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Verwirrung durch "Bachelor (professional)"


Lutzbutz
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@andreas1983: Stimme Dir voll zu.

Ich bin ja einer der Zertifikate vielleicht negativ darstellt, bzw. ich fühle mich angesprochen und möchte das "warum" konkretisieren. Ein Zertifikat ist per se etwas Gutes! Wenn aber ein Zertifikat gegenüber 10 Jahre Berufserfahrung höher gewichtet oder als absolute Voraussetzung gesehen wird, dann halte ich es für Schwachsinn! Und ich bin ja gerade im Sinne des Fernstudiums "dagegen", indem ich sage, bevor man irgendein Zertifikat macht, sollte man lieber ein Studium machen. Wenn man ein Zertifikat macht, das im Studium anerkannt wird und man reinschnuppern möchte, dann ist das auch vollkommen ok und sinnvoll. Da liegt aber der Fokus auf "Reinschnuppern". Wenn der Fokus ist, sich mit Scheinen "besser darstellen zu können", dann bin ich da auch nicht für. Der Umgang mit Zertifikaten muss halt mit Sinn und Verstand passieren und zwar auf beiden Seiten (Einstellende Führungskraft+Bewerber) und ich glaube, auch HR Abteilungen, wie in Deinem Beispiel, müssen sich hier gut informieren, recherchieren und weiterbilden.

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vor 6 Stunden hat SebastianL geschrieben:

@andreas1983: Stimme Dir voll zu.

Ich bin ja einer der Zertifikate vielleicht negativ darstellt, bzw. ich fühle mich angesprochen und möchte das "warum" konkretisieren. Ein Zertifikat ist per se etwas Gutes! Wenn aber ein Zertifikat gegenüber 10 Jahre Berufserfahrung höher gewichtet oder als absolute Voraussetzung gesehen wird, dann halte ich es für Schwachsinn! Und ich bin ja gerade im Sinne des Fernstudiums "dagegen", indem ich sage, bevor man irgendein Zertifikat macht, sollte man lieber ein Studium machen. Wenn man ein Zertifikat macht, das im Studium anerkannt wird und man reinschnuppern möchte, dann ist das auch vollkommen ok und sinnvoll. Da liegt aber der Fokus auf "Reinschnuppern". Wenn der Fokus ist, sich mit Scheinen "besser darstellen zu können", dann bin ich da auch nicht für. Der Umgang mit Zertifikaten muss halt mit Sinn und Verstand passieren und zwar auf beiden Seiten (Einstellende Führungskraft+Bewerber) und ich glaube, auch HR Abteilungen, wie in Deinem Beispiel, müssen sich hier gut informieren, recherchieren und weiterbilden.


Dir ist aber schon bewusst das der Bachelor Professional eine Aufstiegsfortbildung ist und  eine 3 jährige Ausbildung voraussetzt? Es ist ein Abschluss auf dem gleichen Niveau wie der Bachelor und nicht nur ein paar Scheine. 
 

Ich kenne viele gute Entwickler die Fachinformatiker, Quereinsteiger und studierte Informatiker sind. Aber ich kenne leider auch viele studierte Informatiker die als Entwickler arbeiten und nicht einmal einfachste Dinge wie z.B. Unterschied von einer Klasse und einem Objekt kennen. Selber schon erlebt und meine Kollegen habe ähnliche Erfahrungen gemacht. 
 

Damit möchte ich nicht sagen das der eine oder der andere Weg besser oder sinnvoller ist. 
 

Man sollte den ganzen Menschen betrachten. Dazu zählt nicht nur der Abschluss sondern auch Referenzen und Berufserfahrung. Genau so wichtig finde ich es, dass der Bewerber auch menschlich ins Team passt und bereit ist, etwas Neues lernen zu wollen. 

 

 

 

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Finde @DerLenny hat es genau erfasst. Es geht hier um die Verwechslungsgefahr. Otto-Normalo hört nur "Bachelor" und geht von einem akademischen Abschluss aus. Und selbst die Absolventen könnten geneigt sein den Unterschied zu vergessen.

Fakt ist, dass beide Abschlüsse (je nach Fachbereich) unterschiedliche Ziele und Qualifikationen mit sich bringen. Und das sage ich als jemand, der tatsächlich beide Abschlüsse zeitgleich erworben hat. 

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Es hängt aber doch stark von der Disziplin ab, bei dem ein Bachelor Professional und ein akademischer Bachelor gleich/ungleich gewichtet werden kann.

 

In meinem Berufsfeld ist es so, dass Abschluss als geprüfter Bilanzbuchhalter (Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung) höherwertiger angesehen wird, wie ein Bachelor, der von den Inhalten her nicht mit dem Bilanzbuchhalter konkurrieren kann. Ausnahmen gibt es hier sicherlich zu manchen Studiengängen, die dafür auch ausgelegt sind. 

Auf der anderen Seite, benötigen viele einen ersten Hochschulabschluss, um im Controlling Fuß zu fassen. Über den "geprüften Controller IHK" ist der Einstieg sicherlich schwieriger. Hier würde ich einem gewöhnlichen Bachelorabschluss bessere Chancen zugestehen. Dies ist aber nur eine Vermutung.

 

Nach dem geprüften Bilanzbuchhalter ist das nächste Ziel ein Bachelorabschluss, da mich dieser aus meinem Fachbereich herausbefördern soll. Der geprüfte Bilanzbuchhalter geht fachlich mehr in die Tiefe und der Bachelorabschluss mehr in die Breite. 

 

Bei den Ingenieuren, Informatikern oder in anderen Gebieten der BWL, könnte dies komplett in die Gegenrichtung gehen. Zumindest liest sich das bei SebastianL so.

 

Im Grunde muss sich die Gesellschaft nur an die neuen Bezeichnungen gewöhnen und diese richtig einordnen können. Dazu braucht es sicherlich noch ein paar Jahre. Die Personalabteilungen sollten jedoch die BBiG-Novelle zumindest mal gelesen haben. Ich quäle mich ja auch durch BMF Schreiben, um up-to-date zu bleiben :D

 

vor 19 Stunden hat DerLenny geschrieben:

Aber ich denke, darum geht es gar nicht. Der Knackpunkt ist, dass hier eine Verwechslungsgefahr besteht - und nicht nur das, es könnte auch argumentiert werden, dass der Zusatz (Professional) den Eindruck erweckt, dass Bachelor ohne den Zusatz eben "Amateur" Bachelor sind.

 

In Fachgruppen wird der "Professional" Zusatz schon aktiv vergessen, damit man eher zum "richtigen" Bachelor wird. 

Klassischer Gesprächsverlauf..."kann ich jetzt mit meinem Bachelor direkt den Master machen"..."du bist kein akademischer Bachelor".

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vor 8 Minuten hat ExReWe87 geschrieben:

Klassischer Gesprächsverlauf..."kann ich jetzt mit meinem Bachelor direkt den Master machen"..."du bist kein akademischer Bachelor".

Ist ein beruflicher Master in Planung? Ich mein, das wäre ja nur folgerichtig, bzw. ggf. auch ein Öffnung bestimmter Masterstudiengänge mit dem Bachelor (prof), oder?

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Der Master Professional ist aktuell der geprüfte Betriebswirt (IHK). Meistens möchten viele nach einem Bachelor Professional einen M.A. / M.Sc. / MBA Studium absolvieren. Hier kommt dann die Verwechslungsgefahr zum tragen, dass sich Fachwirte oder ähnliches für richtige "akademische" Bachelor halten. 

 

Tatsächlich gibt es schon einige Fachhochschulen, die im Fernstudium den Zugang über zusätzliche Prüfungen/Auswahlverfahren zum Master Studiengang zulassen. Also Master ist ohne Bachelor schon heute möglich, bzw. schon länger.

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vor einer Stunde hat ExReWe87 geschrieben:

Tatsächlich gibt es schon einige Fachhochschulen, die im Fernstudium den Zugang über zusätzliche Prüfungen/Auswahlverfahren zum Master Studiengang zulassen. Also Master ist ohne Bachelor schon heute möglich, bzw. schon länger.


Und hier muss ich sagen, soetwas findet ich nicht in Ordnung. Also entweder man entscheidet sich  für den Weg Bachelor Professional IHK und geht diesen Weg, oder man entscheidet sich für die akademische Laufbahn und macht seinen Bachelor und anschließend den Master an einer Uni oder Hochschule. Aber erst Bachelor Professional und anschließend den Master an einer Hochschule finde ich nicht richtig.

Aber ein Kollege von mir ist genau diesen Weg gegangen. Er hat seinen IT Operations bei der IHK gemacht und anschließend seinen Master an einer Uni.

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vor 2 Minuten hat Aramon geschrieben:

Aber ein Kollege von mir ist genau diesen Weg gegangen. Er hat seinen IT Operations bei der IHK gemacht und anschließend seinen Master an einer Uni.

Hat er den Masterstudiengang erfolgreich abgeschlossen?

 

Die Grundlage der Gleichstellung ist ja, dass sie eine ähnliche Qualifikation, wenn auch mit einer anderen Herangehensweise, bzw. einen Schwerpunkt.

Dann sollte doch auch die nächste Stufe für beide erklimmbar sein, evtl mit etwas (Zusatz-) Aufwand beim Master (wie wis. Arbeiten).

 

Quasi gleiches Ziel, bei unterschiedlichen Startpunkten/ Wegen.

 

 

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vor 2 Minuten hat DerLenny geschrieben:

Hat er den Masterstudiengang erfolgreich abgeschlossen?

 

Die Grundlage der Gleichstellung ist ja, dass sie eine ähnliche Qualifikation, wenn auch mit einer anderen Herangehensweise, bzw. einen Schwerpunkt.

Dann sollte doch auch die nächste Stufe für beide erklimmbar sein, evtl mit etwas (Zusatz-) Aufwand beim Master (wie wis. Arbeiten).

 

Quasi gleiches Ziel, bei unterschiedlichen Startpunkten/ Wegen.

 

 


Ja er hat den Abschluss erfolgreich bestanden. Grundsätzlich hast du natürlich Recht. Aber verstehen kann ich nicht, warum man nicht gleich einen anderen Weg eingeschlagen ist. Auch wenn die Abschlüsse (IT Operations und Bachelor) gleichwertig sind, so sind Sie ja nicht gleichartig. Aber vielleicht wurde hier inzwischen einfach schon viel über dieses Theme geredet und mir ist einfach zu warm zum denken. In diesem Sinne, ein schönes Wochenende :-)

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