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Markus Jung

Foren gegen Upload-Filter - Fernstudium-Infos.de ist dabei

Empfohlene Beiträge

Die Infos zu dem Kanal von "HerrNewstime" gibt es hier:

https://www.youtube.com/user/HerrNewstime/about

 

Dabei wird auf dieses Impressum verwiesen:

https://rocket41.com/impressum.html

 

Um das Video gibt es aufgrund des Hashtags gerade ziemlich viel Wirbel:

 

Bezug zum Thema des Video ist, dass viele der Demonstranten der CDU ankreiden, dass sie sich zunächst gegen Uploadfilter ausgesprochen hat und das wohl auch so im Koalitionsvertrag steht und nun dennoch dem Artikel 13, der zur Umsetzung Uploadfilter notwendig macht, auch wenn diese nun nicht explizit im Gesetzestext genannt werden, zugestimmt hat. "Nie Mehr CDU" wurde daher teilweise auch auf der Demo skandiert. 

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Wer den Anspruch an sich hat, journalistisch zu arbeiten, sollte solche Hashtags vermeiden. Wer solche Hashtags (oder vergleichbare) auf die Startseite seines Videos stellt, der muss sich gefallen lassen, vorgeworfen zu bekommen, Politagitation zu betreiben. Dabei ist es unerheblich, ob der Slogan während der Demo skandiert wurde.

 

Dieses Statement von ihm passt auf alle Fälle nicht dazu!

 

"Ungeachtet dessen - Mein Ziel ist eine ausgewogene Berichterstattung, welche die unterschiedlichen Seiten und Betrachtungsweisen fair durchleuchtet.

Bearbeitet von KanzlerCoaching

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Ich stimme Ihnen zu, dass es zumindest unglücklich ist, diesen Hashtag so dominant auch im Thumbnail zu positionieren und als einzigen für das Video zu verwenden. Das war auch der Grund, warum ich darauf verzichtet habe, das Video hier zu verlinken, obwohl es inhaltlich einen guten Eindruck von der Veranstaltung gibt.

 

Problematisch finde ich es allerdings auch, wenn dann von Mitgliedern der CDU versucht wird, mit Druck zu erreichen, dass der Hashtag entfernt wird - statt in die inhaltliche Diskussion zu gehen und dann zu überlegen, ob hier möglicherweise eine Änderung möglich und sinnvoll ist. Gerde bei einem Thema, bei dem es auch um Zensur geht und viele auch sehr emotional unterwegs sind, kommt das sonst ganz schlecht an.

 

Aber so ein bisschen kommen wir langsam auch vom eigentlichen Thema weg ;).

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vor 49 Minuten, KanzlerCoaching schrieb:

Herr Jung, an welcher Stelle geht es denn bei dem Thema um Zensur?


Dieser Upload-Filter wird erstmal damit begründet, dass er notwendige Inhalte blockt, z.B. Urheberrechtsverletzungen oder alles, was sonst irgendwie gegen geltendes Recht verstößt. Allerdings ist es auch ein Leichtes, dann Dinge zu blocken, die das jeweilige Portal nicht ganz so knusprig findet, z.B. könnte YouTube dann Videos mit (konstruktiver) Kritik an YouTube-Videos blocken, oder irgendwelche Kanäle halten Inhalte mit politischem Inhalt zurück, weil sie eine andere Partei bevorzugen. So könnten Content Management Systeme auch gegen Blogger vorgehen oder Internetprovider gegen ihre Kunden. Das Problem an der Sache ist die fehlende Transparenz, wir bekommen es nie mit, wie da aussortiert wird. Und selbst wenn dann irgendwann publik gemacht wird, dass Inhalte fehlen, heißt es dann: Können wir doch nichts für, war ein Fehler der Software, die erkennt halt manches nicht so konkret (das könnte dann aber eine Schutzbehauptung sein). 

LG 

Bearbeitet von Vica

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Danke, @Vica. Und hinzu kommt halt auch die tatsächliche Abhängigkeit von Filtern, die auf Künstlicher Intelligenz und darauf basierenden Algorithmen entscheiden, was veröffentlicht werden darf und was nicht und wo es sich tatsächlich um geschützte Inhalte handelt und wo nicht - und diese sind fehleranfällig.

 

Und die Anbieter können je nach Einstellung der Filter festlegen, was zulässig ist und was nicht (das passiert allerdings auch heute schon sowohl bei Facebook als auch YouTube oder Instagram).

 

Und im Zweifel werden viele Betreiber von gerade kleineren Angeboten zur rechtlichen Sicherheit eher strikt handeln. Es geht ja auch nicht nur um Fotos und Videos, sondern auch um Texte bis hin zu Überschriften und Zitaten aus Beiträgen. Wobei das dann wieder weniger mit dem Artikel 13 und Uploadfiltern zu tun hat, sondern mit grundsätzlichen Überlegungen unseres Urheberrechts im Vergleich zu zum Beispiel der fair use policy.  

 

Dazu auch: https://www.law.cornell.edu/uscode/text/17/107 

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Ein weiteres Problem der Uploadfilter ist, dass auch jetzt schon viele Inhalte blockiert werden mit der Begründung der Urheberrechtsverletzung, obwohl es sich gar nicht um eine solche handelt. Ein Beispiel dafür ist häufig Musik. Unternehmen wie z. B. Sony melden einfach Videos mit der Begründung, dass dort Musik von ihnen enthalten sei und diese Videos werden nicht mehr monetarisiert oder sogar vollständig gesperrt. Der Ersteller des Videos hat nun die Möglichkeit sich dagegen zu wehren und eine manuelle Überprüfung (also durch einen Menschen) zu verlangen, was ja nun erstmal sehr fair klingt.

In der Praxis funktioniert das aber leider nicht reibungslos. Recht bekannt ist ein Fall des YouTubers Gronkh, wo eben Sony ein Video gemeldet hat mit der Begründung es sei ein nichtlizenzierter Song enthalten. Der Song war aber nun in keinster Weise enthalten und auch bei der manuellen Prüfung wurde die Demonetarisierung nicht zurückgezogen. Nun kann sich jeder vorstellen, dass es mehr als unfair ist, wenn jemand aufgrund eines solchen Umstandes nicht für getane Arbeit entlohnt wird. 

Die Plattformen sind aber heutzutage schon dazu gezwungen schnell zu reagieren und werden es durch das Gesetz noch mehr sein. 

Die Motive hinter dem Urheberrecht sind also schon sehr sinnvoll, aber lassen sich in der Form einfach nicht auf das Internet anwenden. 

 

Was die Debatte um den Hashtag niemehrcdu angeht, kann ich zustimmen, dass das Verhalten von Herrn Newstime nicht mehr sehr sachlich ist. Andererseits kann ich die Haltung aber auch verstehen, da besonders der Herr Voss ja wieder eine Vorreiterrolle einnimmt und sich wie damals schon bei Acta unmöglich aufführt. Herr Voss hat keinerlei Verständnis für die Zusammenhänge des Internets und gibt es ja auch mehr oder weniger offen zu. Er fordert ganz offen ein Gesetz, bei dem er zugibt, dass er selbst mich weiß, wie das funktionieren kann. Zudem hat er im Gespräch mit Herrn Newstime diesen aufgefordert „die Texte richtig zu lesen“, allerdings waren die Texte zu dem Zeitpunkt noch gar nicht verfügbar. 

 

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In diesem Video werden die Zusammenhänge sehr gut erläutert - die vier Minuten zu investieren lohnt sich, wenn man die Problematik besser verstehen möchte. Auch, warum es gerade für kleine und semi-professionelle Seiten wie Fernstudium-Infos.de mit einem Uploadfilter so schwer werden würde, das Angebot weiter aufrecht zu erhalten:

 

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vor einer Stunde, Janekke schrieb:

Der Ersteller des Videos hat nun die Möglichkeit sich dagegen zu wehren und eine manuelle Überprüfung (also durch einen Menschen) zu verlangen, was ja nun erstmal sehr fair klingt.

 

Und selbst diese Möglichkeit ist an Bedingungen geknüpft (die für Gronkh allerdings kein Problem sein sollten ;)). Eine manuelle Überprüfung wird nur dann zugesichert, wenn ein Video mindestens 1.000 Aufrufe erhalten hat. Einige meiner Videos wurden schon wegen angeblich unangemessener Inhalte de-monetarisiert, und die haben oft auch unter 1.000 Aufrufen. Wobei bisher die Anträge auf Überprüfung teilweise dennoch bearbeitet und die Videos dann wieder freigeschaltet wurden. Was dabei auch deutlich wird: YouTube hat bereits so einen Upload-Filter, sowohl was urheberrechtlich geschützte Inhalte angeht, als auch was nach den Richtlinien von YouTube unangemessene Inhalte angeht. Und dieser Algorithmus macht Fehler. Und selbst wenn künftig dann auch Beschwerde eingelegt werden könnte, sind die Inhalte erstmal weg. Und bis sie geprüft und dann möglicherweise wieder freigeschaltet werden, ist das Thema vielleicht schon nicht mehr aktuell oder Entscheidungen getroffen, die mit den Informationen anders verlaufen wären.

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vor einer Stunde, Markus Jung schrieb:

YouTube hat bereits so einen Upload-Filter

 Genau das ist der Punkt, der mich auch etwas verwundert zurücklässt, wenn ich dann merke, dass die großen Medien sich bei dem Thema zurückhalten. Im ersten Moment ergibt es Sinn, weil das Internet ja eine reale Bedrohung für diese Medien darstellt, aber eigentlich ist es so ja viel wahrscheinlicher, dass Google seinen Uploadfilter auf den Markt bringt und somit ja nahezu ein Monopol ausbildet. Google hat dann ja nicht nur den Uploadfilter an sich, sondern auch die Datenbank, in die die Urheber ihre Hashwerte einpflegen. 

Kleine Webseiteninhaber werden wohl kaum einen eigenen Filter entwickeln und für Urheber ist das mehrfache Angeben von Hashwerten ja auch ein großer Aufwand. Die Nutzung des Uploadfilters von Google wird aber auch für manche zu teuer sein. 

 

Der ganze Gedankengang hinter diesem Gesetz scheint mir einfach kaum bis gar nicht ausgereift. 

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Gast
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