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Welche privaten Hochschulen wachsen am stärksten... und welche floppen.


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Kleine Anmerkung: Eigentlich ging es hier nicht um die Qualität der IUBH-Skripte und Videos. 😉

 

Zur Frage, welche Hochschulen scheitern werden: Ich sehe aktuell wenige Fernhochschulen, die in wirklich schwerem Fahrwasser sind. Ganz im Gegenteil steigen Investoren hier verstärkt ein, weil in digitalen (oder digital unterstützen) Angeboten die Zukunft liegt. Aber zumindest eine (kleine) Fernhochschule im fernen Süden hat die Auflage, die Zahl ihrer Professor:innen massiv zu erhöhen oder die Reakkreditierung zu verspielen (was sie finanziell eigentlich beides nicht stemmen kann). Andere werden vielleicht irgendwann verschmolzen oder in eine größere Gruppe überführt.

 

So oder so, selbst stagnierende Anbieter im Online-Segment sind ziemlich stabil... da erwarte ich keine Pleiten. Kleine Hochschulen mit klassischem Campus-Geschäft und ohne echte USPs sind schlechter aufgestellt. 

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Hey, liebes Forum,   ich habe vor kurzem eine Auswertung dazu gemacht, welche (privaten) Hochschulen in den letzten 10 Jahren am stärksten gewachsen sind... und wenig überraschend haben vor

Die Diskussion ist hier ja ziemlich off-topic geworden, aber um noch mal zum ursprünglichen Thema zurückzukommen: Ich finde so eine betriebswirtschaftliche Sichtweise auf Hochschulen ziemlich schräg.

Interessante Zahlen. Zur Überschrift eine bewusst kritische Anmerkung:     Floppt eine Hochschule, nur weil sie kein exponentielles Wachstum hat, sondern sich zum Beispiel qualitativ

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Ich finde floppen auch ein schwieriges Wort. Man darf auch nicht vergessen, dass manche Fernhochschulen sich z.B. auf eine bestimmte Branche festgelegt haben. Zum Beispiel die Apollon. Auch hiergibt es Wachstum. Langsamer als bei der IUBH, aber es gibt eben auch einige wenige Studiengänge für den Bereich Gesundheitswirtschaft und nicht beliebig allgemeine Studiengänge.

 

Darüber hinaus sagt die Statistik erst mal nur, dass es ein quantitaives Wachstum gibt. Das sagt nur überhaupt nichts über die Qualität. 

 

Manche Hochschulen habe doch auch gar nicht zum Ziel Mega Hochschulen zu werden. Heißt das aber sie floppen? 

 

Nette Abbildung, aber das war es dann auch schon teilweise. 

Bearbeitet von polli_on_the_go
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vor 8 Stunden hat Markus Jung geschrieben:

Interessante Zahlen. Zur Überschrift eine bewusst kritische Anmerkung:

 

 

Floppt eine Hochschule, nur weil sie kein exponentielles Wachstum hat, sondern sich zum Beispiel qualitativ solide auf einen Themenbereich fokussiert und spezialisiert, statt zum Gemischtwarenladen zu mutieren, und dadurch eher konstante Studierendenzahlen hat? Geht es immer nur um Wachstum und Umsatzsteigerungen, um Vertrieb und Marketing?

Leider ist genau das, nach der gängigen Lehre, der Fall. Sofern ein renditeorientierter Investor beteiligt ist, macht Qualität nur dann Sinn, wenn es in höheren Studentenzahlen oder Studiengebühren resultiert. Ansonsten ist man als Unternehmen uninteressant oder wird aufgekauft. Hierbei lassen sich natürlich auch Kosten senken, indem man Module mehrfach verwendet. Ein Vorteil und gleichzeitig ein Nachteil ist, dass diese Anbieter nach meiner Erfahrung eher Studiengänge anbieten müssen, die auf "Employability" ausgerichtet sind.

 

Die zfuw, DISC, evtl. auch die Hochschulen hinter oncampus, FU Hagen und die HFH als gemeinnützige GmbH haben hier ganz andere Möglichkeiten, weil sie nicht unbedingt wachstumsgetrieben sein müssen. Diese Modelle sagen mir persönlich grundsätzlich mehr zu, weil ich diesen unbedingten Wachstumsgedanken für einen Irrweg halte.

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vor 7 Stunden hat KanzlerCoaching geschrieben:

Es ist wirklich schade, dass im Bereich Fernhochschulen es immer nur um Masse und Wachstum geht. Oder um Flexibilität. Wobei das eigentlich ein interessantes Kriterium für die Studenten ist.

 

Hinten runter fallen Themen wie Qualität (oben erwähnt: die Tiefe, in der Inhalte gelehrt werden) und Ergebnis. Denn wirklich wichtig für jemanden, der speziell ein Fernstudium andenkt, bei der er sich finanziell und zeitlich über Jahre hinaus bindet, was "hinten rauskommt". Sprich: Wie viele Studenten schließen einen Studiengang ab und wie viele finden mit diesem Studium adäquate Jobs.

Hallo Frau Kanzler,

 

wie so häufig, lesen sich Ihre Aussagen ziemlich absolut und Ihre Skepsis gegenüber Fernhochschulen erwecken in mir den Reflex zu widersprechen, wobei ich diese Art als Ihr "Markenzeichen" ja auch schätze.

Also dann fangen wir mal an...:

 

- Um Wachstum und Masse geht es bei allen privaten Bildungseinrichtungen, nicht nur bei Fernhochschulen. Umgekehrt geht es nicht bei allen Fernhochschulen nur um Wachstum.

 

- Ich war zwar speziell bzgl. der Tiefe bei der IUBH enttäuscht und habe das auch schon von anderen gehört, welche Vergleichsmöglichkeiten hatten, aber es bedeutet nicht, dass Fernhochschulen überwiegend oberflächlich lehren denn das kenne ich auch anders. Richtig ist hingegen, dass bei den privaten (Fern)Hochschulen  Studiengänge entstehen wie Bachelor Online-Marketing oder so, die anstatt eine solide Grundlage zu bieten, sehr eng spezialisiert sind und für mich nur bedingt das erfüllen, was ich unter einem Studium verstehe.

 

Davon unabhängig legen allgemein private Anbieter mehr Wert auf Employability als staatliche Einrichtungen, weil die Studenten genau darauf Wert legen und bezahlen. Bei staatlichen Hochschulen sind die Curricula manchmal doch ziemlich ambitionslos.

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vor einer Stunde hat firefly geschrieben:

nd Ihre Skepsis gegenüber Fernhochschulen erwecken in mir den Reflex zu widersprechen,

 

Ich habe keine grundsätzliche Skepsis gegen Fernhochschulen. Ich habe bei bestimmten Studiengängen Bedenken, wie ein Studium ohne Präsenz gehen soll: bei allem, was Pädagogik oder Psychologie angeht gilt das ganz besonders.

 

Ich bin außerdem skeptisch gegenüber Studenten oder Studieninteressierten, die fragen, ob man Klausuren gut bestehen kann, wenn man nur die Skripten lernt. Ob man, um es auf die Spitze zu treiben, einen Bachelor erlangen kann, wenn man während des ganzen Studiums ausschließlich die Skripten lernt. Aber solche Vorstellungen gibt es ja ähnlich auch in Präsenzstudiengängen.

 

Im konkreten Fall finde ich die Auflistung der verschiedenen Hochschulen mit ihren Wachstumsraten interessant. Noch interessanter fände ich allerdings einen qualitativen Vergleich der Angebote. Ich fände es interessant zu erfahren, wie hoch die Abbrecherquote an den verschiedenen Hochschulen ist. Und ob und wie sich ein Abschluss auf die berufliche Entwicklung der Absolventen auswirkt. Ich denke, das alles wäre für Interessenten wirklich interessant.

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