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Verwirrung durch "Bachelor (professional)"


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Der Bachelor ist ein akademischer Grad. Das ist übrigens keine neue Erkenntnis und in allen Bundesländern bekannt. :rolleyes:
Das stimmt so nicht ganz. Der Bachelor kann z.B. in Baden-Württemberg von Berufsakademien auch als staatliche Abschlussbezeichnung vergeben werden und stellt somit keinen von einer Hochschule verliehenen akademischer Grad dar (Gesetz über die Hochschulen

und Berufsakademien in Baden-Württemberg (Landeshochschulgesetz – LHG) §91 (6) vom 1. Januar 2005) - ganz analog zu der bisher von den Berufsakademien verliehen staatlichen Abschlussbezeichnung "Diplom (BA)".

Warum sollte ein "Professional Bachelor / Master" zukünftig nicht auch als staatliche Abschlussbezeichnung vergeben werden können??

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Warum sollte ein "Professional Bachelor / Master" zukünftig nicht auch als staatliche Abschlussbezeichnung vergeben werden können??

Wenn es entsprechend gesetzlich vorgesehen ist, kann das natürlich sein. Nur machen diese Gesetze nicht die Wirtschaftsminister und erst recht nicht die IHKen. Solange es keine gesetzliche Grundlage dafür gibt, macht sich strafbar, wer ihn führt und wer den Eindruck erweckt, er würde ihn verleihen, macht sich lächerlich und ruiniert den eigenen Ruf als Weiterbildungsanbieter.

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Langsam schließt sich der Kreis und wir kommen mit dem Bachelor-Abschluss wieder dorthin, wo vor 40 Jahren der Ing. grad stand, nämlich als Schmalspur-Ingenieur!

In dem Zusammenhang, eine Frage als Österreicher, wurden nicht alle Ing.grad. zu Dipl.Ing.(FH) nachgraduiert und dadurch zu Akademikern ? Ist diese Entwicklung nicht ähnlich gelagert, der BSc(Prof) wird irgendwann zu einem BSc oder später sogar zu einem Master, weil irgendeine Bolgona 27 Richtlinie dies empfiehlt, vorschreibt oder sonst was.

lG

Christopher

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In diesem Fall (Bachelor Professional) dürfte das wohl anders liegen. Hier gibt es keine Basis für eine "Eingliederung" in Hochschulabschlüsse. Bologna deckt Abschlüsse nichtakademischer Institutionen nicht ab, das ist auch nicht im Gespräch.

Habe nun ein bisschen darüber gegoogelt und habe den Grund herausgefunden, die Werkmeisterschulen, Meisterschulen wollen für Ihre Absolventen (in Deutschland und in Österreich, www.vbf.at !) diese Bezeichnung haben. Bis zu einem gewissen Punkt sehe ich das alles ein, fallen doch diese Absolventen durch den Rost, auf der anderen Seite fängt der Titel/Gradwahn an. Lautet doch Vielerorts schon "ohne Titel ist man Niemand" und dies führt irgendwann zu Strukturen wie im Feudalismus, hier zählte Leistung auch weniger als Herkunft !

lG

Christopher

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In dem Zusammenhang, eine Frage als Österreicher, wurden nicht alle Ing.grad. zu Dipl.Ing.(FH) nachgraduiert und dadurch zu Akademikern ? Ist diese Entwicklung nicht ähnlich gelagert, der BSc(Prof) wird irgendwann zu einem BSc oder später sogar zu einem Master, weil irgendeine Bolgona 27 Richtlinie dies empfiehlt, vorschreibt oder sonst was.

lG

Christopher

Nicht alle Ing. grad. wurden Nachdiplomiert, Voraussetzung war eine in diesem Fachbereich mindestens fünfjährige Tätigkeit!

In der öffentlichen Verwaltung wurden alle die im gehoben Dienst stehenden Beamten z. B. zu Diplom Verwaltungswirt (FH), Diplom Finanzwirt (FH), Diplom Rechtspfleger (FH) und Gewerbelehrer der Berufsschulen zu Studienräte gemacht. Ein rein staatlich anerkannter Titel (auch bei den nachdiplomierten) und kein echter, akademischer Grad!

Die Nachdiplomierten erkennt man vom Alter her! Ein 60 Jahre alter Dipl.-Ing. (FH) war mit Sicherheit auf keiner FH, sondern auf deren Vorgängereinrichtung "Politechnikum" mit meist nur Realschulabschluss oder Lehre mit Vorsemesterkurs!

Einige meiner Zeitgenossen von der gemeinsamen Lehrzeit machten die Berufsaufbauschule (BAS) und gingen danach aufs Politechnikum, während ich den staatl. gepr. Techniker und die BAS danach machte. Da mittlerweile das Bildungssystem umgestellt wurde, Polytechniken zu Fachhochschulen wurden und die Fachhochschulreife als Zugangsvoraussetzung galt, musste ich diese nachholen und an einer echten Fachhochschule studieren.

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Nicht alle Ing. grad. wurden Nachdiplomiert, Voraussetzung war eine in diesem Fachbereich mindestens fünfjährige Tätigkeit!

In der öffentlichen Verwaltung wurden alle die im gehoben Dienst stehenden Beamten z. B. zu Diplom Verwaltungswirt (FH), Diplom Finanzwirt (FH), Diplom Rechtspfleger (FH) und Gewerbelehrer der Berufsschulen zu Studienräte gemacht. Ein rein staatlich anerkannter Titel (auch bei den nachdiplomierten) und kein echter, akademischer Grad!

Die Nachdiplomierten erkennt man vom Alter her! Ein 60 Jahre alter Dipl.-Ing. (FH) war mit Sicherheit auf keiner FH, sondern auf deren Vorgängereinrichtung "Politechnikum" mit meist nur Realschulabschluss oder Lehre mit Vorsemesterkurs!

Einige meiner Zeitgenossen von der gemeinsamen Lehrzeit machten die Berufsaufbauschule (BAS) und gingen danach aufs Politechnikum, während ich den staatl. gepr. Techniker und die BAS danach machte. Da mittlerweile das Bildungssystem umgestellt wurde, Polytechniken zu Fachhochschulen wurden und die Fachhochschulreife als Zugangsvoraussetzung galt, musste ich diese nachholen und an einer echten Fachhochschule studieren.

Wie gesagt bis zu einem gewissen Maße verstehe ich die Klassifizierung und eine Vergleichbarkeit, was ich nicht verstehe warum nun schon wieder eine neue Bezeichnung her muß. Die Klassifzierung geht nach dem "European Qualifikation frame", z.B. ist ein Meister mit einem Bachelor gleichwertig, aber warum muß man einen neuen Titel/Grad erfinden, klingt Meister in diesem Zusammenhang nicht besser. Ein HTL Ingenieur wäre mit einem Bachelor vergleichbar. Ein geprüfter Wirtschaftsprüfer wäre mit einem Master vergleichbar, ein Ziviltechniker mit einem Doktorat. Die Vergleiche entstammen dem Konsultationspapier für den EQF (NQR) des österreichischen BMWF.

lG

Christopher

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Die Idee die hinter dem EQF steckt, finde ich persönlich gar nicht so abwegig, nur verstehe ich die Absichten der IHKs eben nicht.

Es gibt bereits jetzt die Unterschiede zwischen Ausbildung, Weiterbildung, Berufserfahrung, Bachelor, Master, Dipl-FH, Dipl-BA, Dipl-Univ, Magister... usw. usw. sind jetzt doch bereits gegeben. Jeder Personaler kann das differenzieren und herauspicken was er braucht.

Nur weil die IHK das Baby jetzt anders nennt ändert das an der Qualifizierungsstufe garnichts. Darum sehe ich den Gewinn nur für das Ego der Absolventen :)

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Die Idee die hinter dem EQF steckt, finde ich persönlich gar nicht so abwegig, nur verstehe ich die Absichten der IHKs eben nicht.

Es gibt bereits jetzt die Unterschiede zwischen Ausbildung, Weiterbildung, Berufserfahrung, Bachelor, Master, Dipl-FH, Dipl-BA, Dipl-Univ, Magister... usw. usw. sind jetzt doch bereits gegeben. Jeder Personaler kann das differenzieren und herauspicken was er braucht.

Nur weil die IHK das Baby jetzt anders nennt ändert das an der Qualifizierungsstufe garnichts. Darum sehe ich den Gewinn nur für das Ego der Absolventen :)

Das Prinzip hinter dem EQF finde ich ebenso gut, wie bereits gesagt es gibt bereits ein "Titelchaos" warum dieses noch verstärken. Bachelor, Master, PhD sind akademische Grade und sollten von Hochschulen vergeben werden, darum finde ich die Abschlußbezeichnung Bachelor professional (teilweise wird auch ein Master professional gefordert !) absolut überflüssig. Meister, Werkmeister, staatlich geprüfter Techniker etc. bezeichnen eine hochwertige Ausbildung und es müssen nicht krampfhaft neue Titel/Grade erfunden werden.

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