Zum Inhalt springen

kurtchen

Communitymitglied
  • Gesamte Inhalte

    766
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Kommentare zu einem Blog erstellt von kurtchen

  1. Wow! Beeindruckende und inspirierende Geschichte!

     

    Zitat

    Antwort meines Klassenlehrers, als wir ihn in Klasse 10 fragten, ob er uns die Empfehlung für die Gymnasium-Aufnahmeprüfung schreibt, da wir ja gerne Abi machen wollen: ,,Ich möchte auch so einiges. Zum Beispiel im Lotto gewinnen." Kurzum: Es gab keine Empfehlung (er spreche auch generell keine aus!), und das sei auch nicht schlimm, wir "heiraten ja eh".

     

    Ich bin entsetzt. Wann war denn das? Klingt für mich wie 50er oder 60er Jahre. Das ist dann ja wohl der maximale Kontrast zur OU.

  2. Zu Schulzeiten konnte ich mich mit dem Fach Geschichte leider nicht anfreunden.

     

    Erst viel später habe ich gemerkt, dass mich Geschichte durchaus auch interessieren kann. Geschichte im Unterricht war vor allem die Geschichte der Mächtigen und Herrschenden. Ich finde es dagegen spannend, Museen zu besuchen, in denen man etwas über die Alltagskultur vergangener Zeiten erfährt. Wie hat man z.B. gewohnt, gegessen, gearbeitet, Lebensmittel produziert und verarbeitet. Auch Technik- und Wissenschaftsgeschichte finde ich sehr spannend.

     

    Vielleicht deckt der Geschichtsunterricht ja heute eine größere Bandbreite an Themen und Perspektiven ab.

  3. Ja, die Ente gibt's in Dekoläden. Im Blumenkübel neben meiner Haustüre sitzt z.B. eine mit Schweißband und Fußball. Die war schon bei meinem Einzug da.

     

    Als Geste gefällt's mir trotzdem. Manchmal fragen mich Gäste, wieso im Wohnzimmer diese Ente rumsteht. Ich erzähle dann immer gerne, dass ich die von meiner FH zum Studienabschluss bekommen habe. Und erfreue mich an den überraschten Gesichtern.

  4. Microsoft Office habe ich für's Studium nicht gebraucht.

     

    Teams und Zoom scheinen auch unter Linux verfügbar zu sein. Wozu genau braucht man das denn? Bildet man Arbeitsgruppen, um z.B. gemeinsam Probleme zu bearbeiten oder Aufgaben in einer Art Peer Review zu bewerten?

     

    Die Lernplattform meines Studiengangs hatte alle möglichen Social Media Funktionen. Die hat aber praktisch niemand genutzt. Ich hatte auch das Gefühl, so was nicht zu brauchen.

     

    Muss ich bei der IUBH so etwas nutzen? Ich frage nach, weil ich zwei Masterstudiengänge der IUBH ganz interessant finde.

  5. @Cocooned

    Du schreibst, dass du zunächst einen Linux-Rechner erwogen hattest, die bereitgestellten Tools aber auf Windows und Mac OS laufen. Mich würde interessieren:

    • Was sind das für Tools?
    • Wären sie entbehrlich bzw. durch quelloffene Alternativen ersetzbar?
    • Braucht man also einen Windows PC oder Mac, um diesen Studiengang studieren zu können.

    (In meinem Studiengang waren zwar Installationshinweise für empfohlene Software i.d.R. für Windows Systeme, aber ich konnte quelloffene Alternativen suchen. Für die Bearbeitung von Einsendeaufgaben sowie für die Projekt- und Bachelorarbeit war kein bestimmtes OS vorgegeben.)

  6. vor einer Stunde, Steffen85 schrieb:

    Sinnvoll wäre m. E. nach wenn du möglichst schnell in ein Unternehmen wechselst, bei dem du von Senior Entwicklern viel lernen kannst.

    Ja, das denke ich auch.

     

    vor einer Stunde, Steffen85 schrieb:

    Je nach Region sollten doch eigentlich die Jobaussichten auch im fortgeschritten Alter ganz gut sein. Kommt natürlich auch darauf an, welche Branche für dich interessant ist (Pharma?) und ob du für den Job umziehen würdest.

    Aktuell möchte ich nicht umziehen, denn unsere Kinder stehen kurz vor ihren Schulabschlüssen. In ein bis zwei Jahren ist dieses Thema durch. Leider hat meine Partnerin einen Beruf, in dem man nicht so leicht eine neue Stelle findet.

  7. vor 2 Stunden, Muddlehead schrieb:

    Bgl. "Altbackene" Präsentationen...das steht und fällt mit dem Präsentator. Wer es drauf hat, dem reicht auch das Whiteboard.  Ich bin kein Fan von diesen ganzen tollen zoom effekten blablub. Damit wird ein schlechter Präsentator + Inhalt auch nicht besser. Daher halte ich diese Frameworks für absolut nutzlos.

    Prinzipiell gebe ich Dir recht, dass der Vortragende und die Inhalte am wichtigsten sind. Ich war bei Tagungen (pädagogischer Art) wo Rednerinnen ohne visuelle Hilfsmittel einen Saal mit mehreren hundert Zuhörern gefesselt haben. Und leider gibt es zu viele einschläfernde Powerpoint-Vorträge, bei denen einfach die Folien vorgelesen werden.

     

    Ich habe damals im Modul "Präsentieren" meinem Prüfer - dem späteren Betreuer meiner Bachelorarbeit - gesagt, dass ich als Medium am liebsten Schiefertafel und Kreide genutzt hätte. Mein Prüfer äußerte, dass er dieses Medium selbst noch immer gerne nutze.

     

    Allerdings ist der Beamervortrag eben nicht selten das vorgegebene oder zumindest erwartete Format. Ich hab schon verstanden, was mein Prüfer meinte. Meine Folien hatten so einen "90er Jahre Look". Und ich weiß, dass graphische Gestaltung nicht zu meinen Stärken gehört.

     

    Ich fand es gut, so ein Framework zu nutzen, weil ich mir so nur Gedanken machen musste, was auf die Folien soll. Um's Aussehen kümmert sich das Stylesheet. Also wenn schon Beamervortrag, dann am liebsten so.

     

    In meinem pädagogischen Arbeitsfeld musste ich natürlich immer wieder vor Gruppen sprechen. Das habe ich am liebsten frei und ohne Medienunterstützung gemacht. (Bzw. als "Backup" ein paar Kärtchen im Format A7 mit Stichpunkten in der Hand.) Damit bin ich eigentlich immer ganz gut gefahren. Es fiel mir so auch leichter, bei den Zuhörern zu sein. So ein Präsentationsmedium fordert ja immer ein wenig Aufmerksamkeit für sich. Wie viel, das ist wahrscheinlich auch eine Frage der Routine.

  8. Regelmäßiger Sport ist ja nicht nur ein Zeitfresser sondern auch eine sinnvolle Investition in die eigene Gesundheit. (Jedenfalls solange man es nicht übertreibt.) Das kann dann indirekt auch wieder vorteilhaft fürs Studium sein. Wäre in meinen Augen keine sinnvolle Option, den eigenen Körper 3 bis 4 Jahre auf Verschleiß zu fahren, um mit dem Studium zügiger voran zu kommen. Ich merke z.B., dass ich besser schlafe, wenn ich regelmäßig Sport mache. Außerdem kann ich Stress am Arbeitsplatz besser verarbeiten und mich besser und länger konzentrieren. So viel Sport wie Du habe ich zwar nicht gemacht. Aber ich finde es auch wichtig, dass man ein paar rote Linien zieht, was das Studium NICHT kosten darf. Klingt doch eigentlich ganz gut, wie es sich bei Dir anlässt.

  9. In meinem Erststudium habe ich zeitweise viel mit Mindmaps gearbeitet, um große Stoffmengen für mich zu strukturieren und zu verdichten. Die Erstellung hat natürlich viel Arbeit gemacht. Eigentlich hatte ich vor, die Mindmaps zum Wiederholen vor Klausuren zu nutzen. Das habe ich dann aber bald gelassen, weil es für mich total langweilig war. Wenn man so eine Mindmap selbst erstellt hat und sich da wirklich Gedanken gemacht hat, wie man sie aufbaut und warum man sie so und nicht anders aufbaut, dann kennt man die ziemlich gut. Das war dann für mich eher einschläfernd, die nochmal durchzugehen. Im Prinzip habe ich kontinuierlich gelernt aber nicht vor einer Klausur für die Klausur gelernt. Das hat ganz gut funktioniert.

     

    Aber es kommt auch immer auf das Fachgebiet an. Für mein derzeitiges Studium fand ich Mindmaps weniger geeignet und habe sie auch nicht benutzt.

     

    Karteikarten habe ich manchmal auch mit gutem Erfolg eingesetzt. Mein Eindruck ist, dass es mir nur etwas bringt, wenn ich die selbst erstelle. Darum würde ich keine fertigen Karteikarten kaufen oder welche von anderen verwenden. Mein Lernprozess ist, das Material zu erstellen. Am Ende landet es oft unbenutzt in der Tonne.

  10. Hier einmal ein Codebeispiel in der funktionalen Sprache Clojure. Es ist die Definition einer Funktion by-sample, die für den Sintflut-Algorithmus einen anfänglichen Wasserspiegel bestimmt. Dieser sollte so gewählt werden, dass zu Beginn der Optimierung jede noch so schlechte Routenvariante akzeptiert wird. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. Eine vergleichsweise einfache Möglichkeit ist, eine überschaubare Anzahl zufälliger Routen zu erzeugen, deren durchschnittliche Länge zu bestimmen und diese mit einem Korrekturfaktor zu multiplizieren.

    Zitat
    
    (defn by-sample [route dist-function]
      (as-> (repeatedly #(shuffle-route route)) x
            (take sample-size x)
            (map  #(length-route %1 dist-function) x)
            (reduce + x)
            (/ x sample-size)
            (* x factor-sample)))

     

    • Die Funktion erhält in Zeile 1 als Parameter eine Rundreise und eine Funktion zur Bewertung des Abstandes zwischen zwei Bohrlöchern. Die Funktion by-sample ist eine Funktion höherer Ordnung, weil ihr eine Funktion als Parameter übergeben wird. Die folgenden Zeilen zeigen die in der funktionalen Programmierung häufig auftretende Verkettung von Funktionen. So etwas nennt man auch Chain of Operations.
    • In Zeile 2 wird mittels der Funktion repeatedly eine prinzipiell unendliche Sequenz zufälliger Routenvarianten erzeugt. Die Funktion arbeitet mit lazy evaluation, d.h. sie tut zunächst einmal gar nichts. Es genügt, dass prinzipiell bekannt ist, wie Routenvarianten erzeugt werden.
    • In Zeile 3 werden der unendlichen Sequenz ein paar Elemente als Stichprobe entnommen. Das macht die Funktion take. Die Konstante sample-size gibt an, wie groß die Stichprobe ist. Erst im Moment der Entnahme, werden von repeatedly tatsächlich Routenvarianten erzeugt. Und auch nur genau so viele, wie in diesem Moment benötigt werden. Man erhält so eine Liste einer bestimmten Länge mit zufälligen Routenvarianten.
    • In Zeile 4 wird mittels der Funktion höherer Ordnung map eine Bewertungsfunktion auf jede Route der Liste angewendet. Man erhält so eine neue Liste der Routenlängen. Die ursprüngliche Liste der Routenvarianten bleibt davon unberührt.
    • In Zeile 5 wird die Liste der Routenlängen mit der Funktion höherer Ordnung reduce auf einen einzelnen Wert reduziert. Ihr wird dazu die Funktion + übergeben. Die Elemente der Liste werden somit aufaddiert zur Summe der Routenlängen.
    • In Zeile 6 wird diese Summe durch die Größe der Stichprobe geteilt und somit die durchschnittliche Routenlänge bestimmt. In Zeile 7 wird diese durchschnittliche Routenlänge mit einem Korrekturfaktor multipliziert und somit der anfängliche Wasserspiegel festgelegt. Wie in der funktionalen Programmierung üblich, wird das Ergebnis dieses letzten Ausdrucks implizit als Ergebnis der Funktion zurückgegeben.

     

    In Zeile 2 steht das Threading Macro as->. Er reicht das Ergebnis jeder Zeile als Wert x an die jeweils nächste Zeile weiter. Auf diese Weise entsteht eine Art Verarbeitungs-Pipeline aus Funktionsaufrufen, die sogenannte Chain of Operations.

     

    Clojure ist ein LISP-Dialekt. Lispoide Sprache haben eine eigenwillige Syntax mit ineinander geschachtelten Funktionsaufrufen. Das führt dazu, dass der Code oft viele Klammern und Klammerebenen enthält. Hier fällt das dank des Threading Macros as-> sogar noch recht moderat aus. Wer LISP nicht mag, stört sich oft an den Klammern.

     

    Allerdings hat LISP der Vorzug, ein einfaches syntaktisches Prinzip stur und ohne Ausnahmen durchzuziehen. Ein LISP-Ausdruck ist eine Liste, deren Elemente durch eine Klammer eingeschlossen sind. Das erste Listenelement ist eine Funktion. Die restlichen Listenelemente sind die Argumente, die die Funktion verarbeitet. Listen sind die grundlegende Datenstruktur in LISP. Zugleich ist jedes LISP-Programm eine Liste, also eine Datenstruktur, die durch LISP erzeugt oder verarbeitet werden kann. Dieses Sprachmerkmal nennt man auch Homoikonizität. Man umschreibt dies auch mit dem Schlagwort: "Code is data, data is code." Es ist daher in LISP vergleichsweise einfach, Programme zu schreiben, die LISP-Code verarbeiten oder LISP-Code erzeugen. Dies bezeichnet man als Metaprogrammierung.

  11. Die Ausbildung zur Erzieherin wird auch in DQR6 eingeordnet. Trotzdem haben viele meiner Kolleginnen einen zusätzlichen Aufwand betrieben, um mit ihrer staatlichen Anerkennung zugleich auch die fachgebundene Hochschulreife zu erlangen. Und manche studieren Kindheitspädagogik oder soziale Arbeit, um einen Bachelor zu erlangen.

     

    DQR hin oder her: Die Leute können durchaus zwischen beruflicher Bildung, Allgemeinbildung und einem akademischen Studium unterscheiden. Und zwischen Werbung und Berichterstattung.

×
×
  • Neu erstellen...