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KanzlerCoaching

Die Sache mit den Transferleistungen

Empfohlene Beiträge

vor 18 Minuten, Markus Jung schrieb:

[...]

Ich denke, eines der Probleme heute ist, dass Bildung industrialisiert und automatisiert sowie standardisiert werden soll, auch damit sie dann digitalisiert werden kann. Das passt hier aber vermutlich nur am Rande zum Thema.

Ich persönlich halte das nicht nur für ein Problem, sondern auch für eine großartige Chance, denn eine der "Nebenwirkungen" ist, dass Bildung für mehr Menschen zugänglich wird.

https://t3n.de/magazin/digitalisierung-bildung-demokratisiert-humboldts-schoene-241167/

 

Bearbeitet von wolkenkratzerin

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Wenn diese zugänglich Bildung aber eigentlich keine wäre? Wenn "Bildung" nun festgestellt und bewertet würde an der Fähigkeit, Multiple-Choice-Fragen zu beantworten, was wäre damit gewonnen? Nur, weil etwas digitalisiert wird, ist es doch noch lange nicht gut.

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Vor ein paar Jahren wurden ja die sogenannten MOOCs als zukunftsträchtige Form der Bildung gefeiert. Seitdem ist es ein bisschen ruhiger geworden.

 

Natürlich ist es toll, wenn z.B. Universitäten Vorlesungen online stellen, so dass diese einer großen Zahl von Menschen zugänglich werden. Allerdings ist Bildung mehr als die reine Bereitstellung von Information.

 

Zu einem Fernstudium gehört für mich auf jeden Fall auch die Anregung zu eigener Auseinandersetzung mit dem Stoff in Form von didaktisch sinnvoll gewählten Einsendeaufgaben oder sonstigen studienbegleitenden Leistungen, die von einem fachlich qualifizierten Menschen korrigiert werden und für die der Lernende ein Feedback erhält. Das ist naturgemäß eine individuelle Leistung, die auch entsprechende Kosten verursacht und sich bis auf weiteres nicht gut automatisieren und skalieren lässt.

 

Aber ich denke, dass hier ein wichtiger Punkt angesprochen wurde. Transferleistungen, die meiner Meinung nach unbedingt das gesamte akademische Studium begleiten sollten, sind viel aufwendiger zu kontrollieren und korrigieren. Eigentlich müssten die Studierenden einfordern, dass die Hochschulen sich weiterhin diese Mühe machen.

Bearbeitet von kurtchen

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vor 18 Minuten, KanzlerCoaching schrieb:

Wenn diese zugänglich Bildung aber eigentlich keine wäre? Wenn "Bildung" nun festgestellt und bewertet würde an der Fähigkeit, Multiple-Choice-Fragen zu beantworten, was wäre damit gewonnen? Nur, weil etwas digitalisiert wird, ist es doch noch lange nicht gut.

Natürlich ist schnell oder einfach verfügbare Bildung nicht gleich qualitativ hochwertige Bildung. Daher sehe ich sowohl ein Problem als auch eine Chance darin.

Die Herausforderung besteht darin, Zugang zu Bildung einerseits zu digitalisieren (und damit zu automatisieren), andererseits sie auf einem hohen Niveau zu halten. Das kostet natürlich entsprechend Personalaufwand und ist eine Investition für sich.

 

Multiple-Choice-Fragen umfassen nur einen begrenzten Anteil an Prüfungsaufgaben in der Prüfungsform "Klausur". Es gibt so viele verschiedene Prüfungsformen, die man sehr unterschiedlich bewerten kann - dies nicht erst an Universitäten/Hochschulen, sondern schon in der Schulzeit (Bsp. mündliche Prüfungen). Daher finde ich es schwierig, eine bestimmte Prüfungsform generell zu verteufeln. Man kann auch in mündlichen Prüfungen "sehr weit ausholen" und mit etwas Glück und einem kulanten Prüfer, der einen auf die richtige Fährte bringt durch seine Fragen, zufällig richtige Lösungen erzielen. Auch sind Notengebungen und Bewertungen generell kaum ganz objektiv. Am ehesten sogar MC-Aufgaben, da hier kein subjektiver Bewertungsspielraum besteht.

 

Hausarbeiten/Seminararbeiten/Thesis/Praxisberichte/Fallberichte bzw. wissenschaftliches Schreiben an sich ist m.E. eine große Transferleistung und diese wird in jedem Studium vorausgetzt, sei es an privaten oder an staatlichen Hochschulen. Ich finde, dass es einen Mehrwert für die Bildung darstellt, wenn viele variable Prüfungsformen angeboten werden wie es heute digital üblich ist/immer üblicher wird. Ich bin aber keine Bildungsexpertin, das ist nur meine persönliche Meinung.

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