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Bewerbung ohne Antwort

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vor 5 Minuten, Karate-Kalle schrieb:

 

Ist die Rechtschreibung denn etwa für die Art und Weise, wie jemand seinen Beruf ausübt, aussagekräftig? Ist die Rechtschreibung denn ein Maßstab für die tatsächliche Intelligenz?

 

Rechtschreibung ist für jemanden, der auf dem Bau arbeitet, sicher kein Kriterium, nach dem er in seinen Unterlagen bewertet wird.

 

Es sei denn, er ist jemand, zu dessen Aufgabe es gehört, der regelmäßig Berichte schreiben muss. In aller Regel geht es dabei auch nicht nur darum, ob jemand "nämlich" nun mit oder ohne h schreibt. Es geht um die Fähigkeit, sich schriftlich auszudrücken, also um die Beherrschung von Sprache.

 

Und ja, das ist aussagekräftig dazu, wie jemand seinen Beruf ausübt.

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vor 24 Minuten, Karate-Kalle schrieb:

- Wir haben eine Kauffrau, die zwar fehlerfrei schreiben und lesen kann und auch einen sehr guten Schulabschluss gemacht hat und ihre Ausbildung gut abgeschlossen hat, mehr als Briefe schreiben, Rechnungen erstellen, Dokumente sortieren, kopieren, das Telefon und das Fax bedienen, den Computer an- und auszuschalten und Kaffee kochen, kriegt sie nicht hin. Von daher bleibt sie die ewige Assistentenhelferin. Immerhin wickelt ihr Aussehen, ihre Dümmlich- und Tussihaftigkeit und ihre doch sehr angenehme Stimme, jeden (männlichen) Kunden um den Finger, was eigentlich der einzige Grund ist, warum ich sie noch nicht rausgeschmissen habe.

 

Weiß die Dame, was Sie von ihr halten? Und wie Sie über sie schreiben?

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vor 2 Stunden, Karate-Kalle schrieb:

Ist die Rechtschreibung denn etwa für die Art und Weise, wie jemand seinen Beruf ausübt, aussagekräftig? Ist die Rechtschreibung denn ein Maßstab für die tatsächliche Intelligenz?

 

Das hängt sicherlich von der zu besetzenden Stelle ab und welche Maßstäbe man ansetzt. Wenn ich z.B. in einem Gutachterbüro einen Ingenieur anstelle, und mit der Aufgabe betraue, Gutachten zu erstellen, dann könnte ein, im Punkto Rechtschreibung, stark fehlerbehaftetes Gutachten, in der Tat auch die Kompetenz des Gutachters, sowie der Firma in Frage gestellt werden bzw. dazu führen, dass sich potentielle Kunden anderweitig orientieren.

 

Außer Frage steht allerdings auch, dass man im Unternehmen natürlich auch jemanden Korrektur lesen lassen könnte, wenn es sich z.B. um einen technisch exzellenten Ingenieur handelt - aber das muss sich ein Unternehmen natürlich auch leisten können oder wollen.

 

Schwierige stellen ich mir allerdings die Situation vor, wenn es sich um sicherheitsrelevante Bereiche handelt und fehlerbehaftete Dokumente zu Missverständnissen führen können, welche ggf. Menschenleben in Gefahr bringen.

 

Aber dass sind dann natürlich schon sehr extreme Beispiele.

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Es dürfte vielen Arbeitgebern nicht allein um die Frage gehen, ob Rechtschreibung für den angestrebten Job relevant ist oder auf Intelligenz schließen lässt.

 

Wer keine besonders gute Rechtschreibung hat, kann seine Bewerbung ja von einem Freund oder einem Familienmitglied auf Rechtschreibfehler prüfen lassen. Eine Bewerbung voller Fehler einzureichen, drückt auch aus, dass es einem egal war, wie die Bewerbung aussieht. Und das macht keinen so guten Eindruck.

 

Abgesehen davon ist die Rechtschreibung für viele Jobs relevant, bei denen man das nicht auf Anhieb vermutet. Ich erzähle es hier nicht zum ersten Mal, aber meine Schwester bildet Floristinnen aus. Ihre Bewerberinnen denken oft, mit einer guten Note in Kunst könnten sie schlechte Noten in Deutsch und Mathematik kompensieren. Tatsächlich interessiert sich meine Schwester in erster Linie für die Noten in Deutsch und Mathematik. Kreativ gestalten kann sie. Und sie weiß auch, wie sie das anderen vermittelt. Mathe und Deutsch unterrichten kann und will sie nicht. Sie erwartet, dass ein Bewerber seine Schulzeit genutzt hat, um das zu lernen.

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Was Markus Jung schrieb, ist vermutlich eher die Problematik der Betriebe beschrieben, die junge Menschen als Azubi haben wollen, jedoch die Bewerbungen so katastrophal sind und weit vom üblichen Standard sich bewegen. Und ja, das sich sicherlich ein Punkt um den man diskutieren kann. 

 

Obiges baut auf diese Thesen und Erfahrungen auf:

1) Wer schlampige Bewerbungen abgibt, der wird später im Arbeitsleben sich auch so bewegen.

2) Rechtschreibprobleme: Entweder Legasthenie (=will, aber kann nicht aufgrund Krankheit)  oder die Person will das gelernte nicht anwenden

3) Die Arbeits -und Organisationspsychologen wissen: Das Abitur korreliert mit den Intelligenz der jeweiligen Person

4) Schlechte Noten sind somit ein Indiz der Intelligenz

5) Wer in der (Haupt)schule immer haarscharf um die Note 4 kämpfen musste, der wird das auch in der Berufsschule

 

Ich kann obiges soweit beurteilen, da ich als Azubi, Arbeitnehmer als auch ex Arbeitgeber solches oft gesehen habe.

Dennoch können lernschwache Schüler vieles durch Fleiss und Freundlichkeit kompensieren. Auch oft erlebt.

Selbst wenn diese mit Pauken und Trompeten durch die Ausbildung fallen.

Und diese Menschen sind sehr wichtig fürs Unternehmen, vor allem Kleinbetriebe können davon sehr profitieren.

Hatte selbst damit zu hadern, konnte später aber den Wert der Menschen fürs Unternehmen entdecken. Darüber redet leider keiner. Dieser ex Azubi, er hatte die Prüfung nicht bestanden, in der Schule nur die 5 als Standardnote, war fleissiger und strebsamer als der Meister. 

Der Meister war jedoch nicht fleissig und eher phlegmatisch etc., so dass er nicht mehr wichtig war und dann arbeitslos wurde...

Der ex Azubi arbeitete viele Jahre weiter erfolgreich in dem Betrieb!

 

 

 

 

Bearbeitet von der_alex

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Am 27.12.2016 at 15:02 , Karate-Kalle schrieb:

Ist die Rechtschreibung denn etwa für die Art und Weise, wie jemand seinen Beruf ausübt, aussagekräftig? Ist die Rechtschreibung denn ein Maßstab für die tatsächliche Intelligenz?

 

Eine Bewerbung in schlechter Rechtschreibung ist ein Indiz dafür, dass sich jemand mit der Bewerbung wenig Mühe gemacht hat. Und Sorgfalt ist etwas, das wohl in den meisten Berufen wichtig ist 

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Am 26.12.2016 at 02:38 , Karate-Kalle schrieb:

Der Grund dafür, keine Rückmeldungen zu erhalten, hat fast ausschließlich Kosten- und/oder Organisations- und/oder Zeitgründe.

 

Eine solche Einstellung empfinde ich als extrem respektlos Bewerbern und damit auch potenziell neuen Mitarbeitern gegenüber.

Bewerber sind keine Bittsteller beim Arbeitgeber. Man ist eine - welcher Art auch immer - qualifizierte Person und bietet seine Arbeit an. Das ist ein gegenseitiger Prozess und sicherlich kein Erbeten um eine Audienz.

 

Ich habe es leider selbst auch schon erlebt, dass auf Bewerbungen schlichtweg keine Antwort kam.

Als Bewerberin weiß ich nicht, ob irgendwann noch eine Reaktion erfolgt, oder eben nicht.

 

Eine kurze grundlose Rückmeldung per Mail ist kostenlos und auch nicht besonders zeitaufwändig, auch nicht bei hunderten von Bewerbern.

 

 

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gekürzt

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vor 6 Minuten, Karate-Kalle schrieb:

Doch, denn niemand wird dazu gezwungen, in einem Unternehmen zu arbeiten und vor allem muss niemand in einem Unternehmen arbeiten, sondern sie dürfen in einem Unternehmen arbeiten. Das ist der große Unterschied.

 

So undifferenziert kann man den Sachverhalt nicht stehen lassen. Es hängt ja auch immer von der Situation am Arbeitsmarkt ab. Gerade in der heutigen Zeit, bei einem angeblich so eklatant vorhanden Fachkräftemangel, verwundert es, dass verschiedene AG immer noch mit einer solchen Arroganz auftreten. Im Grunde genommen, sollte sich doch aus einen AG/AN Vertragsverhältnis, für beide Seiten, eine WinWin-Situation ergeben.

 

Als ich im ausbildungsfähigen Alter war, auch ich war mal jung, so meine ich zu erinnern, hielt sich lange Zeit hartnäckig das Gerücht, dass sich einzelne AG die Ausbildung haben von den Eltern entlohnen lassen. Damals gab es halt viele potentielle Auszubildende und nicht ausreichend Stellen. 

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