. 
 

Abstand nehmen könnte vielleicht auch eine Option sein, aber dann nicht in dem Sinne, dass sie einfach weiter nur in den Tag hinein lebt, dann hätte sie ja genau das, was sie seit über einem Jahr bereits erfolgreich fabriziert. Ich glaube auch nicht, dass sie dadurch so bald auch plötzlich auf die Idee kommt, was „vernünftiges“ mit ihrem Leben zu machen.

 

Es ist halt schwierig, da etwas passendes zu finden, ohne beide Seiten (Tochter und Eltern) genauer zu kennen. 

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