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Teilweise schlechtere Noten, weil nicht gegendert wurde


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Spannend, wie dieses Thema gerade die Runde macht.

 

In der globalen Kommunikationsabteilung meines Unternehmens, haben wir vor einigen Wochen genau über dieses und auch noch das Thema Gross- bzw. Kleinschreibung von "Du", "Ihr", usw. gesprochen und unsere Kommunikationsrichtlinien daraufhin angepasst.

 

Geschlechterneutrale/ inklusive Schreibweise:

Es gibt hierzu verschiedene Varianten. Die verbreitetste, die neben männlich und weiblich auch "Misch-Geschlechter" einschliesst, ist der Asterisk. Im Sinne von D&I, was in unserem Unternehmen sehr wichtig ist, nutzen wir ab sofort eine möglichst gender-neutrale Schreibweise und schreiben dann z. B. Mitarbeiter*innen

und werden dies auch im gesprochenen Wort entsprechend umsetzen (so übrigens in den vergangenen Wochen / Monaten auch schon gesehen / gehört bei diversen Nachrichtensendungen, Politveranstaltungen, einer Bildungskonferenz mit Angela Merkel & Co.).

 

Vormals haben wir immer von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesprochen und haben auch immer beide Varianten geschrieben. Die männliche Form alleine, wurde in den letzten Jahren nicht mehr genutzt und da wurde in der Kommunikationsabteilung sehr grossen Wert darauf gelegt.

 

Ich schreibe nun meine Klausuren, Projektarbeiten etc. ebenso in dieser Form. 

Notenabzug finde ich aber schon ein wenig übertrieben.

 

----------------------------------------------------

Off topic, falls es jmd interessiert:

Gemäss Duden ist aktuell die Kleinschreibung die bevorzugte Form, Grossschreibung ist aber weiterhin auch korrekt. Zwecks Einheitlichkeit schreiben wir nun im Konzern immer klein, wenn auch die Mehrheit von uns das etwas merkwürdig findet, da wir es eben anders gelernt haben. 

Bearbeitet von Decharisma
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vor 27 Minuten hat phoellermann geschrieben:

 

Naja, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, findet man in der Tat sehr schnell sehr viele Studien. Z.B. werden bei Befragungen, welches die größten Wissenschaftler der Geschichte waren, fast nur Männer genannt. Fragt man nach Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, ist das Antwortverhalten ein völlig anderes (und, wen davon kennt ihr?).

 

Wenn jemand einen schnellen Einblick in dieses Thema gewinnen möchte, kann ich ein aktuelles Buch empfehlen:

 

https://www.amazon.de/Unsichtbare-Frauen-gemachte-Bevölkerung-ignoriert/dp/3442718872/  (gibt es - noch viel besser - auch im lokalen Buchhandel um die Ecke) ;-).


Das geht weit über das Gendern in Texten hinaus, beleuchtet aber ein massives Problem, das in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen wird (gerade wenn wir über Predictive Technologies reden und berücksichtigen, dass fast alle Technologieunternehmen von Männern geleitet werden und es viel mehr Programmierer als Programmierinnen gibt).

 

Nichtsdestotrotz müssen Sprachregeln, die zu einer Bewertung herangezogen werden, explizit genannt werden. Wenn dem so war, ist der Vorgang zumindest formal korrekt (und ich versuche eh konsequent zu gendern, wenngleich nicht immer erfolgreich).

 

 

Also das finde ich sagen wir mal Unsinn und weit hergeholt. Es gab früher deutlich mehr, wenn nicht fast ausschließlich, männliche Wissenschafter. Das liegt daran, dass Frauen nicht die gleichen Rechte hatten und es sozial wenig akzeptiert wurde, wenn Frauen sich bilden wollten. Insofern ist das kein Wunder. Das ist heute aber nicht mehr der Fall, sondern jetzt schon eher gegenteilig. Argument: Jungen machen mittlerweile seltener Abitur und mit schlechteren Noten als Mädchen. Ich gehe davon aus, dass beide Geschlechter im Mittel gleich intelligent sind. Auf wen ist also unser Schulsystem ausgerichtet?

 

Beispiel Programmierer: Stimmt, das kann man mit Affinität begründen (die es lt. "Genderforschern" *lol* gar nicht gibt)........aber wie dem auch sei: Diese Programmierer wurden zu sehr von weiblichen Erziehern schon in ihrer frühen Kindheit geprägt, die Auswirkungen dazu stehen nirgendwo auch nur im Raum!

 

Es ist also ein konstruiertes Problem bei dem es um Macht geht. Das führt über kurz oder lang zu einem echtenn Problem im Sinne einer gesellschaftlichen Spaltung (ich lese gegenderte Texte konsequent nicht z.B. ...und ich kenne weitere Menschen die das machen). Und du machst dich hier evtl. zum Werkzeug feministischer Machtbestrebungen.

 

 

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vor 5 Minuten hat firefly geschrieben:

Bei Zuwiderhandlung wird sozial oder wie hier mit Noten sanktioniert!

 

Schlimm. Wirklich schlimm. Irgendwann verlangt noch jemand, man müsse in Abschlussarbeiten eine korrekte Rechtschreibung nutzen. 😉

 

Ganz ehrlich: wer über soziale Ausgrenzung und Meinungsdruck klagt, weil jemand gendergerechte Sprache einfordert, gleichzeitig aber andere lächerlich macht, der diese Form nutzt (der böse Feminismus, "moralische Überlegenheit", "man wird gleich in die rechte Ecke gestellt"), lässt m.E. zumindest eine gewisse Reflektiertheit vermissen.

 

Niemand zwingt dich, privat zu gendern. Du kannst schreiben, wie du willst. Aber wenn das (oder dein Contra) kritisiert wird, musst du das nicht toll finden und die Kritik auch nicht annehmen... aber du musst halt damit leben. 🙂

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vor 32 Minuten hat lukasvagyok geschrieben:

Hier sind einfach so so viele falsche Behauptungen drin, so argumentiert der Feminismus an sich überhaupt nicht.

 

 

Bitte die falschen Behauptungen nennen, ich werde jede anschießend belegen.

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vor 1 Minute hat firefly geschrieben:

Also das finde ich sagen wir mal Unsinn und weit hergeholt. (...) (ich lese gegenderte Texte konsequent nicht z.B. ...und ich kenne weitere Menschen die das machen). Und du machst dich hier evtl. zum Werkzeug feministischer Machtbestrebungen."

 

Hmmm... ich verstehe immer besser, wo das Problem liegt. 

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vor 29 Minuten hat phoellermann geschrieben:

 

Na, wer hat denn angefangen und gendergerechte Sprache mit der Nazizeit (oder sowjetischer Propaganda) verglichen? 😉

 

Das ist der beste Vergleich den ich seit langem gehört habe und ich bin in einem solchen System aufgewachsen!

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vor 29 Minuten hat phoellermann geschrieben:

Z.B. werden bei Befragungen, welches die größten Wissenschaftler der Geschichte waren, fast nur Männer genannt. Fragt man nach Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, ist das Antwortverhalten ein völlig anderes (und, wen davon kennt ihr?).

 

Wenn man sich die 100 wichtigsten Erfindungen und Entdeckungen neutral anguckt, dann stammen davon nunmal 80 Prozent + x von Männern. Was schlicht und einfach daran liegt, dass Frauen früher in der Wissenschaft stark unterrepräsentiert waren. Tradierte Familienbilder, teilweise durften Frauen nicht mal wählen geschweige denn studieren. Es ist also logisch und entspricht dem Verhältnis der Geschlechter, dass bei so einer Frage hauptsächlich Männer genannt werden.

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vor 6 Minuten hat Decharisma geschrieben:

Geschlechterneutrale/ inklusive Schreibweise:

 

Im Sinne von D&I, was in unserem Unternehmen sehr wichtig ist, nutzen wir ab sofort eine möglichst gender-neutrale Schreibweise und schreiben dann z. B. Mitarbeiter*innen

 

Welches Unternehmen es auch immer ist.....Mitarbeiter*innen.....ist ok, weil ich als Mitarbeiter hier angesprochen werde. Aber bei Kund*innen......ich bin kein Kund..........werde ich nie nie etwas von diesem Unternehmen kaufen.

 

Wenn in 10 Jahren die ersten Studien rauskommen, dass dieses Gendersprech Umsatz kostet, werden die von Frauen dominierten Kommunikationsabteilungen (wie wärs mit Quote?) hier nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden.

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vor 9 Minuten hat phoellermann geschrieben:

 

Schlimm. Wirklich schlimm. Irgendwann verlangt noch jemand, man müsse in Abschlussarbeiten eine korrekte Rechtschreibung nutzen. 😉

 

Ganz ehrlich: wer über soziale Ausgrenzung und Meinungsdruck klagt, weil jemand gendergerechte Sprache einfordert, gleichzeitig aber andere lächerlich macht, der diese Form nutzt (der böse Feminismus, "moralische Überlegenheit", "man wird gleich in die rechte Ecke gestellt"), lässt m.E. zumindest eine gewisse Reflektiertheit vermissen.

 

Niemand zwingt dich, privat zu gendern. Du kannst schreiben, wie du willst. Aber wenn das (oder dein Contra) kritisiert wird, musst du das nicht toll finden und die Kritik auch nicht annehmen... aber du musst halt damit leben. 🙂

 

 

Tut mir leid, das verstehe ich nicht. Es geht hier nicht um privat, sondern um den Zwang zum Gendern....siehe Überschrift.

 

Meine Reflektiertheit ist definitiv sehr ausgeprägt, die kannst du natürlich nicht auf Grund dieser paar Textauszüge beurteilen und auf Grund deiner bereits voreingenommen Meinung was richtig ist und was nicht, auch nicht.

 

Wenn du also von mangelnder Reflektiertheit sprichst dann unterstelle ich dir jetzt mangelndes Urteilsvermögen.

 

....aber ich schlage vor, dass wir das Thema so sachlich wie möglich führen und versuchen Emotionen rauszuhalten so gut es geht. Sonst gibt es hier wohl keinen Dialog, dem man etwas abgewinnen könnte.

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