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Fernstudium an der WBH evtl. falsch eingeschätzt, denke an sofortigen Abbruch


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Hallo allerseits,

 

irgendwie bin ich mir im Moment überhaupt nicht mehr sicher, ob ich mir mit meinem Fernstudium für verteilte und Mobile Anwendungen an der Wilhelm-Büchner wirklich einen Gefallen tun würde. 

 

Da mir diese Situation bereits in den ersten Tagen viel extremer auf den Magen schlägt als erwartet, möchte ich anhand folgender Zeilen versuchen meine aktuellen Eindrücke zu schildern und die Frage aufwerfen, wie ihr in dieser Situation evtl. agieren würdet:

 

Ich habe vor ca. einem Jahr begonnen damit zu recherchieren, ob und bzw. wo ich einen berufsbegleitendes M.Sc. Studium im Bereich Informatik aufnehmen kann.

 

Nach mehreren Monaten intensiver Recherche (u.a. Lektüre von Prüfungsordnungen, Modulhandbpxhern) erschien mir die Wilhelm-Büchner Hochschule aufgrund der fachlichen Inhalte, der großen Flexibilität  bzgl. der Prüfungstermine, der örtlichen Nähe, sowie des sehr guten Rückmeldeverhaltens im Zuge eines regen Mailverkehrs genau die richtige Adresse für mein Vorhaben zu sein. 

 

Vor diesem Studium habe ich als erster in meiner Familie ein Bachelor Studium für angewandte Informatik mit der Vertiefeung Telekommunikation inkl. Einschlägiger Praktika und Nebenjobs an der Hochschule Fulda absolviert.

 

Aufgrund meines schulischen Werdegangs von Hauptschule, Berufsfachschule über Fachoberschule hatte ich in meinem ersten Studium in manchen Sieb-Fächern derart  zu kämpfen, das ich mir am Tag der Kolliqiums eigentlich geschworen hatte nie wieder auch nur darüber nachzudenken ein weiterführendes Masterstudium in Angriff zu nehmen.

 

Nach ca. 5 Jahren Berufserfahrung als Informatiker habe ich aber festgestellt, dass mich die tägliche Programmierei in Java,HTML,CSS,JS,PHP,PERL und Oracle-sql nicht wirklich glücklich macht und ich künftig IT-Projekte leiten/koordieren möchte.

 

Da dieses Vorhaben im öffentlichen Dienst aufgrund eines sehr stark ausgeprägten Lufbahnsystems augenscheinlich nur im höheren Dienst, wofür zwingend ein einschlägiger M.Sc. Abschluss benötigt wird, möglich ist, habe ich mich dazu entschlossen o.g. Fernstudium an der WBH aufzunehmen.

 

Weil dieses Studium alles andere als Preiswert ist und ich im Laufe der Zeit diverse Signale bekommen habe, das man mir im Beruf gerne mehr Entwicklungsmöglichkeiten einräumen möchte, habe ich meinen Arbeitgeber zu gegebenr Zeit in mein Vorhaben eingeweiht und dargelegt dass ich in ca. 3 Jahren beabsichtigen würde dieses Fernstudium abzuschließen.

 

Dies kam gut an und man bot mir nach längerer Bearbeitungszeit  eine sehr attraktive Unterstützung an, welche ich nicht ablehnen konnte.

 

Nachdem also alle Fragen mit der WBH geklärt waren, die Finanzierung gesichert und ich mir ein Lernkontingent von ca. 15 Stunden pro Woche (5×1,5 Std. Mo.-Fr. U. 4 Std. Sa./So.) als realistisch erschienen, habe ich mich vor einigen Tagen zum Studium angemeldet.

 

Nachdem ich am vergangenen Freitag mein erstes Lernpaket erhalten habe, habe ich sofort den Lieferumfang geprüft/sortiert und das gesamte Wochenende verwendet um die mir bekannten organ. Abläufe im Online-Campus zu validieren, relevante Probeklausuren besorgt, Inhaltsverzeichnisse der Studienhefte ausgewertet und versucht mir somit ein konkreteres Bild über das zu machen, was in den nächsten 6 Monaten auf mich zu kommen wird.

 

Da der sehr große Lieferumfang der Studienmaterialien lediglich die ersten 3 Monate abdeckt, bin ich schon jetzt so tief erschreckt, dass ich mir garnicht vorstellen mag, wie viel zusätzliches Studienmaterial ich noch für die restlichen 3 Monate des ersten Semesters bekommen werde.

 

Mir zwar absolut klar dass das berufsbegleitende M.Sc. Studium nicht spaßig werden wird und ich auch einige Entbährungen dafür billigend auf mich nehmen muss, aber wenn ich mir das jetzt so live ansehe was konkret vor mir vorliegt, so muss ich ganz offen zugeben, dass ich erhebliche Zweifel daran habe, ob meine Entscheidung o.g. M.Sc. Fernstudium neben meinem Beruf  durchzuführen, nicht der bisher größte Fehler meines Lebens gewesen ist.

 

Ich kann aufgrund dieses Erlebnisses überhaupt nicht mehr schlafen und hatte vor einigen Stunden eine Panikattake in mir bis dato unbekanntem Ausmaß so dass ich jetzt ernsthaft vor folgenden Optionen stehe:

 

Studium sofort in der Probezeit abbrechen und dem Arbeitgeber sowie mir selbst eingestehen, dass ich einen Fehler gemacht habe. An dieser Blöse werde ich mit Sicherheit langfristig zu kämpfen haben.

 

Das Studium mit einem noch geringeren Pensum als anfangs geplant beginnen und anhand erster Klausurergebnisse erneut bewerten ob ein Weitermachen in Verbinsung mit einer pot. Geamtstudienzeit von 4-5 Jahren wirklich erstrebenswert ist.

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Fang doch erstmal an. Dann siehst du schon wie es läuft. Abbrechen kannst du doch immer. Ich glaube du würdest dich hinterher schlechter fühlen, weil du es garnicht erst versucht hast.

Es mag Versandkosten sparen, aber motivations-psychologisch ist es vielleicht nicht optimal, das Material für 3 Monate auf einmal zu senden. Ich meine, das kann entmutigend wirken.   In mein

Der normale Wahnsinn...einfach weiter machen.   Ausgenudelte Spruch, aber in den Geisteszustand geht alles:    

Vor allem kannst du nicht erwarten, die ersten drei Monate durch kurzes durchchecken zu verstehen. Lies erstmal rein und probier auf jeden Fall dein geplantes Schema innerhalb des Probemonats aus. Du hast einen Bachelor und Berufserfahrung, vielleicht kommt dir auch schon einiges aus dem Stapel der Lernmaterialien bekannt vor und ist gar nicht so lernintensiv wie es zunächst scheint.

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Hallo @Sven1988 ,

so ähnlich ging es mir damals beim Bachelor auch. Man fühlt sich von der Menge an Material erstmal völlig erschlagen, daher kann ich Dich sehr gut verstehen.

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Fang erstmal an, vielleicht mit einem Modul, welches Dir einen einfachen Einstieg ermöglicht, wo Du vielleicht bereits Vorwissen hast oder was Dich interessiert. Du wirst merken, das dieser Berg schon bald gar nicht mehr so schlimm aussieht.

Nutze auf jedenfall den Probemonat mit Deinem Lernplan um einen Einstieg zu finden.

Ich wünsche Dir viel Erfolg💪

 

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Eine Sache wundert mich noch: Du schreibst, dass Du für einen Master Verteilte und Mobile Anwendungen eingeschrieben bist, aber eigentlich interessiert Dich IT-Management. Wäre es dann nicht eine Option, einen Master mit eben diesem Schwerpunkt zu studieren?

 

Die IUBH bietet z.B. einen Master IT-Management. (Den gibt es übrigens auch in einer Variante mit 60 ECTS.) Es gibt noch einige weitere Optionen mit diesem Schwerpunkt.

Bearbeitet von kurtchen
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Hey, ich würde auch erst einmal probieren und anfangen. Wenn es dir nicht liegt, dann kannst du immer noch aufhören. Aber deine Bedenken kann ich verstehen, man muss sich in einem Fernstudium immer wieder neu motivieren. Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber auch sagen, gerade am Anfang des Studiums war ich immer motiviert. Aber nach einigen Monaten kommt der Punkt, da verliert man die Motivation. Aber wie gesagt, schau dir erst einmal die Unterlagen an und prüfe für dich, ob du damit klar kommst. Wenn nicht, dann kannst du die Sachen immer noch zurückschicken.

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Das du dich von den Unterlagen erst einmal erschlagen fühlst und erste Zweifel an dem Vorhaben aufkommen, ist nicht ungewöhnlich, gehört vermutlich sogar dazu - es ist halt ein Prozess, den du durchläufst.

 

Wenn du allerdings aufgrund der von dir benannten Gründe so starke Zweifel hegst, das du überlegst, dass Studium gleich wieder abzukündigen, solltest du dir Gedanken darüber machen, ob Projektarbeit in leitender oder führender Position wirklich das Richtige für dich ist, d.h. ob du dieser Aufgabe in der Praxis gewachsen bist.

 

vor 6 Stunden, Sven1988 schrieb:

Da dieses Vorhaben im öffentlichen Dienst aufgrund eines sehr stark ausgeprägten Lufbahnsystems augenscheinlich nur im höheren Dienst, wofür zwingend ein einschlägiger M.Sc. Abschluss benötigt wird, möglich ist, habe ich mich dazu entschlossen o.g. Fernstudium an der WBH aufzunehmen.

 

"Augenscheinlich" ist ein schönes Stichwort. Ich weiß jetzt nicht wo und in welchem Bereich du tätig bist. Aber die formalen Vorgaben im ÖD sind in der Theorie immer recht hoch gesteckt, in der alltäglichen Praxis relativiert sich dann aber vieles wieder. Es gibt eine Wunschvorstellung des AG, wie ein zukünftiger MA aufgestellt sein sollte, und dann gibt es eine tatsächliche Bewerbersituation - also der Arbeitsmarkt. Da geht also in der Praxis häufig deutlich mehr, als man denkt.

 

U.U. bist du, wenn du das Ziel Projektarbeit anvisierst, mit punktuellen Weiterbildungen, die auf das zukünftige Arbeitsfeld vorbereiten, besser bedient. 

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  • Admin

Ich kann mich dem nur anschließen, was hier schon geäußert wurde: Versuche es auf jeden Fall - mindestens für die Dauer der Probezeit, besser für das erste Semester. 

 

Dieses Gefühl, erstmal vom Stoff erschlagen zu sein kenne ich und kann ich gut verstehen. Du kannst auch mal in den Versandplan schauen, was dich bei künftigen Lieferungen erwartet. Sind tatsächlich alle Lieferungen so umfangreich?

 

Und hast du schon irgendein Modul/Thema entdeckt, auf das du inhaltlich Lust hast? Damit würde ich dir empfehlen anzufangen.

 

Falls es dann wirklich gar nicht passen sollte und du es dran gibst, kommt das vermutlich auch besser bei deinem Arbeitgeber an, auch hinsichtlich künftiger Projekte und Aufgaben für dich, wenn du das dann begründet mitteilst, nachdem du es versucht hast, als wenn du jetzt gleich sagst, dass du dich von der Aufgabe Fernstudium überfordert fühlst.

 

Und noch eine Empfehlung: Führe ein Tagebuch und notiere dir, was dir Spaß gemacht hat und gelungen ist, was methodisch für dich gut funktioniert hat und was schwierig war. So hast du für deine Entscheidung nicht nur eine Momentaufnahme, sondern einen Verlauf. Kannst du für dich selbst machen, wenn du möchtest aber auch gerne hier in Form eines Blogs, der dann noch den Vorteil hat, dass wir dir Feedback geben können, ganz ähnlich, wie es jetzt hier in diesem Thema erfolgt. 

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