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Annajustitia

Kündigung wegen Überqualifizierung durch Studium?

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Hallo zusammen,

ich bin im öffentlichen Dienst als Angestellte beschäftigt. Ich hatte 7 Jahre lang Zeitverträge und ständig Angst, dass es nicht weitergeht. Aus diesem Grund habe ich ein Wirtschaftsrecht-Studium begonnen. Während der Zeit des Studiums wurden 50% meiner Stelle fest. 50% weiterhin befristet. Ich hatte damals kurz überlegt, das Studium aufzugeben, habe aber weiter gemacht und vor zwei Jahren mit Sehr gut abgeschlossen. Ich habe meinem Arbeitgeber damals und bis heute davon nichts gesagt, aus Angst, dass meine Verträge nicht mehr weitergehen, denn nur durch den Job konnte ich mir überhaupt das Studium finanzieren.

Momentan bin ich in Elternzeit.

Ich bin so hin- und hergerissen, ob ich meinem Chef irgendwann mal sagen sollte, dass ich Wirtschaftsjuristin bin oder nicht.

Ich habe Angst, dass er mich kündigt, weil ich überqualifiziert bin. Für die Angestelltenstelle benötigt man kein Studium. Und Aufstiegsmöglichkeiten gibts auch nicht.

Was meint Ihr? Lieber weiterhin schweigen oder muss ich mit offenen Karten spielen?

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Deine Frage ist schwer zu beantworten. Ich frage mich jedoch, warum Du Deine Elternzeit nicht nutzt, um Dich in aller Ruhe nach einer anderen Stelle umzuschauen.

LG, Inés

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Hast du das Studium denn gemacht, um einen anderen Job zu bekommen oder eher für dich? Ich denke, wenn du eh wechseln willst, könntest du die Elternzeit nutzen.

Wenn du auf deiner jetzigen Stelle bleiben willst trotz Studium würde ich nichts sagen. Vor allem weil du schon seit 2 Jahren fertig bist. Ich denke, das würde doof aussehen, wenn du jetzt damit ankommst "übrigens,ich hab nebenher studiert und bin seit 2 Jahren Wirtschaftsjuristin".

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Ohne jetzt deinen Chef oder deine aktuelle Tätigkeit zu kennen: wenn Du für den Job das Studium nicht brauchst, dir das "Wirtschaftsjuristen-Dasein" also nicht wirklich was bringt, es auch keine Aufstiegsmöglichkeit gibt UND Du dir solche Sorgen machst, dann würde ich an deiner Stelle gegenüber meinem Chef den Mund halten.

... und das tun, was Inés schreibt: nebenbei umsehen, wo vielleicht eine Stelle auf dich wartet, für die du NICHT mehr über-, sondern eben bestens qualifiziert bist

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Ich habe Angst, dass er mich kündigt, weil ich überqualifiziert bin.

Darf ich mal fragen, woher deine Angst rührt, dass er das tun könnte? Hat er das schon mal getan oder gab es ähnlich Fälle in deiner Abteilung/Dienststelle?

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Erworbene Qualifizierungen während eines bestehenden Arbeitsvertrages sind nach meinem Wissen kein Kündigungsgrund. Zur Not mal nen Anwalt für Arbeitsrecht fragen.....

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Erworbene Qualifizierungen während eines bestehenden Arbeitsvertrages sind nach meinem Wissen kein Kündigungsgrund. Zur Not mal nen Anwalt für Arbeitsrecht fragen.....

mit sie kündigen, meint sie sicher auch den Weg über eine Nicht-Verlängerung ihrer kontinuierlichen Zeitverträge, und da spielt der Grund oder das Gesetz so ziemlich keine Rolle

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ich bin im öffentlichen Dienst als Angestellte beschäftigt. Ich hatte 7 Jahre lang Zeitverträge und ständig Angst, dass es nicht weitergeht.

Ist so etwas im Öffentlichen Dienst denn zulässig? Ein privater Arbeitgeber darf deinen Arbeitsvertrag nur max. 3x und das auch nur bis zu max. 2 Jahren befristen. Danach muss er dich entweder unbefristet einstellen oder dich ziehen lassen...

Dass du so ein perverses Spiel überhaupt 7 Jahre lang mitgemacht hast!? Ich kann mich da nur dem Rat der anderen anschließen: Du solltest den Mutterschutz nutzen um dir eine passende Stelle zu suchen :).

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Gibt es denn Gründe für Dich, die genau für diese Stelle sprechen?

Falls nicht, würde ich mich an deiner Stelle in Ruhe nach einer passenderen Stelle umsehen. Es wäre schade, wenn deiner qualifizierten Ausbildung zu lange keine Praxiserfahrung in diesem Bereich folgt, da sie dann eventuell wieder an Wert verliert, wenn du nach dem Studium nie in diesem Beruf arbeitest.

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Ist so etwas im Öffentlichen Dienst denn zulässig? Ein privater Arbeitgeber darf deinen Arbeitsvertrag nur max. 3x und das auch nur bis zu max. 2 Jahren befristen. Danach muss er dich entweder unbefristet einstellen oder dich ziehen lassen...

Für Sachgrundbefristungen gilt das nicht. Sofern der AG immer wieder einen Sachgrund (er)findet, kann er so oft wie er will hintereinander befristen - sofern der Arbeitnehmer immer wieder mitmacht.

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